Stein auf Stein im Hafendorf Müritz

Stein auf Stein im Hafendorf Müritz

Von Dagmar Kuhnle

Am 5. Oktober 2018 gab es im Hafendorf Müritz Grund zum Feiern: Im Dachstuhl des ersten Gebäudes der Marina Müritz Apartments baumelte der Richtkranz und Harald Kuhnle durfte als Mit-Bauherr den symbolischen letzten Nagel in den Dachstuhl einschlagen, was das Ende des Rohbaus symbolisiert. Direkt daneben wartet schon das zweite Gebäude auf den Dachstuhl und ein paar Meter weiter legten Mit-Bauherr Christian Langhoff und Kuhnle den Grundstein für weitere zwei Gebäude. „Wenn alles nach Plan läuft“, so Christian Langhoff, „stehen hier im Sommer 2019 vier Häuser mit zusammen 20 schönen Ferienapartments mit Blick auf Müritz und Classee.“

Über den Dächern des Hafendorf Müritz: Richtkranz des ersten Apartmentgebäudes der Marina Müritz Apartments

Wie kam es dazu?

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

Kaum ein Zitat passt besser auf das Hafendorf Müritz, als das von Goethe. Wissen Sie noch, wie es im Hafendorf Müritz vor über 20 Jahren aussah?

Werftgelände Ex-VEB Schiffswerft Rechlin
Das ehemalige Werftgelände des VEB Schiffswerft Rechlin (Luftbild von 1995).

Hallen, mehr oder weniger ansehnlich, der große Turm mittendrin, eine große, halb kaputte Sliprampe aus Beton – an Beton war überhaupt so einiges da. „Steine, aus denen ich etwas bauen konnte, waren in der Tat genug vorhanden“, schildert Harald Kuhnle seinen ersten Eindruck. „Tja, ich wollte aber eigentlich Boote bauen. Beton verwendet man da als Baustoff eher selten.“

Alle hatten sie hier gebaut: Seit 1917 die Erprobungsstelle, in der DDR eine Werft. Ein Wrack lag auch noch im Claassee, das hatte beide überdauert.

Gab es hier schlechte Vorzeichen, die Kuhnle davon hätten abhalten sollen, das Gelände zu übernehmen?

„Aufgeben war keine Option“ – Harald Kuhnle berichtet während der Feier vom auf und ab im Hafendorf Müritz.

„Jede Menge! Altlasten im Boden, 1100 ehemalige gefrustete Mitarbeiter des VEB Schiffswerft Rechlin, die Tatsache, dass ich als Maschinenbauingenieur in der Immobilienwelt höchstens als Lehrling durchgegangen wäre, fehlende Ahnung von allem, was nicht mit Maschinenbau, Wassersport und Tourismus zu tun hatte.“

Der letzte Nagel sitzt. Kritisch beäugt Mit-Bauherr und Rechtsanwalt Christian Langhoff (rechts), wie Harald Kuhnle den letzten symbolischen Hammerschlag ausführt.

Mit 41 Jahren war Harald Kuhnle plötzlich Besitzer einer Industriebrache und hatte ein paar Millionen Schulden. Er hatte das Gelände der ehemaligen Schiffswerft 1997 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Es gibt nichts zu beschönigen: Dieses Projekt hätte ihn fast ruiniert. Umweltausgleichsmaßnahmen, die Armleuchteralge, das Arbeitstempo in den Behörden, die eine oder andere Wirtschaftskrise, eine echte Bombe unter einem Hallenfundament, manch Stein legte sich ihm gut getarnt in den Weg.

Grundstein für die Gebäude 3 und 4. In einer Werkzeugkiste liegen sicher verpackt und vergraben Urkunden und Dokumente vom Tag der Grundsteinlegung.

Aufgeben war für Kuhnle keine Option. „Es hing nicht nur meine eigene Existenz am Erfolg dieses Projektes, sondern auch die von 80 Mitarbeitern und ihren Familien. Es blieb nur: Dranbleiben, durchhalten, langsam dicke Bretter bohren, hin und wieder ein Gericht bemühen, kämpfen.“ Er habe nie den Glauben an das Grundstück verloren.

Häfen waren immer der Dreh und Angelpunkt von wirtschaftlicher Entwicklung. Hier hatten KUHNLE-TOURS und Kuhnle Werft einen geschützten Hafen und vor der Tür den größten Binnensee Deutschlands. Verbunden mit 1700 Kilometern sensationell schöner Wasserwege. Harald Kuhnle blickt zurück: „Vielleicht war ich der einzige, der das touristische Potenzial dieser Fläche erkannt hat. Ein Vorteil, sicher. Aber zwischendurch wäre es nett gewesen, wenn ein großer Hotelkonzern oder ein Touristik-Riese das auch erkannt hätte. Naja, es ging auch so.“ Immer mehr einzelne Investoren ließen sich vom Sonnenuntergang an der Müritz begeistern, so ging es Stück für Stück voran.

Mit-Bauherr Langhoff: Lob und Dank für die Baufirma Gottfried Maag aus Teterow und den Bauleiter Thomas Maehl.

Am Freitag, 5. Oktober feierte Kuhnle zusammen mit Mitarbeitern, Freunden, Gästen und Geschäftspartnern Richtfest für die ersten beiden Gebäude der Marina Müritz Apartments und legte den Grundstein für die Bebauung der letzten Baulücke direkt am Wasser. Die Besonderheit der Marina Müritz Apartments ist, dass hier der Grundstückseigentümer als Mit-Bauherr wirkt. Harald Kuhnle ist mit dem Projektentwickler Frank Behn und dem Rechtsanwalt Christian Langhoff aus Stralsund eine Kooperation eingegangen, die nun ihre Früchte zeigt.

Makler und Investor: Carsten Scholz (rechts) von Engel & Völkers hat ein eigenes Haus im Hafendorf und erzählte warum sich das Investment an der Müritz lohnt.

Während in den Städten die Wohnungspreise explodieren und andere Ferienimmobilienentwickler an der Müritz die zu erwartende Wertsteigerung gleich beim Erstverkauf mit ansetzen, sind die Preise der Marina Müritz Apartments eher moderat: Ab 177.310 Euro brutto (149.000 € netto) zahlt man für ein knapp 60 Quadratmeter großes Apartment mit Wasserblick. Auf Wunsch übernimmt die Kuhnle-Group auch Vermarktung und Bewirtschaftung des Apartments.

Dichter am Wasser geht nicht: Vorn links im Bild vom Haus 1 ist ein Stückchen Hafenkante und ein Segelboot zu sehen.

Die Entwicklung des Hafendorfs Müritz zum wassertouristischen Zentrum der Südmüritz schreitet damit wieder ein Stück weiter voran. Seit Anfang 2002 ist aus einer Industriebrache in Traumlage nach und nach ein Feriendorf mit großem Wassersportangebot, Werftservice und dem besten Sonnenuntergang an Deutschlands größtem Binnensee geworden.

Aber: Es sind noch nicht alle Steine verbaut. „Wir hoffen immer noch auf einen Hotelinvestor, außerdem könnte man einige der noch vorhandenen Hallen durch weitere Apartmenthäuser ersetzen.“

 

Weitere Bilder und eine Webcam finden Sie in unserem Bautagebuch auf www.marina-mueritz.eu

Blick auf den Claassee und die Marina Müritz vom Penthouse aus.

 

Sängerin Anke Schüler kam aus der nördlichen Müritz mit Gitarre und Shanties.

 

Besuch auf der Baustelle: Das Richtfest wurde von den Gästen genutzt, um sich das Apartmenthaus genau anzusehen.

 

Lecker. Das Team vom Captains Inn und die Chartercrew hatten die Baustelle gastfreundlich hergerichtet.

 

Marina Müritz Apartments: Die Bauplätze für Haus 3 und 4 sind schon abgesteckt.

 

An die Schippe! Harald Kuhnle und Christian Langhoff bedecken den Grundstein mit Erde.

 

Gäste aus ganz Mecklenburg-Vorpommern und sogar aus Hamburg Berlin waren zur Richtfest-Grundstein-Feier an die Müritz gekommen.

 

Zur Begrüßung gab es von Azubi Ravshan Sharifov ein Glas Cremant von der Mosel.
Unser Video-Projekt

Unser Video-Projekt

 

Anfang des Jahres sind unsere Kollegen aus dem Marketing und BackOffice auf uns zugekommen, mit dem Wunsch nach einem neuen Azubi-Video, das jungen Menschen die Jobs bei KUHNLE-TOURS näher bringen soll und Lust an einer Ausbildung in unserem Unternehmen weckt. Und wer könnte für die Produktion eines solchen Videos besser geeignet sein als wir? Da das alte Azubi-Video wirklich etwas in die Jahre gekommen ist, schauen wir uns erstmal bei YouTube an, was andere Unternehmen so auf die Beine stellen.  Denn so wirklich einen Plan, wie so etwas funktioniert, haben wir nicht.

Azubi von Kuhnle-Tours mit einem Sportboot unterwegs auf der Müritz

In jedem zweiten Video sitzen irgendwelche Leute vorm Rechner und erklären irgendetwas. Ist ja wahnsinnig spannend… Na so sollte unser Video aber schon mal nicht werden. Unsere ersten Gedanken sind da eher: Mehr Action! Boot fahren! Wasser und Werftarbeiten!

OK, nachdem jeder sich noch weitere Gedanken gemacht hat, geht es jetzt daran einen Plan zu erstellen, was überhaupt genau zu machen ist bei so einem Videodreh.  Daher haben wir uns für ein erstes Meeting im Besprechungsraum getroffen und erste Aufgaben wurden verteilt. Leider hat noch keiner Erfahrungen auf dem Gebiet, aber manchmal ist der „Sprung ins kalte Wasser“ ja auch förderlich für die persönliche Entwicklung 🙂

Nach den ersten Wochen fällt auf, dass alles etwas schleppend läuft. Es gibt noch keinen genauen Ablaufplan, und auch die Kommunikation untereinander läuft noch nicht so rund.  Das ist natürlich auch unseren Ausbildern aufgefallen und so wurde ein weiteres Meeting mit den Ausbildern angesetzt um Verbesserungsvorschläge und Tipps einzuholen.

Kamera - Social Media Kuhnle-Tours

Zumindest unser Kommunikationsproblem haben wir relativ schnell in den Griff bekommen. Zum einen haben ja alle eine Firmenmailadresse und als Hilfe für unsere Kollegen ohne täglichen Zugang zu ihrem Outlook-Konto, haben wir jetzt auch eine WhatsApp Gruppe eingerichtet. Diese hilft nebenbei noch dabei die Azubi-Kollegen kennen zu lernen, denen man auf dem Flur nicht so häufig begegnet.

Rund ums Storyboard habe wir uns dann auch nochmal gekümmert und weitere Ideen ausgetauscht. Azubivideos mit Leuten die vorm Rechner sitzen gibt es ja im Überfluss, deswegen wollen wir eine Tour mit einem unserer Boote machen und unser Gelände etwas vorstellen. Daneben soll es dann noch Interviews mit den verschiedenen Azubis aus den einzelnen Abteilungen geben. Also das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Denn unsere Boote sind ja schließlich auch ein schlagendes Argument für eine Ausbildung bei KUHNLE-TOURS, denn jeder kann sich hier auch mal ein Boot ausleihen und selber eine Runde auf der Müritz drehen. Wer kann das sonst schon an seinem Arbeitsplatz?

Mit der Kernidee sind auch unsere Ausbilder zufrieden, aber an den Details müssen wir noch arbeiten.

Zur Hilfe haben wir ein Storyboard von einem älteren Fernsehdreh mit einer Aquino  bekommen, um mal einen Anhaltspunkt zu haben, wie so etwas auszusehen hat.  Dagegen war unser erstes Storyboard  wirklich leider nur ein kleiner Stichpunktzettel. Da merkt man dann was alles zu beachten ist, bei einem Videodreh. (Was wird gebraucht? Wer steht hinter der Kamera? Wer steht vor der Kamera? Was wird gesagt? Wie soll gefilmt werden?)  Also geht’s ab an die Arbeit: Storyboard verfeinern.

Nach dem 3. Versuch wurde das Storyboard dann endlich akzeptiert. Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. Das heißt für mich: Boot organisieren, Termin klar machen und Kamera besorgen. Der Ablauf ist ja schon im Storyboard geregelt.

Dann ging es also bei bestem Wetter raus aufs Wasser, fast alle waren dabei, es wurden verschiedene Aufnahmen gemacht, vom Beiboot und auch von der Kormoran. Zurück im Hafen wurden dann die Aufnahmen gesichtet…

Das war dann leider nicht mehr so lustig. Ein schöner Reinfall. Man hätte wohl die Personalien im Storyboard noch besser regeln sollen. Und auch die Organisation war mindestens verbesserungswürdig. So wurde z.B. ein Grill organisiert, aber nichts zum Drauflegen, blöd. Auch über die Akkulaufzeit und den Speicher hatte sich vorher leider niemand Gedanken gemacht und so ist von unserem Plan am Ende nicht viel übrig geblieben.  Unseren Ausbildern hat das dann natürlich auch nicht sonderlich gefallen. So wurde dann beim nächsten Meeting beschlossen, dass die Aufgaben etwas anders verteilt werden, mit der Hoffnung, dass es jetzt besser läuft, auch Storyboard und Organisation werden nochmal verbessert und detaillierter aufgeschrieben.

Da ich jetzt für die Organisation und das Storyboard eingeteilt bin, mache ich mich jetzt nochmal an die Arbeit. Auch das Marketing schaltet sich jetzt noch proaktiver in unsere Planungen ein, so sieht unser Storyboard auf jeden Fall schon besser aus als das Letzte. Diesmal ist auch die Aufgabenverteilung geklärt.

Nächste Woche soll es dann wieder so weit sein, das Wetter sieht gut aus und alle sind dabei. Es geht wieder mit Kamera und Equipment aufs Boot.

Wie es diesmal klappt und wie es weitergeht, das erfahrt Ihr dann in meinem nächsten Teil zu unserem Video-Projekt. Vielleicht gibt es dann auch schon die ersten Videosequenzen 😉

 

Wer auch Interesse an einer Ausbildung bei KUHNLE-TOURS hat, der findet unter www.kuhnle.jobs viele interessante Angebote.

Das Leben als Hafenmeister!!

Das Leben als Hafenmeister!!

 

Während der Ausbildung bekommt man als Azubi bei Kuhnle-Tours die Möglichkeit verschiedene Bereiche kennenzulernen.
Als Kauffrau für Tourismus und Freizeit bekomme ich vor allem Einblicke in zwei Bereiche die unterschiedlicher nicht sein könnten: der eine findet im Büro statt, in dem man mit dem Gast hauptsächlich per Telefon oder E-Mail in Kontakt kommt. Bei dem anderen Bereich steht man, im Gegensatz dazu, immer persönlich mit dem Gast im Kontakt.
Der Tag als Hafenmeister beginnt um 8 Uhr. Doch bevor es beginnen kann, findet noch eine kleine Besprechung unter Kollegen statt: Was ist wichtig und muss erledigt werden? Wie soll der Tag ablaufen? Wo wird gearbeitet? Wer macht was?…etc.

Marina im Hafendorf Müritz
Marina im Hafendorf Müritz

An Chartertagen herrscht hier z.B. viel Betrieb, denn wir haben morgens Gäste, die ihr Boot abgeben wollen und nachmittags Gäste, die wieder ein Hausboot übernehmen wollen. An solchen Tagen ist konzentriertes und strukturiertes Arbeiten wichtig um den Gästen eine entspannte An- und Abreise ermöglichen zu können. Im Laufe des Vormittags, wenn alle Rückgaben erledigt wurden, geht es auf die Boote. Die zurückgekommenen Boote werden dann von unseren Technikern gewartet und geprüft. Dann werden sie von außen sowie von innen gereinigt und je nach Wunsch des Gastes bekommen sie Bettwäsche oder Handtücher auf ihr Boot bzw. sind bei den Kormoran- und Aquino-Booten diese Extras schon im Preis enthalten. An warmen Tagen kann man dann schon mal ins Schwitzen kommen :).

Neuer Motor für ein Hausboot - Reperatur
Das kommt natürlich nur sehr selten vor 🙂 Motortausch bei einer Kormoran

Schnell kann so der Vormittag vergehen und eh man sich versieht ist es Mittag. Von 12 Uhr bis 13 Uhr ist dann die Mittagspause, hier kann man sich stärken und auf den nächsten Ansturm vorbereiten. Ab 13 Uhr kommen dann auch schon die ersten Gäste und wollen ihr Boot übernehmen. Doch bevor wir ihnen das Boot übergeben können, wird erst einmal geprüft ob es denn schon fertig ist. Sobald das „Okay“ vom Charterchef kommt können wir mit den Gästen die Anreiseunterlagen „fertig machen“ und diese dann zu Ihrem Boot schicken. Dort werden sie dann von einem Einweiser begrüßt, der ihnen dann das Boot erklärt. Den Gästen wird also gezeigt, welcher Schalter für welche Funktion ist, wie der Kühlschrank funktioniert, wie die Ankerwinde arbeitet und was sonst noch so zu beachten ist.
Unsere Gäste, die führerscheinfrei fahren, bekommen nach der praktischen Einweisung auch eine theoretische Einweisung, fast so wie in der Fahrschule. So werden die Gäste auf ihren Törn vorbereitet und wissen, was auf ihrer Fahrt zu beachten ist.

Hausboot Kormoran in der Marina im Hafendorf Müritz
Kormoran in der Marina

Wenn kein Chartertag ist, dann ist es immer etwas ruhiger hier und man kann sich mehr auf die Gastlieger konzentrieren. Auch die Ferienwohnungen stehen dann noch auf dem Programm, da diese keine festen An- und Abreisetage haben. Und natürlich fallen noch jede Menge andere Sachen an, die im Hafen gemacht oder vorbereitet werden müssen. Und wenn das Wetter stimmt und die Sonne scheint, dann kommen auch unsere Kleinboote ans Arbeiten und werden von unseren Gästen übernommen (Das kann natürlich auch alles an Chartertagen passieren:-)).
Im Hafenbüro zu arbeiten kann sehr abenteuerlich sein, manchmal etwas hektisch aber auch witzig und aufregend hier hat man einen persönlichen Draht zum Kunden, man steht ihm gegenüber. Die Gäste sind hier viel offener als am Telefon und man kann sich auch mal direkt mit den Gästen unterhalten. So bekommt man hautnah die guten und schlechten Reaktionen der Gäste mit, ich versuche dann natürlich direkt darauf zu reagieren und den Gästen so einen schönen Aufenthalt bei uns im Hafendorf zu ermöglichen.

Schlussendlich machen mir beide Bereiche großen Spaß und die Abwechslung lässt es nie langweilig werden. Gerade bei dem Wetter könnte ich mir auch schlimmeres vorstellen als draußen am Wasser arbeiten zu dürfen:-)

Tonne an der Ausfahrt zur Müritz
Hafendorf Müritz – Ausfahrt Müritz

 

Wenn Ihr auch eine Ausbildung im Bereich Tourismus und Freizeit machen möchtet (oder in einem anderen Bereich) , dann schaut doch mal bei kuhnle.jobs vorbei 😉

Wohlfühlen im Wasserland

Wohlfühlen im Wasserland

Von Dr. Peer Schmidt-Walther

 

Mecklenburg-Vorpommern – Land am Wasser: mittendrin und zur Hälfte drum herum. Inzwischen weiß das jedes Kind zwischen Haff und Elbe, Ostsee und Müritz. Preiswert, nerven- und umweltschonend lassen sich nutzen: sage und schreibe 340 Kilometer Ostsee-Außenküste, 1.130 Kilometer Bodden- und Haffküste, 60 Inseln, 2.013 Seen und 26.000 Kilometer Fließgewässer. Da ist für jeden Geschmack was drin.

Auch für die 20 Studentinnen aus ganz Deutschland im Studiengang Leisure and Tourism Management (LTM) der Hochschule Stralsund (HOST). Im Fach Maritime Tourism (MT) hat sie in diesem Sommersemester der Autor unterrichtet. Nicht etwa im Hörsaal, sondern outdoor und damit äußerst praxisnah mit Selbsterfahrung.

Vielfältiges Wasser-Angebot
Das Wasserland Mecklenburg-Vorpommern hat dabei auf dem Programm gestanden: Mitfahrt auf dem Segelschulschiff GREIF samt Kletterübungen im Rigg, Besuch der historischen GORCH FOCK (I) von 1933, des Ozeaneums mit Votrag von Direktor Dr. Benke und und Chef des Tourismusverbandes M-V, Bernd Fischer, Hafenrundfahrt mit MS ALTE LIEBE, Peene-Paddeltour, Yachtwerft-Besichtigung in Greifswald, Hiddensee-Erkundung, NDR-Wetterstudio mit TV-Auftritt, Mini-Kreuzfahrt mit dem Flusskreuzfahrtschiff SANS SOUCI von Rügen nach Stralsund, Besuch der naturgeschützten ehemaligen SED-Funktionärs-Insel Vilm, Fährreise mit FS BERLIN von Scandlines auf der Route Rostock – Dänemark und Müritz-Ausflug mit zwei Hausbooten, die von den „Mädels“ selbst gesteuert werden mussten. Ein vielfältiges Angebot, das alle begeisterte. Vor allem auch die wassertouristischen Möglichkeiten im nordöstlichsten und sonnenreichsten Bundesland. Keine andere Hochschule in Deutschland bietet ein derartiges Exkursionsprogramm an.

Exklusives Wetter-Erlebnis
Ein besonderes Schmankerl war der Besuch des NDR-Wetterstudios auf der Insel Hiddensee. Mit MS HANSESTADT STRALSUND der Weißen Flotte dampfte die Hochschul-Crew nach Kloster. Meteorologe Uwe Ulbrich hatte nach seiner NDR 1-Live-Ansage gerade Zeit und führte die angehenden Touristik-Manager in sein computergespicktes Oberstübchden im Reetdachhaus gegenüber vom Anleger. Ein exklusives Erlebnis für die jungen Leute.
Was folgte, war ein kurzweilig und lebensnah vorgetragener Exkurs des studierten Meteorologen aus Thüringen über die Technik der Wettervorhersage. „Ein guter Riecher“, so Ulbrich, „gehört natürlich auch dazu, denn Technik ist nicht alles“. Was er manchmal so in diversen Medien sehe und höre, könne ihm schon mal die Haare zu Berge stehen lassen. Auch dass manche Sender ihre Vorhersagen einfach ungeprüft aus dem Internet abschrieben. „Wer weiß das schon“, meinte er kopfschüttelnd, „aber das kostet die ja dann nix“.

Wahrheit in der Mitte
Dann wurde es topaktuell. „Eure Wetter-Apps könnt ihr vergessen“, sagte er, als einige gleich mal ihr Smartphone zückten, um die Vorhersage-Version mit der im Internet zu vergleichen. Ulbrichs Bildschirme indes zeigten einerseits das Ostseeküsten-Wetter einer englischen Station mit trockenem und andererseits das einer amerikanischem mit nassem Wetter an. „Die Wahrheit liegt in der Mitte“, erklärte der Wettermacher, „aber alles ändert sich fast minütlich“. Langfristig gehe da gar nichts, „maximal drei Tage“. Auch Unwetter-Warnungen könne man nur relativ kurzfristig bekannt geben, zumal bei schweren Gewittern auch Übertragungssysteme lokal völlig ausfallen können.

Sensationeller Fernblick
Nachdem die Studierenden seinem lebendigen Vortrag zugehört hatten, starteten sie ihre Inselwanderung bergauf zum Leuchtturm Dornbusch. Mit „sensationellem Fernblick bis hinüber zur 55 Kilometer entfernten dänischen Insel Mön. Ihre Kreidekliffs leuchteten wie zur Begrüßung herüber – bis zum „Söten Länneken“. Eine Folge der Hochdruckwetterlage über der Ostsee mit dem Einströmen kühlerer Luftmassen, die für besonders klare Verhältnisse sorgten, wie Ulbrich am wolkenlosen Radarbild erklärte.
Für seinen abendlichen „Nordmagazin“-Wetterbericht durfte sich die muntere Schar ins Bild setzen. Nach einer Minute und dreißig Sekunden war die Ansage mit der lebhaft winkenden und jubelnden „Weather-girl“-Kulisse im Kasten. „Alle Wetter!“, meinte dazu ein Urlauber aus Bayer am Rande der kleinen Ulbrich-Show und schoss ein paar Erinnerungsfotos.

Steuerfrauen am Ruder
Höhe- und Schlusspunkt der Exkursionsserie war ein Hausboot-Törn. Die beiden schneeweißen 12 Meter langen Liner lassen jedes maritime Herz höher schlagen. Eine Schnupper-Kreuzfahrt der besonderen Art.
Dank Einweisung kann man solche „Luxusliner“ führerscheinfrei aus dem Kuhnle-Tours-Hafen im Hafendorf Rechlin an der Müritz, Deutschlands größtem See, manövrieren. „Einer der schönsten im Lande“, meint Dagmar Rockel-Kuhnle, Ehefrau und rechte Hand des schwäbischen Hausboot-Pioniers Harald Kuhnle. Er „entdeckte das vorpommersche Wasserparadies nach der Wende und herrscht heute über eine Flotte von 120 Booten in europäischen Revieren.
Ein munterer Ostwind hatte den Seespiegel aufgeraut. Frisches Nationalpark-Waldgrün in verschiedenen Schattierungen spielte Horizont. Die studentischen Skipperinnen behieltenden Überblick vom Freiluft-Steuerstand aus.
Nach dem Faulenzen in einer Badebucht hieß es wieder „ankerauf“ und jede mal ran ans Ruder. Das Kurshalten war dann doch nicht so einfach wie beim Autofahren, stellten einige erstaunt fest. Sie schrieben eher ihren Namen ins Zick-Zack-Kielwasser. Obwohl nur im Zehn-Kilometer-„Tempo“ gemächlich dahin getuckert wurde. Quer über den See mit Panoramablick auf Wälder, Wiesen und Felder. Und die Sonne lachte dazu. Für die Studentin Anna, ehemalige Oberstabsgefreitin, „ist das Tolle an der Zeit auf dem Boot, dass jeder tun und lassen kann, was er will, man gleichzeitig zu Hause und unterwegs sein kann und jeder genug Freiheiten hat und sich auch mal zurückziehen kann“.

See-Vergnügen und kniffliges Manöver
Eine windgeschützte Bucht verlockte zum Ankern und Baden. Das klare Gewässer, wurde vor rund 10.000 Jahren von eiszeitlichen Gletschern ausgeschürft.
Der Wind spielt mit den nebeneinander liegenden Booten. „Drehende Aussichtsplattform mit See- und Grünblick“, kommentierte das Caro.
Zurück in der Marina heißt es schließlich rückwärts um die Ecke Einparken. „Hab ich noch nie gemacht!“, gibt Livia zu bedenken. Sie hat zwar die Bootsführerscheine Binnen und See, aber noch keine Anlege-Erfahrung „mit einem so großen Schiff“. Sie und ihre Studentinnen-Crew packen das knifflige Manöver jedoch bravourös. Spontan wurde ein verlängerter Wochenend-Törn für den Herbst geplant.
Ende der Reise. Leider! Abwechslungsreiche See-Meilen, ein Bruchteil von vielen hundert möglichen auf Europas größter Wasserlandschaft, liegen hinter den „Seefrauen“. Und der See-Mann in einem freut sich, mal wieder „richtig Kapitän“ gewesen zu sein.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir von Kuhnle-Tours haben uns sehr gefreut Teil der Exkursion gewesen zu sein, und so dem Kurs Einblicke in die Welt eines Hausbootvercharterer zu ermöglichen. Wer sich vorstellen kann Teil der Kuhnle-Group zu werden, der findet unter www.kuhnle.jobs viele Möglichkeiten: von einer Ausbildung zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Tourismus bis zum Sales Manager in Festanstellung.

FOTOSHOOTING auf dem HAUSBOOT – Ein Blick hinter die Kulissen

FOTOSHOOTING auf dem HAUSBOOT – Ein Blick hinter die Kulissen

Professionelle Fotos sind ein Muss für jeden Werbeauftritt. Um noch mehr Wassersport-Fans ins Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern zu locken, organisierte der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) ein Fotoshooting auf einem Hausboot in der Mecklenburgischen Seenplatte. Als Partner hierfür konnte der große Hausboot Anbieter Kuhnle-Tours gewonnen werden. Wir zeigen euch, dass für ein Fotoshooting mehr benötigt wird, als nur ein Fotograf und Models.

Genießen Sie Ihren Urlaub auf einem Hausboot von KUHNLE-TOURS
Bild: Felix-Gaensicke

Vorbereitungen

Unsere Planung begann zusammen mit dem erfahrenen Wassersport-Fotografen Felix Gänsicke im Juli. Motive und Locations wurden besprochen und der Termin auf September favorisiert. Models wurden gebucht. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung auf dem Wasser mit dem TMV und Kuhnle Tours bei Mirow wurden die schönsten Stellen festgelegt. Kuhnle Tours kannte die Geheimtipps und wusste genau: Wo ist der schönste Ort zum Ankern? Wo ist ein Steg zum Anlegen? Wo sind die besten Fotomotive möglich? So konnte der Fotograf sich optimal vorbereiten.

Dann war der Tag gekommen. Die letzten Requisiten wurden verstaut und das Grillgut und Frühstück besorgt. Endlich ging es los zum Fotoshooting Richtung Granzow/Mirow und wir sammelten unterwegs noch das männliche Model am Bahnhof ein. Das Hausboot „Kormoran“ von Kuhnle-Tours stand in Granzow am Granzower Möschen samt Skipper bereit. Auch Frau Kuhnle, die das Kommando auf dem Beiboot für den Fotografen übernahm, war schon vor Ort. Kurze Zeit später traf das weibliche Model und Fotograf Felix mit Assistent Lukas ein und nach kurzer Einweisung auf dem Hausboot ging es los.

Das Shooting

Pünktlich zum Shooting-Start schoben sich graue Wolken vor die strahlende Sonne. Oh nein! Nichtsdestotrotz ging es los mit dem Fotografieren. Felix gab wirklich alles! Erst machte er Fotos vom Beiboot aus, dann vom SUP und weil das immer noch nicht perfekt genug war, ging es dann direkt ins kalte Wasser. Was für ein Engagement. Gleich in der ersten Foto-Situation riss die Angelschnur. Zum Glück hatten wir noch zwei weitere Angeln an Bord und es konnte mit dem Shooten sofort weitergehen. Nachdem die erste Szene im Kasten war, ging die Fahrt weiter. Assistent Lukas wurde kurzerhand als sportliches aktives Model eingesetzt. Seine Aufgabe: Der Sprung vom Hausboot ins kalte Wasser, mit der Kamera von Felix festgehalten, dessen Kopf und Kamera wieder einmal nur aus dem Wasser guckten.

Urlaub auf dem Hausboot - Mecklenburgische Seenplatte
Natur pur! Bild: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Immer der Sonne hinterher wurde der Fotostandort neu ausgesucht. Und wieder hieß für Felix und Lukas: „Ab-ins-kalte-Wasser“. Zum Glück das letzte Mal, denn beide zitterten von Kopf bis Fuß. Felix gab die nächsten Anweisungen und mit dem Beiboot ging es für die Models an einen Steg. Noch bevor sie dort angelangten, tauchte ein Lehrer auf, der auf seine Schulklasse wartete. Während unser Pärchen auf dem Steg posierte, mit dem Hausboot im Hintergrund, kam die Schulklasse auf etlichen Kanus angepaddelt und umlagerte unsere Models – warten war angesagt.
Nun kam auch die Drohne zum Einsatz, die die ganze Szene, jetzt aber ohne Klasse, von oben aufnahm. Nachdem die Models zurück auf dem Hausboot waren und wir wieder Fahrt zum Mirower See aufnehmen konnten, entstanden weitere schöne Bilder. Da es immer wieder zu kleinen Regenschauern kam, musste Felix einige Male das Shooting unterbrechen.

Zum Abend wurden wir dafür mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Gekonnt wurden neben romantischen Schnappschüssen auch Grill-Situationen aufgenommen. Die von uns zuvor zubereiteten Gemüsespieße und das gute Rumpsteak waren zwar kurz davor zu verbrennen, aber das störte niemanden. Unser männliches Model ließ es sich trotzdem herzlich schmecken.

Die Ruhe danach …

Pünktlich um acht waren wir am Anleger zurück, an dem das Beiboot schon längst wieder angelegt hatte und wir verabschiedeten uns von unserem Skipper. Den ereignisreichen und erfolgreichen Tag ließen wir gemeinsam bei Pizza ausklingen. Zurück am Boot waren wir überwältigt vom grandiosen Sternenhimmel. Spontan nutzte Felix die Gelegenheit und setzte die Models gekonnt in Szene. Dann war aber wirklich Feierabend. Viel Schlaf blieb nicht, aber eine Nacht auf einem Hausboot ist etwas Besonderes. Um sechs Uhr klopfte es bereits an der Tür, unser Skipper und Frau Kuhnle waren wieder an Bord und dann ging es auch schnell wieder auf den See. Die Morgenstimmung und der Sonnenaufgang warteten (nicht) auf uns.

Urlaub auf dem Hausboot - Mecklenburgische Seenplatte
Die Sonne kommt endlich raus Bild: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

So schön, wie die Sonne am Vorabend unterging, ging sie auch wieder auf … Traumhaft. Alle waren fasziniert. Mit dieser Stimmung ging es dann zum gestrigen Steg zurück. Eine lockere Frühstückssituation am Steg mit Boot im Hintergrund sollte arrangiert werden. Als alles mit der Kamera festgehalten wurde, musste es schnell gehen, denn die ersten Wolken zogen auf. Genau rechtzeitig waren alle auf dem Hausboot zurück, nur kurz darauf fing es auch schon an zu regnen. Perfekt um endlich zu frühstücken und wieder Fahrt aufzunehmen Richtung Mirower See.

Angekommen am Steg hieß es warten, denn es regnete. Wetter-Apps wurden geprüft – in einer halben Stunde sollte es trocken sein. Das stimmte, aber die nächsten Wolken kündigten sich an. Denn am Steg sollten noch Szenen eines Radausfluges aufgenommen werden. Vorher hieß es Boot putzen und Wassertropfen verschwinden lassen. Die ganze Crew packte mit an und versuchte, so gut es ging, das Boot trocken zu wischen. Dann konnte geshootet werden. Während Felix auf dem Rand des Steges balancierte, posierten die Models gekonnt mit den Fahrrädern. Als der Regen wie vorhergesagt erneut einsetzte, ging es zurück Richtung Anleger und das Ende des Shootings war in Sicht. Am Anleger angekommen hieß es wieder warten, bis der Regen nachließ und während einer kurzen Regenpause entstanden die letzten Aufnahmen.

Urlaub auf dem Hausboot - Mecklenburgische Seenplatte
Auf der Suche nach einer passenden Location Bild: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Zurück am Anleger waren alle waren froh, dass das Shooting ein voller Erfolg war. Vor allem das Wetter hatte mitgespielt und nun waren alle gespannt auf das Ergebnis.