Unser Video-Projekt

Unser Video-Projekt

 

Anfang des Jahres sind unsere Kollegen aus dem Marketing und BackOffice auf uns zugekommen, mit dem Wunsch nach einem neuen Azubi-Video, das jungen Menschen die Jobs bei KUHNLE-TOURS näher bringen soll und Lust an einer Ausbildung in unserem Unternehmen weckt. Und wer könnte für die Produktion eines solchen Videos besser geeignet sein als wir? Da das alte Azubi-Video wirklich etwas in die Jahre gekommen ist, schauen wir uns erstmal bei YouTube an, was andere Unternehmen so auf die Beine stellen.  Denn so wirklich einen Plan, wie so etwas funktioniert, haben wir nicht.

Azubi von Kuhnle-Tours mit einem Sportboot unterwegs auf der Müritz

In jedem zweiten Video sitzen irgendwelche Leute vorm Rechner und erklären irgendetwas. Ist ja wahnsinnig spannend… Na so sollte unser Video aber schon mal nicht werden. Unsere ersten Gedanken sind da eher: Mehr Action! Boot fahren! Wasser und Werftarbeiten!

OK, nachdem jeder sich noch weitere Gedanken gemacht hat, geht es jetzt daran einen Plan zu erstellen, was überhaupt genau zu machen ist bei so einem Videodreh.  Daher haben wir uns für ein erstes Meeting im Besprechungsraum getroffen und erste Aufgaben wurden verteilt. Leider hat noch keiner Erfahrungen auf dem Gebiet, aber manchmal ist der „Sprung ins kalte Wasser“ ja auch förderlich für die persönliche Entwicklung 🙂

Nach den ersten Wochen fällt auf, dass alles etwas schleppend läuft. Es gibt noch keinen genauen Ablaufplan, und auch die Kommunikation untereinander läuft noch nicht so rund.  Das ist natürlich auch unseren Ausbildern aufgefallen und so wurde ein weiteres Meeting mit den Ausbildern angesetzt um Verbesserungsvorschläge und Tipps einzuholen.

Kamera - Social Media Kuhnle-Tours

Zumindest unser Kommunikationsproblem haben wir relativ schnell in den Griff bekommen. Zum einen haben ja alle eine Firmenmailadresse und als Hilfe für unsere Kollegen ohne täglichen Zugang zu ihrem Outlook-Konto, haben wir jetzt auch eine WhatsApp Gruppe eingerichtet. Diese hilft nebenbei noch dabei die Azubi-Kollegen kennen zu lernen, denen man auf dem Flur nicht so häufig begegnet.

Rund ums Storyboard habe wir uns dann auch nochmal gekümmert und weitere Ideen ausgetauscht. Azubivideos mit Leuten die vorm Rechner sitzen gibt es ja im Überfluss, deswegen wollen wir eine Tour mit einem unserer Boote machen und unser Gelände etwas vorstellen. Daneben soll es dann noch Interviews mit den verschiedenen Azubis aus den einzelnen Abteilungen geben. Also das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Denn unsere Boote sind ja schließlich auch ein schlagendes Argument für eine Ausbildung bei KUHNLE-TOURS, denn jeder kann sich hier auch mal ein Boot ausleihen und selber eine Runde auf der Müritz drehen. Wer kann das sonst schon an seinem Arbeitsplatz?

Mit der Kernidee sind auch unsere Ausbilder zufrieden, aber an den Details müssen wir noch arbeiten.

Zur Hilfe haben wir ein Storyboard von einem älteren Fernsehdreh mit einer Aquino  bekommen, um mal einen Anhaltspunkt zu haben, wie so etwas auszusehen hat.  Dagegen war unser erstes Storyboard  wirklich leider nur ein kleiner Stichpunktzettel. Da merkt man dann was alles zu beachten ist, bei einem Videodreh. (Was wird gebraucht? Wer steht hinter der Kamera? Wer steht vor der Kamera? Was wird gesagt? Wie soll gefilmt werden?)  Also geht’s ab an die Arbeit: Storyboard verfeinern.

Nach dem 3. Versuch wurde das Storyboard dann endlich akzeptiert. Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. Das heißt für mich: Boot organisieren, Termin klar machen und Kamera besorgen. Der Ablauf ist ja schon im Storyboard geregelt.

Dann ging es also bei bestem Wetter raus aufs Wasser, fast alle waren dabei, es wurden verschiedene Aufnahmen gemacht, vom Beiboot und auch von der Kormoran. Zurück im Hafen wurden dann die Aufnahmen gesichtet…

Das war dann leider nicht mehr so lustig. Ein schöner Reinfall. Man hätte wohl die Personalien im Storyboard noch besser regeln sollen. Und auch die Organisation war mindestens verbesserungswürdig. So wurde z.B. ein Grill organisiert, aber nichts zum Drauflegen, blöd. Auch über die Akkulaufzeit und den Speicher hatte sich vorher leider niemand Gedanken gemacht und so ist von unserem Plan am Ende nicht viel übrig geblieben.  Unseren Ausbildern hat das dann natürlich auch nicht sonderlich gefallen. So wurde dann beim nächsten Meeting beschlossen, dass die Aufgaben etwas anders verteilt werden, mit der Hoffnung, dass es jetzt besser läuft, auch Storyboard und Organisation werden nochmal verbessert und detaillierter aufgeschrieben.

Da ich jetzt für die Organisation und das Storyboard eingeteilt bin, mache ich mich jetzt nochmal an die Arbeit. Auch das Marketing schaltet sich jetzt noch proaktiver in unsere Planungen ein, so sieht unser Storyboard auf jeden Fall schon besser aus als das Letzte. Diesmal ist auch die Aufgabenverteilung geklärt.

Nächste Woche soll es dann wieder so weit sein, das Wetter sieht gut aus und alle sind dabei. Es geht wieder mit Kamera und Equipment aufs Boot.

Wie es diesmal klappt und wie es weitergeht, das erfahrt Ihr dann in meinem nächsten Teil zu unserem Video-Projekt. Vielleicht gibt es dann auch schon die ersten Videosequenzen 😉

 

Wer auch Interesse an einer Ausbildung bei KUHNLE-TOURS hat, der findet unter www.kuhnle.jobs viele interessante Angebote.

Törnbericht: Frankreich auf Abwegen

Törnbericht: Frankreich auf Abwegen

Niderviller liegt zwischen dem Schiffshebewerk und der großen Schleuse Rechicourt, doch auch abseits von den spektakulären Wasserbauwerken gibt es viel zu Entdecken. Fünf Freunde vom Bodensee nahmen die erste rechts.

Hausbooturlaub in Niderviller - Kormoran Kuhnle-Tours - Törnbericht

 

Montag – Anreise. Heute beginnt unser Hausbooturlaub.

Vom Bodensee aus fahren wir zu viert mit dem Auto nach Niderviller, etwa dreieinhalb Stunden sind wir unterwegs. In Sarrebourg, dem nächst größeren Ort vor Niderviller, essen wir noch kurz zu Mittag, dann geht‘s auf zum Vorräte einkaufen für eine Woche Hausbooturlaub. Man kann natürlich auch während der Tour einkaufen gehen, aber den größten Teil sollte man schon vor der Reise an Bord haben. In Sarrebourg gibt es sehr viele Einkaufmöglichkeiten, nicht nur für Lebensmittel, sondern zum Beispiel auch für vergessene Badeklamotten.

Gegen 15 Uhr sind wir dann in Niderviller, bereit zur Bootsübergabe. Wir haben eine Kormoran 1140 gebucht (Name: „Cezanne“). Diese ist für maximal 7 Personen ausgelegt. Für uns fünf Bordmitglieder ist die Größe des Boots ideal. Wir haben eine komplette Küchenausstattung, Bettwäsche und genug Platz, um unser Gepäck zu verstauen. Auch optisch gefällt uns das Boot sehr gut und wir freuen uns richtig, dass es jetzt losgeht!

Aber zuerst kommt noch die Bootseinweisung. Der Bootseinweiser ist sehr freundlich und zeigt uns alles nötige und erklärt gut. Bei der anschließenden Probefahrt zeigt er uns, wie man das Boot steuert, anlegt und festmacht. Alles verläuft sehr unkompliziert und am Ende haben wir das Gefühl, dass wir gut vorbereitet sind. Die Einführung dauert in etwa anderthalb Stunden, sodass wir dann gegen 18 Uhr unsere Reise beginnen können. Unser Ziel ist heute Xouanxang, das wir nach etwa 3 Studen erreichen. Ein gemütlicher Platz : ) Zum Abendessen: Gutes französisches Baguette mit Camembert und Salami.

DIENSTAG – XOUAXANGE –> BASSIN D’ALBESCHAUX

Erstes Frühstück an Bord! Man muss sich schon daran gewöhnen, dass der erste Kaffee am Morgen nicht einfach per Knopfdruck verfügbar ist. Damit das Wasser im Wasserkessel heiß wird, braucht es bestimmt an die 15 Minuten. Aber kein Problem! Tipp: Wer zuerst aufsteht, stellt das Wasser auf.

Da wir Urlaub haben, frühstücken wir lang und gemütlich und machen erst gegen 12 Uhr los. Wir fahren Richtung Gondrexange und biegen (bei der einzigen Abzweigung) in den Canal de la Sarre ein. Die Landschaft hier ist sehr schön. Der Kanal verläuft hin und wieder über Wasserbrücken zwischen 2 Seen links und rechts von uns. Bei Port du Houillon legen wir kurz an und kochen unser Mittagessen. Jetzt sind wir gestärkt, um unsere erste Schleuse zu meistern (Ecluse 1). Das erste Mal in die Schleuse reinfahren ist nicht ganz einfach aber schon bald gar kein Problem mehr.

Wir kommen an diesem Tag bis nach Bassin d’Albeschaux. Ein sehr idyllischer Anlegerort. Bevor es Abendessen gibt, machen wir noch einen kurzen Ausflug zu Fuß, am Kanal entlang. In der Nacht konnten wir auf Deck einen wunderschönen Sternenhimmel bestaunen. Tipp: Bei sternenklarer Nacht an Deck gehen, das lohnt sich auf jedenfall!

MITTWOCH – BASSIN D’ALBESCHAUX –> MITTERSHEIM

Hausbooturlaub in Niderviller - Kormoran Kuhnle-Tours - Törnbericht

Wir frühstücken heute draußen auf Deck. Es ist sogar so warm, dass man wunderbar draußen duschen kann (also mit der Außendusche). Einfach traumhaft! Tipp: Bei schönem warmen Wetter draußen duschen! Da wir heute Abend in Mittersheim unser fünftes Bordmitglied abholen, müssen wir die folgenden 12 Schleusen alle an einem Tag durchfahren. Das hört sich zuerst anstrengend an, ist es aber eigentlich nicht. Die „Arbeit“ an Bord und die Bewegung ist eine schöne Abwechslung. Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist, kann man sich die Arbeit auch gut aufteilen, sodass jeder mal steuern, Boot halten und die Schleuse rauf- / runterklettern darf. Die Schleusen sind teilweise so dicht hintereinander, dass man gut zwischen den Schleusen an Land bleiben und nebenher laufen kann. Tipp: Zum Beine vertreten zwischen den Schleusen neben dem Boot herlaufen.

Zwischen Schleuse 9 und 10 stellen wir fest, dass das komplette elektrische Bordnetz ausgefallen ist. (Motor läuft noch wegen Niederspannungsschutz) Wir rufen den technischen Service an und entscheiden, wie geplant bis nach Mittersheim weiterzufahren um dort Strom zu „tanken“ (und gleichzeitig auch Wasser). In Mittersheim ist ein großer Hafen. Hier gibt es Landtoiletten, Landduschen, Restaurants und ein paar Meter weiter im Stadtzentrum auch eine Einkaufsmöglichkeit (10 Minuten zu Fuß). Ganz wichtig: Es gibt auch eine Busverbindung, sodass unser 5. Bordmitglied heute in Mittersheim dazustoßen kann.

DONNERSTAG – MITTERSHEIM –> SARRALBE

Hausbooturlaub in Niderviller - Kormoran Kuhnle-Tours - Törnbericht

Heute ist unser erster Regentag. Und ich muss sagen, mit Sonne und T-Shirt-Temperaturen macht die Bootstour um einiges mehr Spaß. Aber da wir bis jetzt so ein Glück mit dem Wetter hatten, ist ein Regentag auch vollkommen okay. Wir entscheiden, noch etwas im Hafen zu bleiben, da wir die nächsten Schleusen nicht draußen bei strömendem Regen erleben möchten. Tipp: Man muss nicht ständig fahren. Bei strömendem Regen kann es in der Kajüte auch sehr gemütlich sein.

Gegen 13 Uhr nimmt der Regen ab und wir tuckern los. Heute mit dickem Pulli und Regenjacke. Wir fahren bis nach Sarralbe, unser nördlichster bzw. weitester Ort auf unserer Reise, gehen dort Kaffee und Kuchen essen und machen uns dann wieder auf den Rückweg. (Auch hier gäbe es die Möglichkeit, nochmal einkaufen zu gehen.) Da das Bordnetz immer noch nicht einwandfrei funktioniert, vereinbaren wir einen Termin mit den Technikern: 19 Uhr im Hafen von Bissert – direkt nach der Schleuse. Eine schlechte Idee von uns, wie wir später feststellen, denn die Schleusen schließen um 18.30 Uhr und so stehen wir um 19 Uhr nur ein paar Meter vor dem vereinbarten Ort und kommen nicht weiter. Tipp: Schleusenöffnungszeiten beachten!

Aber die beiden Techniker finden uns. Beide sind sehr hilfsbereit und freundlich. Das Problem wird genau untersucht und lokalisiert. Letztendlich benötigen wir eine neue Lichtmaschine, die die beiden uns vor Ort auch sofort einbauen – und das am Feiertag. Wir sind sehr zufrieden mit der Unterstützung, die wir von Kuhnle-Tours erhalten!

FREITAG – BISSERT –> BASSIN D’ALBESCHAUX

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Heute ist ein richtiger Schleusen-Tag: 17 Schleusen wollen wir heute durchfahren. Aber das ist okay, die Sonne scheint wieder und es ist richtig schön warm auf Deck! Nach etwa drei Stunden sind wir wieder in Mittersheim und wollen dort nochmal einkaufen. Nur kommen wir leider genau zur Mittagszeit an. Tipp: Immer die Mittagspausen der Einkaufsläden beachten! Dafür können wir in Schleuse 7 Ziegenkäse und Eier kaufen. Tipp: Der Ziegenkäse ist sehr gut!

Da das Bordnetz trotz neuer Lichtmaschine immer noch nicht richtig läuft, kommt abends nochmal der Techniker vorbei (beim Anlegerplatz Bassin d‘Albeschaux) und tauscht jetzt auch den Ladeverteiler aus. Unser Bordnetzproblem ist jetzt endgültig gelöst. Nochmals vielen Dank für die schnelle, unkomplizierte und freundliche Hilfe!

 

SAMSTAG – BASSIN D’ALBESCHAUX –> HESSE

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Ein sehr schöner warmer Tag, an dem wir die Fahrt an und auf Deck in vollen Zügen genießen. In Gondrexange halten wir uns etwas länger auf, da wir dort Mittag essen und nochmal ein paar Vorräte für die letzten Tage einkaufen. Der Laden in der Stadt macht zwar erst um 16.30 Uhr auf, aber das ist kein Problem. Wir haben es nicht eilig und verbringen gerne die Zeit auf dem sonnigen Deck.

In der Nähe von Hesse gibt es einen kleinen netten Anlegeplatz mit Campingtischen, bei dem wir dann auch übernachten. In Hesse gibt es Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Wir spazieren aber nur durch die Stadt und schauen uns die Kirche an.

SONNTAG – HESSE –> NIDERVILLER

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Unser letzter Hausboottag. Heute regnet es wieder und wir entscheiden uns, dafür direkt den Hafen in Niderviller anzusteuern, um dann mit dem Auto nach Sarrebourg (5 Minuten) zu fahren. Wir gehen Kaffee und Kuchen essen und besuchen anschließend die Kirche mit dem großen Marc Chagall Fenster. Tipp: Sehr sehenswert! Abends gehen wir zum Abschluss unserer Bootstour mal nicht im Boot, sondern im Restaurant essen.

SONNTAG – ABREISE

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Heute müssen wir um 08.30 Uhr unser Boot wieder abgeben. Wir haben die Endreinigung bezahlt und somit viel weniger Stress am Morgen. Tipp: Endreinigung buchen!

Wir hatten ein paar wirklich tolle Tage im und auf dem schönen geräumigen Hausboot. Wir hatten zwar minimal technische Probleme aber da der Service sogar am Feiertag zur Verfügung stand, sofort an Ort und Stelle war und zeitig reparieren konnte, hatten wir zum Glück keine Einschränkung was unsere Reiseroute angeht. Die Ausstattung an Bord war komplett ausreichend. Uns hat es an nichts gefehlt. Wir werden sicher wieder eine Bootstour unternehmen, hoffentlich haben wir dann wieder so tolles Wetter : )

 

Sarah S. und
Constantin W.

Anmerkung der Redaktion: Lust auf Nachmachen bekommen? Hier geht es zum Revier. Und hier geht es zum Boot.

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