Berlins öffentliche Sportbootliegestellen (1) von Land aus erkundet

Berlins öffentliche Sportbootliegestellen (1) von Land aus erkundet

Die Wanderroute entlang der Spree berührt vier von insgesamt 12 öffentlichen Sportbootliegestellen in Berlin.

  • Landwehrkanal km 9,8 rechtes Ufer unterhalb Wiener Brücke
  • Spreekanal km 1,6 linkes Ufer zwischen Neue Roßstraßenbrücke und Neue Grünstraßenbrücke
  • Spree-Oder-Wasserstraße km 15,3 –  15,41 rechtes Ufer Schiffbauerdamm
  • Spree-Oder-Wasserstraße km 12,1 rechtes Ufer Bundesratsufer

Alle Liegeplätze befinden sich unweit von U- und/oder S-Bahnstationen sowie im Einzugsgebiet der Leihradvermieter Call-a-Bike & Co., so dass das Charterboot notfalls schnell zu erreichen ist.

Wer unabhängig von den Sperrzeiten (10:30 – 19 h) zwischen Regierungsviertel und Mühlendammschleuse lieber durch den Landwehrkanal in Richtung Bahnhof Zoo fährt, sollte im beschaulichen Kiezviertel Kreuzberg an der Wiener Brücke festmachen und die Wandertour am Wehrgraben neben der oberen Schleuse beginnen. Hier befindet das Veranstaltungszentrum Arena Berlin mit coolen Locations und einer transportablen 1:1 Kopie der Hamburger Oberhafen-Kantine in Holzbauweise. Zwischen Flutgraben und Schleuse ragen die Terrassen des „Freischwimmers“ über die Wasserkante.

Auf dem Weg zur nächsten öffentlichen Sportbootliegestelle gehen wir auf der Puschkinallee, an der sich Relikte der früher hier verlaufenden Mauer befinden, in Richtung Kreuzberg bis zur U-Bahnstation Schlesisches Tor. Hier biegen wir nach rechts in die parallel zur U-Bahn verlaufende Oberbaumstraße ab und überqueren kurz darauf die allen Bootfahrern bekannte Oberbaumbrücke mit den beiden rotgeklinkerten Türmchen. Hinter der Brücke halten wir uns am rechten Ufer auf der Mühlenstraße in Richtung Innenstadt. Nach wenigen Schritten stehen wir am „The Wall Museum“ und folgen dem längsten verbliebenen Stück der inzwischen denkmalgeschützten Berliner Mauer mit den berühmten Graffitis, genannt „East Side Gallery“. Über die Mühlenstraße hinweg lohnt ein Blick auf die riesige Mercedes-Benz-Arena, bevor wir am Ende der Mauer den Ostbahnhof erreichen. (Tipp für Bootfahrer: Hier können Nachzügler oder Frühaussteiger unkompliziert an/von Bord gehen. Am Ende der Mauer ist ein Durchgang zum Park am Spreeufer) Wir gehen auf dem Stralauer Platz weiter. Neben einer Brache wurde marode Vorwendearchitektur um einem neuen Gebäudekomplex erweitert, unter dessen riesigem Glasdach das EnergieForum Berlin residiert. Wir verlassen das Atrium am Südende über eine zur Spree gelegene Terrasse und gelangen über den Parkplatz wieder zum Straulauer Platz. An der nächsten Kreuzung biegen wir links ab auf die Schillingbrücke und beobachten, wie ein blaues Polizeiboot auf seiner Vormittagstour die enge Durchfahrt ansteuert. Am Südufer rechts der Straße erhebt sich die Deutschlandzentrale der Gewerkschaft ver.di. Wir steigen vor dem Bürokomplex die Treppen zum Uferweg hinab und gelangen einige Meter weiter vor der verfallenen Ziegelfassade der ehemaligen Berliner Eisfabrik in ein buntes Zeltdorf, dass am Eingangsschild als „Teepee Land“ firmiert.  Wie Teepees, so die englische Schreibweise für ein Tipi, sehen die zumeist aus alten Planen kunstvoll zusammengebauten Bauwerke auch aus. Teepee Land versteht sich selbst als alternatives Wohnprojekt und als Ausdruck gegen den in der Stadt um sich greifenden Mietwucher. Auf dem Gelände befinden sich u.a. eine Art Versammlungsraum und Gemeinschaftsküche, ein Kompostklo und eine Bühne. Wer die Bewohner nett fragt, darf sicher auch mal einen Blick in ein Tipi werfen. Im Innern finden sich weder Schlafsäcke noch Isomatten, stattdessen kuschlige Doppelbetten, auf denen Kätzchen dösen. Als Heizung dient eine Art Blechwanne mit Steinen drin, die wie bei einem Saunaofen aufgeheizt werden und die gespeicherte Wärme allmählich abgeben. Da soll es auch bei heftigen Minusgraden nicht ungemütlich werden. Das Tipi hat sogar ein „Gästezimmer“ in Form eines weiteren Doppelbetts auf einem Zwischenboden darüber. Teepee Land hat auch einen kleinen Gemüsegarten, und ein unscheinbares Schild mit der Aufschrift „Bootshaus“ führt über eine steile Treppe zu einem in den sechziger Jahren errichteten Bunker, in dem die DDR-Grenztruppen ihre Patrouillenboote parkten. Anders als im Bereich der heutigen Eastside Gallery verlief die Mauer hier südlich der Spree. In der von außen unscheinbaren und innen sehr coolen Location liegt nach wie vor ein Boot im Becken und es finden interessante Events mit Blick auf den Schiffsverkehr statt, wie etwa Tango-Workshops.

Zwischen den neuen Gebäuden von Projektraum Spreefeld gelangen wir auf die Straße und von dort über die Michaelisbrücke zu den drei „Bügeleisen“ der Berliner Verkehrsgesellschaft BVG. Auf der Wasserseite des markanten Gebäudes im Grünspan-Look begegnen uns etliche Leute auf dem Weg zur Zahlstelle für erhöhtes Beförderungsentgelt, die hier abseits des repräsentativen Haupteingangs dasselbe begleichen wollen. Alles ganz normale Leute, denen Schwarzfahren nicht ins Gesicht geschrieben ist.

Entlang der Holzmarktstraße verdecken Büro- und Gewerbegebäude den auf Stützen erbauten US-Bahnhof Jannowitzbrücke, dessen Gleise zum Teil über das Flussufer ragen.  Wieder überquere ich die Spree und stehe vor dem wuchtigen Klotz der chinesischen Botschaft am Märkischen Ufer. Einige Hausnummern weiter offeriert das Restaurant Marinehaus solide Hausmannskost aus dem Meer und hinter einer Uferkrümmung vor der Schleuse Mühlendamm liegt im Winterschlaf versunken der Historische Hafen. Hier haben vor allem Binnenschiffe eine neue Heimat gefunden, die als sogenannte Maßkähne den Schleusenmaßen der alten Kanäle rund um Berlin entsprachen. Von der gegenüberliegenden Seite habe ich einen Panoramablick auf die Oldtimer im Hafen, und von der Mühlendammbrücke auch auf die gleichnamige Schleuse daneben, die auch im Winter vor allem Rundfahrtenschiffe durchlässt.

Hinter den Schiffen des Historischen Hafens ersteckt sich hinter der Brücke zwischen Neuer Roßstraße und Fischerinsel der Spreekanal mit der zweiten öffentlichen Sportbootliegestelle auf unserer Tour.

Am anderen Ufer der Spree stoßen wir auf das Ephraim-Palais und entlang der Promenade auf zahlreiche Restaurants und Brauhäuser. Am Platz mit der Reiterstatue biegen wir in die Propststraße und befinden uns nun im Nikolaiviertel. Vorbei an der Zille-Destille und dem Heinrich-Zille-Museum stoßen wir auf die Nikolaikirche mit dem Wappenbrunnen davor. Ein paar Ecken weiter erhebt sich hinter der viel befahrenen Spandauer Straße der Turm des Roten Rathauses, das nach der Wende das Schöneberger Rathaus als Sitz des Regierenden Bürgermeisters ablöste. Durch das Foyer gelangen wir ins Treppenhaus, in dem auf einigen Etagen gerade eine Ausstellung typisch Berliner Produkte präsentiert.

Beim Verlassen der Berliner Regierungszentrale noch schnell ein Blick über eine lärmende Baustelle hinweg zum Fernsehturm, dann begeben wir uns vorbei an dem Traditionslokal „Mutter Hoppe“ über die Spree und mit Blick auf das Auswärtige Amt zum Schlossplatz, wo gegenüber dem ehemaligen Staatsratsgebäude Erich Honeckers das neue Berliner Stadtschloss an jener Stelle steht, wo zu DDR-Zeiten der Palast der Republik stand. Am Kupfergraben, einer aufgestauten und hier nicht mehr schiffbaren Verlängerung des Spreekanals entlang erreichen wir den berühmten Boulevard Unter den Linden, wo hinter der Brücke das Zeughaus mit dem Deutschen Historischen Museum zu einem lohnenswerten Einblick in die deutsche Geschichte einlädt.

In Richtung der imposanten Kuppel des Berliner Doms werden wir im Lustgarten von einer Osteuropäerinnen angesprochen, die den Passanten auf Schildern eine Spendenaktion vorgaukeln, bei der es sich ganz offensichtlich um organisierte Bettelei handelt. Hinter dem Alten Museum überqueren wir ein weiteres Mal die Spree und habe vom James-Simon-Park aus einen schönen Blick auf die Museumsinsel, deren Highlight, das Pergamon-Museum mit dem berühmten Altar gerade aufwändig restauriert wird.

Am Nordufer erreichen wir die Friedrichstraße mit dem Bahnhof, durch den man in Zeiten der Trennung in die „Hauptstadt der DDR“ eingereist ist. Heute erinnert daran nur noch die ehemalige, im Volksmund „Tränenpalast“ genannte Abfertigungshalle, die heute als Museum an die frühere Funktion erinnert.

Im Bereich des Schiffbauerdamms stoßen wir auf die dritte öffentliche Sportbootliegestelle unserer Tour. Von hier sind es nur wenige Schritte zu den Kneipen und Biergarten und zu den Theatern Friedrichstadtpalast und Admiralspalast. Für Bootfahrer ist auch hier dank des quirligen Bahnhofs Friedrichstaße ein idealer Punkt für eventuelle Crew-Wechsel.

Wir wollen die Friedrichstraße in nördlicher Richtung erkunden. Wenige Schritte weiter stehen Besucher vor dem Friedrichstadtpalast, dem schon zu DDR-Zeiten führenden Revuetheater Schlange. Wir lassen die Kulisse von der anderen Straßenseite auf uns wirken und wandern vorbei an der U-Bahnstation Oranienburger Tor bis zur Abzweigung Hannoversche Straße, wo die Friedrichstraße in die Chausseestraße mündet. Genau hier wohnte bis zu seiner Ausbürgerung in den Siebzigern der Liedermacher Wolf Biermann. Heute firmiert unter der bekannten Adresse das Berliner Greenpeace-Büro und daneben ein Italiener. Ein paar Häuser weiter verbirgt sich hinter einer Mauer der Französische Friedhof, den Biermann in seinem Lied „Hugenottenfriedhof“ besungen hat. Dieses Areal und auch das Bertold-Brecht-Wohnhaus gleich daneben lohnen der vielen Prominentengräber wegen auf jeden Fall einen Besuch. Die Zeit drängt, und so machen wir uns über die Hannoversche Straße, wo bis zur Wende die Ständige Vertretung der Bundesrepublik residierte, und vorbei an alten und neuen Gebäuden des berühmten Klinikums Charité auf den Weg zum Hauptbahnhof. Über die Invalidenstraße in westliche Richtung und den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal erreichen wir die zentrale Bahnhofshalle.

Wir begeben uns durch den Bahnhof auf die andere Seite. Über den Washingstonplatz gelangen wir zum Spreeufer mit Blick aufs Kanzleramt. Wir halten uns am Ufer spreeabwärts und erreichen hinter Schloss Bellevue, dem Sitz des Bundespräsidenten, die letzte Sportbootliegestelle unseres Tagesausflugs am Bundesratsufer.

Start Boating auf der Spree – Wie Einsteiger aufs Boot kommen 

Start Boating auf der Spree – Wie Einsteiger aufs Boot kommen 

Nach der regionalen Premiere 2016 in Werder/Havel und dem ersten Berliner Start-Boating-Event 2017 auf der Müggelspree fand das Event in diesem Jahr noch zentraler gelegen in der Citymarina am Rummelsburger See statt. Interessenten konnten sich über die Website www.startboating.de für eine Fahrt auf einem oder mehreren der teilnehmenden Boote registrieren und nach der Anmeldung vor Ort im Stundentakt ans Steuer begeben, nachdem sie eine Rettungsweste verpasst bekommen hatten. In diesem Jahr fand Start Boating an der Spree bereits ab Freitag statt. Bis Sonntagabend gab es an drei Tagen genug Gelegenheiten, große und kleine, offene und geschlossene Boote der teilnehmenden Sponsoren ausgiebig zu testen.

Kuhnle-Tours hat als einziger teilnehmender Hausbootvermieter zwei Boote am Steg liegen. Neben dem bewährten Klassiker “Kormoran 1140” steht als Kontrast eine stylische “Aquino 1190” mit ähnlichem Platzangebot für Probefahrten bereit.

Die Instruktoren Georg und Klaus hatten bereits am Donnerstag das Vergnügen, sich auf der Überführungsfahrt von der Basis am Zeuthener See bei bestem Sonnenwetter auf das Wochenende einzustimmen und mit der Start-Boating-Crew einen Erkundungstörn bis ans Ende der East Side Gallery zu unternehmen, um einige attraktive Routen fürs Wochenende auszuloten. Am Abend wird das Angebot der Citymarina einem Test unterzogen. Neben der Hafenküche direkt auf dem Marinagelände bietet einige Schritte weiter zum Rummelsburger See hin die Hauptstadtkogge “Gode Wind” eine maritime Atmosphäre für hungrige Gäste. Im Hafen selbst wartet – gut geschützt hinter den Frachtschuten der Binnenflotte – ein vielseitiges Angebot an Mietbooten mit und ohne Skipper auf Kundschaft.

Obwohl das Wetter – im Rückblick etwas ungewöhnlich für diese Sommersaison – sich zunehmend von der durchwachsenen Seite zeigt, betreten am frühen Freitagnachmittag die ersten Gäste die Hausbootflotte des Start-Boating-Events. Nach der Begrüßung und Einweisung durch die Skipper geht es aufs Achterdeck an den Außensteuerstand, um je nach Mut und Laune das Ablegemanöver zu beobachten oder am besten selbst Hand anzulegen. Leinen los, nach anderen Fahrzeugen Ausschau halten und dann langsam zwischen den Pfählen ins Freie.

Mit der Kormaran ist das für Novizen eine kleine Herausforderung, denn in diesem Fall gilt es die Parkbox rückwärts zu verlassen, und den Bug nach dem Aufstoppen mit Hilfe des Querstrahlruders in Richtung Hafenausfahrt zu drehen. Ruder geradeaus, mit ausreichend Gas das Boot in Fahrt setzen und langsam in Richtung Fahrwasser treiben, bis die Sicht nach allen Seiten frei ist und keine anderen Boote in die Quere kommen. Spätestens ab hier heißt es für die Gäste reihum das Ruder zu übernehmen und entlang den roten Fahrwassertonnen Kurs zu halten. Vorbei an der malerisch gelegenen Stralauer Kirche geht es weiter zum Wohnschiff “Helene”, das gegenüber dem Treptower Schiffsanleger festliegt und einer Familie als festes Domizil dient.

Kurz darauf steuern wir den ersten Engpass unter der Elisenbrücke an, über die eine S-Bahn in Richtung Ostkreuz rattert, und haben nun an Backbord den Allianz-Tower und die riesigen Metallskulpturen der “Molecular Men” vor uns. Durch den Osthafen halten wir uns so weit wie möglich rechts am Ufer, denn die großen Rundfahrtenschiffe der Weißen Flotte beanspruchen selbstbewusst ihren Bereich des Fahrwassers in beiden Richtungen.

Inzwischen hat uns auch die Aquino eingeholt, deren Ablegemanöver sich etwas anders und dank der ausgetüftelten Steuertechnik noch narrensicherer vollzog. Im Manövermodus gilt es mit einem Joystick umzugehen. Wenn man die Funktionen einmal kapiert hat, ist das ein Kinderspiel. Sind die Leinen los und befindet sich das Boot etwa mittig zwischen den Pfählen, gibt man einen Push voraus bis sich der Rumpf in Bewegung setzt. Sobald das Boot durch Wind, Strömung oder Wellengang anderer Fahrzeuge abdriftet, korrigiert man mit dem Joystick nach: Quer nach Backbord oder Steuerbord, oder durch eine Drehbewegung mit oder gegen den Uhrzeigersinn auf der Stelle drehend. Ist man auch mit dem Heck zwischen den Pfählen durch (oder eventuell schon vorher), dreht man den Bug in Richtung Ausfahrt. So kann man sich Schritt für Schritt dem freien Fahrwasser entgegen tasten. Alte Hasen mögen darüber lächeln, sind aber insgeheim froh darüber, wenn ihr eigenes Boot so in sicherer Distanz bleibt. Hat die Joystick-Yacht die Hafenausfahrt wohlbehalten erreicht, dient der Knüppel als regulärer Gashebel und das Ruder wird mit dem Steuerrad auf Kurs gehalten.

Vor der Oberbaumbrücke drehen Kormoran und Aquino mit den ihnen eigenen technischen Möglichkeiten einen Wendekreis nach Backbord und wiederholen das Manöver nach der klassischen Methode nur mit Gashebel und harter Ruderlage. Allmählich stellen sich bei den Gästen am Steuer Erfolgserlebnisse ein. Nach dem zweiten Kreis hangeln wir uns am Kreuzberger Ufer weiter bis zur Oberschleuse des Landwehrkanals und beobachten die Einfahrt eines Rundfahrtenschiffes. Vorbei am Flutgraben mit der bei Berlinern und Touristen beliebten Eventlocation “Freischwimmer” nehmen wir hinter dem historischen Binnenschiffsabfertigungssteg im Bereich der ehemaligen Ost-West-Grenze Kurs auf das Badeschiff und das Partyschiff “Hoppetosse” vor dem Veranstaltungszentrum “Arena”. Dahinter wird es im Bereich eines querliegenden Wracks ein wenig eng und schon nehmen wir wieder Kurs auf die “Molecular Men” bis direkt an die Begrenzungstonnen heran. Zeit für einige Bilder und Selfies aus spektakulärer Perspektive, wie man sie nur von Booten aus haben kann, während die Skipper diese in Position halten.

Vor der Brücke am Allianz-Tower rufen unsere Gäste ihre Bekannten in einem Apartment auf der Halbinsel Stralau an, um ihr baldiges Aufkreuzen vom Wasser aus anzukündigen. Hinter der Brücke dann allgemeines Winken und Fotografieren – und eine Ehrenrunde vorm Balkon. Auf dem Weg zur Insel der Jugend am Treptower Park machen unsere Bootstester die Erfahrung, dass man Tretbooten und SUPs besonders vorsichtig begegnen sollte. Eine Lücke am öffentlichen Gastanleger vor dem Fastfood-Biergarten und ein Blick auf die Uhr erlauben das Einüben eines Anlegemanövers. Ähnlich wie beim Einparken eines Autos fahren wir – mit Distanz zu den anderen Booten – rückwärts in die Lücke. Was beim Auto die Vorderräder besorgen, erledigen wir mit dem Bugstrahler. Gut gemacht. Nun schnell in umgekehrter Reihenfolge ablegen, Sog und Wellenschlag vermeidend vorbei an den Stegen und Kurs nehmen auf die Citymarina am gegenüberliegenden Spreeufer.

Kurz vor den Stegen gaben die Gäste dann doch lieber das Steuerrad an den Skipper zurück. Übrigens auch die Schiffsführer hier beheimateter Charterschiffe, die sich wegen der Joystick-Steuerung für einen Probetörn auf der Aquino interessierten. Beim Einparken in die Box gab es erwartungsgemäß keine Schrammen, und dank der netten Gäste hatten die Skipper auch sonst viel Spaß.

P.S.: Ab dem Herbst hat Kuhnle-Tours in der Citymarina Berlin neben den in diesem Revier mit Sportbootführerschein Binnen mietbaren Kormoran und Aquino auch die führerscheinfreien Modelle der Febomobil-Baureihe liegen.

Einmal hin, einmal her, rund herum ist gar nicht schwer

Einmal hin, einmal her, rund herum ist gar nicht schwer

Joystick Boating mit der Aquino 1190

 

In wenigen Minuten ist die erstmals auf einem Kuhnle-Charterboot installierte Joystick-Steuerung erklärt: Motor starten, grüne Taste drücken, um den Joystick zu aktivieren und schon kann es losgehen. Für die klassischen Fahrsituationen Voraus-