Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Pünktlich um 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz der Marina von Kuhnle Tours ins Niderviller.

Wir, das sind Gaby, Ralf, Sohn Jordan mit Freundin Nina.

Die Formalitäten erledigen wir sehr schnell und können dann unser Gepäck in die Kormoran 1140, Name Cezanne, laden.

Dann kommt die Einweisung. Alex erklärt uns den Steuerstand, den Herd, den Backofen, die Duschen, die Toiletten, den Landstromanschluss, Wassertank und die Heizung auf Deutsch.

Jetzt geht es auf Einweisungsfahrt, denn man benötigt keinen Bootsführerschein um in diesem Teil Frankreichs ein Boot zu fahren. Wir legen gemeinsam an- und ab, wenden das Hausboot und legen rückwärts neben den anderen Hausbooten an.

Da die Schleusen des Rhine Marne Kanals werktags um 19 Uhr schließen, richten wir uns im Hausboot ein und bleiben in dieser Nacht im Hafen von Niderviller.

Unsere geplante Route mit dem Hausboot.

Niderviller durch die zwei Tunnel von Arzviller und das Schiffshebewerk Arzviller nach Lutzelbourg. Weiter nach Saverne. Saverne zurück nach Niderviller. Niderviller nach Gondrexange. Weiter durch die große Schleuse Rechicourt nach Moussey. Von dort nach Houillon und zurück nach Niderviller.

Sonntag
Am nächsten Morgen heißt es „Leinen los“ und auf nach Lutzelbourg. Die erste Herausforderung für uns war der erste Tunnel von Arzviller. Länge knapp 500 Meter und nur in eine Richtung befahrbar.
Geschafft. Jetzt noch den zweiten Tunnel von Arzviller mit einer Länge von knapp 2500 Metern. Auch geschafft. 
Wieder ist Teamarbeit gefragt, denn rechts und links ist nur wenig Platz.
Vor dem Schiffshebewerk von Arzviller brauchen wir nicht zu warten und können zusammen mit einem Boot vor uns in das imposante Schiffshebewerk einfahren.

Hinter der Schleuse 21 können wir schon die Burgruine von Lutzelbourg erkennen.
Im dortigen Freizeithafen legen wir längsseits an.

Jordan und Nina nehmen die beiden Mountainbikes vom Hausboot und machen sich auf zur Burgruine.
Gaby und ich genießen die Sonne und nehmen zwischendurch zur Abkühlung eine Dusche, welche am Heck der Komoran angebracht ist.

Ein schöner, spannender und ereignisreicher erster Tag unseres Bootsurlaubes neigte sich bei einem gemeinsamen Essen an Deck dem Ende.

Montag Lutzelbourg nach Saverne

Kurz nach dem Ablegen fahren wir in die Schleuse 21, Lutzelbourg, ein. Die Schleusen haben keinen Schleusenwärter und Ihr müsst die Schleuse manuell betätigen. Einfach den blauen Hebel nach oben, fertig. Alles weitere geht automatisch.
Bis Saverne, knapp 10 km, durchfahren wir 10 Schleusen. Also nicht soviel Zeit zum entspannen.

Die letzte Schleuse (Ecluse 30-31) ist auch die Einfahrt in die Stadt Saverne. An der Schleuse stehen jede Menge Touristen und schauen den Booten in der Schleuse zu.

Gaby parkt unser Hausboot rückwärts und gekonnt im Hafen von Saverne ein. Wir haben einen tollen Blick auf das Schloss Rohan. Morgen ist der 14. Juli und Nationalfeiertag in Frankreich. Also heißt es für Jordan und mich, rauf auf die Fahrräder und noch fix im Supermarkt ein paar Getränke und Baguettes holen.

Bei leckerem französischem Weißwein und Eistee (für Jordan und Nina) bewundern wir das Feuerwerk, welches zum Anlass des Nationalfeiertages über dem Schloss Rohan zu sehen ist.

Morgen geht es für uns zurück nach Niderviller, aber nur zum Übernachten. Wir fahren dann in die andere Richtung.

Dienstag Saverne nach Niderviller
Unser heutiges Tagesziel ist die Marina von Kuhnle-Tours in Niderviller.

In Zahlen:
14 Schleusen
ein Schiffshebewerk
2 Tunnel
18 km Strecke

Vor dem Tunnel von Arzviller müssen wir noch etwas warten, bevor wir die Tunnel durchfahren können. Gaby steuert die Cezanne ruhig durch die engen Tunnel ohne anzuecken.

Das Übernachten in den Basen von Kuhnle Tours ist für Kuhnle Boote kostenlos. So auch in Niderviller.

Mittwoch
Da das Wetter heute, am 5. Tag unserer Hausboottour, sehr regnerisch ist, gehen wir den Tag ruhig an und fahren erst gegen 14 Uhr Richtung Nancy.

Nach knapp 3 Stunden Fahrzeit, endlich ohne Schleusen, haben wir uns für das Anlegen in freier Natur entschieden. Das ist in Frankreich am Rhine Marne Kanal überall möglich.

In Gondrexange am Anfang des Etang de Gondrexange haben wir angelegt. Dank der, in unserer Cezanne befindlichen, Erdnägel und einem Hammer reicht ein Betonpoller am Ufer für das festmachen aus.

Am Etang de Gondrexange befindet sich ein Campingplatz und Badeplatz. Dieser liegt nur wenige Gehminuten von unserm Liegeplatz entfernt und könnte, bei besserem Wetter, ein schönes Ziel sein. Im Etang darf man baden. Im Kanal nicht.

Ein weiterer Tag unseres Hausbooturlaubs geht zu Ende und wir besprechen bei Kerzenschein an Deck der Cezanne, wie es morgen weitergeht.

Donnerstag
Vielen Dank an den Bootführer, der uns durch seine Vollgasfahrt und den entstandenen Wellengang gegen 8 Uhr geweckt hat.

Nach dem Frühstück geht es trotz Nieselregen in Richtung Schleuse Rechicourt. Die größte Schleuse Frankreichs.

Endlich zeigt die Schleusenampel der Schleuse Rechicourt grün und wir können in diese beeindruckende Schleuse einfahren. Wir müssen bis fast an das Schleusentor fahren, da hinter uns noch zwei weitere Boote einfahren sollen.

In der Schleuse müssen alle Schwimmwesten tragen. Diese gehören natürlich zur Standardausstattung auf den Hausbooten von Kuhnle Tours.  Es geht abwärts. Mit einer rasenden Geschwindigkeit strömt das Wasser aus der Schleuse und es wird dunkler.

Der Poller am Heck senkt sich mit dem Schleusenwasser ab und am Bug gleitet das Seil an dem dortigen Poller abwärts. Das Schleusentor und der Schlagbaum öffnen sich und wir verlassen die Schleuse.

Wir fahren noch eine Weile in Richtung Nancy und passieren zwei kleine Schleusen an denen wir die Fernbedienung nutzen. Die Fernbedienung bekommt man vom Schleusenwärter in Rechicourt.

In der Nähe von Moussey legen wir an und machen eine ausgiebige Pause.  Gaby wendet das Hausboot und es geht zurück durch die Schleuse Rechicourt, in Richtung Houillon

Rückwärts parke ich unser Hausboot, mit Unterstützung der Crew, im Hafen von Houllion ein. Das wars für heute. Nach dem Essen sitzen wir noch lange zusammen und spielen Karten. Denn einen Fernseher an Bord sucht man vergebens und wird auch nicht vermisst.

Freitag
Heute ist der vorletzte Tag unserer Hausboottour, den es geht zurück nach Niderviller

Endlich wieder an Deck frühstücken, denn es regnet nicht.
Wir verlassen Houillon und den Canal de la Sarre.
In der Nähe von Niderviller legen wir an und genießen ein paar Stunden in freier Natur die tolle Landschaft.

Die letzten Kilometer bis Niderviller sind auch die letzten Kilometer auf unserem Hausboot. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Cezanne.

Samstag und Abreisetag
Abgabe für das Hausboot ist um 8:30 Uhr. Wir haben aber die späte Abreise bis 11 Uhr dazugebucht. Auch die Endreinigung dazubuchen verringert den Stressfaktor bei der Abreise.
Gepäck ins Auto. Alex von Kuhnle Tours nimmt das Boot entgegen und kontrolliert, ob alles OK ist und nichts Wesentliches fehlt.

Fazit unseres Hausbooturlaubes in Frankreich
Mit so einer guten Einweisung, wie von Kuhnle Tours, lässt sich ein Hausboot (Boot) auch ohne Bootsführerschein sicher beherrschen.
Auf dem Hausboot gibt es genügend Platz und dass jede Kajüte ein eigenes Bad hat ist echt klasse.
Idealerweise hat man ein Hausboot mit 4 Personen im Griff, aber auch zu zweit ist die Fahrt auf den Kanälen in Frankreich zu schaffen.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal einen Hausbooturlaub in Frankreich machen.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter www.kreuzfahrt4punkt0.de

Gaby, Nina, Jordan und Ralf

Dortmund 30.07.2020

Törnbericht von A.Grüb

Törnbericht von A.Grüb

Wir haben zum Ersten mal die bellus gechartert.

Die Übergabe und Einweisungsfahrt war angenehm. Diesmal haben wir ein SUP als Ergänzung dabei. Eine Charterbescheinigung war bei 15PS Motorleistung nicht erforderlich.

Die erste Nacht lagen wir im Hafen vom Hafendorf Müritz mit Blick auf den Claassee. Dort waren eine Gruppe Reiher schön zu beobachten.

Am nächsten Tag sind wir früh bei herrlichem Wetter gestartet.  An der Schleuse Mirow war noch wenig los. Beim ersten Schleusen ist man meistens etwas aufgeregt.  Die Schleusung hat aber gut geklappt.  Im Zotzensee lagen wir zu Mittag vor Anker. Danach sind wir zur Diemitzer Schleuse gefahren. Da Nachts Böen gemeldet waren sind wir bis zur Wolfsbrucher Schleuse gefahren und haben abends an den Pollern festgemacht.

Dadurch konnten wir gleich morgens durch die Wolfsbrucher Schleuse fahren. Im Tietzowsee haben wir eine schöne Bucht zum Ankern gesucht. Mit dem SUP sind wir am Schilfgürtel entlang gepaddelt.

Nachmittags sind wir nach Rheinsberg weitergefahren. Am Stadthafen haben wir kurzzeitig angelegt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir das Schloss Rheinsberg von außen besichtigt. Der Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch eine Eisdiele besucht. Nach dem Ablegen sind wir mit dem Boot auf dem Schlosssee/Grienericksee gekreiselt  und sind anschliesend zum Gasthaus „ zum Achter“ gefahren. Dort kann man direkt am Gasthof anlegen und nach wenigen Schritten erreicht man den lauschigen Biergarten.  Zu meinem Geburtstag habe ich mir ein leckeres Zanderfilet gegönnt.

In der Nacht lagen wir im Tietzowsee vor Anker und haben den Tag an Bord mit einer Flasche Wein genossen.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem SUP um die kleine Insel gepaddelt. Dort haben verschiedene Vogelarten gebrütet. Am Nachmittag sind  wir in den Labussee gefahren und lagen an verschiedenen Stellen vor Anker. Dort waren wir Baden. Es ist einfach herrlich vom Boot ins Wasser zu springen.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Tag konnten wir Kraniche und Ringelnattern beobachten. Nach der Durchfahrt der Müritz-Havel-Wasser-Str. haben wir die kleine Müritz angesteuert.  An der Insel haben wir den Anker geworfen. Abends haben wir den schönen Sonnenuntergang beobachtet.

Morgens  nach dem ersten Bad in der kleinen Müritz bin ich mit dem SUP nach Rechlin gepaddelt.

Tagsüber konnte man die Seeadler und Fischadler beobachten.

Abends gings dann zurück in den Claassee. Nach erfolgreichem Anlegemanöver haben wir auch dort den Sonnenuntergang im Hafendorf erlebt.

Dann ging es ans Packen für die Bootsübergabe.

Es war insgesamt eine sehr schöne Bootsreise. Die bellus läßt sich sehr einfach steuern und macht viel Spaß. Die Abläufe waren in der CORONA Krise gut gemanagt.

Wir planen bereits unsere nächste Bootsreise mit Kuhnle-TOURS.

Hausbootcharter in Corona-Zeiten

So könnte es funktionieren

Auslandsreisen sind dank Corona in weite Ferne gerückt. Das gilt auch für Nachbarländer als Ziel. Da besinnt man sich in freiwilliger oder fremdbestimmter Quarantäne auf das Naheliegende. Der Außenminister sieht Reisen ins Ausland weltweit zumindest für das Jahr 2020 in weite Ferne gerückt. Die Einreisebestimmungen der jeweiligen Zielländer selbst unterstreichen dieses. Vorerst bleibt nur der Urlaub in der Heimat. Manche besinnen sich auf ihr Balkonien. Andere suchen Zuflucht dort wo sie sich in Sicherheit wähnen.

Die Reise zur Charterbasis

In normalen Zeiten wie bisher hat sich kaum jemand Gedanken gemacht. Vor Reisebeginn wird das Auto gewaschen und getankt. Während der Reise steuerte man auf einen Kaffee oder zum Toilettenbesuch die nächste Raststätte an. Bei einer Pandemie ist die Gefahr sich zu infizieren gerade an diesen Orten groß. Wo sich unbekannte Menschen in großer Zahl flüchtig begegnen können, umso mehr. Reisende sollten in Corona-Zeiten solche Orte auf dem Weg zum Ziel tunlichst meiden. Reicht ein voller Tank nicht bis zum Zielort, tut es vielleicht ein Reservekanister.  

Urlaub als angenehme Quarantäne

Weit weniger bedrohlich dürfte es in einem ländlichen Ferienhaus zugehen. Kleine Pensionen und Landhotels mit Service auf dem Zimmer fallen auch darunter. Jugendherbergen mit Speisesaal und Buffet schneiden im Vergleich weniger gut ab. Hoffentlich werden die Reise- und Aufenthaltsverbote bald wieder aufgehoben oder zumindest gelockert. Dann dürfte der Charterbootsurlaub die angenehmste vorstellbare Quarantäne sein. Die gelbe Quarantäneflagge erübrigt sich.   

Nachfrage stimulieren

Derzeit sind die Charterfirmen durch die Behörden gezwungen, ihre Boote am Steg zu lassen. Dennoch sollten Liebhaber dieser Urlaubsform ihr Interesse durch zahlreiche Anfragen bekunden. Sie sollten die Anbieter auch nach deren Corona-Sicherheitskonzept befragen. Seriöse Anbieter dürften solche Konzepte längst parat haben. Eine starke Nachfrage macht Druck. Die Charterfirmen könnten den Landesregierungen und Behörden Zugeständnisse abringen. Der Druck steigt umso mehr, wenn schlüssige Sicherheitskonzepte vorliegen.

Sicher buchen

Während des Shutdowns können auch Hausbootferien nur telefonisch, postalisch, online oder direkt vor Ort gebucht werden. Eine versehentliche Tröpfcheninfektion in Reisebüros und auf Messen ist ausgeschlossen. Im Marinabüro dürften in Pandemiezeiten Mundschutz, Trennscheiben und Desinfektionsmittel vorausgesetzt werden.

Sicheres Boot

Unter häuslichen Gemeinschaften sind insbesondere Familien und Wohngemeinschaften zu verstehen. Unter virologischen Gesichtspunkten kommt für dieses Gruppe eigentlich jedes Charterboot infrage. Für Gruppen (Freunde, Kollegen, entfernte Verwandte) bieten sich Charterboote der 15-Meter-Klasse an. Diese verfügen i.d.R. über vier Doppelkabinen (teilweise mit klappbarer Zusatzkoje) mit jeweils separatem Bad/WC. Der Salon verfügt häufig über mehr als nur einen Esstisch. So können häusliche Gemeinschaften als Teil der Gruppe jeweils an einem Tisch Platz nehmen. Diese Belegung unter Corona-Bedingungen setzt eine gewisse Disziplin voraus. Mindestabstand und Maskenpflicht würden hier zur Geltung kommen. Dennoch bieten Boote dieser Größe genug Platz an und unter Deck. Man kann sich verteilen und die gebotene Distanz einhalten. Die Beteiligten sollten wissen, dass die Gruppendisziplin ein bis zwei Wochen durchzuhalten ist.

Sicher einchecken

In der Charterbasis steuert eine Crew auch in Corona-Zeiten zuerst das Marinabüro an. Das Einchecken und Erledigen der Formalitäten geht schnell und berührungslos. Je ein Mitarbeiter und Crewmitglied reichen. Bezahlen an einer Supermarktkasse oder Einkaufen auf einem Wochenmarkt wäre bedenklicher.  

Sicher Sicherheit lernen

Danach steht (nur bei Fahrten ohne Sportbootführerschein) die dreistündige Unterweisung an. Die erforderliche Distanz ließe sich problemlos einhalten. An Bord hat der Einweiser seinen Job schnell erledigt. 

Nach der Anreise zur Charterbasis will die Crew genauso sicher aufs Boot kommen. Die Mitarbeiter kennen die betrieblichen Besonderheiten und zeigen den sichersten Weg dorthin. 

Sicher über den Steg zum Boot

Eine Charterbasis liegt üblicherweise am Wasser. Je nach Uferbeschaffenheit des Gewässers gibt es befestigte Kaimauern oder einen bzw. mehrere Stege und nicht selten auch beides zusammen. Mal befindet sich das Marinabüro an Land, mal auf dem Steg oder auf einem am Steg festgemachten Boot. Häufig ist der Steg großzügig breit, ein anderes mal eher schmal. Der Weg vom Parkplatz zum Boot über den Steg ist häufig etwas länger. In anderen Häfen kann man das Auto kurzzeitig direkt am Boot parken.   

In größeren Charterhäfen liegen die Boote meistens in Reih und Glied. Sie werden durch Fender und manchmal auch durch schmale Fingerstege auf Abstand gehalten. Bei Rückgabe wählt der Skipper einen freien Platz, der ein sicheres Einfahren in die Box verspricht. Oder jemand vom Stegpersonal weist einen Platz zu. Dann wird erstmal in Ruhe alles Gepäck von Bord genommen und zum Auto gebracht. Erst zum Schluss erfolgt die Übergabe. Hierbei sind nur noch der Skipper und ein Marina-Mitarbeiter anwesend. Es werden Schäden, die Vollständigkeit des Inventars und die Betriebsstunden protokolliert. Und es werden ein paar Unterschriften geleistet. Dabei wird ein Corona-Mindestabstand locker eingehalten.

Corona-Sicherheit für Gäste UND Mitarbeiter

Sobald der letzte Chartergast das Boot verlassen hat, legt die Service-Mitarbeiter los. Sie leeren Fäkalientanks, füllen Frischwasser- und Kraftstoff auf. Und sie ersetzen leere Gasflaschen und defekte Fender. Zum Schluss nimmt sich das Reinigungspersonal die Innenräume vor. Bei diesen Tätigkeiten sind sich die Mitarbeiter auch vor Corona selten näher als 1,50 Meter gekommen. Meistens werden diese Arbeiten allein durchgeführt. Der Einsatz einer Gesichtsmaske ist eher eine vertrauensbildende Maßnahme unter Kollegen. 

Wenige Stunden später kommt die nächste Chartercrew an Bord. Diese wird in die Technik und Handhabung des Bootes eingewiesen. Es wird die Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit des Inventars festgestellt und protokolliert. Für die ungewohnten Dinge an Bord interessieren sich meistens mehrere. Der Marina-Mitarbeiter hat nicht nur mit dem Skipper zu tun. Auch der Smutje und andere Interessierte wollen dabei sein. Mit Schutzmaske und Distanz zum Personal ist auch das kein Thema.

Sicher versorgt

In welchen Situationen sonst könnte eine Hausbootcrew anderen Menschen allzu nah kommen? 

Proviantkauf: Üblicherweise bringen Chartercrews den Vorrat für den Törn von zu Hause mit. Unterwegs werden nach Bedarf vor allem frische Lebensmitteln nachgekauft. Einige in der Region vertretene Supermarktketten (z.B. REWE und Netto) liefern auch an. Bestellung und Bezahlung erfolgen online. Der Bote liefert zum Wunschtermin an den genannten Ort. Der Lieferort könnte die Charterbasis sein. Idealerweise sogar das zu beliefernde Boot oder ein beliebiger Anlegesteg unterwegs. Viele Supermärkte liegen in unmittelbarer Nähe von Anlegestellen. Hier könnte wie üblich eingekauft werden .   

Sicher unterwegs

In Schleusen kommen sich Menschen an Bord kaum in die Quere. Es sind eher die Boote. Aber so ist das in Schleusen. Die Distanz zu anderen Fahrzeugen auch in Pandemie freien Zeiten nie ein Problem. Normalerweise liegen die Boote mit einem Meter Mindestabstand auf Distanz. Dabei steht kaum jemand bei dem einen Boot auf der äußersten Bugspitze. Und auf dem anderen Boot davor, auch nicht ganz hinten auf der Badeplattform. Der Corona-Mindestabstand bleibt gewahrt. Ein Crewmitglied klettert gelegentlich zum Leinenlegen an Land. Dabei besteht stets ausreichend Abstand zu anderen Crewmitgliedern und zum Schleusenpersonal. Vor dem Einlaufen in eine Schleuse sollten alle an Bord sich die Schutzmaske aufsetzen. Sie sollte bis zum Verlassen der Schleuse anbleiben.

Probleme mit dem Corona-Mindestabstand haben allenfalls Kanus und andere Kleinboote. Üblicherweise liegen diese in stark frequentierten Schleusen im Päckchen. Charterboote betrifft dieses Thema jedoch nicht.

Charterfirmen betreiben Marinas teilweise an unterschiedlichen Standorten.  Andere Bootshäfen sind in privater oder kommunaler Hand. Im ersten Fall kann die Charterfirma den Corona-Konformen Betriebsablauf nach einheitlichen Regeln gestalten. Chartergäste finden in diesen Häfen gleiche oder ähnliche Abläufe vor wie in der Basis, wo das Boot übernommen wurde. Über dies können sich die Anbieter untereinander auf einheitliche Hygienestandards verständigen. Ansonsten können Marina-Betreiber Coron-Konforme Hygienestandards nach den Gegebenheiten ihres Hafens festlegen. Oder sie können diesen vorübergehend stilllegen.  

Sicher in anderen Häfen

Im Hafen sollte grundsätzlich Maskenpflicht herrschen, auch wenn die Sicherheit angezweifelt wird. Es geht vielmehr darum, anderen ein gutes Gefühl von Achtsamkeit zu zeigen. Dasselbe sollte unbedingt auch für den Mindestabstand untereinander gelten. Wo immer möglich, dürfen die 1,50 Meter auch gern überschritten werden. Grundregel: wer sich bereits auf dem Steg befindet, hat „Vorfahrt“. Die Box sollte man sich in diesem Vergleich als Hofeinfahrt vorstellen. Ist die „Straße“ frei, darf man vom Boot auf den Steg.

Sicher bunkern

Seltener wird ein Hafen zum Tanken/Bunkern von Kraftstoff und/oder Trinkwasser angesteuert. Man steuert dazu einen gekennzeichneten Servicesteg abseits der regulären Liegeplätze an. Bei Charterbooten ist Nachtanken eher selten nötig. Besonders die Dickschiffe mit Dieselmotoren verfügen über ausreichend große Tanks. Diese sind bei Übernahme vollgetankt (Tankuhr bei Übernahme kontrollieren und ggf. nachfragen). Beim Hausbootfahren unter “Quarantänebedingungen” leert sich eher der Frischwassertank. Analog dazu bietet sich das Leeren des Fäkalientanks an. Letzteren abzupumpen übernimmt i.d.R. das Servicepersonal. Frischwasser mit dem Schlauch auf dem Steg nachzufüllen sollte auch für Laien kein Problem sein.

Die Katamaranboote mit Benzin-Außenborder verfügen bauartbedingt über kleinere Kraftstofftanks. Hier könnte je nach Fahrweise ein Tankstellenbesuch häufiger fällig sein. In der Hauptsaison bieten Tankstellen am Wasser beide Kraftstoffarten an. In der Nebensaison könnte es an Benzin mangeln. Dann steuert man die nächste Straßentankstelle an. Es sollte mindestens ein ausreichend großer Kanister (20 Liter) an Bord sein. Gut wäre auch eine Klappkarre mit Befestigungsgurten an Bord. Oder die Marina stellt leihweise einen Handwagen zur Verfügung. In serviceorientierten Marinas erledigt das ein netter Mitarbeiter. Freundliches Nachfragen ist dabei hilfreich. Corona-Regeln sind auch hier problemlos einzuhalten.

Sicher schlafen auf dem Boot

Für die Nacht empfehle ich Sportbootwartestellen vor Schleusen, Brücken und Hebewerken. Neuere Bauwerke gestatten häufig keinen Landgang. Wartestellen mit begehbarer Uferzone bieten genug Platz für hygienekonformen Abstand. Allerdings sollte das Päckchenliegen möglichst vermieden werden. Auf jeden Fall zwecks gegenseitiger Besuche. Beim Festmachen am anderen Boot ist Mundschutz zu tragen. Beim unvermeidbaren Landgang sollten Päckchenlieger nach Absprache das andere Boot vorn überqueren.  

Ideal im Sinne von selbstgewählter Quarantäne und zum Schlafen unterwegs ist das Ankern. Das Päckchenliegen in Buchten fördert üblicherweise gruppendynamische Prozesse. Deshalb ist es in Corona-Zeiten ausnahmsweise zu unterlassen. Hundert Meter Abstand zum nächsten ankernden Boot scheint mir großzügig bemessen. Da wird es in Ankerbuchten selten eng. Für mich ist eine Ankerbucht nicht nur der sicherste, sondern auch der schönste Ort für einen Bootsurlaub. Tiefenentspannt schwimmen, angeln, kochen, lesen, die Natur beobachten und schlafen – kein Problem.  

Mindestabstände sind keine Ca-Abstände

Viele finden die Distanz- und Hygieneregeln unsinnig. Dennoch ist es im Zweifelsfall ratsam die Forderungen zumindest gefühlt zu übertreffen. Mindestabstände rundet man großzügig auf. Der Grund: Viele Zeitgenossen tun sich schwer, Abstandsangaben mit Komma realistisch einzuschätzen. Da schrumpfen 1,50 Meter Mindestabstand in der Praxis gern mal auf 1,25 Meter oder weniger.

Auch Schutzmasken werden häufig lax getragen. Sie werden als Fremdkörper empfunden, abgenommen und dann nicht wieder aufgesetzt. Damen befürchten wohl, dass der aufgetragene Lippenstift nicht zu sehen ist. Bei Herren könnte die glatte Rasur nicht zur Geltung kommen. Im Falle des Skippers mag der verdeckte Kapitänsbart das Problem sein. Eitelkeiten wie diese darf man bei einem Bootstörn gern ablegen, nicht aber die Maske. Andere sehen das als Nachlässigkeit. Damit liefert man nur jenen Argumente, die den Shutdown gern noch länger haben möchten.

Chartergäste vertrauen am Rückgabeort auf eine genauso routinierte Abfertigung wie beim Reisebeginn. Die Schutzmaske ist vom Einlaufen bis zum Verlassen der Basis anzulegen. Man sollte das nicht als lästige Pflicht, sondern angenehme Bringschuld betrachten. Ansonsten sollten die Regeln wie zu Beginn der Reise gelten.  

Sicher wieder nach Hause

Letzteres empfiehlt sich auch für die Heimreise. Tanken Sie nur wenn nötig und nicht kleckerweise, sondern einmal randvoll. Meiden Sie Toiletten auf Rastplätzen. Suchen Sie ruhigere Orte abseits der Autobahn.

Bleibt zu hoffen, dass diese Tipps bei Bootsurlaubern wie auch bei Behörden und Bootsverleihern Gehör finden. Letztere haben ihre Hausaufgaben in Sachen Corona offensichtlich erledigt. Genaueres ist in einem anderen Fluvius-Beitrag zu diesem Thema nachzulesen. Somit dürfte Bootsurlaub auch unter Pandemie-Bedingungen möglich sein. Auslandsreisen dürften nach derzeitigem Stand in diesem Jahr nicht drin sein. Deshalb könnte es in Deutschland zur Urlaubszeit eng werden. Dem kann mit politischer Weitsicht schon jetzt entgegengewirkt werden. Familien mit Kindern im Kita- und Schulalter hätten ihren Urlaub vor den Sommerferien längst hinter sich. Dann hätten die Verbote und Einschränkungen sogar etwas Gutes. Vorausschauende Planung nennt man das.

(C) 2020 by Klaus Neumann

Wichtige nautische Begriffe

Wichtige nautische Begriffe

Nautische Begriffe sind spezielle seemännische Fachausdrücke und werden häufig an Bord von see- und binnen-gängigen Schiffen verwendet. Wir haben hier die wichtigsten für Sie zusammengefasst, damit Sie schon vor Ihren Urlaub ein bisschen lernen können:

Bug: vorderer Teil des Schiffes

Heck: hinterer Teil des Schiffes

Backbord: in Fahrtrichtung links

Steuerbord: in Fahrtrichtung rechts

Voraus: Richtungsangabe: vor dem Bug

Achteraus: Richtungsangabe: hinter dem Heck

Koje: kastenartiges, eingebautes Bett auf Schiffen

Kajüte: Wohnraum des Kommandanten

Knoten: Geschwindigkeitseinheit

Seemeile: Längeneinheit

Bugstrahlruder: damit lässt sich das Boot seitlich bewegen

Kurs: Fahrtrichtung

Marina: Hafen

Pier: Wand/Mauer in einem Hafen zum Anlegen von Schiffen

Reling: Geländer um die freiliegenden Decks

Anker: Gerät zur vorübergehenden oder dauernden Befestigung eines Bootes, Schiffes am Grund

Charterschein: vorrübergehender Bootsführerschein

Chartern: mieten eines Schiffes

Querab: seitlich des Schiffes

Fender: gepolsterter Puffer, schützt den Schiffsrumpf am Liegeplatz

Seemannsknoten – Eine Anleitung

Seemannsknoten – Eine Anleitung

Der Knoten ist eine der ältesten Erfindungen der Menschheit und wurde bereits 50.000 Jahre vor Christus in der Steinzeit für Werkzeuge und Waffen verwendet. Damals dienten die Knoten den Jägern und Sammlern und später auch den Fischern dazu, Schlingen und Netze zu knüpfen, ermöglichte aber auch die Herstellung von Äxten, Bögen, und das Errichten von Pfahlbauten. Für das Knüpfen von Knoten benutzten sie verschiedene Materialien wie zum Beispiel Därme, Sehnen und Seile. Bereits vor 10.000 Jahren fand man in Dänemark einen Angelhaken, der mithilfe eines Webleinstegs an einer Angel befestigt war.                     

Heute finden Knoten nicht nur in der Schifffahrt Verwendung, sondern sind auch aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. In der Medizin wird heutzutage immer noch der Kreuzknoten zum Verschließen von Bandagen verwendet und bis vor ein paar Jahrzehnten auch zum Verschluss von Wunden. Für Kletterbegeisterte sind Knoten lebenswichtig, denn nur mit ihrer Hilfe kann ausreichend Sicherheit beim Erklimmen einer hohen Felswand gewährleistet werden.

Des Weiteren ist Knotentechnik essentiell für Angler, die nur so ihren Haken mit der Leine und mit der Angel verknüpfen können, um einen Fisch an Land ziehen zu können. Auch die Feuerwehr benötigt verschiedene Knotenarten für das sichere Bergen und Absichern von Personen. Jeder Mensch wird so gut wie jeden Tag mit dem Knüpfen von Knoten konfrontiert und sei es nur zum Binden der Schleife seiner Schuhe.

In der Schifffahrt finden die Seemannsknoten auf Schiffen und im Hafen Verwendung. Vor allem auf einem Segelboot benötigt man eine Vielzahl von verschiedenen Knoten, um diverse Leinen zu befestigen, zu verbinden oder zu sichern. Seemannsknoten zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus:

  • Einfachheit: Knoten müssen einfach und schnell zu stecken sein
  • Haltbarkeit: Seemannsknoten müssen immer zuverlässig halten, vor allem bei Nässe
  • Leicht zu lösen: Auch wenn die Leine unter hohem Zug steht muss der Knoten ohne Problem zu lösen sein

Achtknoten

Verhindert das Rausrutschen von Enden zum Beispiel der Schot beim Segeln oder das Ende vom Band in einer Hose.

Schritt 1
Zuerst wird ein Auge gelegt. Das kurze Ende liegt beim Kreuzen oben.
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  1. Zuerst wird ein Auge gelegt. Das kurze Ende liegt beim Kreuzen oben.
  2. Nun wird das kurze Ende unten um das lange Ende geführt.
  3. Jetzt steckt man es von oben durch das Auge.
  4. Festziehen!

Kreuzknoten

Verbindet zwei gleich starke Enden miteinander, wird an Land auch zur Zugentlastung bei Stromkabeln benutzt.

Schritt 1
Zuerst kreuzt man die beiden Enden, dabei sollte das linke Ende über dem rechten liegen.
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  1. Zuerst kreuzt man die beiden Enden, dabei sollte das linke Ende über dem rechten liegen.              
  2. Dann führt man das linke Ende unter dem Rechten durch.                 
  3. Dann müssen beide Enden wieder nach oben zeigen.
  4. Nun überkreuzt man erneut beide Enden, diesmal liegt das rechte Ende über dem Linken.                
  5. Das Rechte wird dann unter dem Linken durchgeführt.
  6.  Jetzt muss man nur noch an beiden Enden fest ziehen und fertig ist der Kreuzknoten!

Webleinstek

Der Webleinstek dient zum Festmachen von Fendern an der Reling. Kann auch zum Befestigen der Wäscheleine an einem Baum dienen.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
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  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Rechts vom langen Ende wird es nun vorgeholt und nach links kreuzend über das lange Ende gelegt.
  3. Das kurze Ende hängt wieder über die Stange und wird nun auf der linken Seite des langen Seilendes nach vorne geholt und auf dieser Seite unter sich selbst durchgesteckt.
  4. Einmal anziehen und fertig ist der Webleinstek!

Schotstek

Verbindet zwei ungleich dicke Enden miteinander, um eine Leine zu verlängern, zum Beispiel die Schleppleine, die Wäscheleine oder eine Schot am Segel.

Schritt 1
Zuerst legt man ein Auge mit dem dicken Ende.
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  1. Zuerst legt man ein Auge mit dem dicken Ende.
  2. Nun wird das dünne Ende um das Auge vom dicken Seil gelegt.
  3. Das lange Ende, des dünnen Seils, sollte nun quer über dem Auge liegen.
  4. Mit dessen kurzem Ende überkreuzt man nun das lange Ende und steckt es zwischen sich selbst und dem Auge hindurch.
  5. Nun noch festziehen und fertig ist der Schotstek!

Palstek

Dient zum Bergen und Sichern von Personen und ist zum Festmachen des Bootes geeignet. Die hergestellte Schlaufe kann sich nicht zusammenziehen. Man kann den Palsteg zum Beispiel beim Anlegen über einen Pfahl legen und beim Ablegen problemlos wieder hochnehmen.

Schritt 1
Zuerst legt man ein kleines Auge, bei dem das kürzere Ende oben kreuzt.
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  1. Zuerst legt man ein kleines Auge, bei dem das kürzere Ende oben kreuzt.
  2. Das kurze Arbeitsende steckt man dann von unten durch das Auge durch.
  3. Das kurze Ende wird dann einmal hinter dem Langen durchgeführt.
  4. Schließlich steckt man es wieder von oben in das Auge rein.
  5. An den Schlaufenenden festziehen!  Fertig ist der Palstek!

Stopperstek

Dient dazu, seine eigene Leine an einer Schlepptrosse zu befestigen.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
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  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Als nächstes wird das kurze Ende nach vorn geholt und mit dem langen Ende überkreuzt.
  3. Dann wird es nach hinten über die Stange gelegt.
  4. Das kurze Ende wird nun erneut von recht, neben dem Langen, nach vorn geholt.
  5.  Noch einmal legt man es gekreuzt über die Stange nach hinten.
  6. Die letzte Umwicklung leicht anheben.
  7. Das kurze Ende wird nun unter der letzten Umwicklung durchgeführt.
  8. An beiden Enden ziehen und fertig ist der Stoppersteg.

Rundtörn mit zwei halben Schlägen

Wird ähnlich wie der Palstek verwendet.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
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  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Das kurze Ende wird dann erneut um die Stange rum gelegt.
  3. Nun führt man das Ende vorne herum um das lange Ende herum.
  4. Jetzt steckt man es darunter und über sich selbst durch.
  5. Alles gut festziehen.
  6. Das kurze Ende wird nun erneut über das Lange gelegt.
  7. Es wird darunter und über sich selbst durchgesteckt.
  8. Fertig ist der Rundtörn mit zwei halben Schlägen!

Jetzt sind Sie perfekt vorbereitet auf Ihren nächsten Hausbooturlaub.

Bootsurlaub auf Rädern

Bootsurlaub auf Rädern

von Adina und Timo Hermann

Boot & Wein 2018

Boot & Wein 2018

Wie kommen die schönen Bilder in den Katalog und auf die Webseite? Unser Marketing-Team war heute morgen von Niderviller aus zum Shooting unterwegs und hat mal Protokoll geführt.

Seebär Kunibert gibt Tipps

Seebär Kunibert gibt Tipps

Knotenstunde für Kids

An Land ist es ja einfach: Fahrradständer ausklappen, Handbremse anziehen und Euer Gefährt bleibt wo es ist. Naja, es fällt vielleicht um, aber bevor der Wind ein Fahrrad oder gar ein Auto wegpustet, muss es schon ganz schön blasen. Mit Booten ist das anders. Die schwimmen auf dem Wasser und genauso leicht, wie Du Deine Oma (falls Du eine hast) auf einer Luftmatratze
durchs ganze Nichtschwimmerbecken schieben kannst, pustet der Wind sogar ein tonnenschweres Schiff quer durch den Hafen. Und da man nie genau wissen kann, wie sich der Wind mal ändert, binden wir unsere Schiffe an.

Nun ist es Dir bestimmt schon passiert, dass Du die Schleife Deiner Turnschuhe neu binden musstest, oder? Ist ja nicht schlimm, Du hast den Schuh ja am Fuß und merkst es rechtzeitig. Da Du ja zum Landgang Dein Boot verlassen willst (sonst könntest Du es ja auch festhalten), muss der Knoten schon ein wenig cooler sein als eine Schleife. So wie Dein Turnschuh Löcher für die Schnürsenkel hat, gibt es auf dem Boot ein Metallteil für das Festmacheseil: Die Klampe oder manchmal auch kleine Poller.

Der Alltagsknoten auf einem Hausboot ist der Klampenschlag. Keine Sorge, die Prügelstrafe ist auch für Schifferknoten und Klampen abgeschafft, er heißt nur so. Am schlauesten ist es, wenn man beim Festmachen an dem einen Ende der Leine eine feste Schlaufe hat, die legst Du als erstes um die Klampe. Dann führst Du den Festmacher um irgendwas an Land, von dem es nicht abrutschen kann. Mit dem Rest der Leine machst Du einen Klampenschlag auf die Klampe bei Dir an Bord. Das hat den Vorteil, dass Du, wenn Du wieder los willst, das Seil vom Boot aus lösen kannst.

Euer Kapitän Kunibert

Einmal hin, einmal her, rund herum ist gar nicht schwer

Einmal hin, einmal her, rund herum ist gar nicht schwer

Joystick Boating mit der Aquino 1190

In wenigen Minuten ist die erstmals auf einem Kuhnle-Charterboot installierte Joystick-Steuerung erklärt: Motor starten, grüne Taste drücken, um den Joystick zu aktivieren und schon kann es losgehen. Für die klassischen Fahrsituationen Voraus-