Arbeiten während der Corona Krise

Arbeiten während der Corona Krise

aus Sicht unseres Azubis Lars:

Nahezu die gesamte Arbeitswelt stand durch den Corona-Virus still. In einigen Bereichen passierte gar nichts mehr, in wenigen wurde der Betrieb fortgesetzt, die meisten jedoch mussten mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Anfangs machte man sich noch über das Tragen eines Mundschutzes und das Einhalten des Mindestabstandes lustig, was sich jedoch später als Fehler erweisen sollte. Es gab Reisewarnungen, es entstanden Risikogebiete, in die man nicht mehr einreisen durfte oder man musste sich in Quarantäne begeben, wenn man sich dennoch in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Im Verlauf dieser Krise musste der Betrieb eingedämmt werden, da man ja niemanden mehr beherbergen durfte. Daher musste man sich auch dafür entscheiden Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, weil es keine Beschäftigung für diese gab. Schuld daran war das Reiseverbot, das zuvor noch als Reisewarnung bekannt war, da man, wenn man trotzdem jemanden beherbergte oder sich ohne Erlaubnis in ein Risikogebiet begab, auch mit Strafen geahndet wurde. Auch wir machten keine Ausnahmen, vor allem Mitarbeiter mit Kindern waren betroffen, da diese keine Unterbringungsmöglichkeit für Ihre Kinder hatten. Eine weitere Folge durch die konstante Ausbreitung des Virus waren die Stornierungen, die eine nach der nächsten reinkamen und natürlich auch bearbeitet werden mussten.

Trotz der Rückschläge durch den Virus haben wir nicht aufgegeben. Es wurden Konzepte entwickelt woraus später Maßnahmen entstanden. Durch diese auferlegten Richtlinien durfte man auch wieder Urlaub machen, was für uns bedeutete, dass der Betrieb wieder hochgefahren wurde. Innerhalb kürzester Zeit mussten alle Boote ausgewintert werden und das Gelände für die Saison bereit gemacht werden. Dazu wurden alle Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt und sogar die Mitarbeiter aus der Werft kamen und unterstützten uns um schnell genug alles fertig zu bekommen.

Als es dann soweit war und die Vercharterung wieder startete, mussten einige Hygieneregeln beachtet werden. Dazu gehörten das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, das Einhalten der Abstandsregelung auf dem Gelände und den Sanitärbereichen und die Desinfektion der Boote. Weiterhin stand ein Mitarbeiter vor der Steganlage um darauf zu achten, dass alle Gäste sich auch vorschriftsmäßig verhalten und passte auf, dass sich nicht mehr Gäste auf dem Steg bewegten als zugelassen waren. Auch der Trend des Mundschutzes wurde ausgenutzt, da wir personalisierte Schlauchschals bekamen um nicht schutzlos vor die Kunden zu treten, welche auch bei den Gästen gut ankamen und somit als Souvenirs vertrieben wurden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt war, dass sich viele Gäste schon vor Beginn der Einweisung einige Informationen von dem „Schrankenwart“ besorgen konnten.

Unser Schlauchschal für Mitarbeiter und als Souvenir für Gäste.

Auch bei der Schule wurden Abstriche gemacht, da kein Präsenzunterricht mehr stattfand, musste der Unterrichtsstoff teilweise selbstständig erarbeitet werden. Auch Rückfragen an Lehrer geschahen nur durch Chats in „Homeschooling“-Apps, was für den einen oder anderen Schüler zum Problem wurde, da diesen die Motivation fehlte etwas für die Schule zu machen.

Die Freude war groß, dass man Ende Frühling auch wieder vermieten durfte, das Personal aus der Kurzarbeit holen konnte und der Betrieb im Allgemeinen wieder aufgenommen wurde

Alles in allem konnte man dadurch viele neue Sachen lernen, die man nur in Krisenfällen durchläuft. Der Lernerfolg hat nicht geschadet, solange man sich auch selbst ein wenig eingesetzt hat.

aus Sicht unserer Azubine Lara:

Abgeschottet von der Familie, von Freunden und Bekannten. Mit Mundschutz durch die Straßen rennen und nicht wissen, wann sich dieser Zustand des alltäglichen Lebens wieder an die Normalität anpasst?  Wer kennt es nicht…

Ich habe herausgefunden wie man der Sorge um den Virus, den Wind aus den Segeln nimmt. Denn wenn es die Reise ins Ausland nicht mehr gibt, hat KUHNLE-TOURS die Hausboot-Touristik definitiv an die Spitze gebracht dieses Jahr.

So viele Kunden auf einmal, damit hat hier glaube ich niemand gerechnet. Es hat mich doch zum Teil sehr überrascht, wie viel Betrieb hier ist und das trotz Abstandsregelungen und Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände.

Urlaub und Leben auf den Hausbooten bietet eine neue Art des Reisens, egal ob allein oder mit der ganzen Familie. Niemand kommt dabei wirklich zu kurz und jeder ist auch während des ganzen Stresses allzeit willkommen.

Durch Kanäle und Seen zu fahren ist hier gar kein Problem und eine entspannte Abwechslung neben der ganzen Corona-Situation. Und diese ganzen Möglichkeiten während einer Krise, die nicht nur Wirtschaft, sondern auch Zusammenleben und Gesundheit gefährdet, ist schon eine enorme Leistung. Es ist außerdem eine tolle persönliche Erfahrung dabei sein zu können, um mit heiklen Situationen umzugehen und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Hausboottour mit Kuhnle-Tours

Hausboottour mit Kuhnle-Tours

Logbuchtagebuch vom 5.10.-9.10.2020 mit dem Hausboot Ingrid von Familie Albrecht

05.10.2020
-Ankunft Marina Röblinsee
-Bezug des Hausbootes „Ingrid“
-Praktische Einweisung Charterschein inkl. Probefahrt mit Ingrid
-Theoretische Einweisung Charterschein
-entspannter Abend in der Marina (Schleuse Steinhavel schließt um 17:45 Uhr)

06.10.2020
-frühes Wecken (07:00 Uhr)
-Frühstück
-Aufbruch um 08:30 Uhr (Schleuse Steinhavel öffnet um 09:00 Uhr)
-erste Schleusendurchfahrt geschafft !!!!!
-erster Zwischenstopp und Badeversuch der Kinder im Menowsee
abgebrochen !!! (13,8 °C doch zu kalt)
-Weiterfahrt über den Ziernsee, Ellenbogensee, Priepert, Großer Priepertsee
und den Finowsee bis zum Fischer an der Hausbrücke Ahrensberg

-kleine Pause beim Fischer inkl. leckerem Essen (geräucherter Seelachs mit hausgemachtem Kartoffelsalat)
-Weiterfahrt über den Drewensee, Schleuse Wesenberg (kein Problem mehr), Woblitzsee bis hin zum Großen Labussee
-erste Nacht frei Ankern im Großen Labussee

07.10.2020
-Frühstück mitten auf dem See (Großer Labussee)
-gemütlicher Aufbruch zurück Richtung Fürstenberg
-erneuter Stopp beim Fischer in Ahrensberg (wieder sehr lecker gegessen)
-Regenbogen beim Fischer bewundert
-sehr tollen Ankerplatz im Finowsee gefunden
-tolles Angeln auf Rotfedern
-schönen Abend mit angeln und Spielen
-ruhige zweite Nacht beim Freiankern

08.10.2020
-ausgeschlafen!!!!!
-Frühstück erst um 10 Uhr
-Aufbruch nach Fürstenberg zur Mittagszeit
-kurzer Angelstopp im Menowsee – leider nichts gefangen
-Durchfahrt Schleuse Steinhafel (Schleusenprofi: gar kein Problem mehr)
-leider erstmals schlechteres Wetter (ungemütliche letzte Minuten bis zur Marina Röblinsee)
-Anlegen an der Marina Röblinsee
-Boot aufräumen
-letzte Nacht bei prasselden Regen schlafen

Regen auf dem Röblinsee

09.10.2020
-07:00 Uhr wecken
-schnell frühstücken
-Reste aufräumen
-Boot ausräumen
-09:00 Uhr Boot übergeben

Fazit:

Ein sehr gelungener Herbsturlaub (leider zu kurz) und äußerst nette Angestellte in der Marina Röblinsee (Fürstenberg). Unglaublich schöne Gegend, wir kannten ca. die Hälfte unserer Tour schon aus dem Vorjahr, aber es ist immer wieder wunderschön.
Ein solcher Hausbooturlaub ist nach unserem Empfinden absolut empfehlenswert. In unserem Fall laufen schon die Planungen für den nächsten Ausflug/Urlaub, dann sicherlich etwas länger und wahrscheinlich mal im Sommer um den Vergleich zwischen Sommer und Herbst zu ermöglichen (und zu baden).

Von der Müritz bis Fürstenberg und zurück

Von der Müritz bis Fürstenberg und zurück

von Klaus-Dieter Warnke

Eigentlich war die Tour für Mai geplant, aber wegen CORONA mussten wir sie auf September verschieben „Klaus, Maxi und Raphael“. Es war unsere vierte Tour mit einem Hausboot. Immer mit einem Kormoran, doch dieses Mal hatten wir eine Aquino 1190 gechartert und wir waren begeistert. Die Einweisung ging bei strömenden Regen am Samstag ganz locker über die Bühne. Erich Hammerer erklärte alles was neu war gegenüber des Kormoran 1150 inklusive einer Proberunde mit der Joystick-Steuerung.

Am Sonntag ging es im Hafendorf Müritz los Richtung Mirower Schleuse zur Schlossinsel Mirow. Da es geregnet hat, wollten wir dort bleiben. Abends ging es in den Schlosskeller zum Essen und wir haben den wunderbaren Fischteller mit der Haus-Bier-Sorte genossen.

Am nächsten Tag ging es bei schönem Wetter weiter Richtung Schleuse Diemitz über den Zotzensee, Mösser See, Vilzsee und den Peetschsee zur Schleuse. Bisher gab es auch keine großen Wartezeiten. 

Von der Schleuse Diemitz über den Labussee zur Schleuse Canow, die Einfahrt rechts vor dem Müritzfischer hatten wir dann doch eine dreiviertel Stunde Wartezeit. Mein Staff Kapitän und der Bootsmann machten dann bei sonnigem Wetter von der Brücke super Fotos.

Jetzt ging es  über den kleinen und großen Pälitzsee zur Schleuse Strasen und von da zum Yachthafen Priepert, wo wir übernachten wollten. Angekommen nahmen wir den Steg direkt am See neben der Einfahrt zum großen Priepertsee und hatten einen herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang. Der Hafenmeister war ein netter Typ und das Restaurant war Durchschnitt, aber ganz ordentlich. Strom und Duschkosten wurde alles über eine Karte abgerechnet, die man vorher aufgeladen hat und am Ende das Restguthaben wieder ausgezahlt bekam. Alles in allen eine gemütliche Marina.

Am nächsten Morgen ging es bei strahlendem Sonnenschein weiter über den Ellenbogensee,  Ziersee,  Menowsee zur Schleuse Steinhavel. Ein sehr netter älterer Herr der Schleusenwärter, auch hier ging es zügig durch. Über den Röblinsee ging es zur Schleuse Fürstenberg, die erste Selbstbedienungschleuse für uns. Hier mussten wir warten und waren erstaunt, dass uns sechs Boote entgegen kamen. Die Schleuse war nicht lang aber breit: Es konnten zwei Boote neben einander liegen.

Durch die Schleuse in den Baalensee und eine enge Brückendurchfahrt ging es in den Schwedtsee. Wir haben uns links für den Stadtanleger entschieden. Ein wunderschöner Ausblick auf den Park und den Segelhafen. Von hier waren es nur wenige Minuten in die Stadt um Proviant zu bunkern. Im Seglerheim beim Italiener haben wir dann ein sehr gutes Rumpsteak gegessen und dann den Abend auf dem Oberdeck genossen.

Wir wollten am nächsten Morgen rechtzeitig den Rückweg antreten, aber leider hat der Nebel uns noch nicht gelassen. Nach guten eineinhalb Stunden war dann ruck zuck die Sonne durch und bei der Schleuse hatten wir auch gleich freie Einfahrt.

In der Schleuse Steinhavel waren wir das erste Boot und haben bei dem Aufwärtsschleusen erst mal gemerkt wie unruhig das Boot doch wird. Wir waren doch recht früh wieder Priepert und haben das schöne Wetter genossen. Leider hatte das Restaurant am Mittwoch Ruhetag. Doch der Staff Kapitän hatte die Idee: Lieferando. Und in einer dreiviertel Stunde hatte jeder sein Lieblingsgericht. Maxi der Staff war so mutig und sprang auf ein erfrischendes Bad vom Boot und es gab wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Nächsten Morgen: Besuch der Azubis der Firma Kuhnle, die zwei Hausboote zurück überführen sollten und so schon mal Gefühl für Hausbootfahren erleben konnten. Nach dem Morgennebel ging es dann zur Schleuse Strasen und Canow bis zur Schleuse Diemitz wieder ohne Wartezeit.

Wir haben wieder die Schlossinsel mit dem Hafen von Rick und Rick angefahren und wurden gleich vom Hafenmeister begrüßt und eingewiesen. Ein super Service, alles sehr netten Leute dort. Abendessen gab es wieder im gemütlichen Schlosskeller. Diesmal eine Steakplatte mit fünf verschiedenen Fleischsorten und wieder ein gelungener Abend.
Am Freitag, bei bedecktem Himmel, ging es dann wieder Richtung Müritz durch die letzte Schleuse Mirow mit dem größten Höhenunterschied auf unserer Tour von bis zu 3,50 m.

Auch dieses Manöver hat hervorragend geklappt. Nun ging es über den Mirower Kanal zur kleinen Müritz bis Vipperow zum Müritzfischer, wo wir uns noch ein leckeres Aalbrötchen holten. Das genossen wir dann in unserem Heimathafen am frühen Nachmittag.

Achtung der Busch !!!

Achtung der Busch !!!

Während der Azubi-Einfachfahrt von Priepert zum Hafendorf Müritz wurden weder Tiere, Pflanzen noch Menschen verletzt oder wirklich gefährdet.

Wir bekamen die Nachricht im Laufe des Tages. „Alle Azubis überführen am 29. September 2020  zwei Hausboote von Priepert nach Rechlin (Hafendorf Müritz).“ Und sofort ging die Planung los. Wer fährt die riesigen Febomobile? Wie kommen wir denn überhaupt nach Priepert, denn Busse fahren hier bestimmt nicht? Wer kommt denn eigentlich alles mit? Und die wichtigste Frage der gesamten Woche: „Müssen wir auf den Booten übernachten?“

Aber nach der ersten Aufregung senkte sich die Stimmung auch wieder. Wir fanden raus, wie wir nach Priepert kommen sollten, denn zum Glück gab da der KUHNLE-TOURS-Fuhrpark noch einige Möglichkeiten her. Dann hieß es die nächste Frage zu beantworten. „Wie sieht es aus mit den Schleusen und wie viele sind es überhaupt?“ Insgesamt waren es vier. Schleuse Strasen, Canow, Diemitz und zu guter letzt die Schleuse Mirow. Gott sei dank nur vier … Als aber angerufen wurde, um an den Schleusen die Wartezeiten zu erfragen, bekamen alle einen Schreck: Drei bis vier Stunden! (Spoiler: Am Ende ging es deutlich schneller), Aber mit dieser Information ging das aufgeregte Palaver zu dem Thema: „Wir müssen auf dem Boot schlafen“ bereits wieder los. Dann wurden nur noch ein paar letzte Fragen geklärt, die zum Beispiel das Essen betrafen.

Einer der Überführungskandidaten: das Febomobil 1180

Und dann standen wir am 29. September 2020 alle morgens um 8 Uhr , vor dem Marina-Shop und warteten auf unsere Mitfahrgelegenheit. Es war verdammt kalt. Die Mädels zitterten und hatten fast ihren gesamten Hausrat mitgebracht, was Decken, Socken und alle möglichen Dinge, die Mädchen halt so brauchen, angeht. Ein Wunder, dass nicht noch Spiegel und ein Föhn zum Stylen eingepackt wurden :). Die Jungs hingegen hatten mal wieder eher weniger an das kühle Wetter gedacht. Echte Männer frieren halt nicht. Außerdem hatten sie die Zeit genutzt, um sich mit dem Thema Essen zu beschäftigen, und brachten keine Socken, aber dafür Schokomilch und eine irre Menge an Knoppers, Würstchen und Energydrinks an Bord.

Als wir dann nach ungefähr einer halben Stunde Autofahrt endlich in Priepert angekommen waren, bekamen wir die Bootsschlüssel und machten es uns erstmal auf einem der Boote bequem, weil wir noch auf die andere Gruppe warten mussten. In der Zwischenzeit wurde dann schon der erste Proviant angebrochen, um den ach so niedlichen Schwan zu füttern, der uns wahrscheinlich am Liebsten in den Finger gebissen hätte aber doch sooo süß mit seinem Bürzel wackelte. Wir machten es uns richtig gemütlich auf den großen Sitzflächen, die unser Febomobil bietet, und stöberten durch den Törnatlas, um uns schon mal die vor uns liegende Strecke anzusehen. Zum Glück hatten wir die Jungs dabei, ohne die wir es höchstwahrscheinlich nicht bis nach Rechlin, sondern eher nach Timbuktu geschafft hätten.

Liegt Timbuktu am Wasser? Und wenn ja: Kann man da anlegen?

Als die andere Gruppe dann eintrudelte, genauso fröstelnd und müde wie wir, ging es auf die wilde Fahrt. Die Motoren wurden gestartet, die Leinen gelöst und auch schon erste Bilder gemacht. Wir schipperten also los, hörten Musik und die Stimmung stieg an. Sie bieb gut bis wir so nah an der Schleuse waren, dass wir die Breite der Schleuse sahen und die Menge an Booten, die vor uns noch durch die Schleuse mussten. Wir waren nämlich die Letzten, das heißt, alle die bereits an der Schleuse festgemacht hatten, beobachteten unser Anlegemanöver genau. Und standen höchstwahrscheinlich Todesängste aus, weil sie Angst hatten, wir würden ihre Ruderboote rammen. Zum Glück lief alles wie geschmiert mit Mindestabstand.

Auch die nächste Schleuse sollte an sich keine Probleme bereiten, wäre da nicht der Schleusenwärter gewesen, der unser beiden Boote getrennt schleusen wollte. So mussten wir nach unserer Schleusung auf die anderen warten. Es gab nur eine Komplikation … wir standen im Halteverbot. Und schon nach gerade mal fünf Minuten wurden wir gebeten, wieder abzulegen. Als wir dem Eigentümer des Stegs unser Problem schilderten, zeigte er viel Verständnis und so konnten wir seelenruhig auf unsere zweite Crew warten. Wir mussten gar nicht hinter uns schauen, sondern konnten schon hören, dass die anderen von hinten angeschippet kamen. Sie waren nämlich aufgeregt, weil sie Probleme beim Schleusen hatten. Erwischt hatten sie das Boot ohne Bugstrahlruder, was ihnen das Steuern in und aus den Schleusen erschwerte.

Nach diesem Schreck kam allerdings auch schon der zweite. Wir ließen unsere Kameraden kurz an uns vorbei fahren und dann sahen wir den Kanufahrer, auf den die anderen direkt – aber ungewollt – zusteuerten. Keine Angst, er lebt noch und fand es zudem äußerst amüsant, uns bei unseren ersten Gehversuchen auf dem Wasser zuzusehen. Trotzdem hatten wir alle Angst, ihn womöglich zu überfahren. Wir fuhren also weiter, zum Glück ohne Enten oder Kanufahrer auf dem Gewissen zu haben und tranken unsere Traubenschorle, die Jungs ihre Cola und die Energydrinks und reizten die Lautstärkekapazität unserer Febomobillautsprecher voll aus. Wir liefen dauernd hin und her, von vorn nach hinten, um zu sehen, wo die anderen mit ihrem Boot abgeblieben waren. Es wurden alle möglichen neuen Tanzmoves ausgetauscht und ausprobiert, was sehr amüsant war.

Dann wurde uns allen kalt, vor allem den Mädchen. Und auch mit allen fünf Paar Socken, Handschuhen und Schal, war es immer noch kalt. Dann kamen wir allerdings auf die fabelhafte Idee, einfach die Heizung anzuschalten. So richtig warm wurde es jedoch nicht, weil die große Tür zu Vordeck offen bleiben sollte, damit die Steuerfrau nicht so alleine war. Also mussten wir so lange weiter frieren, bis wir dann endlich die ersten Sonnenstrahlen sahen. Und als hätte die Kälte nicht gereicht, musste es auf dem Wasser natürlich, und wie sollte es auch anders sein, stürmen – jedenfalls gefühlt.

Mit Eisblockfüßen passierten wir dann die dritte Schleuse. Wir, das erste Boot, schaffte es gut und gerade in die Schleusenkammer. Unser zweites Boot wollte anscheinend seitwärts einparken, schafften es dann aber doch nach etwas Tüfteln. Wir waren immer richtig verblüfft, wie gut sie es dann doch hinbekamen, das Boot in die richtige Position zu bewegen. Wir hatten es da mit unserem großen Febomobil und dem Bugstrahlruder etwas leichter. Um dann gute Fotos von der Schleuse machen zu können, kletterten wir über die Leiter aufs Dach des Febomobils und konnten so sogar den Wasserstand auf der anderen Seite sehen. Dann sprudelte wieder das Wasser in die Schleuse. Wie in einem Whirlpool brodelte das Wasser genau zwischen uns und dem Schleusentor. Das war ein Spektakel! Als der gewünschte Wasserstand erreicht war, gingen die beiden Seiten des Schleusentors auf und unsere Gruppe konnte ihren Törn fortsetzen.

Und wie sollte es anders sein … auch nach der dritten Schleuse passierte uns erneut ein Missgeschick: Diesmal jedoch uns. Kurz aufeinander folgend fuhren wir zuerst ans Ufer, direkt in einen riesigen Busch und gleich danach fast gegen eine Brücke. Die zwanzig Zentimeter Luft zwischen der steinernden Brücke und dem Febomobil retteten uns vor einer Kollision. Das war haarscharf … und wir schrien alle umher.

Mittlerweile bekamen alle Hunger und die Jungs, richtige Gentlemen, versorgten uns Mädchen mit Knoppers. Selber fielen sie über ihre Würstchen und die Schokoladenmilch her. Als wir dann endlich in Mirow angekommen waren, war das Essen zwar alle, aber wir hatten immer noch Hunger. Was sollten wir jetzt nur tun? Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder elend verhungern oder drei von uns an der Brücke rauslassen, um uns Essen beim Netto um die Ecke zu besorgen. Da keiner von uns auf hoher See an quälendem Hunger draufgehen wollte, blieb ja nur noch der Netto. Wir mussten glücklicherweise nicht hungern, denn die leckeren Kekse und Brötchen füllten unsere Seefahrermägen.

Jetzt mussten wir nur noch durch die Schleuse Mirow. Was alle natürlich super meisterten. Wir waren ja jetzt erfahrene Schleusenschiffer! Nach einer weiteren Stunde Kanalfahrt erreichten wir die Müritz. Wir hatten also nach der Schleuse noch gut drei Stunden Fahrt vor uns. Was macht man mit so viel Zeit? Eine Runde „Wer bin ich“ spielen, noch mehr Tanzmoves ausprobieren, etwas singen oder ein Mittagsschläfchen halten? Am besten alles. Und so gingen die letzten Stunden auch vorbei.

Und dann konnten wir es sehen, von Weitem, unser Ziel! Zu unserem Erstaunen würden wir sogar pünktlich anlegen. Jedoch kamen uns die letzten 20 Minuten wie eine Stunde vor. Wir begannen dann schon alles aufzuräumen, packten den Müll und die Pfandflaschen ein und wischten den Tisch ab. Als wir dann mal wieder mit dem Macarena in unseren Hafen einliefen, wurden wir bereits erwartet und freundlicherweise in unsere Parklücke gelotst. Auf die anderen mussten wir noch ein paar Minuten warten, da sie mit ihrem kleineren Boot nicht so schnell hinterher kamen. Endlich da, parkte dann auch der zweite Teil unserer Flottille und alle gingen von Bord.

Auf dem Steg unterhielten wir uns dann noch etwas miteinander, bis es dann hieß Abfahrt nach Hause. Wir verabschiedeten uns. Einige fuhren nach Hause und ein paar von uns gingen auch noch in die Pirates Bar, um etwas Leckeres zu trinken und die Zeit noch zu genießen.

Wir sind zusammen mit den Booten heil angekommen – auch, wenn wir alle gedacht hatten, wir müssten Schiffsbruch erleiden. Alles in allem war es eine gelungene Bootsüberführung.

Auf dem Boot

Auf dem Boot

Törnbericht von Familie Meyer

Am frühen Morgen trittst du vor die Tür der Achterkabine, und sprachlos blickst du auf zwei Himmel und zwei Sonnen, die sich voneinander entfernen. Die Vögel haben bereits wieder Ruhe gegeben, und da auf den anderen Booten noch niemand aufgestanden ist, ist es völlig still.


Und ein bisschen später, es ist nicht mehr so still, aber dafür wärmt die Sonne schon sehr angenehm, steht ihr auf dem Deck mit dem ersten Kaffee, und du denkst an diesen Satz von Johnny Cash, auf die Frage nach seiner Vorstellung vom Paradies: this morning, with her, having coffee.


Und dann tuckert ihr gemütlich durch Flüsse und Kanäle, rechts und links alle Farben grün, bis zur ersten Schleuse, wo ihr die Wartezeit – ihr habt es ja überhaupt nicht eilig – für einen weiteren Kaffee nutzt. Und in der Schleuse klappt es schon ganz gut mit dem Anlegen und dem Nicht-Festmachen, boah, wir halten 12 Tonnen Schiff mit den bloßen Händen …


Und am Nachmittag beim Ankern in der kleinen Bucht ist es wieder ganz leise und friedlich, und während das Boot an der Kette schwoit, seht ihr den Kormoranen zu, wie sie ihre Flügel trocknen.


Und abends in der Marina – das Anlegen klappte nur so lala, aber morgen wird es bestimmt besser – macht ihr euch Spaghetti mit Tomatensoße, die nirgendwo besser schmecken als in der Abenddämmerung auf dem Achterdeck, auch wenn die Stuhlkissen schon etwas klamm werden und man sich eine Jacke überziehen muss.


Und wenn du dann später in der Koje liegst und einige kleine Wellen gegen den Rumpf plätschern hörst, fühlst du dich ein wenig wie ein echter Seemann, und während du auf die verschwommene Grenze zwischen Tag und Traum zutreibst, siehst du Käpt’n Jack Sparrow am Ruder auf jenen Kompass blicken, der stets dahin weist, wohin man sich wirklich, wirklich wünscht, und dann murmelst du noch: now bring me that horizon, und dann bist du auch schon eingeschlafen.

>> Hier gehts zum Video.

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Pünktlich um 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz der Marina von Kuhnle Tours ins Niderviller.

Wir, das sind Gaby, Ralf, Sohn Jordan mit Freundin Nina.

Die Formalitäten erledigen wir sehr schnell und können dann unser Gepäck in die Kormoran 1140, Name Cezanne, laden.

Dann kommt die Einweisung. Alex erklärt uns den Steuerstand, den Herd, den Backofen, die Duschen, die Toiletten, den Landstromanschluss, Wassertank und die Heizung auf Deutsch.

Jetzt geht es auf Einweisungsfahrt, denn man benötigt keinen Bootsführerschein um in diesem Teil Frankreichs ein Boot zu fahren. Wir legen gemeinsam an- und ab, wenden das Hausboot und legen rückwärts neben den anderen Hausbooten an.

Da die Schleusen des Rhine Marne Kanals werktags um 19 Uhr schließen, richten wir uns im Hausboot ein und bleiben in dieser Nacht im Hafen von Niderviller.

Unsere geplante Route mit dem Hausboot.

Niderviller durch die zwei Tunnel von Arzviller und das Schiffshebewerk Arzviller nach Lutzelbourg. Weiter nach Saverne. Saverne zurück nach Niderviller. Niderviller nach Gondrexange. Weiter durch die große Schleuse Rechicourt nach Moussey. Von dort nach Houillon und zurück nach Niderviller.

Sonntag
Am nächsten Morgen heißt es „Leinen los“ und auf nach Lutzelbourg. Die erste Herausforderung für uns war der erste Tunnel von Arzviller. Länge knapp 500 Meter und nur in eine Richtung befahrbar.
Geschafft. Jetzt noch den zweiten Tunnel von Arzviller mit einer Länge von knapp 2500 Metern. Auch geschafft. 
Wieder ist Teamarbeit gefragt, denn rechts und links ist nur wenig Platz.
Vor dem Schiffshebewerk von Arzviller brauchen wir nicht zu warten und können zusammen mit einem Boot vor uns in das imposante Schiffshebewerk einfahren.

Hinter der Schleuse 21 können wir schon die Burgruine von Lutzelbourg erkennen.
Im dortigen Freizeithafen legen wir längsseits an.

Jordan und Nina nehmen die beiden Mountainbikes vom Hausboot und machen sich auf zur Burgruine.
Gaby und ich genießen die Sonne und nehmen zwischendurch zur Abkühlung eine Dusche, welche am Heck der Komoran angebracht ist.

Ein schöner, spannender und ereignisreicher erster Tag unseres Bootsurlaubes neigte sich bei einem gemeinsamen Essen an Deck dem Ende.

Montag Lutzelbourg nach Saverne

Kurz nach dem Ablegen fahren wir in die Schleuse 21, Lutzelbourg, ein. Die Schleusen haben keinen Schleusenwärter und Ihr müsst die Schleuse manuell betätigen. Einfach den blauen Hebel nach oben, fertig. Alles weitere geht automatisch.
Bis Saverne, knapp 10 km, durchfahren wir 10 Schleusen. Also nicht soviel Zeit zum entspannen.

Die letzte Schleuse (Ecluse 30-31) ist auch die Einfahrt in die Stadt Saverne. An der Schleuse stehen jede Menge Touristen und schauen den Booten in der Schleuse zu.

Gaby parkt unser Hausboot rückwärts und gekonnt im Hafen von Saverne ein. Wir haben einen tollen Blick auf das Schloss Rohan. Morgen ist der 14. Juli und Nationalfeiertag in Frankreich. Also heißt es für Jordan und mich, rauf auf die Fahrräder und noch fix im Supermarkt ein paar Getränke und Baguettes holen.

Bei leckerem französischem Weißwein und Eistee (für Jordan und Nina) bewundern wir das Feuerwerk, welches zum Anlass des Nationalfeiertages über dem Schloss Rohan zu sehen ist.

Morgen geht es für uns zurück nach Niderviller, aber nur zum Übernachten. Wir fahren dann in die andere Richtung.

Dienstag Saverne nach Niderviller
Unser heutiges Tagesziel ist die Marina von Kuhnle-Tours in Niderviller.

In Zahlen:
14 Schleusen
ein Schiffshebewerk
2 Tunnel
18 km Strecke

Vor dem Tunnel von Arzviller müssen wir noch etwas warten, bevor wir die Tunnel durchfahren können. Gaby steuert die Cezanne ruhig durch die engen Tunnel ohne anzuecken.

Das Übernachten in den Basen von Kuhnle Tours ist für Kuhnle Boote kostenlos. So auch in Niderviller.

Mittwoch
Da das Wetter heute, am 5. Tag unserer Hausboottour, sehr regnerisch ist, gehen wir den Tag ruhig an und fahren erst gegen 14 Uhr Richtung Nancy.

Nach knapp 3 Stunden Fahrzeit, endlich ohne Schleusen, haben wir uns für das Anlegen in freier Natur entschieden. Das ist in Frankreich am Rhine Marne Kanal überall möglich.

In Gondrexange am Anfang des Etang de Gondrexange haben wir angelegt. Dank der, in unserer Cezanne befindlichen, Erdnägel und einem Hammer reicht ein Betonpoller am Ufer für das festmachen aus.

Am Etang de Gondrexange befindet sich ein Campingplatz und Badeplatz. Dieser liegt nur wenige Gehminuten von unserm Liegeplatz entfernt und könnte, bei besserem Wetter, ein schönes Ziel sein. Im Etang darf man baden. Im Kanal nicht.

Ein weiterer Tag unseres Hausbooturlaubs geht zu Ende und wir besprechen bei Kerzenschein an Deck der Cezanne, wie es morgen weitergeht.

Donnerstag
Vielen Dank an den Bootführer, der uns durch seine Vollgasfahrt und den entstandenen Wellengang gegen 8 Uhr geweckt hat.

Nach dem Frühstück geht es trotz Nieselregen in Richtung Schleuse Rechicourt. Die größte Schleuse Frankreichs.

Endlich zeigt die Schleusenampel der Schleuse Rechicourt grün und wir können in diese beeindruckende Schleuse einfahren. Wir müssen bis fast an das Schleusentor fahren, da hinter uns noch zwei weitere Boote einfahren sollen.

In der Schleuse müssen alle Schwimmwesten tragen. Diese gehören natürlich zur Standardausstattung auf den Hausbooten von Kuhnle Tours.  Es geht abwärts. Mit einer rasenden Geschwindigkeit strömt das Wasser aus der Schleuse und es wird dunkler.

Der Poller am Heck senkt sich mit dem Schleusenwasser ab und am Bug gleitet das Seil an dem dortigen Poller abwärts. Das Schleusentor und der Schlagbaum öffnen sich und wir verlassen die Schleuse.

Wir fahren noch eine Weile in Richtung Nancy und passieren zwei kleine Schleusen an denen wir die Fernbedienung nutzen. Die Fernbedienung bekommt man vom Schleusenwärter in Rechicourt.

In der Nähe von Moussey legen wir an und machen eine ausgiebige Pause.  Gaby wendet das Hausboot und es geht zurück durch die Schleuse Rechicourt, in Richtung Houillon

Rückwärts parke ich unser Hausboot, mit Unterstützung der Crew, im Hafen von Houllion ein. Das wars für heute. Nach dem Essen sitzen wir noch lange zusammen und spielen Karten. Denn einen Fernseher an Bord sucht man vergebens und wird auch nicht vermisst.

Freitag
Heute ist der vorletzte Tag unserer Hausboottour, den es geht zurück nach Niderviller

Endlich wieder an Deck frühstücken, denn es regnet nicht.
Wir verlassen Houillon und den Canal de la Sarre.
In der Nähe von Niderviller legen wir an und genießen ein paar Stunden in freier Natur die tolle Landschaft.

Die letzten Kilometer bis Niderviller sind auch die letzten Kilometer auf unserem Hausboot. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Cezanne.

Samstag und Abreisetag
Abgabe für das Hausboot ist um 8:30 Uhr. Wir haben aber die späte Abreise bis 11 Uhr dazugebucht. Auch die Endreinigung dazubuchen verringert den Stressfaktor bei der Abreise.
Gepäck ins Auto. Alex von Kuhnle Tours nimmt das Boot entgegen und kontrolliert, ob alles OK ist und nichts Wesentliches fehlt.

Fazit unseres Hausbooturlaubes in Frankreich
Mit so einer guten Einweisung, wie von Kuhnle Tours, lässt sich ein Hausboot (Boot) auch ohne Bootsführerschein sicher beherrschen.
Auf dem Hausboot gibt es genügend Platz und dass jede Kajüte ein eigenes Bad hat ist echt klasse.
Idealerweise hat man ein Hausboot mit 4 Personen im Griff, aber auch zu zweit ist die Fahrt auf den Kanälen in Frankreich zu schaffen.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal einen Hausbooturlaub in Frankreich machen.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter www.kreuzfahrt4punkt0.de

Gaby, Nina, Jordan und Ralf

Dortmund 30.07.2020

Törnbericht von A.Grüb

Törnbericht von A.Grüb

Wir haben zum Ersten mal die bellus gechartert.

Die Übergabe und Einweisungsfahrt war angenehm. Diesmal haben wir ein SUP als Ergänzung dabei. Eine Charterbescheinigung war bei 15PS Motorleistung nicht erforderlich.

Die erste Nacht lagen wir im Hafen vom Hafendorf Müritz mit Blick auf den Claassee. Dort waren eine Gruppe Reiher schön zu beobachten.

Am nächsten Tag sind wir früh bei herrlichem Wetter gestartet.  An der Schleuse Mirow war noch wenig los. Beim ersten Schleusen ist man meistens etwas aufgeregt.  Die Schleusung hat aber gut geklappt.  Im Zotzensee lagen wir zu Mittag vor Anker. Danach sind wir zur Diemitzer Schleuse gefahren. Da Nachts Böen gemeldet waren sind wir bis zur Wolfsbrucher Schleuse gefahren und haben abends an den Pollern festgemacht.

Dadurch konnten wir gleich morgens durch die Wolfsbrucher Schleuse fahren. Im Tietzowsee haben wir eine schöne Bucht zum Ankern gesucht. Mit dem SUP sind wir am Schilfgürtel entlang gepaddelt.

Nachmittags sind wir nach Rheinsberg weitergefahren. Am Stadthafen haben wir kurzzeitig angelegt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir das Schloss Rheinsberg von außen besichtigt. Der Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch eine Eisdiele besucht. Nach dem Ablegen sind wir mit dem Boot auf dem Schlosssee/Grienericksee gekreiselt  und sind anschliesend zum Gasthaus „ zum Achter“ gefahren. Dort kann man direkt am Gasthof anlegen und nach wenigen Schritten erreicht man den lauschigen Biergarten.  Zu meinem Geburtstag habe ich mir ein leckeres Zanderfilet gegönnt.

In der Nacht lagen wir im Tietzowsee vor Anker und haben den Tag an Bord mit einer Flasche Wein genossen.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem SUP um die kleine Insel gepaddelt. Dort haben verschiedene Vogelarten gebrütet. Am Nachmittag sind  wir in den Labussee gefahren und lagen an verschiedenen Stellen vor Anker. Dort waren wir Baden. Es ist einfach herrlich vom Boot ins Wasser zu springen.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Tag konnten wir Kraniche und Ringelnattern beobachten. Nach der Durchfahrt der Müritz-Havel-Wasser-Str. haben wir die kleine Müritz angesteuert.  An der Insel haben wir den Anker geworfen. Abends haben wir den schönen Sonnenuntergang beobachtet.

Morgens  nach dem ersten Bad in der kleinen Müritz bin ich mit dem SUP nach Rechlin gepaddelt.

Tagsüber konnte man die Seeadler und Fischadler beobachten.

Abends gings dann zurück in den Claassee. Nach erfolgreichem Anlegemanöver haben wir auch dort den Sonnenuntergang im Hafendorf erlebt.

Dann ging es ans Packen für die Bootsübergabe.

Es war insgesamt eine sehr schöne Bootsreise. Die bellus läßt sich sehr einfach steuern und macht viel Spaß. Die Abläufe waren in der CORONA Krise gut gemanagt.

Wir planen bereits unsere nächste Bootsreise mit Kuhnle-TOURS.

„Die Kleine Sauerkraut Tour“

Individueller Reisebericht von Monika Zahn und Uwe Prochnow über die „Kleine Sauerkrauttour“, die für uns eine ganz „Große“ wurde. Unsere Absicht war es nur: fahren… fahren… fahren, um Erfahrungen mit einer besonders schönen Urlaubsmöglichkeit „Hausboot zu zweit“ zu sammeln.