Auf-Kanaltour in Frankreich

Auf-Kanaltour in Frankreich

Der Rhein-Marne-Kanal ist ein wunderbar entspannter Wasserwanderweg durch die abwechslungsreiche Landschaft Elsass-Lothringens. An den zahlreichen Schleusen kann man aber seine kleinen Abenteuer erleben.                Von Stephan-Thomas Klose

Es ist Mittwoch, 12. August, 17.55 Uhr: In fünf Minuten werden die 15 automatischen Schleusen zwischen Lagarde und Nancy abgeschaltet. Dann heißt es: Nachtruhe auf dem Rhein-Marne-Kanal. Alle Augen der Hausbootbesatzung richten sich beschwörend auf die unscheinbare Radarsäule für Schleuse Nr. 17 bei Bauzemont. Sie ist die letzte vor Einville-au-Jard, unserem geplanten Liegeplatz für diese Nacht. Nur diese Schleuse trennt uns noch von Wasser, Landstrom, Dusche, Lebensmitteln und vor allem: Getränken! Nur diese Schleuse noch, dann sind wir in der kleinen Ortschaft im östlichen Lothringen (der heutigen Region „Grand Est“), für die unser Törnatlas „Fluviacarte“ all jene Herrlichkeiten verspricht. Wir brauchen dringend Nachschub: Durch die heißen, hochsommerlichen Temperaturen von 34 °C und mehr sind unsere Getränkebestände völlig erschöpft.

„Sie blinkt!“ ruft unser Steuermann. „Geschafft!“ Tatsächlich: Die Radarsäule hat das Signal unserer Fernbedienung aufgenommen. Der Jubel der Hausbootbesatzung kennt keine Grenzen. Doch zu früh gefreut: Schleuse Nr. 17 gibt noch ein aufwärtsschleusendes Hausboot frei. Dann schließen sich direkt vor uns die Eisentore. Die Signallampen erlöschen. Es ist genau 18 Uhr. Die französische Wasserstraßenverwaltung VNF macht keine Ausnahmen. Feierabend. Wir sind gefangen im Nirgendwo zwischen Kanalkilometer 195 und 198. Wir werden die Nacht an einer kleinen Anlegestelle in völliger Stille und Abgeschiedenheit verbringen; ohne Getränke und ohne Verpflegung. Jetzt ist uns klar, warum so viele andere Hausboote Fahrräder an Bord haben.

Wunderbarer Wasserwanderweg

Genau diese Stille und Abgeschiedenheit sind es aber auch, die den Rhein-Marne-Kanal – die Franzosen nennen ihn selbstverständlich den Marne-Rhein-Kanal (Canal de la Marne au Rhin) – zu einem wunderbar entspannten Wasserwanderweg für die Sportschifffahrt machen – gerade auch in Corona-Zeiten. Einige Skipper sprechen despektierlich von der „Sauerkrauttour“. Tatsächlich aber ist der Kanal ein französisches Bauwerk, das Mitte des 19. Jahrhunderts von 1839 bis 1853 errichtet wurde, um eine Ost-West-Verbindung vom Pariser Becken zum Rhein herzustellen.

Die ursprünglich 313 Kilometer lange Wasserstraße von Vitry-le-François – ab hier zählt auch die Kilometrierung – bis Straßburg gehört zu den längsten Kanälen Frankreichs. Die bergige Topografie mit Höhenunterschieden bis zu 281 Metern hatte die Konstrukteure vor große Herausforderungen gestellt. Nach dem damaligen Stand des Wasserbaus waren Hubhöhen über 2,5 Meter technisch noch nicht möglich. Die Folge sind 154 Schleusen und fast neun Kilometer Tunnelstrecken. Ursprünglich waren die Schleusenkammern mit 35 Metern Länge auf das Maß der hölzernen motorlosen Frachtkähne jener Zeit zugeschnitten. Ab der Jahrhundertwende, als die Motorschifffahrt aufkam, wurden die Schleusen auf 38,5 Meter, das so genannte Freycinet-Maß, verlängert. Und noch in den 1960er-Jahren, als die Tage der gewerblichen Binnenschifffahrt in Frankreich längst gezählt waren, modernisierten die Franzosen den Kanal unverdrossen weiter – mit gewaltigen Wasserbauwerken wie dem Schiffshebewerk bei Arzviller oder der Schachtschleuse von Réchicourt, die mit ihren 16 Hub-Metern die höchste Schleuse Frankreichs ist.

Schleusen-Trauma-Therapie

Die große Schachtschleuse von Réchicourt war es auch, die uns an jenem Mittwoch zwei Stunden kostete, sodass wir unser Tagesziel nicht mehr erreichten. Ein Flusskreuzfahrer hatte Vorfahrt. Réchicourt machte den Anfang der Schleusenstrecke, denn ich hatte mich bei der Planung des diesjährigen einwöchigen Hausboot-Törns für den Kanalabschnitt von der Charterbasis in Niderviller Richtung Westen nach Nancy entschieden – eine einfache Fahrtstrecke von 81,6 Kilometern Länge mit 21 Schleusen. Der Törnatlas veranschlagt dafür 15,5 Stunden Fahrtzeit – in einer Woche hin und zurück mit unserem Kuhnle-Klassiker „Kormoran 1140“ (62 PS, Höchstgeschwindigkeit 12 km/h) also gut zu bewältigen.

Eine abwechslungsreiche Landschaft säumt den Kanal mit schattigen, dicht bewaldeten Ufern, dann wieder scheinbar endlosen Feldern und Wiesen und dazwischen kleinen altmodischen Ortschaften oder Gehöften. Bei Dombasle-sur-Meurthe geht die Fahrt sogar mitten durch die gewaltigen Produktionsanlagen eines Solvay-Chemiewerkes. Hier stehen die größten Kalkbrennöfen der Welt.

Aber es waren weniger die landschaftlichen Aspekte, die für die Wahl der Route den Ausschlag gegeben hatten, als vielmehr die Absicht, hier ein altes Trauma endlich dauerhaft zu überwinden. Bei unserem ersten Kuhnle-Hausboot-Törn im April 2011 auf der Müritz-Elde-Wasserstraße über die Mecklenburgische Seenplatte hatten wir ein Fiasko in der Plauer Eldeschleuse erlebt. Eine unsachgemäß geführte Leine hatte sich beim Abwärtsschleusen an der Bootsklampe festgezogen. Obwohl der Hub nur 1,33 Meter beträgt, war das Boot in bedenkliche Schräglage geraten. Diesen Schleusen-Schreck hatte die Familien-Crew nie überwunden. Bis jetzt.

Eindrucksvolles Nancy

Als wir am Donnerstag um 15.30 Uhr im großzügig bemessenen Freizeithafen Saint-Georges unseres Reiseziels Nancy festmachen, haben wir 21 Abwärtsschleusungen erfolgreich bewältigt. Ab Réchicourt hatten wir die Schleusen mit der Fernbedienung gesteuert, die uns der VNF-Schleusenwärter in die Hand gedrückt hatte. Anfunken, Warten, Einfahren, Festmachen, Schleusen, Loswerfen und Ausfahren können wir jetzt aus dem effeff. Unser Trauma ist überwunden.

Das wird auf dem großartigen Stanislaus-Platz von Nancy gefeiert. Dieses städtebauliche Gesamtkunstwerk aus neoklassizistischen Palästen, Brunnen, Triumphbogen und einheitlich vergoldeten schmiedeeisernen Portalen, Lampen und Balkonen gehört zum Weltkulturerbe. Die Hausbootbesatzung ist beeindruckt.

Am nächsten Morgen treten wir die Rückfahrt an. Sie hält am Folgetag noch eine Überraschung für uns bereit: Die Schleuse Nr. 19 bei Maixe ist außer Betrieb. Und das ausgerechnet an einem Samstagmorgen. Wie soll es jetzt weitergehen? Doch nur fünf Minuten später kommt ein VNF-Fahrzeug angebraust. Die öffentlich-rechtliche französische Wasserstraßenverwaltung hat tatsächlich eine Wochenendbereitschaft! Kurze Zeit später öffnen sich die Tore; wir können die Fahrt fortsetzen. Dieser prompte Service versöhnt uns mit dem superpünktlichen Dienstschluss am Mittwoch in der Einöde vor Schleuse Nr. 17. Besagter Abend fand übrigens doch noch ein gutes Ende: Mit einem in holprigem Französisch herbeigerufenen „Henrion“-Taxi aus Lunéville gelang es uns, einen Supermarkt zu erreichen; zum Getränke-Großeinkauf. Wir waren gerettet.

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Pünktlich um 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz der Marina von Kuhnle Tours ins Niderviller.

Wir, das sind Gaby, Ralf, Sohn Jordan mit Freundin Nina.

Die Formalitäten erledigen wir sehr schnell und können dann unser Gepäck in die Kormoran 1140, Name Cezanne, laden.

Dann kommt die Einweisung. Alex erklärt uns den Steuerstand, den Herd, den Backofen, die Duschen, die Toiletten, den Landstromanschluss, Wassertank und die Heizung auf Deutsch.

Jetzt geht es auf Einweisungsfahrt, denn man benötigt keinen Bootsführerschein um in diesem Teil Frankreichs ein Boot zu fahren. Wir legen gemeinsam an- und ab, wenden das Hausboot und legen rückwärts neben den anderen Hausbooten an.

Da die Schleusen des Rhine Marne Kanals werktags um 19 Uhr schließen, richten wir uns im Hausboot ein und bleiben in dieser Nacht im Hafen von Niderviller.

Unsere geplante Route mit dem Hausboot.

Niderviller durch die zwei Tunnel von Arzviller und das Schiffshebewerk Arzviller nach Lutzelbourg. Weiter nach Saverne. Saverne zurück nach Niderviller. Niderviller nach Gondrexange. Weiter durch die große Schleuse Rechicourt nach Moussey. Von dort nach Houillon und zurück nach Niderviller.

Sonntag
Am nächsten Morgen heißt es „Leinen los“ und auf nach Lutzelbourg. Die erste Herausforderung für uns war der erste Tunnel von Arzviller. Länge knapp 500 Meter und nur in eine Richtung befahrbar.
Geschafft. Jetzt noch den zweiten Tunnel von Arzviller mit einer Länge von knapp 2500 Metern. Auch geschafft. 
Wieder ist Teamarbeit gefragt, denn rechts und links ist nur wenig Platz.
Vor dem Schiffshebewerk von Arzviller brauchen wir nicht zu warten und können zusammen mit einem Boot vor uns in das imposante Schiffshebewerk einfahren.

Hinter der Schleuse 21 können wir schon die Burgruine von Lutzelbourg erkennen.
Im dortigen Freizeithafen legen wir längsseits an.

Jordan und Nina nehmen die beiden Mountainbikes vom Hausboot und machen sich auf zur Burgruine.
Gaby und ich genießen die Sonne und nehmen zwischendurch zur Abkühlung eine Dusche, welche am Heck der Komoran angebracht ist.

Ein schöner, spannender und ereignisreicher erster Tag unseres Bootsurlaubes neigte sich bei einem gemeinsamen Essen an Deck dem Ende.

Montag Lutzelbourg nach Saverne

Kurz nach dem Ablegen fahren wir in die Schleuse 21, Lutzelbourg, ein. Die Schleusen haben keinen Schleusenwärter und Ihr müsst die Schleuse manuell betätigen. Einfach den blauen Hebel nach oben, fertig. Alles weitere geht automatisch.
Bis Saverne, knapp 10 km, durchfahren wir 10 Schleusen. Also nicht soviel Zeit zum entspannen.

Die letzte Schleuse (Ecluse 30-31) ist auch die Einfahrt in die Stadt Saverne. An der Schleuse stehen jede Menge Touristen und schauen den Booten in der Schleuse zu.

Gaby parkt unser Hausboot rückwärts und gekonnt im Hafen von Saverne ein. Wir haben einen tollen Blick auf das Schloss Rohan. Morgen ist der 14. Juli und Nationalfeiertag in Frankreich. Also heißt es für Jordan und mich, rauf auf die Fahrräder und noch fix im Supermarkt ein paar Getränke und Baguettes holen.

Bei leckerem französischem Weißwein und Eistee (für Jordan und Nina) bewundern wir das Feuerwerk, welches zum Anlass des Nationalfeiertages über dem Schloss Rohan zu sehen ist.

Morgen geht es für uns zurück nach Niderviller, aber nur zum Übernachten. Wir fahren dann in die andere Richtung.

Dienstag Saverne nach Niderviller
Unser heutiges Tagesziel ist die Marina von Kuhnle-Tours in Niderviller.

In Zahlen:
14 Schleusen
ein Schiffshebewerk
2 Tunnel
18 km Strecke

Vor dem Tunnel von Arzviller müssen wir noch etwas warten, bevor wir die Tunnel durchfahren können. Gaby steuert die Cezanne ruhig durch die engen Tunnel ohne anzuecken.

Das Übernachten in den Basen von Kuhnle Tours ist für Kuhnle Boote kostenlos. So auch in Niderviller.

Mittwoch
Da das Wetter heute, am 5. Tag unserer Hausboottour, sehr regnerisch ist, gehen wir den Tag ruhig an und fahren erst gegen 14 Uhr Richtung Nancy.

Nach knapp 3 Stunden Fahrzeit, endlich ohne Schleusen, haben wir uns für das Anlegen in freier Natur entschieden. Das ist in Frankreich am Rhine Marne Kanal überall möglich.

In Gondrexange am Anfang des Etang de Gondrexange haben wir angelegt. Dank der, in unserer Cezanne befindlichen, Erdnägel und einem Hammer reicht ein Betonpoller am Ufer für das festmachen aus.

Am Etang de Gondrexange befindet sich ein Campingplatz und Badeplatz. Dieser liegt nur wenige Gehminuten von unserm Liegeplatz entfernt und könnte, bei besserem Wetter, ein schönes Ziel sein. Im Etang darf man baden. Im Kanal nicht.

Ein weiterer Tag unseres Hausbooturlaubs geht zu Ende und wir besprechen bei Kerzenschein an Deck der Cezanne, wie es morgen weitergeht.

Donnerstag
Vielen Dank an den Bootführer, der uns durch seine Vollgasfahrt und den entstandenen Wellengang gegen 8 Uhr geweckt hat.

Nach dem Frühstück geht es trotz Nieselregen in Richtung Schleuse Rechicourt. Die größte Schleuse Frankreichs.

Endlich zeigt die Schleusenampel der Schleuse Rechicourt grün und wir können in diese beeindruckende Schleuse einfahren. Wir müssen bis fast an das Schleusentor fahren, da hinter uns noch zwei weitere Boote einfahren sollen.

In der Schleuse müssen alle Schwimmwesten tragen. Diese gehören natürlich zur Standardausstattung auf den Hausbooten von Kuhnle Tours.  Es geht abwärts. Mit einer rasenden Geschwindigkeit strömt das Wasser aus der Schleuse und es wird dunkler.

Der Poller am Heck senkt sich mit dem Schleusenwasser ab und am Bug gleitet das Seil an dem dortigen Poller abwärts. Das Schleusentor und der Schlagbaum öffnen sich und wir verlassen die Schleuse.

Wir fahren noch eine Weile in Richtung Nancy und passieren zwei kleine Schleusen an denen wir die Fernbedienung nutzen. Die Fernbedienung bekommt man vom Schleusenwärter in Rechicourt.

In der Nähe von Moussey legen wir an und machen eine ausgiebige Pause.  Gaby wendet das Hausboot und es geht zurück durch die Schleuse Rechicourt, in Richtung Houillon

Rückwärts parke ich unser Hausboot, mit Unterstützung der Crew, im Hafen von Houllion ein. Das wars für heute. Nach dem Essen sitzen wir noch lange zusammen und spielen Karten. Denn einen Fernseher an Bord sucht man vergebens und wird auch nicht vermisst.

Freitag
Heute ist der vorletzte Tag unserer Hausboottour, den es geht zurück nach Niderviller

Endlich wieder an Deck frühstücken, denn es regnet nicht.
Wir verlassen Houillon und den Canal de la Sarre.
In der Nähe von Niderviller legen wir an und genießen ein paar Stunden in freier Natur die tolle Landschaft.

Die letzten Kilometer bis Niderviller sind auch die letzten Kilometer auf unserem Hausboot. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Cezanne.

Samstag und Abreisetag
Abgabe für das Hausboot ist um 8:30 Uhr. Wir haben aber die späte Abreise bis 11 Uhr dazugebucht. Auch die Endreinigung dazubuchen verringert den Stressfaktor bei der Abreise.
Gepäck ins Auto. Alex von Kuhnle Tours nimmt das Boot entgegen und kontrolliert, ob alles OK ist und nichts Wesentliches fehlt.

Fazit unseres Hausbooturlaubes in Frankreich
Mit so einer guten Einweisung, wie von Kuhnle Tours, lässt sich ein Hausboot (Boot) auch ohne Bootsführerschein sicher beherrschen.
Auf dem Hausboot gibt es genügend Platz und dass jede Kajüte ein eigenes Bad hat ist echt klasse.
Idealerweise hat man ein Hausboot mit 4 Personen im Griff, aber auch zu zweit ist die Fahrt auf den Kanälen in Frankreich zu schaffen.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal einen Hausbooturlaub in Frankreich machen.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter www.kreuzfahrt4punkt0.de

Gaby, Nina, Jordan und Ralf

Dortmund 30.07.2020

Hausbooturlaub Mecklenburgische Seenplatte

Hausbooturlaub Mecklenburgische Seenplatte

  1. bis 26. Juni 2021

Wir wollen die Seen des Müritz Nationalparks während unserer 7 Tage an Bord einer Kormoran 1140 erkunden. Wir das sind Ikla, Michael, Gaby und Ralf.

Schnell haben wir das Hafenbüro in der Marina gefunden. Die Anmeldung im Kuhnle Hafenbüro läuft, dank Daler dem Kuhnle Servicemitarbeiter, recht schnell.

Auf der Trebel erhält Gaby die Einweisung in die Besonderheiten der Kormoran 1140.

In der Zwischenzeit genießen Ilka, Michael und ich ein kühles Getränk in der Pirateˋs Bar direkt an der Marina.

©Kreuzfahrt 4.0 Pirate’s Bar im Hafendorf Müritz

Gegen 16 Uhr starten wir unsere Hausboottour. Unser erstes Ziel ist Röbel, welches wir in 2 Stunden erreichen sollten.

Das Wetter ist wunderschön und der Müritzsee spiegelglatt. Im Yachthafen von Röbel legen wir das erste Mal gemeinsam an. Alles läuft ruhig ab und beim zweiten Versuch liegt die Trebel am Liegeplatz.

Der Hafenmeister ist nur bis 18 Uhr im Hafenbüro. Macht nichts, denn Ihr könnt auch am nächsten Tag einchecken.

Wir genießen den ersten Abend an Bord und grillen auf dem Lotusgrill, welchen wir bei Kuhnle mit gemietet haben.

Tag 2 Auf nach Waren

Der zweite Tag unserer Hausboottour beginnt bei strahlendem Sonnenschein. Heute geht es weiter nach Waren.
Gegen 10 Uhr verlassen wir den Hafen von Röbel und drehen noch eine Runde vor der Stadt Röbel und schauen uns Röbel vom Wasser aus an.

Auf der Fahrt nach Waren, legen wir einen Badestopp ein. Dafür verlassen wir die Fahrrinne und lassen den Anker in Ufernähe auf den Grund der Müritz sinken. Dank der Badeplattform am Heck unseres Hausbootes, ist der Sprung ins kühle Nass kein Problem. Ilka und ich wollten unbedingt mal das SUP ausprobieren. Dies haben wir uns auch bei Kuhnle geliehen.

An den Untiefen vor der Hafeneinfahrt von Waren vorbei, kommt uns schon der Hafenmeister in seinem Boot entgegen. Er fährt voraus und zeigt uns den Liegeplatz für die Nacht.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafen Waren/Müritz

Wir erkunden Waren mit seiner kleinen Altstadt und genießen ein leckeres Eis.

Nach einem leckeren Essen im Außenbereich des Restaurant Am Yachthafen, mit Blick auf den Hafen, lassen wir den Abend an Bord ausklingen.

Tag 3 Malchow und Eldenburg

Nach dem Frühstück, natürlich an Deck, machen wir uns auf in Richtung Malchow.

Wir verlassen die Binnenmüritz und die Aussicht ändert sich. Unsere Bootstour geht durch den Reeckkanal, vorbei am Fischerdorf Eldenburg auf den Köpinsee.

Der Stadthafen von Malchow liegt hinter der Drehbrücke, welche nur zur vollen Stunde öffnet. Wir haben Glück und kommen kurz nach 14 Uhr dort an. Der Hafen verfügt über knapp 20 Liegeplätze und ist recht eng. Der Hafenmeister weißt uns einen Liegeplatz mit Blick auf die Klosteranlage zu.

Malchow, die Altstadtinsel, ist sehenswert. Auf der Altstadtinsel findet Ihr viele kleine Häuser, die einen besonderen Charme versprühen. Und mittendrin thront das Malchower Rathaus, ein Fachwerkbau aus dem 19 Jahrhundert. Das DDR-Museum Malchow befindet sich im ehemaligen Filmpalast.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafen Malchow

Gut das wir uns den Lotusgrill bei KUHNLE-TOURS geliehen haben. Durch die Bauweise kann dieser Holzkohlegrill an Deck betrieben werden.

Bei leckerer Grillwurst, Salat und Steaks genießen wir den Blick auf die Klosteranlage

Tag 4

Fast pünktlich um 10 Uhr öffnet die Drehbrücke in Malchow und wir passieren diese mit unserem Hausboot, wie es der Brückenwärter wünscht, zügig.

Unseres heutiges Tagesziel ist Eldenburg. Doch vorher fahren wir mit unserem Hausboot nach Jabel. Vom Kölpingsee aus geht ein enger und flacher Kanal in den Jabelschen See.
Ilka hat ein ufernahes Plätzchen zum ankern gesichtet und Michael steuert darauf zu. Wir genießen die Ruhe, beobachten die Angler:innen und die vorbeifahrenden Boote.

Durch den engen Kanal fahren wir wieder zurück auf den Kölpingsee und über den Reeckkanal nach Eldenburg. Im Fischerhof Eldenburg finden wir einen Liegeplatz für die Nacht. Das Fischerhof Eldenburg liegt geschützt in einer Bucht und Schwimmen sowie SUP fahren sind möglich. Das Fischerdorf Eldenburg besteht aus dem Hafen, einem Restaurant, einer Fischbude, einem schönen Kinderspielplatz und einem Ferienhauspark. 
Im Hafenrestaurant Marina Eldenburg genießen wir Fisch aus der Müritz und Bier aus Mecklenburg-Vorpommern.

Tag 5
Auf nach Klink. Langsam fahren wir durch den Reeckkanal wieder auf die Binnenmüritz. Der Hafen von Klink ist klein und bietet nur wenige Liegeplätze für große Boote wie unseres. Gekonnt legt Gaby unser Hausboot rückwärts am Anleger an und wir gehen die paar Meter zum Schloss Klink.

Das Schloss Klink ist ein Hotel und bietet von außen ein schönes Fotomotiv. Unweit vom Schloss Klink findet Ihr den Müritzer Bauernmarkt. Hier gibt es leckeren Kuchen und Torten, die Ihr auch mitnehmen könnt. Ansonsten findet Ihr hier Müritzer Spezialitäten und jede Menge Nippes und Dinge, die die Welt nicht braucht.

©Kreuzfahrt 4.0 Hotel Schloss Klink

Den Kuchen genießen wir an Deck unseres Hausbootes und schauen den anderen Booten beim An- und Ablegen zu.

Gegen 15 Uhr brechen wir auf in Richtung Waren. Waren erreichen wir in knapp einer Stunde. Unser Tipp: Ihr sollten mit euerem Boot bis 16 Uhr im Hafen sein, um einen Liegeplatz zu bekommen.

Tag 6
Gefrühstückt wird heute, in Jacke, draußen. Dann geht es auch schon weiter nach Röbel. Gut zwei Stunden dauert die Fahrt nach Röbel am Westufer der Müritz. Wer auf dem Wasser unterwegs ist hat, glaube ich, immer Hunger. Im Hafen gibt es eine kleine Fischbude und wir kaufen leckere Fischbrötchen.

Frisch gestärkt gehen wir zur Marienkirche und besteigen den 58 Meter hohen Kirchturm. Der Aufstieg kostet einen Euro und ist wirklich steil. Der Ausblick ist einfach fantastisch und entschädigt für den steilen Aufstieg.

Auf dem Rückweg machen wir eine Kaffeepause im Café Mühlenblick. Im kleinen Gartencafe haben wir einen tollen Blick auf die alte Windmühle von Röbel.

Tag 7

Heute geht es zurück nach Rechlin, unserem Heimathafen von KUHNLE-TOURS. Denn morgen müssen wir unser Hausboot schon wieder abgeben. Wir verlassen den kleinen Hafen von Röbel und steuern noch einmal auf den Yachthafen Röbel zu. Denn wir wollen noch etwas frisch geräucherten Fisch beim Fischerhof Röbel kaufen.

Spontan beschließen wir in ufernähe zu Ankern und noch einmal in der Müritz baden zu gehen. Anker runter, SUP ins Wasser und los geht’s. Einfach klasse.

Nach dem Badestopp schippern wir knapp zwei Stunden bis nach Rechlin, unseren Heimathafen.

Nach dem Anlegen nehmen wir einen leckeren Cocktail an der Pirate`s Bar im Hafen. Lange sitzen wir an Deck und schauen auf die Boote die im Laufe des Abends einlaufen. Wahrscheinlich ist es auch deren letzter Abend auf dem Boot.

©Kreuzfahrt 4.0 Hafendorf Müritz

Tag 8 Abreise und Fazit
Normalerweise muss das Hausboot bis 08:30 Uhr abgegeben werden. Wir haben aber, in weiser Voraussicht, die Spätabreise bis 11 Uhr gebucht. Also können wir den Tag ruhig angehen lassen, Frühstücken, Betten abziehen und alles in unser Auto laden.

Auf dem Weg nach Dortmund reden wir viel und gerne über diese tolle Woche Hausbooturlaub auf den Seen des Müritz Nationalparks

Vielen Dank an das KUHNLE-Team !

©Kreuzfahrt 4.0 Hafenidylle

Fazit unseres Hausbooturlaubes
Eine Bootstour auf den Seen des Müritz Nationalparks ist eine tolle Sache. Schwimmen und einfach Ankern und die Seele baumeln lassen ist (fast) überall möglich.
Die Städte an den Ufern sind meist klein, bieten aber eine nette Abwechslung.
Die Liegegebühren betragen im Schnitt 30 Euro pro Nacht bei 4 Personen inklusive Kurtaxe. Duschen (3 Minuten für 0, 50 Euro) und Strom meist 50 Cent. Für das Entleeren des Abwassertanks haben wir 18 Euro gezahlt.

Wir vier waren uns einig, dass wir 2022 wieder auf den Seen und Kanälen des Müritz Nationalparks mit dem Boot unterwegs sein werden.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter https://kreuzfahrt4punkt0.de/hausbooturlaub-auf-der-mueritz/

Ikla, Michael, Gaby und Ralf

Der Alltag im Werftbüro

Der Alltag im Werftbüro

In diesem Artikel möchte ich meinen Alltag und Erfahrungen, sowie erlangte Fähigkeiten im Werftbüro der Kuhnle-Werft schildern.

Meine Woche beginnt damit alle Arbeitszettel, unserer Werftmitarbeiter, der vergangenen Woche einzusammeln. Bevor dann begonnen wird die vermerkten Artikel und Dienstleistungen zu buchen, ist es wichtig sie mit den dazugehörigen Stundenzetteln abzugleichen. Eine weitere Aufgabe ist es Rechnungen zu buchen, bevor sie von der Buchhaltung weiter bearbeitet werden können.

Im Sommer, der Saison, kommen noch andere Arbeiten hinzu. Eine davon ist zum Beispiel die Vorbereitung auf die Bearbeitung entstandener Kautionsschäden. Dazu wird ein Datenblatt des Kunden und des Geschädigten ausgefüllt.

Das Arbeiten im Werftbüro ist sehr angenehm und abwechslungsreich. Hier ist auch an einigen Stellen Teamarbeit gefragt, wenn Nachfragen an Kollegen und Kolleginnen aus der Werft aufkommen.

Ich persönlich konnte in dieser Abteilung einige Fähigkeiten für meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement erlange. Wie zum Beispiel das Buchen von Rechnungen und eine ausgiebigere Nutzung unseres Programmes.

Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit – Fazit

Ausbildung zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit – Fazit

Im August 2018 habe ich meine Ausbildung bei KUHNLE-TOURS begonnen. Anfangs hielt ich das für eine schlechte Idee, da ich noch nie in der Tourismusbranche gearbeitet hatte. Aber mit der Zeit wurde das alles interessant für mich.

Mein Beruf heißt Kaufmann für Tourismus und Freizeit. Meine Arbeit ist sehr vielseitig. Zu den Hauptaufgaben gehören: Auswahl und Entwicklung der Törns, Arbeit mit ausländischen Gästen. Aber das Wichtigste in meinem Beruf ist die Kommunikation mit Kunden, nämlich: ihre Bedürfnisse zu verstehen, über die Vor- und Nachteile der Tour zu sprechen, die finanziellen Möglichkeiten des Kunden zu berücksichtigen und unabhängige Entscheidungen zu treffen. Außerdem muss man sich riesige Mengen an Informationen merken und eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten kombinieren.

Der Arbeitstag beginnt um 8 oder 9 Uhr morgens, kann aber auch um 5 oder 9 Uhr abends enden. Dies gilt insbesondere in der Sommerzeit, dies sind die geschäftigsten Monate.

Der Kundenstrom ist sehr groß, denn in diesen Monaten gibt es die meisten Ferien und Feiertage. Jeder Kunde hat andere Interessen und Anforderungen an die gewünschte Tour.

Unsere Firma kümmert sich um seine Mitarbeiter und Gäste, daher sind alle Arbeitsbedingungen und Dienstleistungen zu guten Konditionen. Sie bezahlt zum Beispiel den Sportbootführerschein Binnen.

Die meiste Arbeitszeit in unsere Firma wird mit Kundengesprächen verbracht. Das gefällt mir. Eine geschlossene und schweigsame Person kann kein einzelnes Boot verkaufen. Man muss fröhlich, aufmerksam, charmant und in der Lage sein, dem Kunden zuzuhören. Ich habe auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, Menschen aus anderen Ländern zu treffen und zu kommunizieren und so die Selbstentwicklung zu steigern.

In unserer Arbeit sind solche Qualitäten wie Gemeinschaft, Professionalität und die Fähigkeit, jede Situation schnell zu lösen, ohne den Arbeitsrhythmus zu verlieren,  sehr wichtig. Fremdsprachenkenntnisse sind unabdingbar.

Ich kann sagen, dass die Tourismusbranche eine der profitabelsten und vielversprechendsten ist. Ich habe die Möglichkeit, immer wieder neue Horizonte für mich zu entdecken und mein Wissen mit anderen zu teilen.

Wir bewältigen den Binnenbootsführerschein

Wir bewältigen den Binnenbootsführerschein

Ob KUHNLE-TOURS oder Kuhnle Werft Mitarbeiter, bei diesem Projekt wurde das Interesse geweckt.

Nach langem verschieben des Termins, bekamen wir am 26.04.2021 die Nachricht, dass nächste Woche der Kurs für den Bootsführerschein beginnt. Schnell beschafften wir noch die notwendigen Dokumente für den Antritt.

Mit großer Freude starteten am 03.05.202 die ersten Mitarbeiter in Rechlin den Kurs mit dem Theorieunterricht.

Dort wurden in den ersten Stunden die Grundlagen, wie Definitionen, Beleuchtungen, Schleusenregeln und Schilder behandelt.

In jeder Pause wurde von allen fleißig das Knotenbinden geübt.

Am Samstag wurde der Theoriestoff wiederholt und sogleich für die Prüfungen geübt.

Dann waren auch schon die Gruppen für den Praxisteil eingeteilt und mit 3 bis 4 Personen ging es aufs Boot.

Am Sonntag wurde die Theorieprüfung geschrieben und der erste Teil durfte schon zur Praxisprüfung.

Es befanden sich zur Praxisprüfung immer 2 Schüler an Bord.

Dort konnte man pro Person mit 20 min Prüfungszeit rechnen.

Als alle ihre Prüfungen abgeschlossen und natürlich auch bestanden haben, kamen Herr Kuhnle und Frau Rockel noch zum Beglückwünschen.

Nach dieser Woche können alle stolz auf sich sein, denn jetzt sind sie ihr eigener Captain an Bord.

Die KUHNLE-GROUP hat die Rechnung für den Sportbootführerschein Binnen übernommen, wofür wir uns bedanken möchten.

Mädelswochenende auf dem Hausboot – Eine Kampagne des Tourismus-Verbandes MV

Mädelswochenende auf dem Hausboot – Eine Kampagne des Tourismus-Verbandes MV

„Ein entspanntes Wellnesswochenende mit den Mädels auf einem Hausboot verbringen“. So lautet die neue Kampagne des TMVs für 2022 und wurde auf unserem neuen Sauna-Hausboot und dem Febomobil 1180 umgesetzt.

Ich bekam die Gelegenheit einen Tag dem Büroalltag im Marketing zu entfliehen, um bei diesem Videodreh dabei zu sein und zu beobachten, wie genau  solch einen Tag für eine Kampagne abläuft. Am Morgen traf ich auf die Models am Hafen von Granzow. Mit den Damen kam ich schnell ins Gespräch und fand heraus, dass dies ihre erste Fahrt mit einem Hausboot sein würde. Als das Filmteam ankam gab es kurz eine kleine Einweisung und Instruktionen, wie der Tag ablaufen wird. Um ehrlich zu sein dachte ich, dieser Tag füllt sich mit einem straffen Zeitplan und strengen Rahmenprogramm, aber schon zu Beginn und beim Ablegen der Boote gab es eine lockere Atmosphäre und es schien so als wäre das der tatsächliche Start in ein entspanntes Wochenende mit den besten Freundinnen.

Endlich ging es los und wir fuhren mit den zwei Booten auf dem Mirower See, der mit dem Schloss und vielen bunten Bootshäusern eine einzigartige Kulisse für Fotos und das Video bat. Es wurde sich per Funk verständigt, wie das Boot am besten zu platzieren ist um die richtigen Aufnahmen zu erzielen. Neben Fotografen, usw. war auch eine Reisejournalistin an Bord, die bei ausgelassenen Gesprächen die Damen befragte, was ihre Eindrücke von einem Urlaub mit dem Boot denn seien.

Am Abend wurde das Boot nochmal richtig in Szene gesetzt, es wurde auf dem Sonnendach des Sauna-Hausboots gegrillt und fein aufgedeckt. Bei lockeren Gesprächen und ausgelassener Stimmung am Esstisch wurden authentische Bilder und mit einer Drohne spektakuläre Luftaufnahmen von diesem gemütlichen Grillabend  gemacht. Dadurch, dass wir mit dem Sauna-Boot unterwegs waren, wurde ein abschließender Gang in die Sauna mit Panoramasicht auf den See und Sonnenuntergang zum Highlight des Tages.

Alles in allem war dies ein erlebnisreicher Tag und ich konnte viele verschiedene Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln, die ich für zukünftige Projekte, wie dieses anwenden kann.

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Die KUHNLE-GROUP bekommt einen Chatbot

Ende Dezember 2020 erhielt ich die Aufgabe mich um die Beschaffung eines Chatbot’s zu kümmern.
Von einem Mitarbeiter habe ich bereits etwas Vorarbeit erhalten, in Form von bereits bestehenden Kontakten zu Chatbot Anbietern, sowie einer groben Vorauswahl. Außerdem fand ich eine Liste mit gewünschten Anforderungen.

So machte ich mich also an die Aufgabe und las mich zunächst erstmal in das Thema ein, um mich erstmal vertrauter mit dem Begriff Chatbot zu machen.
Als ich dann mit dem dem Thema vertraut war, setzte ich mich auch schnell mit den verschiedenen Anbietern auseinander und sah mir einige Präsentationen der Anbieter an.

Mit den neuen Informationen, die ich natürlich auch in die Liste eingepflegt habe, fragte ich nun nach Testversionen, um alles einmal selbst zu testen und ein Gefühl für die Benutzeroberflächen zu bekommen. Ebenfalls wollte ich die Lernfähigkeit der KI (künstliche Intelligenz) der verschieden Anbieter anhand eigener Eingaben in die Datenbank testen.

Es war alles dabei von viel zu kompliziert und umständlich bis hin zu sehr simpel und übersichtlich.

Nachdem wir dann die ganzen Anbieter eingrenzen konnten und es für uns eine TOP 3 gab, legten wir los und erstellten zahlreiche FAQ’s, die dann in den Bot fließen sollen. Nun mussten wir uns nurnoch um die Schnittstelle zu unseren Buchungssystemen kümmern und bestimmen was der Kunde letztendlich alles zu seiner Buchung benötigte.

Nach diverser Testphasen und Meetings mit den Anbietern haben wir uns schließlich für einen Anbieter entschieden. Der Chatbot ist auch schon auf unseren Websites integriert. Wir hoffen so unsere Kunden noch besser betreuen zu können und Fragen schneller zu beantworten.

Da ich das Thema Chatbot vom ersten Moment an mitbetreut habe, eignet es sich auch prima als Thema für meine mündliche Abschlussprüfung im Sommer.

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“

Heute: Wir bauen einen Reisemobil-Stellplatz! Und wenn wir schon mal dabei sind … Aber lesen Sie lieber die ganze Geschichte.

Steine haben reichlich im Weg gelegen in den fast 24 Jahren, die vergangenen sind seit ein junger Hausboot-Typ aus dem Westen das Gelände des ehemaligen VEB Schiffswerft Rechlin ersteigert hat. Von den 1100 Mitarbeitern, die zu DDR-Zeiten in Rechlin Behördenboote und Rettungsboote gebaut hatten war damals, im Herbst 1997, nur noch einer – Günther Lindstaedt – vor Ort, um dem neuen Hausherren seine Liegenschaft zu zeigen. Die anderen 1099 waren im Zuge der fehlgeschlagenen Privatisierung des VEBs dem Arbeitsamt zugeführt worden, aber das ist eine andere Geschichte.

Arbeitsfahrzeuge aller Art sind ständige Gäste im Hafendorf Müritz.

Was es damals zwischen Müritz und Claassee gab war folgendes: Betonhallen, die schon bessere Zeiten gesehen hatten, Bürogebäude mit Sprelacart- (in Westdeutschland: Resopal-) Chic aus den 70ern, eine (!) sanierte Toilette mit elegantem Fußboden sowie ein Atombunker. Viele der langjährigen Stammkunden erinnern sich sicher noch an die Industriebrache, über die sie stapften, als es endlich mit dem Straßenbau und der Erschließung losging. Über eine schlammige Baustelle mussten sie von ihren geparten Autos zum Steg und wunderten sich vielleicht insgeheim, dass es einen Menschen gab, der fest an eine große Zukunft dieses Lost-Places an der Müritz glaubte. Harald Kuhnle, der Hausboot-Typ aus Stuttgart, hatte im Frühjahr 1991 in Waren die erste Hausbootbasis in den neuen Bundesländern eröffnet. Er dachte groß. Zu groß für die Warener Stadtvertretung, die den Kopf schüttelte, als er anbot, sich entweder des Stadthafens oder des alten Sägewerks anzunehmen um dort eine Marina aufzubauen und an Land Platz für Boote, Werkstätten und Wohnungen zu schaffen. „Wir wollten nicht, dass einer so groß wird“, steckte uns später mal ein Insider nach dem dritten Rum, „war ein Fehler damals.“ Harald Kuhnle sah sich nach einem alternativen Standort um und fand ihn am Südufer der Müritz: das Geländes des ehemals volkseigenen Betriebs Schiffswerft Rechlin.

Als 2003 der „Turm“ abgerissen wurde – ein prägnantes Beton-Monster mit Flak-Plattform auf dem Dach – schrieben wir in die Pressemitteilung: „Plattmachen ist in Ordnung, wenn man was neues aufbaut.“ Inzwischen steht dort übrigens ein schönes Apartmentgebäude. Weitere Hallen wurden abgetragen, Ferienhäuser errichtet. Überzählige Betonteile nutzen wir, um hinter den Werfthallen ebene Flächen für das Boots-Freilager zu schaffen. Was dafür nicht eben genug war, kam auf einen großen Haufen.

Was man alles so findet, wenn man eine Fläche bebaubar macht … Hier ist ein winzig kleiner Teil der Steine, die wir so im Laufe der letzten 24 Jahre aus dem Weg geräumt haben.

Der Haufen wurde immer größer. Beim Ausgraben eines Fundamentes stieg plötzlich der Baggerfahrer kreidebleich aus seinem Cockpit. Er hatte unter einem Fundament eine Fliegerbombe gefunden und glücklicherweise nicht ausgelöst. Nach der Kampfmittelsondierung und Entsorgung der Fundbombe ging es dann weiter. Einige Hallen durften stehen bleiben, wurden außen ertüchtigt und/oder verschönert und innen entkernt, damit man vernünftig Boote drin aufbewahren konnte. Der Abraum kam wieder auf den großen Haufen.

Schon seit 2006 war in der Planung des Hafendorf Müritz ein Wohnmobil-Stellplatz vorgesehen. Doch immer waren andere Investitionen wichtiger: Der Travellift, der Bau der Niederlassung in Frankreich, die neuen Marina-Müritz-Apartments, die Pirates Bar, der Anbau vor dem Captains Inn – die Liste ist endlos. Allein, es ist in der in diesem Jahr 40jährigen Firmengeschichte tatsächlich noch nicht passiert, dass jemand nach mehr Arbeit verlangt hätte. Auch der Chef nicht, der sich für künftige Projekte gerne mal Hotels auf anderen Kontinenten ansieht und Craft-Biere verkostet.

2020 – im Corona-Jahr – war der öffentliche Parkplatz vor dem Werftgebäude in einer App aufgetaucht, die kostenlose Reisemobil-Stellplätze ohne Service (aber auch ohne Gefahr verjagt zu werden) auflistet. Jeden Abend gingen wir also nach Feierabend an gemütlich entspannenden Campern zu unseren Autos. Kurz überlegten wir, auf die Schnelle einen Pop-Up-Stellplatz zu errichten. Wir hatten die Sanitärcontainer aus einem aufgegebenen Standort noch herumstehen, könnten die für den Stellplatz gedachte Ecke einmal überplanieren, Container anschließen und Einen zum Kassieren hinstellen, das sollte doch gehen?

„Nix da, wenn, dann gleich richtig, aber erst nächstes Jahr! Und einen Mitarbeiter zum Kassieren haben wir schon gar nicht übrig!“, lautete die Order de Mufti. So machten wir uns an die Planung: Ein hübsches kleines Sanitärgebäude mit fünf kompletten Duschbädern, eines davon für Rollstuhlfahrer zugänglich, außen mit Abwaschbecken, 47 unterschiedlich große Stellplätze für den ausgebauten Kastenwagen bis zum Dickschiff mit LKW-Zulassung, jeder mit Stromanschluss und Platz für Grill und Liegestuhl. Und natürlich eine Station zum Ablassen von Grauwasser, Bunkern von Frischwasser und Entsorgung von Chemie-WCs.

Fünf Duschbäder, davon eins barrierefrei (der Türdurchgang ist eigentlich breiter als auf dem Grundriss) und je zwei Becken fürs Pipimachen im Sitzen und im Stehen.
So sieht das Häuschen später von außen aus. Licht bekommen die von außen zugänglichen Zimmer von oben und durch Fenster in den Türen.
Stand 9. April 2021: Rohbau und Dachauflagen sind fertig.

Bei einer sonntäglichen Winterwanderung im Schnee besprachen wir mit anderen kompetenten Spaziergängern (in Person von Hafenmeister Maik Marlow und seiner Frau Anke), ob wir einen Wall oder Bäume zur Einfriedung des Geländes nehmen sollten und ob man vorsorglich noch eine Ladestation für Elektrowohnmobile installieren sollte (erstmal nicht, aber schon mal Kabel legen). Und wenn wir sowieso schon dabei sind, können wir ja noch zusätzliche Stellplätze für Kunden anlegen, oder? Die olle Sandfläche und die Wiese vor und neben dem Captains Inn war in der letzten Saison eher ein Parkchaos als ein Parkplatz. Warum muss ein Auto eine Woche mit Blick aufs Wasser herumstehen, während sein Besitzer mit dem Hausboot unterwegs ist?

Was haben wir nicht alles an Rohren ausgegraben! Bei manchen wusste keiner mehr, wofür die mal gut gewesen sind. Ein Telefonkabel von der Deutschen Bundespost war auch dabei.
Weiß wo was lang geht: Günther Lindstaedt in seiner aktiven Zeit in der Kuhnle-Werft

Dann rückten die Bauarbeiter an. Erstmal unsere Eigenen. Zunächst wurden alte Schächte „zurückgebaut“ (ausgebuddelt und auf den großen Haufen), außerdem bauten die Werftkollegen alte Fernwärmerohre aus, räumten tote Wasserleitungen weg, trennten Stahlrohre mit dem Gasbrenner. „Keiner wusste, welcher Schacht noch für irgendwas gut war“, berichtet das Bau-Team. Rat wusste wieder mal Günther Lindstaedt (der eingangs erwähnte Mitarbeiter 1100, der das Gelände wie seine Latzhosentasche kennt). Er kam gerne aus dem Ruhestand vorbei und sagte, welches Rohr wohin führt. Dann konnten neue Rohrbettungen gebaggert und Leitungen verlegt werden: Für Abwasser, Frischwasser, Regenwasser und allerhand Kabelage: 400 Meter Glasfaserkabel, 700 Meter CAT-7-Leitung und wohl einen ganzen Kilometer Stromkabel versenkte die Kuhnle-Werft im Boden. Es wäre natürlich nett gewesen, jeden Stellplatz einzeln mit einem Wasseranschluss zu versehen, leider erschwert die neue Trinkwasserverordnung solche dezentralen Anlagen, so wird es dann Wasser und Abwasser an einem etwas seitlich liegenden Ver- und Entsorgungsplatz geben. 

Kilometerweise Kabel verlegt: Glasfaser, Strom, Datenleitungen: Die meisten Kabel sind schon verlegt und die Gräben wieder zugeschüttet.

Nun musste das ganze Gelände noch aufgefüllt und leidlich eben gemacht werden. Dafür Boden anfahren lassen, kommt bei einer Firma mit schwäbischen Wurzeln natürlich nicht in Frage. Wozu hatten wir schließlich die letzten Jahre Beton gesammelt! So kam der große Haufen nach und nach in einen Schredder, wo er zu kleinen Steinchen gemahlen und zum Auffüllen von Schächten und Gelände genutzt wurde.

Haralds Hügel? Kuhnles Kuppe? So sieht ein weitere kleiner Teil der Steine aus, die wir aus dem Weg geräumt, dann geschreddert und dann verbaut haben.

Jetzt kurz nach Ostern ist der Platz soweit gediehen, dass wir im Mai die ersten Wohnmobile begrüßen können. Vorausgesetzt, dass uns allen dann unsere Reisefreiheit zurückgegeben ist. Dann wird die ganze digitale Landschaft des Platzes samt drei W-Lan-Verteilern schon fertig sein. Die Idee ist, dass man den Platz vorab im Internet bucht, die Schranke an der Einfahrt das Autokennzeichen lesen und man mit Codes die Türen öffnen kann.

Wir freuen uns auf die Landyachten und ihre Crews!

Der Stellplatz bekommt natürlich auch eine eigene Internetseite für Anmeldung und Information: www.reisemobil-marinas.de

Platz für ausgebaute Mini-Vans und Asphalt-Dickschiffe: Die 47 Stellplätze sind unterschiedlich groß, deshalb Augen auf bei der digitalen Platzreservierung.
Der neue Reisemobilstellplatz liegt zwischen der Zufahrtsstraße zum Hafendorf Müritz und einer Parkhalle (im Sommer für Autos im Winter für Boote). Die Zufahrt ist direkt an der Straße „Am Hafendorf“, so kann unnötiger Verkehr im Hafendorf vermieden werden. Zum Strand an der Müritz, zum Captains Inn und zur Pirates Bar am Ufer des Claassees sind es nur ein paar Schritte.
Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

Von Bayern an die Müritz – unsere erste Studentin im dualen Studium an der IU-Internationalen Hochschule und bei KUHNLE-TOURS

„In Bayern gibt es nur Wellness oder Wandern“, sagt Anna-Lena Röckl. Die 21jährige hatte aber während Ihrer Ausbildung in einem Marina-Hotel auf Island Hafenluft geschnuppert. „Diese besondere Atmosphäre, glitzerndes Wasser, Schiffe, Masten, Boote – das war das wo ich hin wollte.“

Anna-Lena Röckl – mit bayerisch rollendem „R“ – ist unsere neueste Kollegin. Sie studiert Tourismusmanagement im dualen Studiengang der IU-Internationalen Hochschule, mit der KUHNLE-TOURS seit diesem Semester zusammenarbeitet. Als ihr die Studienberaterin der Hochschule KUHNLE-TOURS und Mecklenburg für die praktische Hälfte des Studiums empfahl, war sie gleich begeistert. In die weite Welt wollte sie ohnehin und wenn die ganz große weite Welt gerade wegen Corona geschlossen hat, ist Mecklenburg-Vorpommern von Bayern weit genug weg. Ihre Familie unterstützte sie bei allen Reiseplänen, „insgeheim sind meine Eltern vielleicht auch ein bisschen froh, dass ich in Deutschland bleibe“, sagt sie mit einem kleinen spitzbübischen Lächeln. „Und ich wollte halt Boote in der Nähe haben. Wellnesshotels sind nichts für mich, das war mir einfach zu steif.“ Obwohl: Das Sauna-Hausboot würde Anna-Lena schon gefallen. Aber erst mal steht neben Studium und Praxis im Hafen der Bootsführerschein auf ihrer To-Learn-Liste. Und natürlich der Umzug in die eigene Wohnung, denn die ersten Wochen verbringt Anna-Lena in einer KUHNLE-TOURS-Ferienwohnung, damit sie Zeit hat, sich zurecht zu finden und in Ruhe umzusehen.

Keine Angst vor dem Leben in einem eher übersichtlichen Ort? „I wo, in meinem Heimatdorf Großarmschlag waren wir auch nicht mehr Einwohner, hier gibt es sogar zwei Supermärkte im Ort, bei uns gabs keinen.“ 

Das duale Tourismusmanagement-Studium sieht vor, dass der oder die Studierende eine Woche im Betrieb praktisch lernt – und auch je nach Ausbildungsfortschritt anpackt – und die andere Woche studiert. Anna-Lena hat sich bei der Wahl des Schulstandorts für den „Virtuellen Campus“ entschieden. Den gab es an ihrer Hochschule schon vor Corona. „So kann ich es mir hier an der Müritz gemütlich machen, den Vorlesungen am Rechner folgen und in Ruhe meine Aufgaben erledigen.“ Auch der Austausch mit den Kommilitonen und Dozenten erfolgt über die elektronischen Kommunikationskanäle.

“Ich mag die Hafenatmosphäre” – Die große weite Welt fängt für Anna-Lena Röckl erst mal in Mecklenburg an.

Als bodenständiger Mensch gefällt Anna-Lena Röckl an ihrem Arbeitsort an der Müritz, dass hier viel zusammenkommt: „Einerseits das Urlaubsflair mit Wasser, Booten und hoffentlich bald auch Gästen, andererseits die Geschäftigkeit der Werft. Da werden große Schiffe in die Hallen gefahren, geschweißt, gebaut und 50 Meter weiter liegt man im Liegestuhl im Sand der Pirates Bar. Was für Gegensätze!“

Mehr Infos zur Hochschule gibt es hier: https://www.iu.de

Hier ist Anna-Lenas Studiengang: https://www.iu.de/bachelor/tourismusmanagement/

Mehr Infos zum Studium und zur Ausbildung bei KUHNLE-TOURS gibt es hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/duales-studium/

Vom Marinabüro in die Reservierung

Vom Marinabüro in die Reservierung

Von „Entschuldigung, wir hätten gerne noch einmal ein Set Bettwäsche.“ Zu „Guten Tag, ich hätte mal eine Frage zu folgender Buchungsnummer…“

Das nenne ich mal einen Unterschied. Von dem Marinabüro in die Reservierungsabteilung, das war eine Wendung von 180° Grad. Zuerst ist man live im Geschehen mittendrin und dann am nächsten Tag darf man hinter den Kulissen mitwirken.

Am Anfang wollte ich persönlich nicht in die Reservierung, da mir Bewegung in Kombination mit frischer Luft und persönlichem Kontakt zu den Kunden, sehr gefallen hat und auch sehr gut tat.

Ich war an Bord und gebe die Extras (z.B. Bettwäsche) heraus, die in der Reservierung hinterlegt sind. Von Check In/Out, Inventarkontrolle, Kranterminen und Gastliegeplätzen war alles dabei. Hinzu kam noch das Flyer verteilen und das Bestücken und Kontrollieren der Boote.

Langweilig war es definitiv nicht und jeden Tag eine neue Herausforderung. Am meisten hat es mich jedoch gefreut, die Kunden mit einem Lächeln ihren Urlaub antreten zu sehen.

Beim zweiten Hinsehen, war die Reservierung jedoch dann gar nicht so schlimm, wie ich zu Anfang gedacht habe. Action wo man nur hinsieht. Der Kundenkontakt kommt auch nicht zu kurz, da alle paar Minuten ein Telefon klingelt.

Egal ob Angebote schreiben, E-Mails beantworten, Buchungen annehmen oder am Telefon Auskunft geben. Es hat gar nichts mit Langeweile und Eintönigkeit zu tun.

Abwechslung und geistige Anstrengung…so würde ich die Reservierung beschreiben.

Ich persönlich mag beide Abteilungen sehr gerne. Müsste ich mich jedoch entscheiden, ist mir das Marinabüro doch lieber. Ich bin ein Naturmensch und liebe es draußen zu sein. Jedoch ist die geistige Anstrengung in der Reservierung auch ganz erfrischend.

Abgesehen davon tun die Füße am Ende des Tages nicht so weh, wenn man in der Reservierung sitzt. Jedoch ist die Beantwortung der Frage: „Was ist denn, wenn wir wegen Corona, nicht anreisen können?“ wirklich ein Graus.

Umbuchungen und Stornierungen, machen es hier wirklich niemandem besonders leicht. Und das ständige nach verschieben vom Start unserer Saison finden wir alle schade. Es muss endlich losgehen!

Wir machen das Beste draus und hoffen es geht endlich weiter.

Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Wie ist es eigentlich Azubi zu sein bei der Kuhnle Werft?

Und wer wüsste das wohl besser, als unsere ehemaligen Azubis?! Und so habe ich einfach mal gefragt, wie denn nun die Ausbildung bei der Kuhnle Werft ist.

Ein oft verwendeter Ausdruck war „gut aufgehoben“. Das Wichtigste an einer Ausbildung ist die richtige Unterstützung. Viele unserer Werft-Azubis standen auch einmal am Anfang ihrer Ausbildung, ohne irgendeine Ahnung, was genau sie nun wirklich erwartet und ob sie es am Ende auch schaffen würden. Aber anscheinend hatten alle genau dasselbe Ziel: Am Ende der Ausbildung die Abschlussprüfung zu bestehen und während der Ausbildungsjahre möglichst viel Wissen zu erfassen. Nach den Berichten der Azubis gelang dies fast kinderleicht. Denn mit der richtigen und  intensiven Unterstützung durch die Ausbilder und der Freude am Job gelang es ohne größere Probleme. Und ist es nicht viel wert zu wissen, dass man in seiner Firma und bei seinen Arbeitskollegen gut aufgehoben ist, auch wenn etwas mal nicht ganz so rund läuft?!

Eine weitere Frage, die mir während des Gespräches in den Sinn kam war, in wie fern die Azubis integriert werden und wie stark das Gefühl ist, dass sie wirklich dazu gehören und gebraucht werden. Denn auch das fördert das Gefühl in der Ausbildung unterstützt zu werden.

Die Antwort war deutlich: man könnte es abkürzen mit „ Lackieren, schweißen, schleifen, Schäden ausbessern“. Aber auf keinen Fall negativer Natur, alle waren sich einig, dass genau dieses Eingebunden sein viel mehr Erfahrungen liefert und auch das Selbstbewusstsein stärkt. Denn nur durch die Praxis kann man bestimmte Tätigkeiten perfektionieren. Da die Ausbildungsberufe, wie Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik und Industriemechaniker, viele unterschiedliche sowie interessante Aufgaben mit sich bringen, hat es an Praxis nicht gefehlt. Es wurde aber auch dazu erwähnt, dass trotz vieler verschiedener Aufgaben und der damit wachsenden Selbstständigkeit nie ein Azubi bei Fragen oder Problemen vernachlässigt wurde. Motto war: „Es ist die Aufgabe eines Azubis Fragen zu stellen“ und „ aus Fehlern lernt man“.

Weiter ging es im Gespräch natürlich auch um die Berufsschule und wie weit einige fahren mussten, um diese besuchen zu können. Auch trotz weiter Fahrtstrecken, wie bis nach Fürstenwalde schien auch die Berufsschulzeit glatt abgelaufen zu sein. Na klar gab es auch hin und wieder mal nicht so gute Ergebnisse, was jedoch keinen unserer ehemaligen Azubis vom Ziel abgehalten hat. Auch waren die Berufsschullehrer ebenso, wie die Ausbilder im Betrieb immer zur Stelle.

Allgemein wurde aus dem Gespräch ersichtlich, dass das Erreichen einer abgeschlossenen Berufsausbildung für unsere Azubis nicht all zu anstrengend war. Aufgrund der guten Vorbereitung im Betrieb und ebenso in der Berufsschule könnten die Prüfungen ohne größerer Probleme absolviert und bestanden werden. Unsere ehemaligen Auszubildenden gingen ebenfalls darauf ein, dass sowohl der Beruf als auch die Ausbildung sie ungemein interessierte, was die Abschlussprüfung entspannter gestaltete. Aber auch ein großes Lob ging an die Ausbilder und unser Unternehmen, was sie täglich und mit Freude unterstützten, ihnen alles beibrachten und einfach wie eine zweite Familie für sie da war.

Mehr Informationen zu den Ausbildungsberufen der Kuhnle Werft finden Sie hier: https://www.kuhnle.jobs/ausweiterbildung/ausbildung/