Hausbooturlaub Mecklenburgische Seenplatte

Hausbooturlaub Mecklenburgische Seenplatte

  1. bis 26. Juni 2021

Wir wollen die Seen des Müritz Nationalparks während unserer 7 Tage an Bord einer Kormoran 1140 erkunden. Wir das sind Ikla, Michael, Gaby und Ralf.

Schnell haben wir das Hafenbüro in der Marina gefunden. Die Anmeldung im Kuhnle Hafenbüro läuft, dank Daler dem Kuhnle Servicemitarbeiter, recht schnell.

Auf der Trebel erhält Gaby die Einweisung in die Besonderheiten der Kormoran 1140.

In der Zwischenzeit genießen Ilka, Michael und ich ein kühles Getränk in der Pirateˋs Bar direkt an der Marina.

©Kreuzfahrt 4.0 Pirate’s Bar im Hafendorf Müritz

Gegen 16 Uhr starten wir unsere Hausboottour. Unser erstes Ziel ist Röbel, welches wir in 2 Stunden erreichen sollten.

Das Wetter ist wunderschön und der Müritzsee spiegelglatt. Im Yachthafen von Röbel legen wir das erste Mal gemeinsam an. Alles läuft ruhig ab und beim zweiten Versuch liegt die Trebel am Liegeplatz.

Der Hafenmeister ist nur bis 18 Uhr im Hafenbüro. Macht nichts, denn Ihr könnt auch am nächsten Tag einchecken.

Wir genießen den ersten Abend an Bord und grillen auf dem Lotusgrill, welchen wir bei Kuhnle mit gemietet haben.

Tag 2 Auf nach Waren

Der zweite Tag unserer Hausboottour beginnt bei strahlendem Sonnenschein. Heute geht es weiter nach Waren.
Gegen 10 Uhr verlassen wir den Hafen von Röbel und drehen noch eine Runde vor der Stadt Röbel und schauen uns Röbel vom Wasser aus an.

Auf der Fahrt nach Waren, legen wir einen Badestopp ein. Dafür verlassen wir die Fahrrinne und lassen den Anker in Ufernähe auf den Grund der Müritz sinken. Dank der Badeplattform am Heck unseres Hausbootes, ist der Sprung ins kühle Nass kein Problem. Ilka und ich wollten unbedingt mal das SUP ausprobieren. Dies haben wir uns auch bei Kuhnle geliehen.

An den Untiefen vor der Hafeneinfahrt von Waren vorbei, kommt uns schon der Hafenmeister in seinem Boot entgegen. Er fährt voraus und zeigt uns den Liegeplatz für die Nacht.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafen Waren/Müritz

Wir erkunden Waren mit seiner kleinen Altstadt und genießen ein leckeres Eis.

Nach einem leckeren Essen im Außenbereich des Restaurant Am Yachthafen, mit Blick auf den Hafen, lassen wir den Abend an Bord ausklingen.

Tag 3 Malchow und Eldenburg

Nach dem Frühstück, natürlich an Deck, machen wir uns auf in Richtung Malchow.

Wir verlassen die Binnenmüritz und die Aussicht ändert sich. Unsere Bootstour geht durch den Reeckkanal, vorbei am Fischerdorf Eldenburg auf den Köpinsee.

Der Stadthafen von Malchow liegt hinter der Drehbrücke, welche nur zur vollen Stunde öffnet. Wir haben Glück und kommen kurz nach 14 Uhr dort an. Der Hafen verfügt über knapp 20 Liegeplätze und ist recht eng. Der Hafenmeister weißt uns einen Liegeplatz mit Blick auf die Klosteranlage zu.

Malchow, die Altstadtinsel, ist sehenswert. Auf der Altstadtinsel findet Ihr viele kleine Häuser, die einen besonderen Charme versprühen. Und mittendrin thront das Malchower Rathaus, ein Fachwerkbau aus dem 19 Jahrhundert. Das DDR-Museum Malchow befindet sich im ehemaligen Filmpalast.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafen Malchow

Gut das wir uns den Lotusgrill bei KUHNLE-TOURS geliehen haben. Durch die Bauweise kann dieser Holzkohlegrill an Deck betrieben werden.

Bei leckerer Grillwurst, Salat und Steaks genießen wir den Blick auf die Klosteranlage

Tag 4

Fast pünktlich um 10 Uhr öffnet die Drehbrücke in Malchow und wir passieren diese mit unserem Hausboot, wie es der Brückenwärter wünscht, zügig.

Unseres heutiges Tagesziel ist Eldenburg. Doch vorher fahren wir mit unserem Hausboot nach Jabel. Vom Kölpingsee aus geht ein enger und flacher Kanal in den Jabelschen See.
Ilka hat ein ufernahes Plätzchen zum ankern gesichtet und Michael steuert darauf zu. Wir genießen die Ruhe, beobachten die Angler:innen und die vorbeifahrenden Boote.

Durch den engen Kanal fahren wir wieder zurück auf den Kölpingsee und über den Reeckkanal nach Eldenburg. Im Fischerhof Eldenburg finden wir einen Liegeplatz für die Nacht. Das Fischerhof Eldenburg liegt geschützt in einer Bucht und Schwimmen sowie SUP fahren sind möglich. Das Fischerdorf Eldenburg besteht aus dem Hafen, einem Restaurant, einer Fischbude, einem schönen Kinderspielplatz und einem Ferienhauspark. 
Im Hafenrestaurant Marina Eldenburg genießen wir Fisch aus der Müritz und Bier aus Mecklenburg-Vorpommern.

Tag 5
Auf nach Klink. Langsam fahren wir durch den Reeckkanal wieder auf die Binnenmüritz. Der Hafen von Klink ist klein und bietet nur wenige Liegeplätze für große Boote wie unseres. Gekonnt legt Gaby unser Hausboot rückwärts am Anleger an und wir gehen die paar Meter zum Schloss Klink.

Das Schloss Klink ist ein Hotel und bietet von außen ein schönes Fotomotiv. Unweit vom Schloss Klink findet Ihr den Müritzer Bauernmarkt. Hier gibt es leckeren Kuchen und Torten, die Ihr auch mitnehmen könnt. Ansonsten findet Ihr hier Müritzer Spezialitäten und jede Menge Nippes und Dinge, die die Welt nicht braucht.

©Kreuzfahrt 4.0 Hotel Schloss Klink

Den Kuchen genießen wir an Deck unseres Hausbootes und schauen den anderen Booten beim An- und Ablegen zu.

Gegen 15 Uhr brechen wir auf in Richtung Waren. Waren erreichen wir in knapp einer Stunde. Unser Tipp: Ihr sollten mit euerem Boot bis 16 Uhr im Hafen sein, um einen Liegeplatz zu bekommen.

Tag 6
Gefrühstückt wird heute, in Jacke, draußen. Dann geht es auch schon weiter nach Röbel. Gut zwei Stunden dauert die Fahrt nach Röbel am Westufer der Müritz. Wer auf dem Wasser unterwegs ist hat, glaube ich, immer Hunger. Im Hafen gibt es eine kleine Fischbude und wir kaufen leckere Fischbrötchen.

Frisch gestärkt gehen wir zur Marienkirche und besteigen den 58 Meter hohen Kirchturm. Der Aufstieg kostet einen Euro und ist wirklich steil. Der Ausblick ist einfach fantastisch und entschädigt für den steilen Aufstieg.

Auf dem Rückweg machen wir eine Kaffeepause im Café Mühlenblick. Im kleinen Gartencafe haben wir einen tollen Blick auf die alte Windmühle von Röbel.

Tag 7

Heute geht es zurück nach Rechlin, unserem Heimathafen von KUHNLE-TOURS. Denn morgen müssen wir unser Hausboot schon wieder abgeben. Wir verlassen den kleinen Hafen von Röbel und steuern noch einmal auf den Yachthafen Röbel zu. Denn wir wollen noch etwas frisch geräucherten Fisch beim Fischerhof Röbel kaufen.

Spontan beschließen wir in ufernähe zu Ankern und noch einmal in der Müritz baden zu gehen. Anker runter, SUP ins Wasser und los geht’s. Einfach klasse.

Nach dem Badestopp schippern wir knapp zwei Stunden bis nach Rechlin, unseren Heimathafen.

Nach dem Anlegen nehmen wir einen leckeren Cocktail an der Pirate`s Bar im Hafen. Lange sitzen wir an Deck und schauen auf die Boote die im Laufe des Abends einlaufen. Wahrscheinlich ist es auch deren letzter Abend auf dem Boot.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafendorf Müritz

Tag 8 Abreise und Fazit
Normalerweise muss das Hausboot bis 08:30 Uhr abgegeben werden. Wir haben aber, in weiser Voraussicht, die Spätabreise bis 11 Uhr gebucht. Also können wir den Tag ruhig angehen lassen, Frühstücken, Betten abziehen und alles in unser Auto laden.

Auf dem Weg nach Dortmund reden wir viel und gerne über diese tolle Woche Hausbooturlaub auf den Seen des Müritz Nationalparks

Vielen Dank an das KUHNLE-Team !

©Kreuzfahrt 4.0 Hafenidylle

Fazit unseres Hausbooturlaubes
Eine Bootstour auf den Seen des Müritz Nationalparks ist eine tolle Sache. Schwimmen und einfach Ankern und die Seele baumeln lassen ist (fast) überall möglich.
Die Städte an den Ufern sind meist klein, bieten aber eine nette Abwechslung.
Die Liegegebühren betragen im Schnitt 30 Euro pro Nacht bei 4 Personen inklusive Kurtaxe. Duschen (3 Minuten für 0, 50 Euro) und Strom meist 50 Cent. Für das Entleeren des Abwassertanks haben wir 18 Euro gezahlt.

Wir vier waren uns einig, dass wir 2022 wieder auf den Seen und Kanälen des Müritz Nationalparks mit dem Boot unterwegs sein werden.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter https://kreuzfahrt4punkt0.de/hausbooturlaub-auf-der-mueritz/

Ikla, Michael, Gaby und Ralf

Wir bewältigen den Binnenbootsführerschein

Wir bewältigen den Binnenbootsführerschein

Ob KUHNLE-TOURS oder Kuhnle Werft Mitarbeiter, bei diesem Projekt wurde das Interesse geweckt.

Nach langem verschieben des Termins, bekamen wir am 26.04.2021 die Nachricht, dass nächste Woche der Kurs für den Bootsführerschein beginnt. Schnell beschafften wir noch die notwendigen Dokumente für den Antritt.

Mit großer Freude starteten am 03.05.202 die ersten Mitarbeiter in Rechlin den Kurs mit dem Theorieunterricht.

Dort wurden in den ersten Stunden die Grundlagen, wie Definitionen, Beleuchtungen, Schleusenregeln und Schilder behandelt.

In jeder Pause wurde von allen fleißig das Knotenbinden geübt.

Am Samstag wurde der Theoriestoff wiederholt und sogleich für die Prüfungen geübt.

Dann waren auch schon die Gruppen für den Praxisteil eingeteilt und mit 3 bis 4 Personen ging es aufs Boot.

Am Sonntag wurde die Theorieprüfung geschrieben und der erste Teil durfte schon zur Praxisprüfung.

Es befanden sich zur Praxisprüfung immer 2 Schüler an Bord.

Dort konnte man pro Person mit 20 min Prüfungszeit rechnen.

Als alle ihre Prüfungen abgeschlossen und natürlich auch bestanden haben, kamen Herr Kuhnle und Frau Rockel noch zum Beglückwünschen.

Nach dieser Woche können alle stolz auf sich sein, denn jetzt sind sie ihr eigener Captain an Bord.

Die KUHNLE-GROUP hat die Rechnung für den Sportbootführerschein Binnen übernommen, wofür wir uns bedanken möchten.

Mädelswochenende auf dem Hausboot – Eine Kampagne des Tourismus-Verbandes MV

Mädelswochenende auf dem Hausboot – Eine Kampagne des Tourismus-Verbandes MV

„Ein entspanntes Wellnesswochenende mit den Mädels auf einem Hausboot verbringen“. So lautet die neue Kampagne des TMVs für 2022 und wurde auf unserem neuen Sauna-Hausboot und dem Febomobil 1180 umgesetzt.

Ich bekam die Gelegenheit einen Tag dem Büroalltag im Marketing zu entfliehen, um bei diesem Videodreh dabei zu sein und zu beobachten, wie genau  solch einen Tag für eine Kampagne abläuft. Am Morgen traf ich auf die Models am Hafen von Granzow. Mit den Damen kam ich schnell ins Gespräch und fand heraus, dass dies ihre erste Fahrt mit einem Hausboot sein würde. Als das Filmteam ankam gab es kurz eine kleine Einweisung und Instruktionen, wie der Tag ablaufen wird. Um ehrlich zu sein dachte ich, dieser Tag füllt sich mit einem straffen Zeitplan und strengen Rahmenprogramm, aber schon zu Beginn und beim Ablegen der Boote gab es eine lockere Atmosphäre und es schien so als wäre das der tatsächliche Start in ein entspanntes Wochenende mit den besten Freundinnen.

Endlich ging es los und wir fuhren mit den zwei Booten auf dem Mirower See, der mit dem Schloss und vielen bunten Bootshäusern eine einzigartige Kulisse für Fotos und das Video bat. Es wurde sich per Funk verständigt, wie das Boot am besten zu platzieren ist um die richtigen Aufnahmen zu erzielen. Neben Fotografen, usw. war auch eine Reisejournalistin an Bord, die bei ausgelassenen Gesprächen die Damen befragte, was ihre Eindrücke von einem Urlaub mit dem Boot denn seien.

Am Abend wurde das Boot nochmal richtig in Szene gesetzt, es wurde auf dem Sonnendach des Sauna-Hausboots gegrillt und fein aufgedeckt. Bei lockeren Gesprächen und ausgelassener Stimmung am Esstisch wurden authentische Bilder und mit einer Drohne spektakuläre Luftaufnahmen von diesem gemütlichen Grillabend  gemacht. Dadurch, dass wir mit dem Sauna-Boot unterwegs waren, wurde ein abschließender Gang in die Sauna mit Panoramasicht auf den See und Sonnenuntergang zum Highlight des Tages.

Alles in allem war dies ein erlebnisreicher Tag und ich konnte viele verschiedene Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln, die ich für zukünftige Projekte, wie dieses anwenden kann.

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Ende Dezember 2020 erhielt ich die Aufgabe mich um die Beschaffung eines Chatbot’s zu kümmern.
Von einem Mitarbeiter habe ich bereits etwas Vorarbeit erhalten, in Form von bereits bestehenden Kontakten zu Chatbot Anbietern, sowie einer groben Vorauswahl. Außerdem fand ich eine Liste mit gewünschten Anforderungen.

So machte ich mich also an die Aufgabe und las mich zunächst erstmal in das Thema ein, um mich erstmal vertrauter mit dem Begriff Chatbot zu machen.
Als ich dann mit dem dem Thema vertraut war, setzte ich mich auch schnell mit den verschiedenen Anbietern auseinander und sah mir einige Präsentationen der Anbieter an.

Mit den neuen Informationen, die ich natürlich auch in die Liste eingepflegt habe, fragte ich nun nach Testversionen, um alles einmal selbst zu testen und ein Gefühl für die Benutzeroberflächen zu bekommen. Ebenfalls wollte ich die Lernfähigkeit der KI (künstliche Intelligenz) der verschieden Anbieter anhand eigener Eingaben in die Datenbank testen.

Es war alles dabei von viel zu kompliziert und umständlich bis hin zu sehr simpel und übersichtlich.

Nachdem wir dann die ganzen Anbieter eingrenzen konnten und es für uns eine TOP 3 gab, legten wir los und erstellten zahlreiche FAQ’s, die dann in den Bot fließen sollen. Nun mussten wir uns nurnoch um die Schnittstelle zu unseren Buchungssystemen kümmern und bestimmen was der Kunde letztendlich alles zu seiner Buchung benötigte.

Nach diverser Testphasen und Meetings mit den Anbietern haben wir uns schließlich für einen Anbieter entschieden. Der Chatbot ist auch schon auf unseren Websites integriert. Wir hoffen so unsere Kunden noch besser betreuen zu können und Fragen schneller zu beantworten.

Da ich das Thema Chatbot vom ersten Moment an mitbetreut habe, eignet es sich auch prima als Thema für meine mündliche Abschlussprüfung im Sommer.

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

Heute: Wir bauen einen Reisemobil-Stellplatz! Und wenn wir schon mal dabei sind … Aber lesen Sie lieber die ganze Geschichte.

Steine haben reichlich im Weg gelegen in den fast 24 Jahren, die vergangenen sind seit ein junger Hausboot-Typ aus dem Westen das Gelände des ehemaligen VEB Schiffswerft Rechlin ersteigert hat. Von den 1100 Mitarbeitern, die zu DDR-Zeiten in Rechlin Behördenboote und Rettungsboote gebaut hatten war damals, im Herbst 1997, nur noch einer – Günther Lindstaedt – vor Ort, um dem neuen Hausherren seine Liegenschaft zu zeigen. Die anderen 1099 waren im Zuge der fehlgeschlagenen Privatisierung des VEBs dem Arbeitsamt zugeführt worden, aber das ist eine andere Geschichte.

Arbeitsfahrzeuge aller Art sind ständige Gäste im Hafendorf Müritz.

Was es damals zwischen Müritz und Claassee gab war folgendes: Betonhallen, die schon bessere Zeiten gesehen hatten, Bürogebäude mit Sprelacart- (in Westdeutschland: Resopal-) Chic aus den 70ern, eine (!) sanierte Toilette mit elegantem Fußboden sowie ein Atombunker. Viele der langjährigen Stammkunden erinnern sich sicher noch an die Industriebrache, über die sie stapften, als es endlich mit dem Straßenbau und der Erschließung losging. Über eine schlammige Baustelle mussten sie von ihren geparten Autos zum Steg und wunderten sich vielleicht insgeheim, dass es einen Menschen gab, der fest an eine große Zukunft dieses Lost-Places an der Müritz glaubte. Harald Kuhnle, der Hausboot-Typ aus Stuttgart, hatte im Frühjahr 1991 in Waren die erste Hausbootbasis in den neuen Bundesländern eröffnet. Er dachte groß. Zu groß für die Warener Stadtvertretung, die den Kopf schüttelte, als er anbot, sich entweder des Stadthafens oder des alten Sägewerks anzunehmen um dort eine Marina aufzubauen und an Land Platz für Boote, Werkstätten und Wohnungen zu schaffen. „Wir wollten nicht, dass einer so groß wird“, steckte uns später mal ein Insider nach dem dritten Rum, „war ein Fehler damals.“ Harald Kuhnle sah sich nach einem alternativen Standort um und fand ihn am Südufer der Müritz: das Geländes des ehemals volkseigenen Betriebs Schiffswerft Rechlin.

Als 2003 der „Turm“ abgerissen wurde – ein prägnantes Beton-Monster mit Flak-Plattform auf dem Dach – schrieben wir in die Pressemitteilung: „Plattmachen ist in Ordnung, wenn man was neues aufbaut.“ Inzwischen steht dort übrigens ein schönes Apartmentgebäude. Weitere Hallen wurden abgetragen, Ferienhäuser errichtet. Überzählige Betonteile nutzen wir, um hinter den Werfthallen ebene Flächen für das Boots-Freilager zu schaffen. Was dafür nicht eben genug war, kam auf einen großen Haufen.

Was man alles so findet, wenn man eine Fläche bebaubar macht … Hier ist ein winzig kleiner Teil der Steine, die wir so im Laufe der letzten 24 Jahre aus dem Weg geräumt haben.

Der Haufen wurde immer größer. Beim Ausgraben eines Fundamentes stieg plötzlich der Baggerfahrer kreidebleich aus seinem Cockpit. Er hatte unter einem Fundament eine Fliegerbombe gefunden und glücklicherweise nicht ausgelöst. Nach der Kampfmittelsondierung und Entsorgung der Fundbombe ging es dann weiter. Einige Hallen durften stehen bleiben, wurden außen ertüchtigt und/oder verschönert und innen entkernt, damit man vernünftig Boote drin aufbewahren konnte. Der Abraum kam wieder auf den großen Haufen.

Schon seit 2006 war in der Planung des Hafendorf Müritz ein Wohnmobil-Stellplatz vorgesehen. Doch immer waren andere Investitionen wichtiger: Der Travellift, der Bau der Niederlassung in Frankreich, die neuen Marina-Müritz-Apartments, die Pirates Bar, der Anbau vor dem Captains Inn – die Liste ist endlos. Allein, es ist in der in diesem Jahr 40jährigen Firmengeschichte tatsächlich noch nicht passiert, dass jemand nach mehr Arbeit verlangt hätte. Auch der Chef nicht, der sich für künftige Projekte gerne mal Hotels auf anderen Kontinenten ansieht und Craft-Biere verkostet.

2020 – im Corona-Jahr – war der öffentliche Parkplatz vor dem Werftgebäude in einer App aufgetaucht, die kostenlose Reisemobil-Stellplätze ohne Service (aber auch ohne Gefahr verjagt zu werden) auflistet. Jeden Abend gingen wir also nach Feierabend an gemütlich entspannenden Campern zu unseren Autos. Kurz überlegten wir, auf die Schnelle einen Pop-Up-Stellplatz zu errichten. Wir hatten die Sanitärcontainer aus einem aufgegebenen Standort noch herumstehen, könnten die für den Stellplatz gedachte Ecke einmal überplanieren, Container anschließen und Einen zum Kassieren hinstellen, das sollte doch gehen?

„Nix da, wenn, dann gleich richtig, aber erst nächstes Jahr! Und einen Mitarbeiter zum Kassieren haben wir schon gar nicht übrig!“, lautete die Order de Mufti. So machten wir uns an die Planung: Ein hübsches kleines Sanitärgebäude mit fünf kompletten Duschbädern, eines davon für Rollstuhlfahrer zugänglich, außen mit Abwaschbecken, 47 unterschiedlich große Stellplätze für den ausgebauten Kastenwagen bis zum Dickschiff mit LKW-Zulassung, jeder mit Stromanschluss und Platz für Grill und Liegestuhl. Und natürlich eine Station zum Ablassen von Grauwasser, Bunkern von Frischwasser und Entsorgung von Chemie-WCs.

Fünf Duschbäder, davon eins barrierefrei (der Türdurchgang ist eigentlich breiter als auf dem Grundriss) und je zwei Becken fürs Pipimachen im Sitzen und im Stehen.
So sieht das Häuschen später von außen aus. Licht bekommen die von außen zugänglichen Zimmer von oben und durch Fenster in den Türen.
Stand 9. April 2021: Rohbau und Dachauflagen sind fertig.

Bei einer sonntäglichen Winterwanderung im Schnee besprachen wir mit anderen kompetenten Spaziergängern (in Person von Hafenmeister Maik Marlow und seiner Frau Anke), ob wir einen Wall oder Bäume zur Einfriedung des Geländes nehmen sollten und ob man vorsorglich noch eine Ladestation für Elektrowohnmobile installieren sollte (erstmal nicht, aber schon mal Kabel legen). Und wenn wir sowieso schon dabei sind, können wir ja noch zusätzliche Stellplätze für Kunden anlegen, oder? Die olle Sandfläche und die Wiese vor und neben dem Captains Inn war in der letzten Saison eher ein Parkchaos als ein Parkplatz. Warum muss ein Auto eine Woche mit Blick aufs Wasser herumstehen, während sein Besitzer mit dem Hausboot unterwegs ist?

Was haben wir nicht alles an Rohren ausgegraben! Bei manchen wusste keiner mehr, wofür die mal gut gewesen sind. Ein Telefonkabel von der Deutschen Bundespost war auch dabei.
Weiß wo was lang geht: Günther Lindstaedt in seiner aktiven Zeit in der Kuhnle-Werft

Dann rückten die Bauarbeiter an. Erstmal unsere Eigenen. Zunächst wurden alte Schächte „zurückgebaut“ (ausgebuddelt und auf den großen Haufen), außerdem bauten die Werftkollegen alte Fernwärmerohre aus, räumten tote Wasserleitungen weg, trennten Stahlrohre mit dem Gasbrenner. „Keiner wusste, welcher Schacht noch für irgendwas gut war“, berichtet das Bau-Team. Rat wusste wieder mal Günther Lindstaedt (der eingangs erwähnte Mitarbeiter 1100, der das Gelände wie seine Latzhosentasche kennt). Er kam gerne aus dem Ruhestand vorbei und sagte, welches Rohr wohin führt. Dann konnten neue Rohrbettungen gebaggert und Leitungen verlegt werden: Für Abwasser, Frischwasser, Regenwasser und allerhand Kabelage: 400 Meter Glasfaserkabel, 700 Meter CAT-7-Leitung und wohl einen ganzen Kilometer Stromkabel versenkte die Kuhnle-Werft im Boden. Es wäre natürlich nett gewesen, jeden Stellplatz einzeln mit einem Wasseranschluss zu versehen, leider erschwert die neue Trinkwasserverordnung solche dezentralen Anlagen, so wird es dann Wasser und Abwasser an einem etwas seitlich liegenden Ver- und Entsorgungsplatz geben. 

Kilometerweise Kabel verlegt: Glasfaser, Strom, Datenleitungen: Die meisten Kabel sind schon verlegt und die Gräben wieder zugeschüttet.

Nun musste das ganze Gelände noch aufgefüllt und leidlich eben gemacht werden. Dafür Boden anfahren lassen, kommt bei einer Firma mit schwäbischen Wurzeln natürlich nicht in Frage. Wozu hatten wir schließlich die letzten Jahre Beton gesammelt! So kam der große Haufen nach und nach in einen Schredder, wo er zu kleinen Steinchen gemahlen und zum Auffüllen von Schächten und Gelände genutzt wurde.

Haralds Hügel? Kuhnles Kuppe? So sieht ein weitere kleiner Teil der Steine aus, die wir aus dem Weg geräumt, dann geschreddert und dann verbaut haben.

Jetzt kurz nach Ostern ist der Platz soweit gediehen, dass wir im Mai die ersten Wohnmobile begrüßen können. Vorausgesetzt, dass uns allen dann unsere Reisefreiheit zurückgegeben ist. Dann wird die ganze digitale Landschaft des Platzes samt drei W-Lan-Verteilern schon fertig sein. Die Idee ist, dass man den Platz vorab im Internet bucht, die Schranke an der Einfahrt das Autokennzeichen lesen und man mit Codes die Türen öffnen kann.

Wir freuen uns auf die Landyachten und ihre Crews!

Der Stellplatz bekommt natürlich auch eine eigene Internetseite für Anmeldung und Information: www.reisemobil-marinas.de

Platz für ausgebaute Mini-Vans und Asphalt-Dickschiffe: Die 47 Stellplätze sind unterschiedlich groß, deshalb Augen auf bei der digitalen Platzreservierung.
Der neue Reisemobilstellplatz liegt zwischen der Zufahrtsstraße zum Hafendorf Müritz und einer Parkhalle (im Sommer für Autos im Winter für Boote). Die Zufahrt ist direkt an der Straße „Am Hafendorf“, so kann unnötiger Verkehr im Hafendorf vermieden werden. Zum Strand an der Müritz, zum Captains Inn und zur Pirates Bar am Ufer des Claassees sind es nur ein paar Schritte.
Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

„In Bayern gibt es nur Wellness oder Wandern“, sagt Anna-Lena Röckl. Die 21jährige hatte aber während Ihrer Ausbildung in einem Marina-Hotel auf Island Hafenluft geschnuppert. „Diese besondere Atmosphäre, glitzerndes Wasser, Schiffe, Masten, Boote – das war das wo ich hin wollte.“

Anna-Lena Röckl – mit bayerisch rollendem „R“ – ist unsere neueste Kollegin. Sie studiert Tourismusmanagement im dualen Studiengang der IU-Internationalen Hochschule, mit der KUHNLE-TOURS seit diesem Semester zusammenarbeitet. Als ihr die Studienberaterin der Hochschule KUHNLE-TOURS und Mecklenburg für die praktische Hälfte des Studiums empfahl, war sie gleich begeistert. In die weite Welt wollte sie ohnehin und wenn die ganz große weite Welt gerade wegen Corona geschlossen hat, ist Mecklenburg-Vorpommern von Bayern weit genug weg. Ihre Familie unterstützte sie bei allen Reiseplänen, „insgeheim sind meine Eltern vielleicht auch ein bisschen froh, dass ich in Deutschland bleibe“, sagt sie mit einem kleinen spitzbübischen Lächeln. „Und ich wollte halt Boote in der Nähe haben. Wellnesshotels sind nichts für mich, das war mir einfach zu steif.“ Obwohl: Das Sauna-Hausboot würde Anna-Lena schon gefallen. Aber erst mal steht neben Studium und Praxis im Hafen der Bootsführerschein auf ihrer To-Learn-Liste. Und natürlich der Umzug in die eigene Wohnung, denn die ersten Wochen verbringt Anna-Lena in einer KUHNLE-TOURS-Ferienwohnung, damit sie Zeit hat, sich zurecht zu finden und in Ruhe umzusehen.

Keine Angst vor dem Leben in einem eher übersichtlichen Ort? „I wo, in meinem Heimatdorf Großarmschlag waren wir auch nicht mehr Einwohner, hier gibt es sogar zwei Supermärkte im Ort, bei uns gabs keinen.“ 

Das duale Tourismusmanagement-Studium sieht vor, dass der oder die Studierende eine Woche im Betrieb praktisch lernt – und auch je nach Ausbildungsfortschritt anpackt – und die andere Woche studiert. Anna-Lena hat sich bei der Wahl des Schulstandorts für den „Virtuellen Campus“ entschieden. Den gab es an ihrer Hochschule schon vor Corona. „So kann ich es mir hier an der Müritz gemütlich machen, den Vorlesungen am Rechner folgen und in Ruhe meine Aufgaben erledigen.“ Auch der Austausch mit den Kommilitonen und Dozenten erfolgt über die elektronischen Kommunikationskanäle.

“Ich mag die Hafenatmosphäre” – Die große weite Welt fängt für Anna-Lena Röckl erst mal in Mecklenburg an.

Als bodenständiger Mensch gefällt Anna-Lena Röckl an ihrem Arbeitsort an der Müritz, dass hier viel zusammenkommt: „Einerseits das Urlaubsflair mit Wasser, Booten und hoffentlich bald auch Gästen, andererseits die Geschäftigkeit der Werft. Da werden große Schiffe in die Hallen gefahren, geschweißt, gebaut und 50 Meter weiter liegt man im Liegestuhl im Sand der Pirates Bar. Was für Gegensätze!“

Mehr Infos zur Hochschule gibt es hier: https://www.iu.de

Hier ist Anna-Lenas Studiengang: https://www.iu.de/bachelor/tourismusmanagement/

Mehr Infos zum Studium und zur Ausbildung bei KUHNLE-TOURS gibt es hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/duales-studium/

Vom Marinabüro in die Reservierung

Vom Marinabüro in die Reservierung

Von „Entschuldigung, wir hätten gerne noch einmal ein Set Bettwäsche.“ Zu „Guten Tag, ich hätte mal eine Frage zu folgender Buchungsnummer…“

Das nenne ich mal einen Unterschied. Von dem Marinabüro in die Reservierungsabteilung, das war eine Wendung von 180° Grad. Zuerst ist man live im Geschehen mittendrin und dann am nächsten Tag darf man hinter den Kulissen mitwirken.

Am Anfang wollte ich persönlich nicht in die Reservierung, da mir Bewegung in Kombination mit frischer Luft und persönlichem Kontakt zu den Kunden, sehr gefallen hat und auch sehr gut tat.

Ich war an Bord und gebe die Extras (z.B. Bettwäsche) heraus, die in der Reservierung hinterlegt sind. Von Check In/Out, Inventarkontrolle, Kranterminen und Gastliegeplätzen war alles dabei. Hinzu kam noch das Flyer verteilen und das Bestücken und Kontrollieren der Boote.

Langweilig war es definitiv nicht und jeden Tag eine neue Herausforderung. Am meisten hat es mich jedoch gefreut, die Kunden mit einem Lächeln ihren Urlaub antreten zu sehen.

Beim zweiten Hinsehen, war die Reservierung jedoch dann gar nicht so schlimm, wie ich zu Anfang gedacht habe. Action wo man nur hinsieht. Der Kundenkontakt kommt auch nicht zu kurz, da alle paar Minuten ein Telefon klingelt.

Egal ob Angebote schreiben, E-Mails beantworten, Buchungen annehmen oder am Telefon Auskunft geben. Es hat gar nichts mit Langeweile und Eintönigkeit zu tun.

Abwechslung und geistige Anstrengung…so würde ich die Reservierung beschreiben.

Ich persönlich mag beide Abteilungen sehr gerne. Müsste ich mich jedoch entscheiden, ist mir das Marinabüro doch lieber. Ich bin ein Naturmensch und liebe es draußen zu sein. Jedoch ist die geistige Anstrengung in der Reservierung auch ganz erfrischend.

Abgesehen davon tun die Füße am Ende des Tages nicht so weh, wenn man in der Reservierung sitzt. Jedoch ist die Beantwortung der Frage: „Was ist denn, wenn wir wegen Corona, nicht anreisen können?“ wirklich ein Graus.

Umbuchungen und Stornierungen, machen es hier wirklich niemandem besonders leicht. Und das ständige nach verschieben vom Start unserer Saison finden wir alle schade. Es muss endlich losgehen!

Wir machen das Beste draus und hoffen es geht endlich weiter.

Ausbildung erfolgreich abgeschlossen – und jetzt?

Ausbildung erfolgreich abgeschlossen – und jetzt?

Schneller als man es sich als frisch gebackener Azubi denkt, ist die Ausbildung auch wieder vorbei. Dann steht die nächste wichtige Frage im Haus: Wie geht es jetzt weiter? Übernimmt mich mein Ausbildungsbetrieb? Möchte ich aus eigener Initiative in ein anderes Unternehmen wechseln oder studiere ich noch?

Im Sommer 2020 mussten sich drei unserer kaufmännischen Azubis diesen Fragen stellen, Anfang 2021 eine weitere und im Sommer 2021 werden wieder vier unserer Azubis ihre Abschlussprüfungen ablegen.

Die KUHNLE-GROUP wirbt in ihren Ausbildungsausschreibungen mit einer hohen Übernahmechance nach der Ausbildung. Dass dies nicht nur Werbung ist, sondern auch Realität, zeigen die Azubis, die vor kurzem ihre Ausbildungen abgeschlossen haben: alle, die im Sommer 2020 bzw. im Frühjahr 2021 ihre Abschlussprüfungen bestanden haben, haben einen Folgevertrag bei einem der KUHNLE-GROUP zugehörigem Unternehmen bekommen.

Selbstverständlich ist das, gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, jedoch überhaupt nicht: „Einige meiner Klassenkameraden der Berufsschule wurden wegen der Situation nicht übernommen und haben aus gleichem Grund keine Festanstellung in einem anderem Betrieb gefunden. Ich bin einfach sehr froh, die Prüfung bestanden zu haben und von der Kuhnle-Werft direkt festangestellt worden zu sein!“, berichtet die Jungfacharbeiterin Jessica B. Sie hatte seit September 2017 die Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Kuhnle-Werft absolviert.

Tatsächlich war allein das Bestehen der Abschlussprüfung im Jahr 2020 gar nicht so einfach: „Fast die Hälfte meiner Klasse hat die Prüfung nicht bestanden, weil so viel Lernstoff nicht im Präsenzunterricht besprochen werden konnte und viele Fragen unbeantwortet blieben.“, erzählt der Tourismuskaufmann Tim C., der glücklicherweise zu der Hälfte seiner Klasse gehört, die die Prüfung bestanden hat.

Auch der gebürtige Tschetschene, Daler R., machte seit 2017 seine Ausbildung bei der KUHNLE-TOURS GmbH zum Tourismuskaufmann und bestand im Sommer 2020 seine Prüfung mit Bravur.

Unter dem Motto „Wer lernt, der schafft“, büffelten Tim C. und Daler R. gemeinsam am Berufsschulzentrum Müritz die theoretischen Teile ihrer Ausbildung. In ihren praktischen Phasen bei KUHNLE-TOURS arbeiteten sie vor Allem in der Reservierungsabteilung und am Charter, also am Hafen. Daler R. entschied sich nach seiner Ausbildung dazu, weiterhin ein Allrounder zu bleiben: im Sommer arbeitet er am Hafen als Mitarbeiter der Rezeption und im Winter beschäftigt er sich in der Reservierung mit Hausbootbuchungen und Liegeplatzverträgen für Privatbootbesitzer.

Ähnliche  Arbeiten übernimmt auch Dagmara G. Sie hat ihre Ausbildung zur Tourismuskauffrau auf 2,5 Jahre verkürzt und Anfang 2021 ihre Prüfung erfolgreich absolviert. Tim C. beschloss, sich auf die Arbeit in der Reservierung zu spezialisieren und half dort auch direkt bei der Einarbeitung der neuen Azubis 2020.  Alle drei berichten davon, wie abwechslungsreich ihre Ausbildung war – schließlich mussten sie immer auf die Gäste eingehen, die alle unterschiedliche Wünsche und Vorlieben hatten. „Eine ordentliche Menge an Kommunikationsgeschick“, berichtet Dagmara G., „schließlich wollen wir ja etwas verkaufen und unsere Gäste glücklich machen“. Man solle außerdem nicht zu dünnhäutig sein, denn die Arbeit könne einen auch mal an seine Grenzen bringen, ergänzt Daler R. Dennoch sind sich alle drei einig: Sie haben ihren Traumjob gefunden. Während ihrer Ausbildung haben sie weiterhin die Möglichkeit genutzt, den Bootsführerschein Binnen abzulegen und freuen sich schon jetzt auf ihre nächste Bootstour.

Jessica B., die wir zu Anfang schon erwähnt haben, ging nicht wie die drei Azubis für Tourismusmanagement im Berufsschulzentrum Waren zur Schule. Als angehende Industriekauffrau lernte sie an der beruflichen Schule für Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg. Während ihrer Ausbildung lernte sie alle Abteilungen der Kuhnle Werft und KUHNLE-TOURS kennen: den Einkauf, die Privatkundenbetreuung, die Buchführung, den Backoffice-Bereich und vieles mehr. Auf Jobmessen war sie als Ansprechpartnerin für Schulabgänger immer präsent. Nach Abschluss der Ausbildung wurde sie erst viel im Einkauf eingesetzt und ist nun für die Ressourcenlisten unserer Neubauboote (z. B. Sauna-Hausboot) zuständig. „Während meiner Ausbildungen konnte ich herausfinden, wo genau meine Stärken liegen. Ich finde es toll, dass ich genau dort jetzt auch als Facharbeiterin eingesetzt werden konnte und in diesem Bereich gefördert werde.“, erzählt Jessica B.

Zusammenfassend können alle jungen Facharbeiter, die gerade ihre Ausbildung in der KUHNLE-GROUP abgeschlossen haben, übereinstimmend sagen, dass die Lehrjahre sehr abwechslungsreich sind und vom Auszubildenden auch selbst mitgestaltet werden können. Wenn man Ideen hat, kann man die einfach einwerfen. Wünsche, wo man gerne eingesetzt werden würde, werden – in Anlehnung an den Ausbildungsrahmenplan – berücksichtigt. Außerdem ist KUHNLE-GROUP mehrere Jahre in Folge als TOP-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden – und das nicht ohne Grund. Alle vier kaufmännischen Azubis würden die KUHNLE-GROUP als Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall weiterempfehlen.

Wieder einen groß gekriegt!

Wieder einen groß gekriegt!

Diesmal ist es ein echter Jung aus der Gegend, der ab heute das Team der Kuhnle-Werft verstärkt. Maximilian Enders kommt aus Lärz, lernte im Nachbardorf beim Müritz-Segelverein Rechlin Segeln und machte seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Kuhnle-Werft, wo er schnell die Ausbilder mit seinen praktischen Fähigkeiten überzeugte. So ganz wird ihm die Theorie jedoch nicht erspart bleiben: Als Facharbeiter wird er von der Werft jetzt zielgerichtet zu weiterführenden Schweiß-Lehrgängen geschickt, die auch wieder viel Theorie enthalten. Willkommen an Bord!

Interesse an einer Ausbildung zum Industriemechaniker geweckt? Weitere Informationen zur dieser Ausbildung finden Sie auf

https://www.kuhnle.jobs/angebote/ausbildung/ausbildung-industriemechaniker/.

Die Kuhnle-Group im Schnee

Die Kuhnle-Group im Schnee

„Es schneit!“ – der Betreff einer E-Mail, die ich vor ein paar Tagen von meiner Ausbilderin im Bereich Marketing bekommen habe. Und tatsächlich: dicke, weiße Schneeflocken fielen vom Himmel und veredelten die Landschaft. Auch in der Nacht zuvor hatte es schon geschneit – es war sogar kalt genug, dass der Schnee an unserem Hafen liegen blieb. Entsprechend lautete meine Aufgabenstellung natürlich: ab in das frostige Wetter und Fotos von unseren Booten machen!

Zu Beginn eine recht einfache Aufgabe, doch als es dann hieß, dass es sichtbar werden soll, dass es gerade schneit, war es doch nicht mehr so leicht. Ich kletterte auf unsere Kormoranboote – die den Winter über im Wasser liegen – baute einen Mini-Schneemann und hinterlies Spuren im Schnee, die aussahen, als wäre jemand ins Wasser gelaufen – genau am Ende der Stege hörten sie abrupt auf. Und tatsächlich hatte ich das eine oder andere mal Angst, dass mein Handy oder ich selbst ein eiskaltes Bad zu nehmen – zum Glück hatte ich keine Zuschauer. Nach diesem kleinen Schneeabenteuer, ging es schnell zurück ins Büro – oder besser gesagt in die Ferienwohnung. Coronabedingt wurden unsere Wohnungen spontan umfunktioniert in Büros. Vorteil für mich – ich konnte mir schnell einen heißen Kakao machen, während ich meiner Ausbilderin die Fotos sendete.

Natürlich ist diese Arbeit aber nicht unser täglich Brot. Sie als unsere Gäste kennen uns alle als „die Dame im Marinabüro“ oder „den Techniker, der Ihnen das Boot erklärt hat“. Doch das sind wir nur in der Saison – und die hört Ende Oktober auf. Eigentlich war geplant, dass auch im Winter unsere Kormoranboote von Ihnengebucht werden, doch die Covid-19-Situation hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was also machen wir Mitarbeiter alle, wenn die Saison vorbei ist?

Im Hafen arbeiten im Sommer Bürofachkräfte, Tourismuskaufleute, Techniker, Azubis, Rentner und Saisonarbeiter, um Ihren Urlaub so erholsam wie möglich zu gestalten. Die letzten beiden Gruppe fahren nach Saisonende wieder nach Hause oder suchen sich eine andere Arbeit. Doch die Erstgenannten bleiben hier – nur wird ihr Arbeitsplatz verlagert. Statt im Marina- oder Stegbüro zu sitzen, arbeiten die Büro- und Tourismusfachleute nun in unserem Firmengebäude. Auch die Azubis verteilen sich dort auf verschiedene Abteilungen. Die Techniker „verschwinden“ in unsere hauseigene Kuhnle-Werft. Wofür wir im Winter plötzlich fast doppelt so viele Mitarbeiter in Büro und Werft brauchen? Erklärung folgt:

Der Winter ist die Zeit der Häuslichkeit. Familien, Paare und Freunde sitzen zusammen, tauschen sich aus und dann ist das Thema da: Urlaub. Der Computer wird angeschmissen und es wird nach Locations für den nächsten Trip gesucht. Haben sich alle geeinigt, werden Anfragen an Hotels, Reisebüros und Unternehmen wie uns gestellt. Und somit geben Sie selbst uns die Arbeit in die Hand. Ihre Anfrage kommt in unserer Reservierungsabteilung an – doch nicht nur Ihre, sondern die aller Urlaubsliebhaber. Jetzt heißt es für uns, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten und Ihnen, auf Ihre Wünsche zugeschnittene, Angebote zu unterbreiten. Gleichzeitig muss das klingelnde Telefon abgedeckt werden und angenommene Angebote müssen in Buchungen umgewandelt werden. Im Winter stehen dafür normalerweise sechs Kräfte zur Verfügung – darunter auch die Azubis, die eine Ausbildung im Tourismusbereich machen.

Damit Sie uns eine Anfrage für eine Buchung schicken, müssen wir Ihnen jedoch erstmal aufgefallen sein. Genau daran wird im Marketing auf Hochtouren gearbeitet: Welche neuen Angebote können wir machen? Wie verbessern wir unseren Online- und Social-Media-Auftritt? Diesen Winter steht außerdem die Einführung eines Chatbot-Systems auf der To-Do-Liste.

Bevor Sie eine Reise bei uns Antreten, bekommen Sie Informationen zu unseren Gewässern und Booten zugesandt. Somit nutzen wir den Winter, um diese Informationen den Veränderungen anzupassen und Sie somit „Up to date“ zu halten, wenn Sie Ihren Urlaub starten.

Zu der Kuhnle-Group gehört auch unser Shop, welcher im Winter ebenso auf Hochtouren läuft. Denn hierüber laufen die Einkäufe und Bestellungen unserer Kuhnle-Werft. Hierbei wird sich auch erklären, warum ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe, dass die Techniker in der Wert „verschwinden“: in den Wintermonaten sind sowohl fast die vollständige Charterflotte als auch die Privatboot an Land – die perfekte Gelegenheit Aufbesserungen vorzunehmen, finden unser Chef und die Bootseigner. Somit wird in der Werft fleißig gemalert, verdichtet, aufgepolstert und repariert. Doch das ist noch lange nicht alles: pro Winter wird mindestens ein Boot komplett neu aufgebaut. Das momentane Winterprojekt lautet: Sauna-Hausboot. Eine besondere Herausforderung für die Werftangestellten und ein besonderer Luxus für Sie: Urlaub auf einem unserer Febomobile ohne auf die Sauna verzichten zu müssen! Klicken Sie sich doch mal rein: https://www.kuhnle-tours.de/hausboote/sauna-hausboot/ .

Wie Sie sehen, gibt es also auch neben der Saison bei der Kuhnle-Group viel zu erledigen. Bestehen bleibt jedoch immer die Freude auf die nächste Saison. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!