Törnbericht von Familie Wolter

Törnbericht von Familie Wolter

Nun war es endlich wieder soweit: Unsere bereits 3. Bootsfahrt bei KUHNLE-TOURS auf der Müritz und den umliegenden Seen stand unmittelbar bevor.

Das Wetter versprach ein perfektes Wochenende zu werden! Laut Wetterbericht sollte es, das bisher wärmste Wochenende des Jahres werden und wir Glücklichen durften mit dieser Aussicht, auf herrlich kühles Wasser zur Erfrischung die Ausfahrt antreten. 

Es wurde dann noch viel besser als erwartet, denn nicht nur das Wetter sollte mitspielen. Nach der Beladung des Bootes (Modell vetus 1000), mit ausreichend Proviant, legten wir am Freitag Nachmittag bei schönstem Sonnenschein im Hafendorf Rechlin ab. Die darauf folgenden Stunden im leichten Fahrtwind, von der Sonne gespiegeltem, glasklaren Wasser und immer dem Sonnenuntergang entgegenfahrend waren einfach ein Traum, den wir so schnell nicht vergessen werden. Der krönende Abschluss des Tages war dann der Sonnenuntergang selbst, den wir an Deck, mit einem kühlen Sundowner in der Hand genossen haben.

Die beiden darauf folgenden Tage lassen sich in der Kürze nur so zusammenfassen: Unendliche Erholung, ein tolles, geräumiges Boot, herrliche Badestellen, die direkt vom Boot aus die nötige Erfrischung brachten sowie an jedem Abend der obligatorische Sonnenuntergang so nah der Natur.

Für uns steht fest: Wir werden wiederkommen … und das so schnell wie möglich. Danke, KUHNLE-TOURS, für diese unglaublich schöne Reise! Ein Kurzurlaub, wie er kaum schöner sein könnte.

Urlaub mit einem Kormoran 940 von KUHNLE-TOURS der Familie Thieme

Urlaub mit einem Kormoran 940 von KUHNLE-TOURS der Familie Thieme

Wir haben uns getraut vom 25.06.2021 bis 05.07.2021 einen Kormoran 940 zu mieten und damit die wunderschöne Müritzer Seenplatte zu erkunden. Die Buchung haben wir bereits im Februar (unter Corona Bedingungen) getätigt. Wir wussten also gar nicht, ob die Reise überhaupt stattfinden kann. Es hatte dann doch funktioniert.

Tag 1

Wir sind angereist und hatten gleich die Überraschung, dass nur einer auf das Boot zur Einweisung durfte. Meine Frau musste brav im Auto sitzen bleiben. Die Einweisung selbst ging recht zügig, aber genau. Unser Vorteil war, dass wir uns das Video zur Einweisung bereits im Netz angesehen hatten und viel wussten. Nach der Einweisung kam dann das Einräumen der von uns mitgebrachten Lebensmittel und natürlich auch der Sachen. Hat man was vergessen, so kann man in beiden, ca. 3 km entfernten Netto Lebensmittelläden, noch den Rest besorgen. Die Chartereinweisung erfolgte dann noch gegen 18 Uhr, mit allen anderen Bootsskippern. Den Abend und die erste Nacht, haben wir auf dem Boot verbracht.

Abends sieht der Hafen ganz ansprechend aus, über dem Tag eher wie eine riesengroße Werkstatt

Tag 2

Heute haben wir nun eine Tour nach Mirow zur Schlossinsel gemacht. Der Hafenmeister dort ist im gesamten Seengebiet der Einzige, der eine Liegeplatzreservierung annimmt. Es ging dann bereits auch durch die erste Schleuse. Für uns war es zunächst ein Problem vor der Schleuse, weil derart viele Boote am Anlegebereich waren, dass der Platz nicht reichte. Wir hatten also mit viel Mühe das Boot halten können, weil ankern im Kanal nun mal nicht gestattet ist. Die Schleusung selbst war kein Problem. Dafür hat uns dann die Umgebung, mit ihrer wunderschönen Natur belohnt. Auch der Hafen in Mirow ist sehr schön. Nach dem Anlegen, haben wir noch das sehr schöne Schloss besichtigt. Das Restaurant ist sehr empfehlenswert.

Die Liegegebühr kam für das Boot (9,40 Meter lang und zwei Personen), 18,50 € die Nacht und für den Landstrom 1,- €. Der Hafenmeister versorgt auch die Skipper auf Bestellung, gern mir frischen Brötchen am nächsten Morgen.

Tag 3 und 4

Heute geht es von Mirow nach Röbel. Eine etwas lange Fahrt über 4 Stunden, aber sehr lohnenswert, wenn man was von der Natur haben möchte. Das Boot funktioniert ohne Probleme und nun haben wir uns, (das Boot und ich) aneinander gewöhnt. In Röbel angekommen, fahren wir auf Empfehlung eines anderen Skippers direkt in den Stadthafen. Der Hafenmeister weist uns per Handy aus seinem Büro, zu einem Liegeplatz an. Später bezahlen wir bei ihm die Liegegebühr wie in Mirow. Duschen und WC, ist im Behinderten WC neben dem Hafenbüro problemlos möglich. Wir bekamen einen Zugangscode dafür. Der Landstrom kostet wie in Mirow gleich viel. Der Stadthafen erweist sich als sehr geeignet, den keine 500 Meter weiter, befindet sich ALDI und EDEKA, direkt nebeneinander. Die Frühstücksbrötchen für den nächsten Morgen sind frisch und gesichert. Wir machen noch eine kleine Stadtbesichtigung und rücken bei dem am Hafen befindlichen Italiener, zum Abend ein. Sehr zu empfehlen. Auch das Eis ist, wie bei jedem Italiener, super.

Tag 5,6 und 7

Wir fahren heute nach Waren. Die Fahrt selbst ist schön und nicht so lange wie gestern. Wir halten zwischendurch mal in einer kleinen Bucht und gehen Baden. Über die Plattform hinten völlig unkompliziert. Wir genießen die Landschaft und fahren in Ruhe. In Waren angekommen werden wir vom Hafenmeister, den wir wie immer vorher per Handy kontaktiert haben, mit einem motorisierten Schlauchboot, in Empfang genommen und an einen Liegeplatz gebracht. Leider empfiehlt er die Buchung von mindestens 2 weiteren Tagen, weil laut Wetterbericht ein Unwetter mit Starkregen und Sturm angekündigt ist. Wir machen das besser auch so.  Das Unwetter ereilt uns tatsächlich gegen Abend. Wir bleiben lieber an Bord. Vorher haben wir uns natürlich im Büro des Hafenmeisters angemeldet. Das Boot inklusive 2 Personen kostet 21,- € pro Nacht. Es gibt eine Guthabenkarte über 30,- €, für Duschen und Landstrom. Was nicht verbraucht wird, gibt es wieder zurück. Die sanitären Anlagen sind zwar etwas weit, einmal um den Hafen zu Fuß, (wenn man mit dem Liegeplatz Pech hat), aber auf allerhöchstem Niveau. Müllentsorgung ist direkt neben dem Hafenmeisterbüro und kostet nichts. Am nächsten Tag zeichnet sich das Dilemma ab, wir kommen nicht weg. Es regnet und windet stark. Wir versuchen zwischen den Regenschauern einmal über den Markt zu schlendern und sind beeindruckt von der Stadt. Hier braucht man eigentlich 3 – 4 Tage, um Einiges zu erkunden. Für die Versorgung besteht kein Problem. Der Bäcker ist einmal aus dem Hafen, quer über den Markt und schon ist man da. Neben den Bäcker (– 100 Meter –), ist der EDEKA.

Tag 8

Der Regen ist weg und die Sonne scheint wieder. Nur Wind ist noch etwas stark. Wir entschließen uns in Waren den Schmutzwassertank zu entleeren. Das geschieht unkompliziert. Wir müssen aber nochmal an der Tankstelle anlegen, weil sich dort die Entleerstation befindet. Der Tank ist leer und wir sind   15,- € los. Wir wollen nun nach Malchow. Auf dem Kölpinsee und dem Fleesensee werden wir bei dem Wind gut durchgeschüttelt. Unser Plan ist durch die Wetterfront nicht mehr aufgegangen. Wir brechen ab und drehen um. Auch unter dem Aspekt, dass in Malchow die Brückenöffnung, nur immer aller vollen Stunde ist und wir nach unseren Berechnungen genau dann ankommen, wenn die Brücke eben geschlossen wird. Wir wollen nicht in Malchow übernachten.

Auf dem Rückweg, legen wir kurz in der Marina Eldenburg an. Der Hafen liegt auf unserem Rückweg links im Kanal. Im Fischerhof holen wir frischen Fisch für unser Abendessen.

Wir fahren weiter und entschließen uns in Klink zu übernachten. Der Hafenmeister wird von uns wieder telefonisch über unser Kommen informiert. Als wir in den Hafen einfahren, sehen wir ihn schon mit dem Fahrrad, den Landungssteg entgegenkommen. Wir werden an einen Liegeplatz geordert und haben anfangs Mühe, mit dem Anlegen. Hier in Klink gibt es keine seitlichen Stege, sondern nur Seile mit Schlaufen zum Festmachen. Der Hafenmeister springt auf unser Boot und macht das für uns. Wir bezahlen unsere Gebühr und bestellen Brötchen für den nächsten Morgen. Dusche und WC sind sauber. Wir besichtigen das Schlosshotel. Nebenan ist die „Scheune“. Ein Einkaufsladen in einer alten Scheune besonderer Art. Wir fassen hier auch nochmal Frischwasser. (100 Liter für 1,- €), passt.

Tag 9

Wir fahren zurück nach Rechlin. Zwischendurch gehen wir in einer Bucht vor Ludorf, zum Baden von Bord. Zurück in Rechlin, packen wir unsere Sachen und entschließen uns doch noch einmal zur Bucht vor Ludorf zu fahren. Wir wollen die herrliche Landschaft genießen und doch noch Baden gehen, es ist so schön erfrischend in der Müritz, aber nicht kalt.

Abends entschließen wir uns im Hafendorf, in des Hafenrestaurant zu gehen. Diese Entscheidung war aber leider falsch. Das Restaurant ist voll. Wir können noch zwei Restplätze bekommen, werden aber von der höflichen Kellnerin darauf hingewiesen, dass offenbar nicht genügend Essen vorhanden ist. Die umliegenden Kneipen haben alle, (zum Sonntag) geschlossen und sie ist von so vielen Gästen überrannt worden. Sie empfiehlt die Hafenbar unten im Hafen. Die haben dort Burger und Pommes, usw. Die Empfehlung ist gut. Wir nehmen Pommes und Burger. Letzteres habe ich selten so gut gegessen. Dort sind auch gute Cocktails zu bekommen. Es gibt Liegestühle im Sand, sowie Tische und eine Tischtennisplatte.  

Tag 10

Wir haben Spätabreise gebucht (11 Uhr) und haben daher Zeit für ein gutes Frühstück. Wir holen in dem Minimarkt, keine 500 Meter vom Hafen entfernt, frische Brötchen. Dann geben wir das Boot zurück. Die Abnahme erfolgt problemlos. Wir bekommen unsere Kaution wieder und fahren nach Hause.

Dieser Urlaub wird uns lange in Erinnerung bleiben und wir werden mit Sicherheit wieder kommen. Vielen Dank für die tolle Zeit und vielen Dank an alle Hafenmeister, die durchweg gastfreundlich waren.

Törnbericht vom Familie Schramm

Törnbericht vom Familie Schramm

Wir haben vom 30.07.-07.08.21 eine Renal 45 gebucht.

Als wir ankamen waren wir viel zu früh vor Ort, sodass wir uns erstmal auf den Stegen umsahen, ob wir unser Little Seahorse sehen. Wir sind dann ins Büro um zu fragen, ab wann wir denn auf das Boot dürfen und wie wir die ganzen Utensilien auf das Boot bekommen (es war ziemlich viel…am Ende hatten wir 3 Handwagen und mussten trotzdem 3x laufen…). Die nette Mitarbeiterin hat uns alles erklärt/gezeigt und hat gesagt, dass das Boot schon etwas früher bereit wäre, wenn der Kollege zum Einweisen frei ist.

Da es bis dahin noch Zeit war, gingen wir ins Captain’s Inn etwas Essen. Der sehr freundliche Mitarbeiter wies uns einen Tisch zu und wir suchten uns etwas zu Essen aus, haben die Sonne, das Essen und den Urlaubsbeginn genossen.

Anschließend sind wir auf das Boot und wurden eingewiesen. Eine kleine Probefahrt und schon konnten wir beginnen das Boot einzuräumen.

Den Samstag blieben wir noch im Hafendorf, da starker Wind angesagt wurde. Am nächsten Morgen haben wir uns beim Kiosk frische Brötchen geholt, wie viele andere auch.

Nach dem Frühstück ging es los. Der erste Halt war Waren. Dort blieben wir 2 Nächte da wieder Sturm angesagt wurde und der Hafenmeister davon abgeraten hat trotz Führerschein raus zu fahren. Also genossen wir die Altstadt.

Am Dienstag ging es weiter nach Malchow, wo wir am Wasserwanderrastplatz angelegt haben. Eine kleine Anlegestelle allerdings der weiteste Weg zur Toilette und zur Dusche und nachts nicht beleuchtet, aber der schönste Blick fürn Sonnenuntergang. Am Mittwoch sind wir nach Plau am See gefahren. Dort sind wir ebenfalls durch die Altstadt gelaufen, waren auf einem neuen, riesigen Spielplatz. Dann sind wir zum Leuchtturm gelaufen und haben einfach die Aussicht genossen.

Am Donnerstag sind wir dann zum Segelyachthafen in Röbel. Eine schöne Anlage mit sehr sauberen Toiletten und Duschen. Einziges Manko war, dass es keine frischen Brötchen auf dem Gelände zu kaufen gab. Dafür musste man zum nächsten Supermarkt der gute 2 km entfernt war. Am Freitag ging es für uns wieder zurück zum Hafendorf, da wir Samstag um 8.30 Uhr das Boot wieder abgeben mussten. Auch die Rückgabe des Bootes verlief reibungslos. Der nette Mitarbeiter der uns am Samstag das Boot übergab kam pünktlich um 8.30 Uhr um das Boot wieder abzunehmen. Anschließend konnten wir auschecken und sind nach Hause gefahren.

Dieser Urlaub wird uns lange in Erinnerung bleiben und wir werden mit Sicherheit wieder kommen. Vielen Dank für die tolle Zeit und vielen Dank an alle Hafenmeister die durchweg gast- und kinderfreundlich waren.

Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

„In Bayern gibt es nur Wellness oder Wandern“, sagt Anna-Lena Röckl. Die 21jährige hatte aber während Ihrer Ausbildung in einem Marina-Hotel auf Island Hafenluft geschnuppert. „Diese besondere Atmosphäre, glitzerndes Wasser, Schiffe, Masten, Boote – das war das wo ich hin wollte.“

Anna-Lena Röckl – mit bayerisch rollendem „R“ – ist unsere neueste Kollegin. Sie studiert Tourismusmanagement im dualen Studiengang der IU-Internationalen Hochschule, mit der KUHNLE-TOURS seit diesem Semester zusammenarbeitet. Als ihr die Studienberaterin der Hochschule KUHNLE-TOURS und Mecklenburg für die praktische Hälfte des Studiums empfahl, war sie gleich begeistert. In die weite Welt wollte sie ohnehin und wenn die ganz große weite Welt gerade wegen Corona geschlossen hat, ist Mecklenburg-Vorpommern von Bayern weit genug weg. Ihre Familie unterstützte sie bei allen Reiseplänen, „insgeheim sind meine Eltern vielleicht auch ein bisschen froh, dass ich in Deutschland bleibe“, sagt sie mit einem kleinen spitzbübischen Lächeln. „Und ich wollte halt Boote in der Nähe haben. Wellnesshotels sind nichts für mich, das war mir einfach zu steif.“ Obwohl: Das Sauna-Hausboot würde Anna-Lena schon gefallen. Aber erst mal steht neben Studium und Praxis im Hafen der Bootsführerschein auf ihrer To-Learn-Liste. Und natürlich der Umzug in die eigene Wohnung, denn die ersten Wochen verbringt Anna-Lena in einer KUHNLE-TOURS-Ferienwohnung, damit sie Zeit hat, sich zurecht zu finden und in Ruhe umzusehen.

Keine Angst vor dem Leben in einem eher übersichtlichen Ort? „I wo, in meinem Heimatdorf Großarmschlag waren wir auch nicht mehr Einwohner, hier gibt es sogar zwei Supermärkte im Ort, bei uns gabs keinen.“ 

Das duale Tourismusmanagement-Studium sieht vor, dass der oder die Studierende eine Woche im Betrieb praktisch lernt – und auch je nach Ausbildungsfortschritt anpackt – und die andere Woche studiert. Anna-Lena hat sich bei der Wahl des Schulstandorts für den „Virtuellen Campus“ entschieden. Den gab es an ihrer Hochschule schon vor Corona. „So kann ich es mir hier an der Müritz gemütlich machen, den Vorlesungen am Rechner folgen und in Ruhe meine Aufgaben erledigen.“ Auch der Austausch mit den Kommilitonen und Dozenten erfolgt über die elektronischen Kommunikationskanäle.

“Ich mag die Hafenatmosphäre” – Die große weite Welt fängt für Anna-Lena Röckl erst mal in Mecklenburg an.

Als bodenständiger Mensch gefällt Anna-Lena Röckl an ihrem Arbeitsort an der Müritz, dass hier viel zusammenkommt: „Einerseits das Urlaubsflair mit Wasser, Booten und hoffentlich bald auch Gästen, andererseits die Geschäftigkeit der Werft. Da werden große Schiffe in die Hallen gefahren, geschweißt, gebaut und 50 Meter weiter liegt man im Liegestuhl im Sand der Pirates Bar. Was für Gegensätze!“

Mehr Infos zur Hochschule gibt es hier: https://www.iu.de

Hier ist Anna-Lenas Studiengang: https://www.iu.de/bachelor/tourismusmanagement/

Mehr Infos zum Studium und zur Ausbildung bei KUHNLE-TOURS gibt es hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/duales-studium/

Törnbericht – Kleine und große Seen im September

Törnbericht – Kleine und große Seen im September

Crew: Sechs Freunde (4x Bodensee/ 1x Hannover/ 1x München), zwei Frauen, vier Männer

Boot: Kormoran 1280: „Steinbutt“

05.09.2020 Samstag – ANKUNFT

Anreisetag. Wir haben den ganzen Proviant für eine Woche schon vorab unter der Crew verteilt. So kommen wir in zwei Autos vollgepackt bis unters Dach einmal von Friedrichshafen mit Zwischenstopp in Hannover und einmal direkt in Priepert an der Mecklenburgischen Seenplatte an. Das sechste Crewmitglied muss noch vom Bahnhof in Fürstenberg abgeholt werden.

Nach kurzer Einweisung und dem Beladen des Bootes sind wir um 18 Uhr klar zum Ablegen. Wir möchten bereits am ersten Tag ankern. Also fahren wir drei km in den Ellenbogensee und finden dort eine super Ankerstelle. Beim einsetzenden Regenschauer merken wir sehr schnell, dass an der Dachreling auf der Backbordseite eine undichte Stelle ist. Mit dem freundlichen Servicetechniker vereinbaren wir noch am selben Abend einen Termin in Priepert für den nächsten Tag. Liegt sowieso auf unserer geplanten Route.

06.09.2020 Sonntag – Bis zur Schleuse Canow

Nach ausgiebigem Frühstück in unserer ruhigen Ankerbucht geht es zurück nach Priepert zum vereinbarten Reparaturtermin. Dort wird die gesamte Reling fachmännisch mit „Panzertape“ für unseren Törn dicht gemacht. Wasser in der Kabine sollte nun nicht mehr unser Problem sein.

Jetzt kann es weitergehen: Fahrt weiter zur Schleuse Strasen, dort zwei Stunden warten. Auf Grund der Coronakrise ist auch im September noch viel Betrieb mit Hausbooten auf den Seen und wir bekommen einen kleinen Vorgeschmack auf die Wartezeiten an den Schleusen.

Weiterfahrt durch den Kleinen Pälitzsee zur Schleuse Canow (6,5 km), dort auch wieder warten. Schleuse macht um 17.45 Uhr zu, wir schaffen es gerade nicht mehr. Wir sind das erste Boot in der Schlange. Hinter uns zwei Party-Flöße, mit denen das Warten schnell vergeht. Fahrtstrecke: 12,5 km.

Wir entscheiden uns, dort zu bleiben. Die Schleusenwartezeiten werden zu einem festen Bestandteil unserer Planung werden und mit entsprechenden Imbissen versüßt (auch zum Neid anderer Bootsfahrer). Zum Abendessen gibt es selbstgemachte Burger.

An diesem Abend stellen wir leider fest, dass wir ein technisches Problem mit der Batterieladung haben. Nur mit Ladung über Landstrom hält die Batterie genügend Spannung für einen Tag Törn bereit. Die Lichtmaschine kann dies leider während der Fahrt nicht mehr leisten. (Das abschließende Bild ergibt sich leider erst gegen Ende, so dass wir während unseres Trips immer wieder mit komplettem Stromausfall zu tun haben, wenn wir ankern).

07.09.2020 Montag – Hafendorf Müritz

Als erstes Boot im Schleusenrang fahren wir pünktlich um 09 Uhr in die Schleuse ein. Danach gleich weiter zur Schleuse Diemitz (3 km). Nachdem auch diese geschafft ist, ist auch der Rest der Crew wach und wir haben uns unser Frühstück verdient. Wir ankern im Zotzensee und nehmen ein erfrischendes Bad im See. Eine Schleuse wollen wir heute noch schaffen, also geht’s weiter Richtung Schleuse Mirow. Die zwei Stunden Wartezeit dort eignen sich sehr gut für ein ausgiebiges Mittagessen auf unserem Sonnendeck. Nach einer abwechslungsreichen Fahrt erreichen wir gegen 18 Uhr das Hafendorf Müritz bei stürmisch werdender See. Das Boot kommt sofort an den Landstrom. Wir mieten uns eine 6er Fahrradrikscha und fahren nach Rechlin zum Einkaufen – eine Mordsgaudi.

08.09.2020 Dienstag – Waren/ Müritz

Nach gemütlichem Frühstück wird das Boot an den gegenüberliegenden Steg gelegt, um dort den Schmutzwassertank zu entleeren und Frischwasser zu tanken. Bei sehr windigem Wetter machen wir das Sonnendeck wind- und wetterfest (Bimini einklappen, Stühle und Tisch sichern) und steuern vom inneren Steuerstand über die Müritz bis nach Waren. Das Anlegen im sehr vollen Jachthafen der Stadt erweist sich bei starkem Wind als sehr anspruchsvoll. Nachdem wir eine Box erreicht haben, werden wir vom freundlichen Hafenmeister gebeten, eine neue Box direkt an der Kaimauer anzusteuern, da wir eines der längsten Boote im Hafen haben. Auch dies gelingt gut unter den Augen der Passanten und wir bekommen einen der besten Plätze direkt an der Promenade (#Hafenkino). Der Kollege im Hafenmeisterbüro ist leider etwas grummelig und behandelt uns etwas „von oben herab“. Aber davon lassen wir uns die Laune nicht verderben.

Wir brechen zu einem Stadtrundgang durchs schöne Waren auf mit Besteigung des Kirchturms von „St. Marien“. Zurück an Bord gönnen wir uns erstmal ein Radler auf dem Sonnendeck bei untergehender Sonne (#Yachtlife). In der Küche machen wir uns eine super leckere Pizza.

09.09.2020 Mittwoch – Zotzensee

Nun geht es wieder zurück Richtung Priepert. Zunächst müssen wir wieder bei starkem Wind aber sehr gutem Wetter die Müritz überqueren. Es geht weiter direkt über die Müritz-Havel-Wasserstraße und durch die Schleuse Mirow. Nach der Schleuse biegen wir nach links ab und machen am Schloss Mirow direkt an der Gastliegestelle des Hotels fest. Kleiner Rundgang über die hübsch gemachte Insel folgt. Im Zotzensee beenden wir unseren heutigen Törntag vor Anker.

10.09.2020 Donnerstag – Canower See

Auf dem Rückweg wollen wir die verbleibende Zeit für einen Abstecher nach Süden bis nach Rheinsberg nutzen. Nach der Schleuse Canow müssen wir durch die Schleuse Wolfsbruch. Die macht offiziell 17.45 Uhr zu. Wir stehen schon in der Schlange, wollen aber nicht vor der Schleuse übernachten. Daher entscheiden wir uns, umzudrehen und ein Stück zurück in den Canower See zu fahren, um dort zu ankern. Später stellen wir fest, dass dies eine Selbstbedienungsschleuse ist und auch nach 17.45 Uhr noch betriebsbereit gewesen wäre. Stattdessen haben wir einen tollen Abend mit Sonnenuntergang und Grillen an Deck.

11.09.2020 Freitag – Rheinsberg / Ellenbogensee

Durch die Schleuse Wolfsbruch geht es weiter über kleinere malerische Seen, wie den Schlabornsee und den Rheinsberger See bis vors Schloss Rheinsberg. Dort ankern wir und frühstücken. Wir legen anschließend im kleinen Bootshafen am Schloss an und besichtigen zu Fuß das Schloss samt umfangreichem Gelände. Wir müssen schon zeitig ablegen, da wir es noch durch zwei Schleusen bis nach Priepert schaffen müssen. Wir ankern wieder im Ellenbogensee.

12.09.2020 Samstag – Priepert / Bootsrückgabe

Frühes Frühstück und kurze Fahrt nach Priepert zur pünktlichen Bootsrückgabe. So ist leider unser Bootsurlaub schon vorbei. Wir haben eine super tolle Zeit auf dem Boot gehabt und viel gesehen. Die Seenlandschaft ist sehr abwechslungsreich und für einen Bootsurlaub ideal. Wir kommen gerne mal wieder. Das Boot hat uns auch sehr gefallen. Gut ausgestattet, viel Platz, gut zu manövrieren, so muss ein Hausboot sein. (Einziger Wermutstropfen war leider die Elektrik, wie oben beschrieben.)

Heiko, Sebastian, Karel, Kathrin, Anita und Constantin
September 2020

KUHNLE-TOURS TIPP: Warum die Batterie schwächeln kann und was zu tun ist?

Die Bordspannung beträgt 12 Volt. Die Mehrzahl unserer Yachten und Hausboote sind mit Landstromanschluss ausgestattet. Das bedeutet, bei angelegtem Landstrom werden die Bordbatterien automatisch aufgeladen und die Steckdosen verfügen über 230 Volt. Somit können Elektrogeräte aller Art uneingeschränkt betrieben werden. Darüber hinaus haben die meisten unserer Boote 230 Volt Steckdosen für Leistungen bis zu 50 Watt an Bord. Diese eignen sich beispielsweise für Rasierapparate oder zum Handyaufladen und können auch ohne Landanschluss jederzeit genutzt werden. Einige Boote sind zusätzlich zum Landanschluss mit 230-Volt-Inverter ausgestattet, so dass Sie auch andere Geräte ohne Landanschluss zumindest für einen gewissen Zeitraum nutzen können (bis 2000 Watt). Damit das Bordnetz ausreichend geladen ist, empfehlen wir täglich zwischen drei und fünf Stunden zu fahren. Umso mehr Strom während des Ankerns genutzt wird, umso schneller ist natürlich die Batterie runter. Es kann natürlich auch mal sein, dass die Batterie ausgetauscht werden muss oder eine Lichtmaschine schwächelt. Das fällt bei dem Übergabe-Check oft nicht auf oder tritt ohne Vorwarnung auf. Dann am besten den Notdienst-Techniker anrufen.

Törnbericht von A.Grüb

Törnbericht von A.Grüb

Wir haben zum Ersten mal die bellus gechartert.

Die Übergabe und Einweisungsfahrt war angenehm. Diesmal haben wir ein SUP als Ergänzung dabei. Eine Charterbescheinigung war bei 15PS Motorleistung nicht erforderlich.

Die erste Nacht lagen wir im Hafen vom Hafendorf Müritz mit Blick auf den Claassee. Dort waren eine Gruppe Reiher schön zu beobachten.

Am nächsten Tag sind wir früh bei herrlichem Wetter gestartet.  An der Schleuse Mirow war noch wenig los. Beim ersten Schleusen ist man meistens etwas aufgeregt.  Die Schleusung hat aber gut geklappt.  Im Zotzensee lagen wir zu Mittag vor Anker. Danach sind wir zur Diemitzer Schleuse gefahren. Da Nachts Böen gemeldet waren sind wir bis zur Wolfsbrucher Schleuse gefahren und haben abends an den Pollern festgemacht.

Dadurch konnten wir gleich morgens durch die Wolfsbrucher Schleuse fahren. Im Tietzowsee haben wir eine schöne Bucht zum Ankern gesucht. Mit dem SUP sind wir am Schilfgürtel entlang gepaddelt.

Nachmittags sind wir nach Rheinsberg weitergefahren. Am Stadthafen haben wir kurzzeitig angelegt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir das Schloss Rheinsberg von außen besichtigt. Der Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch eine Eisdiele besucht. Nach dem Ablegen sind wir mit dem Boot auf dem Schlosssee/Grienericksee gekreiselt  und sind anschliesend zum Gasthaus „ zum Achter“ gefahren. Dort kann man direkt am Gasthof anlegen und nach wenigen Schritten erreicht man den lauschigen Biergarten.  Zu meinem Geburtstag habe ich mir ein leckeres Zanderfilet gegönnt.

In der Nacht lagen wir im Tietzowsee vor Anker und haben den Tag an Bord mit einer Flasche Wein genossen.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem SUP um die kleine Insel gepaddelt. Dort haben verschiedene Vogelarten gebrütet. Am Nachmittag sind  wir in den Labussee gefahren und lagen an verschiedenen Stellen vor Anker. Dort waren wir Baden. Es ist einfach herrlich vom Boot ins Wasser zu springen.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Tag konnten wir Kraniche und Ringelnattern beobachten. Nach der Durchfahrt der Müritz-Havel-Wasser-Str. haben wir die kleine Müritz angesteuert.  An der Insel haben wir den Anker geworfen. Abends haben wir den schönen Sonnenuntergang beobachtet.

Morgens  nach dem ersten Bad in der kleinen Müritz bin ich mit dem SUP nach Rechlin gepaddelt.

Tagsüber konnte man die Seeadler und Fischadler beobachten.

Abends gings dann zurück in den Claassee. Nach erfolgreichem Anlegemanöver haben wir auch dort den Sonnenuntergang im Hafendorf erlebt.

Dann ging es ans Packen für die Bootsübergabe.

Es war insgesamt eine sehr schöne Bootsreise. Die bellus läßt sich sehr einfach steuern und macht viel Spaß. Die Abläufe waren in der CORONA Krise gut gemanagt.

Wir planen bereits unsere nächste Bootsreise mit Kuhnle-TOURS.

10 gute Gründe für einen Urlaub auf dem Hausboot

10 gute Gründe für einen Urlaub auf dem Hausboot

Als Segler war ich schon immer gern auf dem Wasser und als ich dann meine erste Hausboottour machte war ich begeistert davon wie viel man in kurzer Zeit erleben kann.

Auf großer Fahrt zum Schweriner See

Auf großer Fahrt zum Schweriner See

Mit dem Hausboot von der Müritz bis zum Schweriner See und zurück

Im September 2018 haben wir – meine Frau und ich – unseren fünften Hausbooturlaub mit einer Kormoran von Kuhnle-Tours verbracht. Es war die bislang längste und abwechslungsreichste Reise. Hierüber ein kurzer Bericht:

Bootsurlaub auf Rädern

Bootsurlaub auf Rädern

von Adina und Timo Hermann

Stein auf Stein im Hafendorf Müritz

Stein auf Stein im Hafendorf Müritz

Von Dagmar Kuhnle

Am 5. Oktober 2018 gab es im Hafendorf Müritz Grund zum Feiern: Im Dachstuhl des ersten Gebäudes der Marina Müritz Apartments baumelte der Richtkranz und Harald Kuhnle durfte als Mit-Bauherr den symbolischen letzten Nagel in den Dachstuhl einschlagen, was das Ende des Rohbaus symbolisiert.