Ein traumhaft schönes Jugend hilft!

Ein traumhaft schönes Jugend hilft!

Projekt: Eine Hausbootfahrt in Frankreich war für zehn Kinder aus Weißrussland Höhepunkt ihres Ferienaufenthalts

Zum dritten Mal kamen im Juli 2016 Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Realschule Lörrach mit Kindern aus Weißrussland zusammen, die auf Einladung des Arbeitskreises Tschernobyl-Kinder zur Erholung nach Südbaden kamen. In diesem Jahr trafen die Realschüler auf zehn 10- bis 12-jährige Jungen aus Shlobin, einem Ort der nur zirka 200 km von Tschernobyl entfernt ist.

Die im Herbst 2014 gegründete Projektgruppe hatte sich in diesem Jahr einiges ausgedacht: Am Montag, 11. Juli, organisierte die Gruppe mit ihrem betreuenden Lehrer einen Wassersporttag am Schluchsee. Mit dabei waren fünf Schülerinnen einer zehnten Klasse des Schuljahrs 2015/2016 (drei Tage nach ihrer Abschlussfeier!), drei Russisch sprechende Achtklässlerinnen sowie 25 Schülerinnen und Schüler einer siebten Klasse. Gemeinsam mit den Ferienkindern wurde der Schluchsee in Schlauchbooten, Kanus und einem Paraboot, das mit einer Handkurbel angetrieben wird, befahren. Eine Riesengaudi! Das Tollste war, dass auch jeder eine halbe Stunde mit einem Segelboot mitfahren durfte. Dazu hatte man einen Segellehrer engagiert! Gut kam auch das Pfannkuchenessen in der Mittagszeit an.Spider-Man: Homecoming 2017 film trailer

Der Höhepunkt der gemeinsamen Unternehmungen mit den Ferienkindern aus Weißrussland war dann eine Hausbootfahrt vom 15. bis zum 18. Juli auf dem Rhein-Marne-Kanal. Alles hat gestimmt. Man hatte herrliches Sommerwetter, drei große Boote und ein überaus interessantes Hausbootrevier. Gleich am ersten Tag wurden vom Hausboothafen der Firma KUHNLE TOURS in Niderviller aus zwei 475 m bzw. 2306 m lange Tunnel durchfahren. Nach der Besichtigung eines zu einem Museum umgebauten Lastkahns ging es in der Wanne des Schiffshebewerks von Arzviller auf einer 120 m langen Schiefen Ebene talwärts. Und dann mussten bis zu einem kleinen Hafen in Lutzelbourg noch fünf Schleusen gemeistert werden. Beim Festhalten der Boote haben alle bereitwillig an den Seilen gezogen. Sozusagen haben alle an einem Strang gezogen! Am nächsten Tag wurde die Fahrt bis Saverne fortgesetzt. Sieben weitere Schleusen stellten kein Problem dar. Angesichts der Hitze war der vierstündige Aufenthalt in einem schönen Freizeitbad genau das Richtige. Klar, dass die Rutsche nicht nur einmal ausprobiert wurde!

Am dritten Tag wurde auf dem Rückweg ein längerer Zwischenstopp beim Schiffshebewerk eingelegt, um jeweils ungefähr eine Stunde lang rasante Fahrten auf der Sommerrodelbahn zu machen und um in „Water walking balls“ über das Wasser zu laufen. Letzteres ist ziemlich anstrengend und erfordert sehr viel Körperbeherrschung. Es war erstaunlich, mit welcher Ausdauer und mit welchem Geschick sich die zehn Jungen aus Shlobin in den riesigen Plastikbällen bewegten – und mit welcher Begeisterung! Zwischendurch konnte sich jeder im Klettergarten erproben und nach Lust und Laune zusammen mit anderen im Riesentrampolin hüpfen.

Nach den vier Tagen auf den Hausbooten gab es in Weil am Rhein noch einige Wiedersehen. Die Realschüler gingen zusammen mit den Ferienkindern noch einen Nachmittag lang ins Badeland Laguna. Einen ganzen Tag lang war man gemeinsam mit den Kindern beim Mehrgenerationenfest „Miteinander“. Ehrensache war es auch, dass man das Abschiedsfest beim Arbeitskreis Tschernobyl-Kinder am Tag vor der Heimreise der Kinder besuchte.

Die Finanzierung der Unternehmungen war durch die Unterstützung der Organisation Jugend hilft! mit einem Zuschuss von rund 80 Prozent der Hausbootmiete möglich geworden. Die übrigen Kosten konnten durch den großen Einsatz der Klasse 10 b bei Arbeitseinsätzen im Weiler Rhein Center verdient werden.

Danke an Herr Laux für das Engagement sowie diesem tollen Bericht!