Ankern

Ankern

Vier gute Gründe fürs Ankern

⚓Keine Liegekosten in Marinas,
Häfen oder an Wasser –
wanderrastplätzen

⚓Das Freibad mit dabei –
beste Bademöglichkeiten

⚓Näher an der Natur geht nicht

⚓Ruhe ohne Ende
(Abstand zum Nachbarn
sollte mindestens 4 bis
7 Bootslängen sein)

Anker raus … und … Platsch!

Ist es jetzt Zeit zu baden? Ein
Hausboot kann es locker mit jedem
städtischen Freibad aufnehmen:
Wasser ohne Chlorzusätze, eigene
Umkleidekabine, keiner trampelt
einem über die Decke und statt am
Kiosk nach einem überteuerten,
lauwarmen Drink anzustehen, holen
Sie sich einfach etwas Kühles aus
dem Bordkühlschrank – zum
Einkaufspreis.

⚓bitte vor dem Reinspringen
vergewissern, dass das Wasser
tief genug ist!

⚓bevor alle ins Wasser springen,
die Badeleiter herunterklappen!

Bitte nicht …

⚓… zu nah bei anderen Booten ankern (beachten, dass sich das Boot um den Anker im Kreis bewegt!)

⚓… mit den Händen oder den Fingern die Ankerkette oder -winde während des Ankermanövers direkt anfassen (Verletzungsgefahr)

⚓… ärgern, wenn der Anker einmal nicht greifen sollte, unbedingt nochmals probieren und eventuell etwas mehr Kette rauslassen

Ankern

⚓Am Bug unserer Hausboote finden Sie die Ankerwinde – auch Ankerwinsch genannt – die Sie in Ihrem Urlaub auf keinen Fall links liegen lassen sollten. Die Ankerwinde ist bei unseren Haus booten manuell zu bedienen (mit Ausnahme der Aquino, die eine hydraulische Ankerwinde hat). Auf den Sportbooten und auf manchen Febomobilen finden Sie einen Falt- oder Schirmdraggen mit Ankerleine.

So gelingt das Ankermanöver:

⚓Checken Sie vorab die Wetterprognose – Apps dafür finden Sie links im Kasten.

⚓Wahl des Ankerplatzes (Ihr erstes Ankermanöver sollten Sie bei Tag fahren): Suchen Sie sich mit Hilfe des Echolots eine Stelle mit einer Wassertiefe zwischen 1,5 und 5 Metern – so müssen Sie nicht gleich die gesamte Ankerkette herauslassen (beim Ankern mit Kette mindestens die drei- bis fünffache Wassertiefe an Kette geben, bleiben Sie über Nacht geben Sie die fünf- bis siebenfache Wassertiefe, die meisten Hausboote verfügen über eine Ankerkette mit einer Länge zwischen 20 und 30 Metern). Achten Sie darauf, dass das Boot, wenn es sich in einem Kreis um den Anker bewegt
(bei Winddrehungen) nicht in Bereiche mit zu geringer Wassertiefe treiben kann.

⚓Das Boot mit dem Bug in die Richtung stellen, aus der der Wind kommt und mit der Maschine aufstoppen.

⚓Nehmen Sie den Windenhebel (Sie finden ihn vorne im Bugkasten (Kettenkasten) der Kormoran oder bei anderen Booten innen in der Nähe des Fahrstandes) und stecken Sie diesen auf die Windenmutter auf der Seite der Ankerwinde. Indem Sie den Hebel langsam entgegen dem Uhrzeigersinn (links herum wenn man davor steht) drücken, lösen Sie die Winde und der Anker fällt. Dieser Vorgang kann jederzeit gestoppt oder verlangsamt werden, wenn Sie den Hebel im Uhrzeigersinn (rechts herum wenn man davor steht) drücken.
Ankerkette nicht auf einmal fallen lassen, sondern in Etappen, damit die Kette nicht auf den Anker fällt. Auch die Ankerleine in Etappen nachlassen, achten Sie darauf, dass Sie das Ende der Leine auf einer Klampe belegt haben, bevor Sie ihn auswerfen.

⚓Das Boot bewegt sich nun in Richtung des Windes vom Anker weg, bei Windstille eventuell etwas rückwärts fahren.

⚓Prüfen ob der Anker hält, dann Maschine ausschalten: Legen Sie die Handfläche auf die Ankerkette/Ankerleine. Vibriert oder ruckt sie, rutscht der Anker über den Grund und hält nicht.

Und so verlassen Sie Ihren Ankerplatz sicher:

⚓Maschine starten (keine Querstrahlruder – Bug- oder Heckstrahlruder – verwenden, da Gras, Steine usw. in den kleinen Propeller gelangen können und diesen beschädigen).

Checken, dass die Windenmutter handfest ist (nicht zu lose und nicht zu fest). Windenhebel auf der anderen Seite der Ankerwinde in das Loch stecken und Hebel vor- und zurückführen, falls Sie einen Widerstand spüren oder es nur schwer geht, warten Sie ab bis sich das Boot zum Anker bewegt. Sollte es trotzdem nicht gehen, schauen Sie in den Kettenkasten: wenn die Kette zu hoch liegt, kann sie nicht weiter eingeholt werden. Dann Winde fest stellen und Kette in den unteren Kettenkasten ziehen. Wenn Sie mit Ankerleine geankert haben, holen Sie diese langsam ein und achten Sie darauf, dass Sie das Boot beim an Bord holen des Ankers nicht beschädigen.

⚓Bei starkem Gegenwind: Maschine benutzen (vorsichtig und nicht den Anker überfahren).

⚓Sobald Anker auftaucht auf Gras, Sand usw. am Anker achten. Gras und Sand entfernt man am besten, wenn man denAnker kurz nochmals circa einen Meter fallen läßt.

⚓Ankerplatz mit langsamer Fahrt in Richtung tieferes Wasser verlassen – benutzen Sie den gleichen Weg den Sie gekommen sind.

Schauen Sie gern bei unserem Youtube-Kanal vorbei, dort zeigen wir auch noch mal ausführlich, wie einfach ankern ist! https://www.youtube.com/watch?v=uqILRPZnmC8