Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Und wer wüsste das wohl besser, als unsere ehemaligen Azubis?! Und so habe ich einfach mal gefragt, wie denn nun die Ausbildung bei der Kuhnle Werft ist.

Ein oft verwendeter Ausdruck war „gut aufgehoben“. Das Wichtigste an einer Ausbildung ist die richtige Unterstützung. Viele unserer Werft-Azubis standen auch einmal am Anfang ihrer Ausbildung, ohne irgendeine Ahnung, was genau sie nun wirklich erwartet und ob sie es am Ende auch schaffen würden. Aber anscheinend hatten alle genau dasselbe Ziel: Am Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung zu bestehen und während der Ausbildungsjahre möglichst viel Wissen zu erfassen. Nach den Berichten der Azubis gelang dies fast kinderleicht. Denn mit der richtigen und  intensiven Unterstützung durch die Ausbilder und der Freude am Job gelang es ohne größere Probleme. Und ist es nicht viel wert zu wissen, dass man in seiner Firma und bei seinen Arbeitskollegen gut aufgehoben ist, auch wenn etwas mal nicht ganz so rund läuft?!

Eine weitere Frage, die mir während des Gespräches in den Sinn kam war, in wie fern die Azubis integriert werden und wie stark das Gefühl ist, dass sie wirklich dazu gehören und gebraucht werden. Denn auch das fördert das Gefühl in der Ausbildung unterstützt zu werden.

Die Antwort war deutlich: man könnte es abkürzen mit „ Lackieren, schweißen, schleifen, Schäden ausbessern“. Aber auf keinen Fall negativer Natur, alle waren sich einig, dass genau dieses Eingebunden sein viel mehr Erfahrungen liefert und auch das Selbstbewusstsein stärkt. Denn nur durch die Praxis kann man bestimmte Tätigkeiten perfektionieren. Da die Ausbildungsberufe, wie Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik und Industriemechaniker, viele unterschiedliche sowie interessante Aufgaben mit sich bringen, hat es an Praxis nicht gefehlt. Es wurde aber auch dazu erwähnt, dass trotz vieler verschiedener Aufgaben und der damit wachsenden Selbstständigkeit nie ein Azubi bei Fragen oder Problemen vernachlässigt wurde. Motto war: „Es ist die Aufgabe eines Azubis Fragen zu stellen“ und „ aus Fehlern lernt man“.

Weiter ging es im Gespräch natürlich auch um die Berufsschule und wie weit einige fahren mussten, um diese besuchen zu können. Auch trotz weiter Fahrtstrecken, wie bis nach Fürstenwalde schien auch die Berufsschulzeit glatt abgelaufen zu sein. Na klar gab es auch hin und wieder mal nicht so gute Ergebnisse, was jedoch keinen unserer ehemaligen Azubis vom Ziel abgehalten hat. Auch waren die Berufsschullehrer ebenso, wie die Ausbilder im Betrieb immer zur Stelle.

Allgemein wurde aus dem Gespräch ersichtlich, dass das Erreichen einer abgeschlossenen Berufsausbildung für unsere Azubis nicht all zu anstrengend war. Aufgrund der guten Vorbereitung im Betrieb und ebenso in der Berufsschule könnten die Prüfungen ohne größerer Probleme absolviert und bestanden werden. Unsere ehemaligen Auszubildenden gingen ebenfalls darauf ein, dass sowohl der Beruf als auch die Ausbildung sie ungemein interessierte, was die Abschlussprüfung entspannter gestaltete. Aber auch ein großes Lob ging an die Ausbilder und unser Unternehmen, was sie täglich und mit Freude unterstützten, ihnen alles beibrachten und einfach wie eine zweite Familie für sie da war.

Mehr Informationen zu den Ausbildungsberufen der Kuhnle Werft finden Sie hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/ausbildung/

Wieder einen groß gekriegt!

Wieder einen groß gekriegt!

Diesmal ist es ein echter Jung aus der Gegend, der ab heute das Team der Kuhnle-Werft verstärkt. Maximilian Enders kommt aus Lärz, lernte im Nachbardorf beim Müritz-Segelverein Rechlin Segeln und machte seine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Kuhnle-Werft, wo er schnell die Ausbilder mit seinen praktischen Fähigkeiten überzeugte. So ganz wird ihm die Theorie jedoch nicht erspart bleiben: Als Facharbeiter wird er von der Werft jetzt zielgerichtet zu weiterführenden Schweiß-Lehrgängen geschickt, die auch wieder viel Theorie enthalten. Willkommen an Bord!

Interesse an einer Ausbildung zum Industriemechaniker geweckt? Weitere Informationen zur dieser Ausbildung finden Sie auf

https://www.kuhnle.jobs/angebote/ausbildung/ausbildung-industriemechaniker/.

Die Kuhnle-Group im Schnee

Die Kuhnle-Group im Schnee

„Es schneit!“ – der Betreff einer E-Mail, die ich vor ein paar Tagen von meiner Ausbilderin im Bereich Marketing bekommen habe. Und tatsächlich: dicke, weiße Schneeflocken fielen vom Himmel und veredelten die Landschaft. Auch in der Nacht zuvor hatte es schon geschneit – es war sogar kalt genug, dass der Schnee an unserem Hafen liegen blieb. Entsprechend lautete meine Aufgabenstellung natürlich: ab in das frostige Wetter und Fotos von unseren Booten machen!

Zu Beginn eine recht einfache Aufgabe, doch als es dann hieß, dass es sichtbar werden soll, dass es gerade schneit, war es doch nicht mehr so leicht. Ich kletterte auf unsere Kormoranboote – die den Winter über im Wasser liegen – baute einen Mini-Schneemann und hinterlies Spuren im Schnee, die aussahen, als wäre jemand ins Wasser gelaufen – genau am Ende der Stege hörten sie abrupt auf. Und tatsächlich hatte ich das eine oder andere mal Angst, dass mein Handy oder ich selbst ein eiskaltes Bad zu nehmen – zum Glück hatte ich keine Zuschauer. Nach diesem kleinen Schneeabenteuer, ging es schnell zurück ins Büro – oder besser gesagt in die Ferienwohnung. Coronabedingt wurden unsere Wohnungen spontan umfunktioniert in Büros. Vorteil für mich – ich konnte mir schnell einen heißen Kakao machen, während ich meiner Ausbilderin die Fotos sendete.

Natürlich ist diese Arbeit aber nicht unser täglich Brot. Sie als unsere Gäste kennen uns alle als „die Dame im Marinabüro“ oder „den Techniker, der Ihnen das Boot erklärt hat“. Doch das sind wir nur in der Saison – und die hört Ende Oktober auf. Eigentlich war geplant, dass auch im Winter unsere Kormoranboote von Ihnengebucht werden, doch die Covid-19-Situation hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was also machen wir Mitarbeiter alle, wenn die Saison vorbei ist?

Im Hafen arbeiten im Sommer Bürofachkräfte, Tourismuskaufleute, Techniker, Azubis, Rentner und Saisonarbeiter, um Ihren Urlaub so erholsam wie möglich zu gestalten. Die letzten beiden Gruppe fahren nach Saisonende wieder nach Hause oder suchen sich eine andere Arbeit. Doch die Erstgenannten bleiben hier – nur wird ihr Arbeitsplatz verlagert. Statt im Marina- oder Stegbüro zu sitzen, arbeiten die Büro- und Tourismusfachleute nun in unserem Firmengebäude. Auch die Azubis verteilen sich dort auf verschiedene Abteilungen. Die Techniker „verschwinden“ in unsere hauseigene Kuhnle-Werft. Wofür wir im Winter plötzlich fast doppelt so viele Mitarbeiter in Büro und Werft brauchen? Erklärung folgt:

Der Winter ist die Zeit der Häuslichkeit. Familien, Paare und Freunde sitzen zusammen, tauschen sich aus und dann ist das Thema da: Urlaub. Der Computer wird angeschmissen und es wird nach Locations für den nächsten Trip gesucht. Haben sich alle geeinigt, werden Anfragen an Hotels, Reisebüros und Unternehmen wie uns gestellt. Und somit geben Sie selbst uns die Arbeit in die Hand. Ihre Anfrage kommt in unserer Reservierungsabteilung an – doch nicht nur Ihre, sondern die aller Urlaubsliebhaber. Jetzt heißt es für uns, Ihre Anfrage so schnell wie möglich zu bearbeiten und Ihnen, auf Ihre Wünsche zugeschnittene, Angebote zu unterbreiten. Gleichzeitig muss das klingelnde Telefon abgedeckt werden und angenommene Angebote müssen in Buchungen umgewandelt werden. Im Winter stehen dafür normalerweise sechs Kräfte zur Verfügung – darunter auch die Azubis, die eine Ausbildung im Tourismusbereich machen.

Damit Sie uns eine Anfrage für eine Buchung schicken, müssen wir Ihnen jedoch erstmal aufgefallen sein. Genau daran wird im Marketing auf Hochtouren gearbeitet: Welche neuen Angebote können wir machen? Wie verbessern wir unseren Online- und Social-Media-Auftritt? Diesen Winter steht außerdem die Einführung eines Chatbot-Systems auf der To-Do-Liste.

Bevor Sie eine Reise bei uns Antreten, bekommen Sie Informationen zu unseren Gewässern und Booten zugesandt. Somit nutzen wir den Winter, um diese Informationen den Veränderungen anzupassen und Sie somit „Up to date“ zu halten, wenn Sie Ihren Urlaub starten.

Zu der Kuhnle-Group gehört auch unser Shop, welcher im Winter ebenso auf Hochtouren läuft. Denn hierüber laufen die Einkäufe und Bestellungen unserer Kuhnle-Werft. Hierbei wird sich auch erklären, warum ich zu Beginn des Artikels geschrieben habe, dass die Techniker in der Wert „verschwinden“: in den Wintermonaten sind sowohl fast die vollständige Charterflotte als auch die Privatboot an Land – die perfekte Gelegenheit Aufbesserungen vorzunehmen, finden unser Chef und die Bootseigner. Somit wird in der Werft fleißig gemalert, verdichtet, aufgepolstert und repariert. Doch das ist noch lange nicht alles: pro Winter wird mindestens ein Boot komplett neu aufgebaut. Das momentane Winterprojekt lautet: Sauna-Hausboot. Eine besondere Herausforderung für die Werftangestellten und ein besonderer Luxus für Sie: Urlaub auf einem unserer Febomobile ohne auf die Sauna verzichten zu müssen! Klicken Sie sich doch mal rein: https://www.kuhnle-tours.de/hausboote/sauna-hausboot/ .

Wie Sie sehen, gibt es also auch neben der Saison bei der Kuhnle-Group viel zu erledigen. Bestehen bleibt jedoch immer die Freude auf die nächste Saison. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Vom November und weihnachtlicher Vorfreude

Vom November und weihnachtlicher Vorfreude

Es ist früh morgens, der letzte Dienstag des Novembers, seit einer halben Stunde wird es langsam heller. Vereinzelt hört man einige Krähen durch den sich langsam lichtenden Nebel rufen. Die graue Wolkendecke schafft ein kaltes und trostloses Licht. Wären meine Kollegen nicht schon zum Teil da oder würden sie nicht gerade neben mir auf den Parkplatz rollen, könnte sich das Gefühl einstellen, ich sei der einzige Mensch auf dem Planeten.


Es ist halt Ende November, da kann man eben nicht viel erwarten, aber immerhin sind die Temperaturen noch über dem Gefrierpunkt. Zumindest tagsüber. Kalt ist es jedoch trotzdem und der Steg ist von der letzten Nacht noch stellenweise vereist. Zum Glück gibt es auf den Booten Heizungen und die früh morgendliche Stille auf dem See hat schon fast etwas Magisches.


Am kommenden Sonntag ist der erste Advent und unter den versammelten Azubis macht sich bereits Weihnachtsstimmung breit. Mit Lichterketten und einem Weihnachtsbaum ausgestattet wollen wir die gemütliche, winterliche Ruhe einfangen und ihr einen Anstrich von weihnachtlicher Vorfreude verpassen. Später wollen wir noch eine der geräumigen und warmen Ferienwohnungen in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen, in denen man im Winter bei viel Komfort und Platz die Ruhe genießen kann.

Wer ist eigentlich unsere Ausbilderin?

Wer ist eigentlich unsere Ausbilderin?

Ich möchte unsere stets nette und engagierte Ausbilderin Katharina Karpowitsch vorstellen.
Frau Karpowitsch absolvierte 2011 das Abitur und hat anschließend erfolgreich eine Ausbildung zur Industriekauffrau in Waren absolviert. Nach ihrer Lehre verbrachte sie ein weiteres halbes Jahr in ihrem Ausbildungsbetrieb und kam im Dezember 2014 nach Rechlin zur KUHNLE-TOURS GmbH.
Sie wechselte unter anderem nach Rechlin, um endlich bessere Perspektiven und Aufstiegschancen zu erlangen, welche sie in der Region bekannten Firma KUHNLE-TOURS GmbH bekam. Mit frischen 23 Jahren und gerade einmal einem halben Jahr im Betrieb, wurde ihr das Angebot gemacht Ausbilderin zu werden. Diese erste Aufstiegschance nahm sie natürlich an, weil ihr trotz der kurzen Zeit so viel Vertrauen geschenkt wurde.
Anfangs war sie jedoch skeptisch, da es ungewöhnlich war, wenn ein Ausbilder jünger ist als seine Auszubildenden, doch sie erkannte stets ihre Vorteile in der Situation und nutzt sie heute noch clever.
Um Ausbilderin zu werden, wurde sie vom Unternehmen freigestellt und belegte so einen zweiwöchigen Kurs der IHK. Einige Wochen später, bestand Frau Karpowitsch sowohl ihre mündliche als auch ihre schriftliche Prüfung mit Bravur. Mittlerweile ist sie nun schon fast fünfeinhalb Jahre Ausbilderin für die kaufmännischen Ausbildungsberufe bei der Kuhnle Group.
Zu ihren Aufgaben als Ausbilderin gehören u.a. Stellenausschreiben anfertigen, Bewerbungsgespräche führen, Azubis einstellen, die Anmeldungen für Berufsschule und Prüfungen durchführen. Natürlich hat sie auch noch viele weitere wichtige Aufgaben, da sie ebenfalls die Leitung des BackOffice übernimmt. Am wichtigsten ist allerdings das Frau Karpowitsch, egal um was es geht, immer ein offenes Ohr und Herz für ihre Auszubildenden hat.

Achtung der Busch !!!

Achtung der Busch !!!

Während der Azubi-Einfachfahrt von Priepert zum Hafendorf Müritz wurden weder Tiere, Pflanzen noch Menschen verletzt oder wirklich gefährdet.

Wir bekamen die Nachricht im Laufe des Tages. „Alle Azubis überführen am 29. September 2020  zwei Hausboote von Priepert nach Rechlin (Hafendorf Müritz).“ Und sofort ging die Planung los. Wer fährt die riesigen Febomobile? Wie kommen wir denn überhaupt nach Priepert, denn Busse fahren hier bestimmt nicht? Wer kommt denn eigentlich alles mit? Und die wichtigste Frage der gesamten Woche: „Müssen wir auf den Booten übernachten?“

Aber nach der ersten Aufregung senkte sich die Stimmung auch wieder. Wir fanden raus, wie wir nach Priepert kommen sollten, denn zum Glück gab da der KUHNLE-TOURS-Fuhrpark noch einige Möglichkeiten her. Dann hieß es die nächste Frage zu beantworten. „Wie sieht es aus mit den Schleusen und wie viele sind es überhaupt?“ Insgesamt waren es vier. Schleuse Strasen, Canow, Diemitz und zu guter letzt die Schleuse Mirow. Gott sei dank nur vier … Als aber angerufen wurde, um an den Schleusen die Wartezeiten zu erfragen, bekamen alle einen Schreck: Drei bis vier Stunden! (Spoiler: Am Ende ging es deutlich schneller), Aber mit dieser Information ging das aufgeregte Palaver zu dem Thema: „Wir müssen auf dem Boot schlafen“ bereits wieder los. Dann wurden nur noch ein paar letzte Fragen geklärt, die zum Beispiel das Essen betrafen.

Einer der Überführungskandidaten: das Febomobil 1180

Und dann standen wir am 29. September 2020 alle morgens um 8 Uhr , vor dem Marina-Shop und warteten auf unsere Mitfahrgelegenheit. Es war verdammt kalt. Die Mädels zitterten und hatten fast ihren gesamten Hausrat mitgebracht, was Decken, Socken und alle möglichen Dinge, die Mädchen halt so brauchen, angeht. Ein Wunder, dass nicht noch Spiegel und ein Föhn zum Stylen eingepackt wurden :). Die Jungs hingegen hatten mal wieder eher weniger an das kühle Wetter gedacht. Echte Männer frieren halt nicht. Außerdem hatten sie die Zeit genutzt, um sich mit dem Thema Essen zu beschäftigen, und brachten keine Socken, aber dafür Schokomilch und eine irre Menge an Knoppers, Würstchen und Energydrinks an Bord.

Als wir dann nach ungefähr einer halben Stunde Autofahrt endlich in Priepert angekommen waren, bekamen wir die Bootsschlüssel und machten es uns erstmal auf einem der Boote bequem, weil wir noch auf die andere Gruppe warten mussten. In der Zwischenzeit wurde dann schon der erste Proviant angebrochen, um den ach so niedlichen Schwan zu füttern, der uns wahrscheinlich am Liebsten in den Finger gebissen hätte aber doch sooo süß mit seinem Bürzel wackelte. Wir machten es uns richtig gemütlich auf den großen Sitzflächen, die unser Febomobil bietet, und stöberten durch den Törnatlas, um uns schon mal die vor uns liegende Strecke anzusehen. Zum Glück hatten wir die Jungs dabei, ohne die wir es höchstwahrscheinlich nicht bis nach Rechlin, sondern eher nach Timbuktu geschafft hätten.

Liegt Timbuktu am Wasser? Und wenn ja: Kann man da anlegen?

Als die andere Gruppe dann eintrudelte, genauso fröstelnd und müde wie wir, ging es auf die wilde Fahrt. Die Motoren wurden gestartet, die Leinen gelöst und auch schon erste Bilder gemacht. Wir schipperten also los, hörten Musik und die Stimmung stieg an. Sie bieb gut bis wir so nah an der Schleuse waren, dass wir die Breite der Schleuse sahen und die Menge an Booten, die vor uns noch durch die Schleuse mussten. Wir waren nämlich die Letzten, das heißt, alle die bereits an der Schleuse festgemacht hatten, beobachteten unser Anlegemanöver genau. Und standen höchstwahrscheinlich Todesängste aus, weil sie Angst hatten, wir würden ihre Ruderboote rammen. Zum Glück lief alles wie geschmiert mit Mindestabstand.

Auch die nächste Schleuse sollte an sich keine Probleme bereiten, wäre da nicht der Schleusenwärter gewesen, der unser beiden Boote getrennt schleusen wollte. So mussten wir nach unserer Schleusung auf die anderen warten. Es gab nur eine Komplikation … wir standen im Halteverbot. Und schon nach gerade mal fünf Minuten wurden wir gebeten, wieder abzulegen. Als wir dem Eigentümer des Stegs unser Problem schilderten, zeigte er viel Verständnis und so konnten wir seelenruhig auf unsere zweite Crew warten. Wir mussten gar nicht hinter uns schauen, sondern konnten schon hören, dass die anderen von hinten angeschippet kamen. Sie waren nämlich aufgeregt, weil sie Probleme beim Schleusen hatten. Erwischt hatten sie das Boot ohne Bugstrahlruder, was ihnen das Steuern in und aus den Schleusen erschwerte.

Nach diesem Schreck kam allerdings auch schon der zweite. Wir ließen unsere Kameraden kurz an uns vorbei fahren und dann sahen wir den Kanufahrer, auf den die anderen direkt – aber ungewollt – zusteuerten. Keine Angst, er lebt noch und fand es zudem äußerst amüsant, uns bei unseren ersten Gehversuchen auf dem Wasser zuzusehen. Trotzdem hatten wir alle Angst, ihn womöglich zu überfahren. Wir fuhren also weiter, zum Glück ohne Enten oder Kanufahrer auf dem Gewissen zu haben und tranken unsere Traubenschorle, die Jungs ihre Cola und die Energydrinks und reizten die Lautstärkekapazität unserer Febomobillautsprecher voll aus. Wir liefen dauernd hin und her, von vorn nach hinten, um zu sehen, wo die anderen mit ihrem Boot abgeblieben waren. Es wurden alle möglichen neuen Tanzmoves ausgetauscht und ausprobiert, was sehr amüsant war.

Dann wurde uns allen kalt, vor allem den Mädchen. Und auch mit allen fünf Paar Socken, Handschuhen und Schal, war es immer noch kalt. Dann kamen wir allerdings auf die fabelhafte Idee, einfach die Heizung anzuschalten. So richtig warm wurde es jedoch nicht, weil die große Tür zu Vordeck offen bleiben sollte, damit die Steuerfrau nicht so alleine war. Also mussten wir so lange weiter frieren, bis wir dann endlich die ersten Sonnenstrahlen sahen. Und als hätte die Kälte nicht gereicht, musste es auf dem Wasser natürlich, und wie sollte es auch anders sein, stürmen – jedenfalls gefühlt.

Mit Eisblockfüßen passierten wir dann die dritte Schleuse. Wir, das erste Boot, schaffte es gut und gerade in die Schleusenkammer. Unser zweites Boot wollte anscheinend seitwärts einparken, schafften es dann aber doch nach etwas Tüfteln. Wir waren immer richtig verblüfft, wie gut sie es dann doch hinbekamen, das Boot in die richtige Position zu bewegen. Wir hatten es da mit unserem großen Febomobil und dem Bugstrahlruder etwas leichter. Um dann gute Fotos von der Schleuse machen zu können, kletterten wir über die Leiter aufs Dach des Febomobils und konnten so sogar den Wasserstand auf der anderen Seite sehen. Dann sprudelte wieder das Wasser in die Schleuse. Wie in einem Whirlpool brodelte das Wasser genau zwischen uns und dem Schleusentor. Das war ein Spektakel! Als der gewünschte Wasserstand erreicht war, gingen die beiden Seiten des Schleusentors auf und unsere Gruppe konnte ihren Törn fortsetzen.

Und wie sollte es anders sein … auch nach der dritten Schleuse passierte uns erneut ein Missgeschick: Diesmal jedoch uns. Kurz aufeinander folgend fuhren wir zuerst ans Ufer, direkt in einen riesigen Busch und gleich danach fast gegen eine Brücke. Die zwanzig Zentimeter Luft zwischen der steinernden Brücke und dem Febomobil retteten uns vor einer Kollision. Das war haarscharf … und wir schrien alle umher.

Mittlerweile bekamen alle Hunger und die Jungs, richtige Gentlemen, versorgten uns Mädchen mit Knoppers. Selber fielen sie über ihre Würstchen und die Schokoladenmilch her. Als wir dann endlich in Mirow angekommen waren, war das Essen zwar alle, aber wir hatten immer noch Hunger. Was sollten wir jetzt nur tun? Es gab nur zwei Möglichkeiten, entweder elend verhungern oder drei von uns an der Brücke rauslassen, um uns Essen beim Netto um die Ecke zu besorgen. Da keiner von uns auf hoher See an quälendem Hunger draufgehen wollte, blieb ja nur noch der Netto. Wir mussten glücklicherweise nicht hungern, denn die leckeren Kekse und Brötchen füllten unsere Seefahrermägen.

Jetzt mussten wir nur noch durch die Schleuse Mirow. Was alle natürlich super meisterten. Wir waren ja jetzt erfahrene Schleusenschiffer! Nach einer weiteren Stunde Kanalfahrt erreichten wir die Müritz. Wir hatten also nach der Schleuse noch gut drei Stunden Fahrt vor uns. Was macht man mit so viel Zeit? Eine Runde „Wer bin ich“ spielen, noch mehr Tanzmoves ausprobieren, etwas singen oder ein Mittagsschläfchen halten? Am besten alles. Und so gingen die letzten Stunden auch vorbei.

Und dann konnten wir es sehen, von Weitem, unser Ziel! Zu unserem Erstaunen würden wir sogar pünktlich anlegen. Jedoch kamen uns die letzten 20 Minuten wie eine Stunde vor. Wir begannen dann schon alles aufzuräumen, packten den Müll und die Pfandflaschen ein und wischten den Tisch ab. Als wir dann mal wieder mit dem Macarena in unseren Hafen einliefen, wurden wir bereits erwartet und freundlicherweise in unsere Parklücke gelotst. Auf die anderen mussten wir noch ein paar Minuten warten, da sie mit ihrem kleineren Boot nicht so schnell hinterher kamen. Endlich da, parkte dann auch der zweite Teil unserer Flottille und alle gingen von Bord.

Auf dem Steg unterhielten wir uns dann noch etwas miteinander, bis es dann hieß Abfahrt nach Hause. Wir verabschiedeten uns. Einige fuhren nach Hause und ein paar von uns gingen auch noch in die Pirates Bar, um etwas Leckeres zu trinken und die Zeit noch zu genießen.

Wir sind zusammen mit den Booten heil angekommen – auch, wenn wir alle gedacht hatten, wir müssten Schiffsbruch erleiden. Alles in allem war es eine gelungene Bootsüberführung.

Subaru SVX-Club zu Gast im Hafendorf Müritz

Subaru SVX-Club zu Gast im Hafendorf Müritz

Rrrrööööööhr! Auf diesem Bild sind fast 3000 PS versammelt! Für soviel Leistung müsste man sonst sechs große Laster oder um die 50 Hausboote vor die Werft fahren!

Wir hatten heute Besuch vom Subaru SVX-Club, der sein Jahrestreffen in diesem Jahr bei uns an den mecklenburgischen Großseen hat. Auf dem Programm stand auch eine Führung durch die Werft und ein kleiner Ausflug in die Geschichte unseres Betriebsgeländes von der Erprobungsstelle bis zur heutigen Hausbootwerft.

Die SVX-Baureihe von Subaru ist im Autoland Deutschland kaum bekannt. Die mit 3,3 Litern Hubraum verwöhnten Autos wurden nur von 1991 bis 1997 gebaut. Aktuell sind noch 187 Fahrzeuge auf der Straße. Wenn man eins sehen will, muss man wirklich gut aufpassen, denn die Sportcoupés können bis zu 249 Stundenkilometer schnell werden.

Der Club um den Vorsitzenden Heiko Temp war so freundlich, uns eine Spende von 300 Euro für den Kuhnle-Tours-Förderverein für junge Wassersportler zu überreichen. Dafür bedanken wir uns im Namen der jungen Wassersportler ganz herzlich! Wir wünschen dem Club und seinen Fahrzeugen allzeit knitterfreie Fahrt und gut geschmierte Getriebe!

Auf der Aquino steppt der Bär

Auf der Aquino steppt der Bär

Die Musik genießen, sich das Essen schmecken lassen und mit Freunden in den Sonnenuntergang fahren. All das und vieles mehr lässt sich mit der Aquino erleben.

Auch unsere Azubis konnten mal wieder einen schönen Nachmittag auf einem unserer Boote erleben. Um 17 Uhr, nach der Arbeit, traf sich eine kleine Gruppe Azubis am Steg für eine Bootsfahr mit der Göteborg. Einige von ihnen hatten Essen vorbeireitet andere haben sich um die Musik und ein Beiboot gekümmert. Kurz, nachdem alle eingetroffen waren, ging es auch schon los. Jeder suchte sich einen Platz und als dann alle Leinen los waren, begann die bunte Fahrt. Mit Musik und munterem Erzählen fuhr die Gruppe auf die Müritz, um die Zeit und vor allem den bevorstehenden Sonnenuntergang zu genießen. 

Allerdings gab es für unsere Azubis auch eine Aufgabe. Die schöne Atmosphäre einzufangen, mithilfe von Fotos und Videos, welche für unser Social Media bei Facebook und Instagram genutzt werden sollen. Und natürlich kommt erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Also wurden zu aller erst die Foto-, und Videoaufträge, wie ein Sprung ins Wasser oder die berührende Titanicszene in der Jack seine Arme um Rose schlingt, aufgenommen. Auch von außen wurden Bilder gemacht, da unseren Azubis genau für diese Fotos ein Beiboot zur Verfügung gestellt wurde. 

Nachdem alle Aufträge erledigt wurden, kam es dann zum gemütlichen Teil. Alle unterhielten sich fleißig, es wurde gegessen, Nudelsalat und Brötchen mit Aufstrich, und auch einfach das Zusammensein machte allen ersichtlich Spaß. Auch andere junge Mitarbeiter schlossen sich uns nach einiger Zeit an und es entstand eine bunte Runde. Und dann war es Zeit für den Sonnenuntergang. Um ca. 19.25 Uhr ging die Sonne endlich unter. Die Müritz wirkte wie ein riesiges blaues Fenster, in welchem sich die untergehende, feuerrote Sonne spiegelte und alles mit einem gelbgoldenen Schimmer überzog.  Eine Zeit lang war es dann ganz ruhig und alle beobachteten, wie die Sonne im Wald untertauchte. Als die Sonne fast weg war,  machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg aber es war keines Falls eine gedrückte Atmosphäre. Es wurde gelacht, gesungen und sogar der Macarena wurde an Bord der Aquino perfekt abgeliefert. Ins Hafendorf fuhren sie dann mit guter Laune und Helene Fischer im Ohr zurück.

Erstmal wieder angelegt ging es dann weiter in die Beachbar, welche genau am Hafen zu finden ist und einen perfekten Blick auf die anliegenden Boote bietet. Auch in der Strandbar ließ die Stimmung nicht nach und auch das Gequassel untereinander nicht. Nachdem alle eine Kleinigkeit getrunken hatten, ging es dann aber nach Hause, da die meisten am nächsten Tag wieder arbeiten mussten. Jeder verabschiedete sich, einige gingen zusammen zum Auto und andere fuhren mit dem Rad. Und so ging ein schöner Abend zuende mit der Vorfreude auf weitere solcher Ausflüge.  

Unvergessliches Wochenende auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Unvergessliches Wochenende auf der Mecklenburgischen Seenplatte

Um einen runden Geburtstag zu feiern, verbrachten wir in einer Gruppe von insgesamt vier Leuten Ende Mai 2019 ein wunderbares Wochenende auf dem Müritzsee. Die Marina war leicht zu finden, es gab reichlich Parkgelegenheiten und wir wurden freundlich empfangen. Die Einweisung auf der vetus 900 war professionell, freundlich und auf Anhieb verständlich – für uns besonders wichtig, denn wir hatten keinen Sportbootführerschein und fuhren das erste Mal mit einem etwas größeren Boot. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, ging es dann passend zur goldenen Stunde kurz vor Sonnenuntergang los. Die nächsten Tage waren einfach super – wir hatten jede Menge Spaß und konnten die wunderschöne Natur voll auskosten. Man hat die Freiheit, dort zu halten wo es einem gefällt, kann schwimmen und die Ruhe genießen. Wir sind abends nicht in den Hafen eingelaufen sondern haben uns eine nette Bucht gesucht und den Anker ausgeworfen, der Strom hat für das ganze Wochenende ausgereicht. Die Schleusen zu passieren war immer etwas abenteuerlich und die ganze Crew hatte was zu tun, ist aber selbst ohne Erfahrung problemlos zu bewerkstelligen. Das Boot (vetus 900) war mit allem ausgestattet, was man braucht und wir hatten keine Probleme, für vier Erwachsene (keine Paare, keine Kinder) reichten die Schlafmöglichkeiten gerade aus. Falls das Budget es zulässt, bietet sich eine Kategorie größer für etwas mehr Privatsphäre und Schlafkomfort an (z.B. vetus 1000 mit zwei separaten Kabinen), insbesondere bei längeren Aufenthalten, für uns war das Preis-Leistungs-Niveau aber so gerade richtig. Sonntagabend ging es zurück in die Marina und nach einer letzten Nacht an Bord dann zum Check-Out am Montagmorgen. Auch hier hat alles reibungslos funktioniert, so dass ich den Anbieter KUHNLE-TOURS und die Gegend rund um den Müritzsee voll und ganz empfehlen kann.

Bootsurlaub auf Rädern

Bootsurlaub auf Rädern

von Adina und Timo Hermann