Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit – Fazit

Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit – Fazit

Im August 2018 habe ich meine Ausbildung bei KUHNLE-TOURS begonnen. Anfangs hielt ich das für eine schlechte Idee, da ich noch nie in der Tourismusbranche gearbeitet hatte. Aber mit der Zeit wurde das alles interessant für mich.

Mein Beruf heißt Kaufmann für Tourismus und Freizeit. Meine Arbeit ist sehr vielseitig. Zu den Hauptaufgaben gehören: Auswahl und Entwicklung der Törns, Arbeit mit ausländischen Gästen. Aber das Wichtigste in meinem Beruf ist die Kommunikation mit Kunden, nämlich: ihre Bedürfnisse zu verstehen, über die Vor- und Nachteile der Tour zu sprechen, die finanziellen Möglichkeiten des Kunden zu berücksichtigen und unabhängige Entscheidungen zu treffen. Außerdem muss man sich riesige Mengen an Informationen merken und eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten kombinieren.

Der Arbeitstag beginnt um 8 oder 9 Uhr morgens, kann aber auch um 5 oder 9 Uhr abends enden. Dies gilt insbesondere in der Sommerzeit, dies sind die geschäftigsten Monate.

Der Kundenstrom ist sehr groß, denn in diesen Monaten gibt es die meisten Ferien und Feiertage. Jeder Kunde hat andere Interessen und Anforderungen an die gewünschte Tour.

Unsere Firma kümmert sich um seine Mitarbeiter und Gäste, daher sind alle Arbeitsbedingungen und Dienstleistungen zu guten Konditionen. Sie bezahlt zum Beispiel den Sportbootführerschein Binnen.

Die meiste Arbeitszeit in unsere Firma wird mit Kundengesprächen verbracht. Das gefällt mir. Eine geschlossene und schweigsame Person kann kein einzelnes Boot verkaufen. Man muss fröhlich, aufmerksam, charmant und in der Lage sein, dem Kunden zuzuhören. Ich habe auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, Menschen aus anderen Ländern zu treffen und zu kommunizieren und so die Selbstentwicklung zu steigern.

In unserer Arbeit sind solche Qualitäten wie Gemeinschaft, Professionalität und die Fähigkeit, jede Situation schnell zu lösen, ohne den Arbeitsrhythmus zu verlieren,  sehr wichtig. Fremdsprachenkenntnisse sind unabdingbar.

Ich kann sagen, dass die Tourismusbranche eine der profitabelsten und vielversprechendsten ist. Ich habe die Möglichkeit, immer wieder neue Horizonte für mich zu entdecken und mein Wissen mit anderen zu teilen.

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Ende Dezember 2020 erhielt ich die Aufgabe mich um die Beschaffung eines Chatbot’s zu kümmern.
Von einem Mitarbeiter habe ich bereits etwas Vorarbeit erhalten, in Form von bereits bestehenden Kontakten zu Chatbot Anbietern, sowie einer groben Vorauswahl. Außerdem fand ich eine Liste mit gewünschten Anforderungen.

So machte ich mich also an die Aufgabe und las mich zunächst erstmal in das Thema ein, um mich erstmal vertrauter mit dem Begriff Chatbot zu machen.
Als ich dann mit dem dem Thema vertraut war, setzte ich mich auch schnell mit den verschiedenen Anbietern auseinander und sah mir einige Präsentationen der Anbieter an.

Mit den neuen Informationen, die ich natürlich auch in die Liste eingepflegt habe, fragte ich nun nach Testversionen, um alles einmal selbst zu testen und ein Gefühl für die Benutzeroberflächen zu bekommen. Ebenfalls wollte ich die Lernfähigkeit der KI (künstliche Intelligenz) der verschieden Anbieter anhand eigener Eingaben in die Datenbank testen.

Es war alles dabei von viel zu kompliziert und umständlich bis hin zu sehr simpel und übersichtlich.

Nachdem wir dann die ganzen Anbieter eingrenzen konnten und es für uns eine TOP 3 gab, legten wir los und erstellten zahlreiche FAQ’s, die dann in den Bot fließen sollen. Nun mussten wir uns nurnoch um die Schnittstelle zu unseren Buchungssystemen kümmern und bestimmen was der Kunde letztendlich alles zu seiner Buchung benötigte.

Nach diverser Testphasen und Meetings mit den Anbietern haben wir uns schließlich für einen Anbieter entschieden. Der Chatbot ist auch schon auf unseren Websites integriert. Wir hoffen so unsere Kunden noch besser betreuen zu können und Fragen schneller zu beantworten.

Da ich das Thema Chatbot vom ersten Moment an mitbetreut habe, eignet es sich auch prima als Thema für meine mündliche Abschlussprüfung im Sommer.

Vom Marinabüro in die Reservierung

Vom Marinabüro in die Reservierung

Von „Entschuldigung, wir hätten gerne noch einmal ein Set Bettwäsche.“ Zu „Guten Tag, ich hätte mal eine Frage zu folgender Buchungsnummer…“

Das nenne ich mal einen Unterschied. Von dem Marinabüro in die Reservierungsabteilung, das war eine Wendung von 180° Grad. Zuerst ist man live im Geschehen mittendrin und dann am nächsten Tag darf man hinter den Kulissen mitwirken.

Am Anfang wollte ich persönlich nicht in die Reservierung, da mir Bewegung in Kombination mit frischer Luft und persönlichem Kontakt zu den Kunden, sehr gefallen hat und auch sehr gut tat.

Ich war an Bord und gebe die Extras (z.B. Bettwäsche) heraus, die in der Reservierung hinterlegt sind. Von Check In/Out, Inventarkontrolle, Kranterminen und Gastliegeplätzen war alles dabei. Hinzu kam noch das Flyer verteilen und das Bestücken und Kontrollieren der Boote.

Langweilig war es definitiv nicht und jeden Tag eine neue Herausforderung. Am meisten hat es mich jedoch gefreut, die Kunden mit einem Lächeln ihren Urlaub antreten zu sehen.

Beim zweiten Hinsehen, war die Reservierung jedoch dann gar nicht so schlimm, wie ich zu Anfang gedacht habe. Action wo man nur hinsieht. Der Kundenkontakt kommt auch nicht zu kurz, da alle paar Minuten ein Telefon klingelt.

Egal ob Angebote schreiben, E-Mails beantworten, Buchungen annehmen oder am Telefon Auskunft geben. Es hat gar nichts mit Langeweile und Eintönigkeit zu tun.

Abwechslung und geistige Anstrengung…so würde ich die Reservierung beschreiben.

Ich persönlich mag beide Abteilungen sehr gerne. Müsste ich mich jedoch entscheiden, ist mir das Marinabüro doch lieber. Ich bin ein Naturmensch und liebe es draußen zu sein. Jedoch ist die geistige Anstrengung in der Reservierung auch ganz erfrischend.

Abgesehen davon tun die Füße am Ende des Tages nicht so weh, wenn man in der Reservierung sitzt. Jedoch ist die Beantwortung der Frage: „Was ist denn, wenn wir wegen Corona, nicht anreisen können?“ wirklich ein Graus.

Umbuchungen und Stornierungen, machen es hier wirklich niemandem besonders leicht. Und das ständige nach verschieben vom Start unserer Saison finden wir alle schade. Es muss endlich losgehen!

Wir machen das Beste draus und hoffen es geht endlich weiter.

Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Und wer wüsste das wohl besser, als unsere ehemaligen Azubis?! Und so habe ich einfach mal gefragt, wie denn nun die Ausbildung bei der Kuhnle Werft ist.

Ein oft verwendeter Ausdruck war „gut aufgehoben“. Das Wichtigste an einer Ausbildung ist die richtige Unterstützung. Viele unserer Werft-Azubis standen auch einmal am Anfang ihrer Ausbildung, ohne irgendeine Ahnung, was genau sie nun wirklich erwartet und ob sie es am Ende auch schaffen würden. Aber anscheinend hatten alle genau dasselbe Ziel: Am Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung zu bestehen und während der Ausbildungsjahre möglichst viel Wissen zu erfassen. Nach den Berichten der Azubis gelang dies fast kinderleicht. Denn mit der richtigen und  intensiven Unterstützung durch die Ausbilder und der Freude am Job gelang es ohne größere Probleme. Und ist es nicht viel wert zu wissen, dass man in seiner Firma und bei seinen Arbeitskollegen gut aufgehoben ist, auch wenn etwas mal nicht ganz so rund läuft?!

Eine weitere Frage, die mir während des Gespräches in den Sinn kam war, in wie fern die Azubis integriert werden und wie stark das Gefühl ist, dass sie wirklich dazu gehören und gebraucht werden. Denn auch das fördert das Gefühl in der Ausbildung unterstützt zu werden.

Die Antwort war deutlich: man könnte es abkürzen mit „ Lackieren, schweißen, schleifen, Schäden ausbessern“. Aber auf keinen Fall negativer Natur, alle waren sich einig, dass genau dieses Eingebunden sein viel mehr Erfahrungen liefert und auch das Selbstbewusstsein stärkt. Denn nur durch die Praxis kann man bestimmte Tätigkeiten perfektionieren. Da die Ausbildungsberufe, wie Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik und Industriemechaniker, viele unterschiedliche sowie interessante Aufgaben mit sich bringen, hat es an Praxis nicht gefehlt. Es wurde aber auch dazu erwähnt, dass trotz vieler verschiedener Aufgaben und der damit wachsenden Selbstständigkeit nie ein Azubi bei Fragen oder Problemen vernachlässigt wurde. Motto war: „Es ist die Aufgabe eines Azubis Fragen zu stellen“ und „ aus Fehlern lernt man“.

Weiter ging es im Gespräch natürlich auch um die Berufsschule und wie weit einige fahren mussten, um diese besuchen zu können. Auch trotz weiter Fahrtstrecken, wie bis nach Fürstenwalde schien auch die Berufsschulzeit glatt abgelaufen zu sein. Na klar gab es auch hin und wieder mal nicht so gute Ergebnisse, was jedoch keinen unserer ehemaligen Azubis vom Ziel abgehalten hat. Auch waren die Berufsschullehrer ebenso, wie die Ausbilder im Betrieb immer zur Stelle.

Allgemein wurde aus dem Gespräch ersichtlich, dass das Erreichen einer abgeschlossenen Berufsausbildung für unsere Azubis nicht all zu anstrengend war. Aufgrund der guten Vorbereitung im Betrieb und ebenso in der Berufsschule könnten die Prüfungen ohne größerer Probleme absolviert und bestanden werden. Unsere ehemaligen Auszubildenden gingen ebenfalls darauf ein, dass sowohl der Beruf als auch die Ausbildung sie ungemein interessierte, was die Abschlussprüfung entspannter gestaltete. Aber auch ein großes Lob ging an die Ausbilder und unser Unternehmen, was sie täglich und mit Freude unterstützten, ihnen alles beibrachten und einfach wie eine zweite Familie für sie da war.

Mehr Informationen zu den Ausbildungsberufen der Kuhnle Werft finden Sie hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/ausbildung/

Wieder einen groß gekriegt!

Wieder einen groß gekriegt!

Diesmal ist es ein echter Jung aus der Gegend, der ab heute das Team der Kuhnle-Werft verstärkt. Maximilian Enders kommt aus Lärz, lernte im Nachbardorf beim Müritz-Segelverein Rechlin Segeln und machte seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Kuhnle-Werft, wo er schnell die Ausbilder mit seinen praktischen Fähigkeiten überzeugte. So ganz wird ihm die Theorie jedoch nicht erspart bleiben: Als Facharbeiter wird er von der Werft jetzt zielgerichtet zu weiterführenden Schweiß-Lehrgängen geschickt, die auch wieder viel Theorie enthalten. Willkommen an Bord!

Interesse an einer Ausbildung zum Industriemechaniker geweckt? Weitere Informationen zur dieser Ausbildung finden Sie auf

https://www.kuhnle.jobs/angebote/ausbildung/ausbildung-industriemechaniker/.

Die Kuhnle-Group im Schnee

Die Kuhnle-Group im Schnee

„Es schneit!“ – der Betreff einer E-Mail, die ich vor ein paar Tagen von meiner Ausbilderin im Bereich Marketing bekommen habe. Und tatsächlich: dicke, weiße Schneeflocken fielen vom Himmel und veredelten die Landschaft. Auch in der Nacht zuvor hatte es schon geschneit – es war sogar kalt genug, dass der Schnee an unserem Hafen liegen blieb. Entsprechend lautete meine Aufgabenstellung natürlich: ab in das frostige Wetter und Fotos von unseren Booten machen!

Zu Beginn eine recht einfache Aufgabe, doch als es dann hieß, dass es sichtbar werden soll, dass es gerade schneit, war es doch nicht mehr so leicht. Ich kletterte auf unsere Kormoranboote – die den Winter über im Wasser liegen – baute einen Mini-Schneemann und hinterlies Spuren im Schnee, die aussahen, als wäre jemand ins Wasser gelaufen – genau am Ende der Stege hörten sie abrupt auf. Und tatsächlich hatte ich das eine oder andere mal Angst, dass mein Handy oder ich selbst ein eiskaltes Bad zu nehmen – zum Glück hatte ich keine Zuschauer. Nach diesem kleinen Schneeabenteuer, ging es schnell zurück ins Büro – oder besser gesagt in die Ferienwohnung. Coronabedingt wurden unsere Wohnungen spontan umfunktioniert in Büros. Vorteil für mich – ich konnte mir schnell einen heißen Kakao machen, während ich meiner Ausbilderin die Fotos sendete.

Natürlich ist diese Arbeit aber nicht unser täglich Brot. Sie als unsere Gäste kennen uns alle als „die Dame im Marinabüro“ oder „den Techniker, der Ihnen das Boot erklärt hat“. Doch das sind wir nur in der Saison – und die hört Ende Oktober auf. Eigentlich war geplant, dass auch im Winter unsere Kormoranboote von Ihnengebucht werden, doch die Covid-19-Situation hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was also machen wir Mitarbeiter alle, wenn die Saison vorbei ist?

Im Hafen arbeiten im Sommer Bürofachkräfte, Tourismuskaufleute, Techniker, Azubis, Rentner und Saisonarbeiter, um Ihren Urlaub so erholsam wie möglich zu gestalten. Die letzten beiden Gruppe fahren nach Saisonende wieder nach Hause oder suchen sich eine andere Arbeit. Doch die Erstgenannten bleiben hier – nur wird ihr Arbeitsplatz verlagert. Statt im Marina- oder Stegbüro zu sitzen, arbeiten die Büro- und Tourismusfachleute nun in unserem Firmengebäude. Auch die Azubis verteilen sich dort auf verschiedene Abteilungen. Die Techniker „verschwinden“ in unsere hauseigene Kuhnle-Werft. Wofür wir im Winter plötzlich fast doppelt so viele Mitarbeiter in Büro und Werft brauchen? Erklärung folgt:

Der Winter ist die Zeit der Häuslichkeit. Familien, Paare und Freunde sitzen zusammen, tauschen sich aus und dann ist das Thema da: Urlaub. Der Computer wird angeschmissen und es wird nach Locations für den nächsten Trip gesucht. Haben sich alle geeinigt, werden Anfragen an Hotels, Reisebüros und Unternehmen wie uns gestellt. Und somit geben Sie selbst uns die Arbeit in die Hand. Ihre Anfrage kommt in unserer Reservierungsabteilung an – doch nicht nur Ihre, sondern die aller Urlaubsliebhaber. Jetzt heißt es für uns, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten und Ihnen, auf Ihre Wünsche zugeschnittene, Angebote zu unterbreiten. Gleichzeitig muss das klingelnde Telefon abgedeckt werden und angenommene Angebote müssen in Buchungen umgewandelt werden. Im Winter stehen dafür normalerweise sechs Kräfte zur Verfügung – darunter auch die Azubis, die eine Ausbildung im Tourismusbereich machen.

Damit Sie uns eine Anfrage für eine Buchung schicken, müssen wir Ihnen jedoch erstmal aufgefallen sein. Genau daran wird im Marketing auf Hochtouren gearbeitet: Welche neuen Angebote können wir machen? Wie verbessern wir unseren Online- und Social-Media-Auftritt? Diesen Winter steht außerdem die Einführung eines Chatbot-Systems auf der To-Do-Liste.

Bevor Sie eine Reise bei uns Antreten, bekommen Sie Informationen zu unseren Gewässern und Booten zugesandt. Somit nutzen wir den Winter, um diese Informationen den Veränderungen anzupassen und Sie somit „Up to date“ zu halten, wenn Sie Ihren Urlaub starten.

Zu der Kuhnle-Group gehört auch unser Shop, welcher im Winter ebenso auf Hochtouren läuft. Denn hierüber laufen die Einkäufe und Bestellungen unserer Kuhnle-Werft. Hierbei wird sich auch erklären, warum ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe, dass die Techniker in der Wert „verschwinden“: in den Wintermonaten sind sowohl fast die vollständige Charterflotte als auch die Privatboot an Land – die perfekte Gelegenheit Aufbesserungen vorzunehmen, finden unser Chef und die Bootseigner. Somit wird in der Werft fleißig gemalert, verdichtet, aufgepolstert und repariert. Doch das ist noch lange nicht alles: pro Winter wird mindestens ein Boot komplett neu aufgebaut. Das momentane Winterprojekt lautet: Sauna-Hausboot. Eine besondere Herausforderung für die Werftangestellten und ein besonderer Luxus für Sie: Urlaub auf einem unserer Febomobile ohne auf die Sauna verzichten zu müssen! Klicken Sie sich doch mal rein: https://www.kuhnle-tours.de/hausboote/sauna-hausboot/ .

Wie Sie sehen, gibt es also auch neben der Saison bei der Kuhnle-Group viel zu erledigen. Bestehen bleibt jedoch immer die Freude auf die nächste Saison. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Vom November und weihnachtlicher Vorfreude

Vom November und weihnachtlicher Vorfreude

Es ist früh morgens, der letzte Dienstag des Novembers, seit einer halben Stunde wird es langsam heller. Vereinzelt hört man einige Krähen durch den sich langsam lichtenden Nebel rufen. Die graue Wolkendecke schafft ein kaltes und trostloses Licht. Wären meine Kollegen nicht schon zum Teil da oder würden sie nicht gerade neben mir auf den Parkplatz rollen, könnte sich das Gefühl einstellen, ich sei der einzige Mensch auf dem Planeten.


Es ist halt Ende November, da kann man eben nicht viel erwarten, aber immerhin sind die Temperaturen noch über dem Gefrierpunkt. Zumindest tagsüber. Kalt ist es jedoch trotzdem und der Steg ist von der letzten Nacht noch stellenweise vereist. Zum Glück gibt es auf den Booten Heizungen und die früh morgendliche Stille auf dem See hat schon fast etwas Magisches.


Am kommenden Sonntag ist der erste Advent und unter den versammelten Azubis macht sich bereits Weihnachtsstimmung breit. Mit Lichterketten und einem Weihnachtsbaum ausgestattet wollen wir die gemütliche, winterliche Ruhe einfangen und ihr einen Anstrich von weihnachtlicher Vorfreude verpassen. Später wollen wir noch eine der geräumigen und warmen Ferienwohnungen in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen, in denen man im Winter bei viel Komfort und Platz die Ruhe genießen kann.

Ausbildung um 1 Jahr verkürzen

Ausbildung um 1 Jahr verkürzen

Ich hab das GO!

Nun ist es endlich so weit. Auf meine Anfrage für eine Verkürzung meiner Ausbildung, kam eine Bestätigungsmail zurück. Ab jetzt heißt es lernen, lernen, lernen.

Aber zurück zum Anfang. Letztes Jahr begann mein erster Schulturnus in der Warener Berufsschule. Da ich 2017 bereits mein Abitur gemeistert habe, hatte ich ausreichend Vorkenntnisse und die jeweiligen Lernfelder fielen mir sehr leicht. Das erste Lehrjahr habe ich mit guten Noten abgeschlossen. Vor ein paar Monaten erhielt ich dann mein erstes Berufsschulzeugnis, welches dies nochmals bestätigte.

Meine Lehrer haben mich wiederholt gefragt, ob eine Verkürzung meiner Ausbildung in Frage kommen würde. Direkt an meinem nächsten Arbeitstag habe ich das Gespräch mit meiner Ausbilderin gesucht. Sie hielt diese Idee ebenfalls für sinnvoll und half mir dabei, einen Antrag auf Verkürzung an die IHK Neubrandenburg zu verfassen. Als dieser kurze Zeit später durch ein Bestätigungsschreiben genehmigt wurde, war ich plötzlich im 3. Ausbildungsjahr.

Jetzt stellte ich mir folgende Fragen: Werde ich es schaffen, mir ein ganzes Lehrjahr selbstständig beizubringen? Unter wie viel Druck werde ich stehen? Werde ich von meinem Ausbildungsbetrieb die nötige Unterstützung erhalten? Wo bekomme ich den fehlenden Lernstoff her?

Meinen ersten Schulturnus im dritten Lehrjahr habe ich bereits hinter mir. Der Einstieg fiel mir nicht wirklich schwer und ich konnte mich gut im Unterricht mit einbringen. Meine neuen Mitschüler waren sehr hilfsbereit und unterstützten mich dabei, indem sie versuchten mir aufkommende Fragen zu beantworten und mir ihre Schulmaterialien aus dem mir fehlenden Jahr zur Verfügung stellten. Nun heißt es, alles nachholen, übernehmen und verstehen.

Einer der Vorteile der Ausbildungsverkürzung ist beispielsweise der Punkt, dass man früher ein höheres Einkommen hat und einfach schneller mit der Ausbildung abschließt. Dadurch ist man eher im wirklichen Berufsleben. Darüber hinaus entfällt die Langeweile bei möglicher Unterforderung in der Berufsschule. Allerdings fehlt einem dann ein vollständiges Jahr mit Praxiserfahrungen.

Des Weiteren ist das Nachholen des ganzen Lehrstoffs und sich diese selbstständig anzueignen ein Nachteil. Aber dabei können einem Mitschüler und auch Lehrer behilflich sein.

Andererseits macht sich so eine Verkürzung gut im Lebenslauf für spätere Bewerbungen und der jetzige, aber auch zukünftige Arbeitgeber, sehen diesen Schritt als ehrgeizig an.

Nach dem mich die Zusage erreicht hatte, wurde direkt ein neuer Ausbildungsplan für die betroffenen Abteilungsleiter und mich entworfen. Schließlich muss ich bis zur Abschlussprüfung alle für die Ausbildung notwendigen Abteilungen der Firma durchlaufen haben. Da ich bis dahin nur in der Reservierungszentrale tätig war, wurde ich direkt nach meinem ersten Schulturnus in das Marinabüro gesteckt, um während der Saison bei den Kollegen im Charter mitzuarbeiten. Die Betreuung von Kunden, Gast- und Dauerliegern, sowie Chartergästen stehen dort im Vordergrund. Auch die Vorbereitung von An- und Abreisen, Übernahmen und Rückgaben der Boote und die Vermietung von Kleinbooten spielen eine wichtige Rolle. Danach durfte ich in der Finanzbuchhaltung die Zahlungseingänge, sowie Zahlungsausgänge unter die Lupe nehmen. Seit dieser Woche lerne ich das Backoffice und die dazugehörigen Aufgaben näher kennen und bin gespannt, was mich dort alles erwarten wird.

Mir gefällt dieser schnelle Abteilungswechsel sehr gut, da man sehr abwechslungsreiche Arbeitstage hat und auf kurzer Zeit viele neue Aufgaben bewältigt.

Bis jetzt kann man sagen, dass es eine sinnvolle Entscheidung war. Aber ob sich diese Aussage am Ende bewahrheiten wird, wird sich bei der Abschlussprüfung im Mai herausstellen.

Arbeiten während der Corona Krise

Arbeiten während der Corona Krise

aus Sicht unseres Azubis Lars:

Nahezu die gesamte Arbeitswelt stand durch den Corona-Virus still. In einigen Bereichen passierte gar nichts mehr, in wenigen wurde der Betrieb fortgesetzt, die meisten jedoch mussten mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Anfangs machte man sich noch über das Tragen eines Mundschutzes und das Einhalten des Mindestabstandes lustig, was sich jedoch später als Fehler erweisen sollte. Es gab Reisewarnungen, es entstanden Risikogebiete, in die man nicht mehr einreisen durfte oder man musste sich in Quarantäne begeben, wenn man sich dennoch in einem Risikogebiet aufgehalten hat.

Im Verlauf dieser Krise musste der Betrieb eingedämmt werden, da man ja niemanden mehr beherbergen durfte. Daher musste man sich auch dafür entscheiden Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken, weil es keine Beschäftigung für diese gab. Schuld daran war das Reiseverbot, das zuvor noch als Reisewarnung bekannt war, da man, wenn man trotzdem jemanden beherbergte oder sich ohne Erlaubnis in ein Risikogebiet begab, auch mit Strafen geahndet wurde. Auch wir machten keine Ausnahmen, vor allem Mitarbeiter mit Kindern waren betroffen, da diese keine Unterbringungsmöglichkeit für Ihre Kinder hatten. Eine weitere Folge durch die konstante Ausbreitung des Virus waren die Stornierungen, die eine nach der nächsten reinkamen und natürlich auch bearbeitet werden mussten.

Trotz der Rückschläge durch den Virus haben wir nicht aufgegeben. Es wurden Konzepte entwickelt woraus später Maßnahmen entstanden. Durch diese auferlegten Richtlinien durfte man auch wieder Urlaub machen, was für uns bedeutete, dass der Betrieb wieder hochgefahren wurde. Innerhalb kürzester Zeit mussten alle Boote ausgewintert werden und das Gelände für die Saison bereit gemacht werden. Dazu wurden alle Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt und sogar die Mitarbeiter aus der Werft kamen und unterstützten uns um schnell genug alles fertig zu bekommen.

Als es dann soweit war und die Vercharterung wieder startete, mussten einige Hygieneregeln beachtet werden. Dazu gehörten das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, das Einhalten der Abstandsregelung auf dem Gelände und den Sanitärbereichen und die Desinfektion der Boote. Weiterhin stand ein Mitarbeiter vor der Steganlage um darauf zu achten, dass alle Gäste sich auch vorschriftsmäßig verhalten und passte auf, dass sich nicht mehr Gäste auf dem Steg bewegten als zugelassen waren. Auch der Trend des Mundschutzes wurde ausgenutzt, da wir personalisierte Schlauchschals bekamen um nicht schutzlos vor die Kunden zu treten, welche auch bei den Gästen gut ankamen und somit als Souvenirs vertrieben wurden. Ein weiterer positiver Nebeneffekt war, dass sich viele Gäste schon vor Beginn der Einweisung einige Informationen von dem „Schrankenwart“ besorgen konnten.

Unser Schlauchschal für Mitarbeiter und als Souvenir für Gäste.

Auch bei der Schule wurden Abstriche gemacht, da kein Präsenzunterricht mehr stattfand, musste der Unterrichtsstoff teilweise selbstständig erarbeitet werden. Auch Rückfragen an Lehrer geschahen nur durch Chats in „Homeschooling“-Apps, was für den einen oder anderen Schüler zum Problem wurde, da diesen die Motivation fehlte etwas für die Schule zu machen.

Die Freude war groß, dass man Ende Frühling auch wieder vermieten durfte, das Personal aus der Kurzarbeit holen konnte und der Betrieb im Allgemeinen wieder aufgenommen wurde

Alles in allem konnte man dadurch viele neue Sachen lernen, die man nur in Krisenfällen durchläuft. Der Lernerfolg hat nicht geschadet, solange man sich auch selbst ein wenig eingesetzt hat.

aus Sicht unserer Azubine Lara:

Abgeschottet von der Familie, von Freunden und Bekannten. Mit Mundschutz durch die Straßen rennen und nicht wissen, wann sich dieser Zustand des alltäglichen Lebens wieder an die Normalität anpasst?  Wer kennt es nicht…

Ich habe herausgefunden wie man der Sorge um den Virus, den Wind aus den Segeln nimmt. Denn wenn es die Reise ins Ausland nicht mehr gibt, hat KUHNLE-TOURS die Hausboot-Touristik definitiv an die Spitze gebracht dieses Jahr.

So viele Kunden auf einmal, damit hat hier glaube ich niemand gerechnet. Es hat mich doch zum Teil sehr überrascht, wie viel Betrieb hier ist und das trotz Abstandsregelungen und Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände.

Urlaub und Leben auf den Hausbooten bietet eine neue Art des Reisens, egal ob allein oder mit der ganzen Familie. Niemand kommt dabei wirklich zu kurz und jeder ist auch während des ganzen Stresses allzeit willkommen.

Durch Kanäle und Seen zu fahren ist hier gar kein Problem und eine entspannte Abwechslung neben der ganzen Corona-Situation. Und diese ganzen Möglichkeiten während einer Krise, die nicht nur Wirtschaft, sondern auch Zusammenleben und Gesundheit gefährdet, ist schon eine enorme Leistung. Es ist außerdem eine tolle persönliche Erfahrung dabei sein zu können, um mit heiklen Situationen umzugehen und anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Wer ist eigentlich unsere Ausbilderin?

Wer ist eigentlich unsere Ausbilderin?

Ich möchte unsere stets nette und engagierte Ausbilderin Katharina Karpowitsch vorstellen.
Frau Karpowitsch absolvierte 2011 das Abitur und hat anschließend erfolgreich eine Ausbildung zur Industriekauffrau in Waren absolviert. Nach ihrer Lehre verbrachte sie ein weiteres halbes Jahr in ihrem Ausbildungsbetrieb und kam im Dezember 2014 nach Rechlin zur KUHNLE-TOURS GmbH.
Sie wechselte unter anderem nach Rechlin, um endlich bessere Perspektiven und Aufstiegschancen zu erlangen, welche sie in der Region bekannten Firma KUHNLE-TOURS GmbH bekam. Mit frischen 23 Jahren und gerade einmal einem halben Jahr im Betrieb, wurde ihr das Angebot gemacht Ausbilderin zu werden. Diese erste Aufstiegschance nahm sie natürlich an, weil ihr trotz der kurzen Zeit so viel Vertrauen geschenkt wurde.
Anfangs war sie jedoch skeptisch, da es ungewöhnlich war, wenn ein Ausbilder jünger ist als seine Auszubildenden, doch sie erkannte stets ihre Vorteile in der Situation und nutzt sie heute noch clever.
Um Ausbilderin zu werden, wurde sie vom Unternehmen freigestellt und belegte so einen zweiwöchigen Kurs der IHK. Einige Wochen später, bestand Frau Karpowitsch sowohl ihre mündliche als auch ihre schriftliche Prüfung mit Bravur. Mittlerweile ist sie nun schon fast fünfeinhalb Jahre Ausbilderin für die kaufmännischen Ausbildungsberufe bei der Kuhnle Group.
Zu ihren Aufgaben als Ausbilderin gehören u.a. Stellenausschreiben anfertigen, Bewerbungsgespräche führen, Azubis einstellen, die Anmeldungen für Berufsschule und Prüfungen durchführen. Natürlich hat sie auch noch viele weitere wichtige Aufgaben, da sie ebenfalls die Leitung des BackOffice übernimmt. Am wichtigsten ist allerdings das Frau Karpowitsch, egal um was es geht, immer ein offenes Ohr und Herz für ihre Auszubildenden hat.