Achtung der Busch !!!

Achtung der Busch !!!

Während der Azubi-Einfachfahrt von Priepert zum Hafendorf Müritz wurden weder Tiere, Pflanzen noch Menschen verletzt oder wirklich gefährdet.

Wir bekamen die Nachricht im Laufe des Tages. „Alle Azubis überführen am 29. September 2020  zwei Hausboote von Priepert nach Rechlin (Hafendorf Müritz).“ Und sofort ging die Planung los. Wer fährt die riesigen Febomobile? Wie kommen wir denn überhaupt nach Priepert, denn Busse fahren hier bestimmt nicht? Wer kommt denn eigentlich alles mit? Und die wichtigste Frage der gesamten Woche: „Müssen wir auf den Booten übernachten?“

Aber nach der ersten Aufregung senkte sich die Stimmung auch wieder. Wir fanden raus, wie wir nach Priepert kommen sollten, denn zum Glück gab da der KUHNLE-TOURS-Fuhrpark noch einige Möglichkeiten her. Dann hieß es die nächste Frage zu beantworten. „Wie sieht es aus mit den Schleusen und wie viele sind es überhaupt?“ Insgesamt waren es vier. Schleuse Strasen, Canow, Diemitz und zu guter letzt die Schleuse Mirow. Gott sei dank nur vier … Als aber angerufen wurde, um an den Schleusen die Wartezeiten zu erfragen, bekamen alle einen Schreck: Drei bis vier Stunden! (Spoiler: Am Ende ging es deutlich schneller), Aber mit dieser Information ging das aufgeregte Palaver zu dem Thema: „Wir müssen auf dem Boot schlafen“ bereits wieder los. Dann wurden nur noch ein paar letzte Fragen geklärt, die zum Beispiel das Essen betrafen.

Einer der Überführungskandidaten: das Febomobil 1180

Und dann standen wir am 29. September 2020 alle morgens um 8 Uhr , vor dem Marina-Shop und warteten auf unsere Mitfahrgelegenheit. Es war verdammt kalt. Die Mädels zitterten und hatten fast ihren gesamten Hausrat mitgebracht, was Decken, Socken und alle möglichen Dinge, die Mädchen halt so brauchen, angeht. Ein Wunder, dass nicht noch Spiegel und ein Föhn zum Stylen eingepackt wurden :). Die Jungs hingegen hatten mal wieder eher weniger an das kühle Wetter gedacht. Echte Männer frieren halt nicht. Außerdem hatten sie die Zeit genutzt, um sich mit dem Thema Essen zu beschäftigen, und brachten keine Socken, aber dafür Schokomilch und eine irre Menge an Knoppers, Würstchen und Energydrinks an Bord.

Als wir dann nach ungefähr einer halben Stunde Autofahrt endlich in Priepert angekommen waren, bekamen wir die Bootsschlüssel und machten es uns erstmal auf einem der Boote bequem, weil wir noch auf die andere Gruppe warten mussten. In der Zwischenzeit wurde dann schon der erste Proviant angebrochen, um den ach so niedlichen Schwan zu füttern, der uns wahrscheinlich am Liebsten in den Finger gebissen hätte aber doch sooo süß mit seinem Bürzel wackelte. Wir machten es uns richtig gemütlich auf den großen Sitzflächen, die unser Febomobil bietet, und stöberten durch den Törnatlas, um uns schon mal die vor uns liegende Strecke anzusehen. Zum Glück hatten wir die Jungs dabei, ohne die wir es höchstwahrscheinlich nicht bis nach Rechlin, sondern eher nach Timbuktu geschafft hätten.

Liegt Timbuktu am Wasser? Und wenn ja: Kann man da anlegen?

Als die andere Gruppe dann eintrudelte, genauso fröstelnd und müde wie wir, ging es auf die wilde Fahrt. Die Motoren wurden gestartet, die Leinen gelöst und auch schon erste Bilder gemacht. Wir schipperten also los, hörten Musik und die Stimmung stieg an. Sie bieb gut bis wir so nah an der Schleuse waren, dass wir die Breite der Schleuse sahen und die Menge an Booten, die vor uns noch durch die Schleuse mussten. Wir waren nämlich die Letzten, das heißt, alle die bereits an der Schleuse festgemacht hatten, beobachteten unser Anlegemanöver genau. Und standen höchstwahrscheinlich Todesängste aus, weil sie Angst hatten, wir würden ihre Ruderboote rammen. Zum Glück lief alles wie geschmiert mit Mindestabstand.

Auch die nächste Schleuse sollte an sich keine Probleme bereiten, wäre da nicht der Schleusenwärter gewesen, der unser beiden Boote getrennt schleusen wollte. So mussten wir nach unserer Schleusung auf die anderen warten. Es gab nur eine Komplikation … wir standen im Halteverbot. Und schon nach gerade mal fünf Minuten wurden wir gebeten, wieder abzulegen. Als wir dem Eigentümer des Stegs unser Problem schilderten, zeigte er viel Verständnis und so konnten wir seelenruhig auf unsere zweite Crew warten. Wir mussten gar nicht hinter uns schauen, sondern konnten schon hören, dass die anderen von hinten angeschippet kamen. Sie waren nämlich aufgeregt, weil sie Probleme beim Schleusen hatten. Erwischt hatten sie das Boot ohne Bugstrahlruder, was ihnen das Steuern in und aus den Schleusen erschwerte.

Nach diesem Schreck kam allerdings auch schon der zweite. Wir ließen unsere Kameraden kurz an uns vorbei fahren und dann sahen wir den Kanufahrer, auf den die anderen direkt – aber ungewollt – zusteuerten. Keine Angst, er lebt noch und fand es zudem äußerst amüsant, uns bei unseren ersten Gehversuchen auf dem Wasser zuzusehen. Trotzdem hatten wir alle Angst, ihn womöglich zu überfahren. Wir fuhren also weiter, zum Glück ohne Enten oder Kanufahrer auf dem Gewissen zu haben und tranken unsere Traubenschorle, die Jungs ihre Cola und die Energydrinks und reizten die Lautstärkekapazität unserer Febomobillautsprecher voll aus. Wir liefen dauernd hin und her, von vorn nach hinten, um zu sehen, wo die anderen mit ihrem Boot abgeblieben waren. Es wurden alle möglichen neuen Tanzmoves ausgetauscht und ausprobiert, was sehr amüsant war.

Dann wurde uns allen kalt, vor allem den Mädchen. Und auch mit allen fünf Paar Socken, Handschuhen und Schal, war es immer noch kalt. Dann kamen wir allerdings auf die fabelhafte Idee, einfach die Heizung anzuschalten. So richtig warm wurde es jedoch nicht, weil die große Tür zu Vordeck offen bleiben sollte, damit die Steuerfrau nicht so alleine war. Also mussten wir so lange weiter frieren, bis wir dann endlich die ersten Sonnenstrahlen sahen. Und als hätte die Kälte nicht gereicht, musste es auf dem Wasser natürlich, und wie sollte es auch anders sein, stürmen – jedenfalls gefühlt.

Mit Eisblockfüßen passierten wir dann die dritte Schleuse. Wir, das erste Boot, schaffte es gut und gerade in die Schleusenkammer. Unser zweites Boot wollte anscheinend seitwärts einparken, schafften es dann aber doch nach etwas Tüfteln. Wir waren immer richtig verblüfft, wie gut sie es dann doch hinbekamen, das Boot in die richtige Position zu bewegen. Wir hatten es da mit unserem großen Febomobil und dem Bugstrahlruder etwas leichter. Um dann gute Fotos von der Schleuse machen zu können, kletterten wir über die Leiter aufs Dach des Febomobils und konnten so sogar den Wasserstand auf der anderen Seite sehen. Dann sprudelte wieder das Wasser in die Schleuse. Wie in einem Whirlpool brodelte das Wasser genau zwischen uns und dem Schleusentor. Das war ein Spektakel! Als der gewünschte Wasserstand erreicht war, gingen die beiden Seiten des Schleusentors auf und unsere Gruppe konnte ihren Törn fortsetzen.

Und wie sollte es anders sein … auch nach der dritten Schleuse passierte uns erneut ein Missgeschick: Diesmal jedoch uns. Kurz aufeinander folgend fuhren wir zuerst ans Ufer, direkt in einen riesigen Busch und gleich danach fast gegen eine Brücke. Die zwanzig Zentimeter Luft zwischen der steinernden Brücke und dem Febomobil retteten uns vor einer Kollision. Das war haarscharf … und wir schrien alle umher.

Mittlerweile bekamen alle Hunger und die Jungs, richtige Gentlemen, versorgten uns Mädchen mit Knoppers. Selber fielen sie über ihre Würstchen und die Schokoladenmilch her. Als wir dann endlich in Mirow angekommen waren, war das Essen zwar alle, aber wir hatten immer noch Hunger. Was sollten wir jetzt nur tun? Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder elend verhungern oder drei von uns an der Brücke rauslassen, um uns Essen beim Netto um die Ecke zu besorgen. Da keiner von uns auf hoher See an quälendem Hunger draufgehen wollte, blieb ja nur noch der Netto. Wir mussten glücklicherweise nicht hungern, denn die leckeren Kekse und Brötchen füllten unsere Seefahrermägen.

Jetzt mussten wir nur noch durch die Schleuse Mirow. Was alle natürlich super meisterten. Wir waren ja jetzt erfahrene Schleusenschiffer! Nach einer weiteren Stunde Kanalfahrt erreichten wir die Müritz. Wir hatten also nach der Schleuse noch gut drei Stunden Fahrt vor uns. Was macht man mit so viel Zeit? Eine Runde „Wer bin ich“ spielen, noch mehr Tanzmoves ausprobieren, etwas singen oder ein Mittagsschläfchen halten? Am besten alles. Und so gingen die letzten Stunden auch vorbei.

Und dann konnten wir es sehen, von Weitem, unser Ziel! Zu unserem Erstaunen würden wir sogar pünktlich anlegen. Jedoch kamen uns die letzten 20 Minuten wie eine Stunde vor. Wir begannen dann schon alles aufzuräumen, packten den Müll und die Pfandflaschen ein und wischten den Tisch ab. Als wir dann mal wieder mit dem Macarena in unseren Hafen einliefen, wurden wir bereits erwartet und freundlicherweise in unsere Parklücke gelotst. Auf die anderen mussten wir noch ein paar Minuten warten, da sie mit ihrem kleineren Boot nicht so schnell hinterher kamen. Endlich da, parkte dann auch der zweite Teil unserer Flottille und alle gingen von Bord.

Auf dem Steg unterhielten wir uns dann noch etwas miteinander, bis es dann hieß Abfahrt nach Hause. Wir verabschiedeten uns. Einige fuhren nach Hause und ein paar von uns gingen auch noch in die Pirates Bar, um etwas Leckeres zu trinken und die Zeit noch zu genießen.

Wir sind zusammen mit den Booten heil angekommen – auch, wenn wir alle gedacht hatten, wir müssten Schiffsbruch erleiden. Alles in allem war es eine gelungene Bootsüberführung.

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Pünktlich um 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz der Marina von Kuhnle Tours ins Niderviller.

Wir, das sind Gaby, Ralf, Sohn Jordan mit Freundin Nina.

Die Formalitäten erledigen wir sehr schnell und können dann unser Gepäck in die Kormoran 1140, Name Cezanne, laden.

Dann kommt die Einweisung. Alex erklärt uns den Steuerstand, den Herd, den Backofen, die Duschen, die Toiletten, den Landstromanschluss, Wassertank und die Heizung auf Deutsch.

Jetzt geht es auf Einweisungsfahrt, denn man benötigt keinen Bootsführerschein um in diesem Teil Frankreichs ein Boot zu fahren. Wir legen gemeinsam an- und ab, wenden das Hausboot und legen rückwärts neben den anderen Hausbooten an.

Da die Schleusen des Rhine Marne Kanals werktags um 19 Uhr schließen, richten wir uns im Hausboot ein und bleiben in dieser Nacht im Hafen von Niderviller.

Unsere geplante Route mit dem Hausboot.

Niderviller durch die zwei Tunnel von Arzviller und das Schiffshebewerk Arzviller nach Lutzelbourg. Weiter nach Saverne. Saverne zurück nach Niderviller. Niderviller nach Gondrexange. Weiter durch die große Schleuse Rechicourt nach Moussey. Von dort nach Houillon und zurück nach Niderviller.

Sonntag
Am nächsten Morgen heißt es „Leinen los“ und auf nach Lutzelbourg. Die erste Herausforderung für uns war der erste Tunnel von Arzviller. Länge knapp 500 Meter und nur in eine Richtung befahrbar.
Geschafft. Jetzt noch den zweiten Tunnel von Arzviller mit einer Länge von knapp 2500 Metern. Auch geschafft. 
Wieder ist Teamarbeit gefragt, denn rechts und links ist nur wenig Platz.
Vor dem Schiffshebewerk von Arzviller brauchen wir nicht zu warten und können zusammen mit einem Boot vor uns in das imposante Schiffshebewerk einfahren.

Hinter der Schleuse 21 können wir schon die Burgruine von Lutzelbourg erkennen.
Im dortigen Freizeithafen legen wir längsseits an.

Jordan und Nina nehmen die beiden Mountainbikes vom Hausboot und machen sich auf zur Burgruine.
Gaby und ich genießen die Sonne und nehmen zwischendurch zur Abkühlung eine Dusche, welche am Heck der Komoran angebracht ist.

Ein schöner, spannender und ereignisreicher erster Tag unseres Bootsurlaubes neigte sich bei einem gemeinsamen Essen an Deck dem Ende.

Montag Lutzelbourg nach Saverne

Kurz nach dem Ablegen fahren wir in die Schleuse 21, Lutzelbourg, ein. Die Schleusen haben keinen Schleusenwärter und Ihr müsst die Schleuse manuell betätigen. Einfach den blauen Hebel nach oben, fertig. Alles weitere geht automatisch.
Bis Saverne, knapp 10 km, durchfahren wir 10 Schleusen. Also nicht soviel Zeit zum entspannen.

Die letzte Schleuse (Ecluse 30-31) ist auch die Einfahrt in die Stadt Saverne. An der Schleuse stehen jede Menge Touristen und schauen den Booten in der Schleuse zu.

Gaby parkt unser Hausboot rückwärts und gekonnt im Hafen von Saverne ein. Wir haben einen tollen Blick auf das Schloss Rohan. Morgen ist der 14. Juli und Nationalfeiertag in Frankreich. Also heißt es für Jordan und mich, rauf auf die Fahrräder und noch fix im Supermarkt ein paar Getränke und Baguettes holen.

Bei leckerem französischem Weißwein und Eistee (für Jordan und Nina) bewundern wir das Feuerwerk, welches zum Anlass des Nationalfeiertages über dem Schloss Rohan zu sehen ist.

Morgen geht es für uns zurück nach Niderviller, aber nur zum Übernachten. Wir fahren dann in die andere Richtung.

Dienstag Saverne nach Niderviller
Unser heutiges Tagesziel ist die Marina von Kuhnle-Tours in Niderviller.

In Zahlen:
14 Schleusen
ein Schiffshebewerk
2 Tunnel
18 km Strecke

Vor dem Tunnel von Arzviller müssen wir noch etwas warten, bevor wir die Tunnel durchfahren können. Gaby steuert die Cezanne ruhig durch die engen Tunnel ohne anzuecken.

Das Übernachten in den Basen von Kuhnle Tours ist für Kuhnle Boote kostenlos. So auch in Niderviller.

Mittwoch
Da das Wetter heute, am 5. Tag unserer Hausboottour, sehr regnerisch ist, gehen wir den Tag ruhig an und fahren erst gegen 14 Uhr Richtung Nancy.

Nach knapp 3 Stunden Fahrzeit, endlich ohne Schleusen, haben wir uns für das Anlegen in freier Natur entschieden. Das ist in Frankreich am Rhine Marne Kanal überall möglich.

In Gondrexange am Anfang des Etang de Gondrexange haben wir angelegt. Dank der, in unserer Cezanne befindlichen, Erdnägel und einem Hammer reicht ein Betonpoller am Ufer für das festmachen aus.

Am Etang de Gondrexange befindet sich ein Campingplatz und Badeplatz. Dieser liegt nur wenige Gehminuten von unserm Liegeplatz entfernt und könnte, bei besserem Wetter, ein schönes Ziel sein. Im Etang darf man baden. Im Kanal nicht.

Ein weiterer Tag unseres Hausbooturlaubs geht zu Ende und wir besprechen bei Kerzenschein an Deck der Cezanne, wie es morgen weitergeht.

Donnerstag
Vielen Dank an den Bootführer, der uns durch seine Vollgasfahrt und den entstandenen Wellengang gegen 8 Uhr geweckt hat.

Nach dem Frühstück geht es trotz Nieselregen in Richtung Schleuse Rechicourt. Die größte Schleuse Frankreichs.

Endlich zeigt die Schleusenampel der Schleuse Rechicourt grün und wir können in diese beeindruckende Schleuse einfahren. Wir müssen bis fast an das Schleusentor fahren, da hinter uns noch zwei weitere Boote einfahren sollen.

In der Schleuse müssen alle Schwimmwesten tragen. Diese gehören natürlich zur Standardausstattung auf den Hausbooten von Kuhnle Tours.  Es geht abwärts. Mit einer rasenden Geschwindigkeit strömt das Wasser aus der Schleuse und es wird dunkler.

Der Poller am Heck senkt sich mit dem Schleusenwasser ab und am Bug gleitet das Seil an dem dortigen Poller abwärts. Das Schleusentor und der Schlagbaum öffnen sich und wir verlassen die Schleuse.

Wir fahren noch eine Weile in Richtung Nancy und passieren zwei kleine Schleusen an denen wir die Fernbedienung nutzen. Die Fernbedienung bekommt man vom Schleusenwärter in Rechicourt.

In der Nähe von Moussey legen wir an und machen eine ausgiebige Pause.  Gaby wendet das Hausboot und es geht zurück durch die Schleuse Rechicourt, in Richtung Houillon

Rückwärts parke ich unser Hausboot, mit Unterstützung der Crew, im Hafen von Houllion ein. Das wars für heute. Nach dem Essen sitzen wir noch lange zusammen und spielen Karten. Denn einen Fernseher an Bord sucht man vergebens und wird auch nicht vermisst.

Freitag
Heute ist der vorletzte Tag unserer Hausboottour, den es geht zurück nach Niderviller

Endlich wieder an Deck frühstücken, denn es regnet nicht.
Wir verlassen Houillon und den Canal de la Sarre.
In der Nähe von Niderviller legen wir an und genießen ein paar Stunden in freier Natur die tolle Landschaft.

Die letzten Kilometer bis Niderviller sind auch die letzten Kilometer auf unserem Hausboot. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Cezanne.

Samstag und Abreisetag
Abgabe für das Hausboot ist um 8:30 Uhr. Wir haben aber die späte Abreise bis 11 Uhr dazugebucht. Auch die Endreinigung dazubuchen verringert den Stressfaktor bei der Abreise.
Gepäck ins Auto. Alex von Kuhnle Tours nimmt das Boot entgegen und kontrolliert, ob alles OK ist und nichts Wesentliches fehlt.

Fazit unseres Hausbooturlaubes in Frankreich
Mit so einer guten Einweisung, wie von Kuhnle Tours, lässt sich ein Hausboot (Boot) auch ohne Bootsführerschein sicher beherrschen.
Auf dem Hausboot gibt es genügend Platz und dass jede Kajüte ein eigenes Bad hat ist echt klasse.
Idealerweise hat man ein Hausboot mit 4 Personen im Griff, aber auch zu zweit ist die Fahrt auf den Kanälen in Frankreich zu schaffen.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal einen Hausbooturlaub in Frankreich machen.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter www.kreuzfahrt4punkt0.de

Gaby, Nina, Jordan und Ralf

Dortmund 30.07.2020

Törnbericht von A.Grüb

Törnbericht von A.Grüb

Wir haben zum Ersten mal die bellus gechartert.

Die Übergabe und Einweisungsfahrt war angenehm. Diesmal haben wir ein SUP als Ergänzung dabei. Eine Charterbescheinigung war bei 15PS Motorleistung nicht erforderlich.

Die erste Nacht lagen wir im Hafen vom Hafendorf Müritz mit Blick auf den Claassee. Dort waren eine Gruppe Reiher schön zu beobachten.

Am nächsten Tag sind wir früh bei herrlichem Wetter gestartet.  An der Schleuse Mirow war noch wenig los. Beim ersten Schleusen ist man meistens etwas aufgeregt.  Die Schleusung hat aber gut geklappt.  Im Zotzensee lagen wir zu Mittag vor Anker. Danach sind wir zur Diemitzer Schleuse gefahren. Da Nachts Böen gemeldet waren sind wir bis zur Wolfsbrucher Schleuse gefahren und haben abends an den Pollern festgemacht.

Dadurch konnten wir gleich morgens durch die Wolfsbrucher Schleuse fahren. Im Tietzowsee haben wir eine schöne Bucht zum Ankern gesucht. Mit dem SUP sind wir am Schilfgürtel entlang gepaddelt.

Nachmittags sind wir nach Rheinsberg weitergefahren. Am Stadthafen haben wir kurzzeitig angelegt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir das Schloss Rheinsberg von außen besichtigt. Der Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch eine Eisdiele besucht. Nach dem Ablegen sind wir mit dem Boot auf dem Schlosssee/Grienericksee gekreiselt  und sind anschliesend zum Gasthaus „ zum Achter“ gefahren. Dort kann man direkt am Gasthof anlegen und nach wenigen Schritten erreicht man den lauschigen Biergarten.  Zu meinem Geburtstag habe ich mir ein leckeres Zanderfilet gegönnt.

In der Nacht lagen wir im Tietzowsee vor Anker und haben den Tag an Bord mit einer Flasche Wein genossen.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem SUP um die kleine Insel gepaddelt. Dort haben verschiedene Vogelarten gebrütet. Am Nachmittag sind  wir in den Labussee gefahren und lagen an verschiedenen Stellen vor Anker. Dort waren wir Baden. Es ist einfach herrlich vom Boot ins Wasser zu springen.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Tag konnten wir Kraniche und Ringelnattern beobachten. Nach der Durchfahrt der Müritz-Havel-Wasser-Str. haben wir die kleine Müritz angesteuert.  An der Insel haben wir den Anker geworfen. Abends haben wir den schönen Sonnenuntergang beobachtet.

Morgens  nach dem ersten Bad in der kleinen Müritz bin ich mit dem SUP nach Rechlin gepaddelt.

Tagsüber konnte man die Seeadler und Fischadler beobachten.

Abends gings dann zurück in den Claassee. Nach erfolgreichem Anlegemanöver haben wir auch dort den Sonnenuntergang im Hafendorf erlebt.

Dann ging es ans Packen für die Bootsübergabe.

Es war insgesamt eine sehr schöne Bootsreise. Die bellus läßt sich sehr einfach steuern und macht viel Spaß. Die Abläufe waren in der CORONA Krise gut gemanagt.

Wir planen bereits unsere nächste Bootsreise mit Kuhnle-TOURS.

Wichtige nautische Begriffe

Wichtige nautische Begriffe

Nautische Begriffe sind spezielle seemännische Fachausdrücke und werden häufig an Bord von see- und binnen-gängigen Schiffen verwendet. Wir haben hier die wichtigsten für Sie zusammengefasst, damit Sie schon vor Ihren Urlaub ein bisschen lernen können:

Bug: vorderer Teil des Schiffes

Heck: hinterer Teil des Schiffes

Backbord: in Fahrtrichtung links

Steuerbord: in Fahrtrichtung rechts

Voraus: Richtungsangabe: vor dem Bug

Achteraus: Richtungsangabe: hinter dem Heck

Koje: kastenartiges, eingebautes Bett auf Schiffen

Kajüte: Wohnraum des Kommandanten

Knoten: Geschwindigkeitseinheit

Seemeile: Längeneinheit

Bugstrahlruder: damit lässt sich das Boot seitlich bewegen

Kurs: Fahrtrichtung

Marina: Hafen

Pier: Wand/Mauer in einem Hafen zum Anlegen von Schiffen

Reling: Geländer um die freiliegenden Decks

Anker: Gerät zur vorübergehenden oder dauernden Befestigung eines Bootes, Schiffes am Grund

Charterschein: vorrübergehender Bootsführerschein

Chartern: mieten eines Schiffes

Querab: seitlich des Schiffes

Fender: gepolsterter Puffer, schützt den Schiffsrumpf am Liegeplatz

Seemannsknoten – Eine Anleitung

Seemannsknoten – Eine Anleitung

Der Knoten ist eine der ältesten Erfindungen der Menschheit und wurde bereits 50.000 Jahre vor Christus in der Steinzeit für Werkzeuge und Waffen verwendet. Damals dienten die Knoten den Jägern und Sammlern und später auch den Fischern dazu, Schlingen und Netze zu knüpfen, ermöglichte aber auch die Herstellung von Äxten, Bögen, und das Errichten von Pfahlbauten. Für das Knüpfen von Knoten benutzten sie verschiedene Materialien wie zum Beispiel Därme, Sehnen und Seile. Bereits vor 10.000 Jahren fand man in Dänemark einen Angelhaken, der mithilfe eines Webleinstegs an einer Angel befestigt war.                     

Heute finden Knoten nicht nur in der Schifffahrt Verwendung, sondern sind auch aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. In der Medizin wird heutzutage immer noch der Kreuzknoten zum Verschließen von Bandagen verwendet und bis vor ein paar Jahrzehnten auch zum Verschluss von Wunden. Für Kletterbegeisterte sind Knoten lebenswichtig, denn nur mit ihrer Hilfe kann ausreichend Sicherheit beim Erklimmen einer hohen Felswand gewährleistet werden.

Des Weiteren ist Knotentechnik essentiell für Angler, die nur so ihren Haken mit der Leine und mit der Angel verknüpfen können, um einen Fisch an Land ziehen zu können. Auch die Feuerwehr benötigt verschiedene Knotenarten für das sichere Bergen und Absichern von Personen. Jeder Mensch wird so gut wie jeden Tag mit dem Knüpfen von Knoten konfrontiert und sei es nur zum Binden der Schleife seiner Schuhe.

In der Schifffahrt finden die Seemannsknoten auf Schiffen und im Hafen Verwendung. Vor allem auf einem Segelboot benötigt man eine Vielzahl von verschiedenen Knoten, um diverse Leinen zu befestigen, zu verbinden oder zu sichern. Seemannsknoten zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus:

  • Einfachheit: Knoten müssen einfach und schnell zu stecken sein
  • Haltbarkeit: Seemannsknoten müssen immer zuverlässig halten, vor allem bei Nässe
  • Leicht zu lösen: Auch wenn die Leine unter hohem Zug steht muss der Knoten ohne Problem zu lösen sein

Achtknoten

Verhindert das Rausrutschen von Enden zum Beispiel der Schot beim Segeln oder das Ende vom Band in einer Hose.

Schritt 1
Zuerst wird ein Auge gelegt. Das kurze Ende liegt beim Kreuzen oben.
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  1. Zuerst wird ein Auge gelegt. Das kurze Ende liegt beim Kreuzen oben.
  2. Nun wird das kurze Ende unten um das lange Ende geführt.
  3. Jetzt steckt man es von oben durch das Auge.
  4. Festziehen!

Kreuzknoten

Verbindet zwei gleich starke Enden miteinander, wird an Land auch zur Zugentlastung bei Stromkabeln benutzt.

Schritt 1
Zuerst kreuzt man die beiden Enden, dabei sollte das linke Ende über dem rechten liegen.
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  1. Zuerst kreuzt man die beiden Enden, dabei sollte das linke Ende über dem rechten liegen.              
  2. Dann führt man das linke Ende unter dem Rechten durch.                 
  3. Dann müssen beide Enden wieder nach oben zeigen.
  4. Nun überkreuzt man erneut beide Enden, diesmal liegt das rechte Ende über dem Linken.                
  5. Das Rechte wird dann unter dem Linken durchgeführt.
  6.  Jetzt muss man nur noch an beiden Enden fest ziehen und fertig ist der Kreuzknoten!

Webleinstek

Der Webleinstek dient zum Festmachen von Fendern an der Reling. Kann auch zum Befestigen der Wäscheleine an einem Baum dienen.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
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  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Rechts vom langen Ende wird es nun vorgeholt und nach links kreuzend über das lange Ende gelegt.
  3. Das kurze Ende hängt wieder über die Stange und wird nun auf der linken Seite des langen Seilendes nach vorne geholt und auf dieser Seite unter sich selbst durchgesteckt.
  4. Einmal anziehen und fertig ist der Webleinstek!

Schotstek

Verbindet zwei ungleich dicke Enden miteinander, um eine Leine zu verlängern, zum Beispiel die Schleppleine, die Wäscheleine oder eine Schot am Segel.

Schritt 1
Zuerst legt man ein Auge mit dem dicken Ende.
« 1 von 6 »
  1. Zuerst legt man ein Auge mit dem dicken Ende.
  2. Nun wird das dünne Ende um das Auge vom dicken Seil gelegt.
  3. Das lange Ende, des dünnen Seils, sollte nun quer über dem Auge liegen.
  4. Mit dessen kurzem Ende überkreuzt man nun das lange Ende und steckt es zwischen sich selbst und dem Auge hindurch.
  5. Nun noch festziehen und fertig ist der Schotstek!

Palstek

Dient zum Bergen und Sichern von Personen und ist zum Festmachen des Bootes geeignet. Die hergestellte Schlaufe kann sich nicht zusammenziehen. Man kann den Palsteg zum Beispiel beim Anlegen über einen Pfahl legen und beim Ablegen problemlos wieder hochnehmen.

Schritt 1
Zuerst legt man ein kleines Auge, bei dem das kürzere Ende oben kreuzt.
« 1 von 6 »
  1. Zuerst legt man ein kleines Auge, bei dem das kürzere Ende oben kreuzt.
  2. Das kurze Arbeitsende steckt man dann von unten durch das Auge durch.
  3. Das kurze Ende wird dann einmal hinter dem Langen durchgeführt.
  4. Schließlich steckt man es wieder von oben in das Auge rein.
  5. An den Schlaufenenden festziehen!  Fertig ist der Palstek!

Stopperstek

Dient dazu, seine eigene Leine an einer Schlepptrosse zu befestigen.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
« 1 von 8 »
  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Als nächstes wird das kurze Ende nach vorn geholt und mit dem langen Ende überkreuzt.
  3. Dann wird es nach hinten über die Stange gelegt.
  4. Das kurze Ende wird nun erneut von recht, neben dem Langen, nach vorn geholt.
  5.  Noch einmal legt man es gekreuzt über die Stange nach hinten.
  6. Die letzte Umwicklung leicht anheben.
  7. Das kurze Ende wird nun unter der letzten Umwicklung durchgeführt.
  8. An beiden Enden ziehen und fertig ist der Stoppersteg.

Rundtörn mit zwei halben Schlägen

Wird ähnlich wie der Palstek verwendet.

Schritt 1
Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
« 1 von 8 »
  1. Zu Beginn legt man das kurze Arbeitsende über die Stange, sodass es hinten ist.
  2. Das kurze Ende wird dann erneut um die Stange rum gelegt.
  3. Nun führt man das Ende vorne herum um das lange Ende herum.
  4. Jetzt steckt man es darunter und über sich selbst durch.
  5. Alles gut festziehen.
  6. Das kurze Ende wird nun erneut über das Lange gelegt.
  7. Es wird darunter und über sich selbst durchgesteckt.
  8. Fertig ist der Rundtörn mit zwei halben Schlägen!

Jetzt sind Sie perfekt vorbereitet auf Ihren nächsten Hausbooturlaub.

Jungferntörn mit 69 auf dem Kuhnle-Hausboot in Lothringen

Von Monika und Peter auf einer Kormoran 940

Die Einladung kam so kurzfristig, dass es weder Nachdenken noch Skrupel noch Zweifel an den eigenen nicht vorhandenen Fähigkeiten gab, nur eine spontane Zusage mit viel Optimismus. So kam ich mit Skepsis, Neugier und Lust auf Neues mit meinem Skipper zum ersten Mal auf ein Hausboot mit dem Namen „Chagall“.

Bootsurlaub auf Rädern

Bootsurlaub auf Rädern

von Adina und Timo Hermann

Familie auf Herbsttörn in Frankreich

Familie auf Herbsttörn in Frankreich

Abenteuerurlaub mit dem Hausboot

Schleusen, Pokern, Würfelspiele – mit reichlich Lust auf Abenteuer und einer professionellen Glücksspiel-Ausrüstung düst Familie Groh in die Herbstferien nach Frankreich.

1000 mal passiert – und dran vorbeigefahren Oder: Wer war schon mal in den Wentow-Gewässern?

1000 mal passiert – und dran vorbeigefahren Oder: Wer war schon mal in den Wentow-Gewässern?

OHW-km 24.9: Abzweig der Wentow-Gewässer

20 Jahre schippere ich nun schon zwischen Elbe und Oder umher. Mein Mann noch länger. Immer noch gibt es Ecken, in denen wir noch nie gewesen sind. War da überhaupt schon mal ein Hausbooot? Ein Boot? Folgen Sie uns zu den Wentow-Gewässern!

Im Winter durch Berlin

Im Winter durch Berlin

O5. Februar 2OI8 (Tag1)

I2:45 Uhr

Wir verlassen die Mecklenburgische Seenplatte und freuen uns auf BERLIN. Das Wetter wird traumhaft: Sonne, Sonne, Sonne und schön knacke kalt.