Auf-Kanaltour in Frankreich

Auf-Kanaltour in Frankreich

Der Rhein-Marne-Kanal ist ein wunderbar entspannter Wasserwanderweg durch die abwechslungsreiche Landschaft Elsass-Lothringens. An den zahlreichen Schleusen kann man aber seine kleinen Abenteuer erleben.                Von Stephan-Thomas Klose

Es ist Mittwoch, 12. August, 17.55 Uhr: In fünf Minuten werden die 15 automatischen Schleusen zwischen Lagarde und Nancy abgeschaltet. Dann heißt es: Nachtruhe auf dem Rhein-Marne-Kanal. Alle Augen der Hausbootbesatzung richten sich beschwörend auf die unscheinbare Radarsäule für Schleuse Nr. 17 bei Bauzemont. Sie ist die letzte vor Einville-au-Jard, unserem geplanten Liegeplatz für diese Nacht. Nur diese Schleuse trennt uns noch von Wasser, Landstrom, Dusche, Lebensmitteln und vor allem: Getränken! Nur diese Schleuse noch, dann sind wir in der kleinen Ortschaft im östlichen Lothringen (der heutigen Region „Grand Est“), für die unser Törnatlas „Fluviacarte“ all jene Herrlichkeiten verspricht. Wir brauchen dringend Nachschub: Durch die heißen, hochsommerlichen Temperaturen von 34 °C und mehr sind unsere Getränkebestände völlig erschöpft.

„Sie blinkt!“ ruft unser Steuermann. „Geschafft!“ Tatsächlich: Die Radarsäule hat das Signal unserer Fernbedienung aufgenommen. Der Jubel der Hausbootbesatzung kennt keine Grenzen. Doch zu früh gefreut: Schleuse Nr. 17 gibt noch ein aufwärtsschleusendes Hausboot frei. Dann schließen sich direkt vor uns die Eisentore. Die Signallampen erlöschen. Es ist genau 18 Uhr. Die französische Wasserstraßenverwaltung VNF macht keine Ausnahmen. Feierabend. Wir sind gefangen im Nirgendwo zwischen Kanalkilometer 195 und 198. Wir werden die Nacht an einer kleinen Anlegestelle in völliger Stille und Abgeschiedenheit verbringen; ohne Getränke und ohne Verpflegung. Jetzt ist uns klar, warum so viele andere Hausboote Fahrräder an Bord haben.

Wunderbarer Wasserwanderweg

Genau diese Stille und Abgeschiedenheit sind es aber auch, die den Rhein-Marne-Kanal – die Franzosen nennen ihn selbstverständlich den Marne-Rhein-Kanal (Canal de la Marne au Rhin) – zu einem wunderbar entspannten Wasserwanderweg für die Sportschifffahrt machen – gerade auch in Corona-Zeiten. Einige Skipper sprechen despektierlich von der „Sauerkrauttour“. Tatsächlich aber ist der Kanal ein französisches Bauwerk, das Mitte des 19. Jahrhunderts von 1839 bis 1853 errichtet wurde, um eine Ost-West-Verbindung vom Pariser Becken zum Rhein herzustellen.

Die ursprünglich 313 Kilometer lange Wasserstraße von Vitry-le-François – ab hier zählt auch die Kilometrierung – bis Straßburg gehört zu den längsten Kanälen Frankreichs. Die bergige Topografie mit Höhenunterschieden bis zu 281 Metern hatte die Konstrukteure vor große Herausforderungen gestellt. Nach dem damaligen Stand des Wasserbaus waren Hubhöhen über 2,5 Meter technisch noch nicht möglich. Die Folge sind 154 Schleusen und fast neun Kilometer Tunnelstrecken. Ursprünglich waren die Schleusenkammern mit 35 Metern Länge auf das Maß der hölzernen motorlosen Frachtkähne jener Zeit zugeschnitten. Ab der Jahrhundertwende, als die Motorschifffahrt aufkam, wurden die Schleusen auf 38,5 Meter, das so genannte Freycinet-Maß, verlängert. Und noch in den 1960er-Jahren, als die Tage der gewerblichen Binnenschifffahrt in Frankreich längst gezählt waren, modernisierten die Franzosen den Kanal unverdrossen weiter – mit gewaltigen Wasserbauwerken wie dem Schiffshebewerk bei Arzviller oder der Schachtschleuse von Réchicourt, die mit ihren 16 Hub-Metern die höchste Schleuse Frankreichs ist.

Schleusen-Trauma-Therapie

Die große Schachtschleuse von Réchicourt war es auch, die uns an jenem Mittwoch zwei Stunden kostete, sodass wir unser Tagesziel nicht mehr erreichten. Ein Flusskreuzfahrer hatte Vorfahrt. Réchicourt machte den Anfang der Schleusenstrecke, denn ich hatte mich bei der Planung des diesjährigen einwöchigen Hausboot-Törns für den Kanalabschnitt von der Charterbasis in Niderviller Richtung Westen nach Nancy entschieden – eine einfache Fahrtstrecke von 81,6 Kilometern Länge mit 21 Schleusen. Der Törnatlas veranschlagt dafür 15,5 Stunden Fahrtzeit – in einer Woche hin und zurück mit unserem Kuhnle-Klassiker „Kormoran 1140“ (62 PS, Höchstgeschwindigkeit 12 km/h) also gut zu bewältigen.

Eine abwechslungsreiche Landschaft säumt den Kanal mit schattigen, dicht bewaldeten Ufern, dann wieder scheinbar endlosen Feldern und Wiesen und dazwischen kleinen altmodischen Ortschaften oder Gehöften. Bei Dombasle-sur-Meurthe geht die Fahrt sogar mitten durch die gewaltigen Produktionsanlagen eines Solvay-Chemiewerkes. Hier stehen die größten Kalkbrennöfen der Welt.

Aber es waren weniger die landschaftlichen Aspekte, die für die Wahl der Route den Ausschlag gegeben hatten, als vielmehr die Absicht, hier ein altes Trauma endlich dauerhaft zu überwinden. Bei unserem ersten Kuhnle-Hausboot-Törn im April 2011 auf der Müritz-Elde-Wasserstraße über die Mecklenburgische Seenplatte hatten wir ein Fiasko in der Plauer Eldeschleuse erlebt. Eine unsachgemäß geführte Leine hatte sich beim Abwärtsschleusen an der Bootsklampe festgezogen. Obwohl der Hub nur 1,33 Meter beträgt, war das Boot in bedenkliche Schräglage geraten. Diesen Schleusen-Schreck hatte die Familien-Crew nie überwunden. Bis jetzt.

Eindrucksvolles Nancy

Als wir am Donnerstag um 15.30 Uhr im großzügig bemessenen Freizeithafen Saint-Georges unseres Reiseziels Nancy festmachen, haben wir 21 Abwärtsschleusungen erfolgreich bewältigt. Ab Réchicourt hatten wir die Schleusen mit der Fernbedienung gesteuert, die uns der VNF-Schleusenwärter in die Hand gedrückt hatte. Anfunken, Warten, Einfahren, Festmachen, Schleusen, Loswerfen und Ausfahren können wir jetzt aus dem effeff. Unser Trauma ist überwunden.

Das wird auf dem großartigen Stanislaus-Platz von Nancy gefeiert. Dieses städtebauliche Gesamtkunstwerk aus neoklassizistischen Palästen, Brunnen, Triumphbogen und einheitlich vergoldeten schmiedeeisernen Portalen, Lampen und Balkonen gehört zum Weltkulturerbe. Die Hausbootbesatzung ist beeindruckt.

Am nächsten Morgen treten wir die Rückfahrt an. Sie hält am Folgetag noch eine Überraschung für uns bereit: Die Schleuse Nr. 19 bei Maixe ist außer Betrieb. Und das ausgerechnet an einem Samstagmorgen. Wie soll es jetzt weitergehen? Doch nur fünf Minuten später kommt ein VNF-Fahrzeug angebraust. Die öffentlich-rechtliche französische Wasserstraßenverwaltung hat tatsächlich eine Wochenendbereitschaft! Kurze Zeit später öffnen sich die Tore; wir können die Fahrt fortsetzen. Dieser prompte Service versöhnt uns mit dem superpünktlichen Dienstschluss am Mittwoch in der Einöde vor Schleuse Nr. 17. Besagter Abend fand übrigens doch noch ein gutes Ende: Mit einem in holprigem Französisch herbeigerufenen „Henrion“-Taxi aus Lunéville gelang es uns, einen Supermarkt zu erreichen; zum Getränke-Großeinkauf. Wir waren gerettet.

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Hausboottour auf dem Rhine Marne Canal

Pünktlich um 15 Uhr fahren wir auf den Parkplatz der Marina von Kuhnle Tours ins Niderviller.

Wir, das sind Gaby, Ralf, Sohn Jordan mit Freundin Nina.

Die Formalitäten erledigen wir sehr schnell und können dann unser Gepäck in die Kormoran 1140, Name Cezanne, laden.

Dann kommt die Einweisung. Alex erklärt uns den Steuerstand, den Herd, den Backofen, die Duschen, die Toiletten, den Landstromanschluss, Wassertank und die Heizung auf Deutsch.

Jetzt geht es auf Einweisungsfahrt, denn man benötigt keinen Bootsführerschein um in diesem Teil Frankreichs ein Boot zu fahren. Wir legen gemeinsam an- und ab, wenden das Hausboot und legen rückwärts neben den anderen Hausbooten an.

Da die Schleusen des Rhine Marne Kanals werktags um 19 Uhr schließen, richten wir uns im Hausboot ein und bleiben in dieser Nacht im Hafen von Niderviller.

Unsere geplante Route mit dem Hausboot.

Niderviller durch die zwei Tunnel von Arzviller und das Schiffshebewerk Arzviller nach Lutzelbourg. Weiter nach Saverne. Saverne zurück nach Niderviller. Niderviller nach Gondrexange. Weiter durch die große Schleuse Rechicourt nach Moussey. Von dort nach Houillon und zurück nach Niderviller.

Sonntag
Am nächsten Morgen heißt es „Leinen los“ und auf nach Lutzelbourg. Die erste Herausforderung für uns war der erste Tunnel von Arzviller. Länge knapp 500 Meter und nur in eine Richtung befahrbar.
Geschafft. Jetzt noch den zweiten Tunnel von Arzviller mit einer Länge von knapp 2500 Metern. Auch geschafft. 
Wieder ist Teamarbeit gefragt, denn rechts und links ist nur wenig Platz.
Vor dem Schiffshebewerk von Arzviller brauchen wir nicht zu warten und können zusammen mit einem Boot vor uns in das imposante Schiffshebewerk einfahren.

Hinter der Schleuse 21 können wir schon die Burgruine von Lutzelbourg erkennen.
Im dortigen Freizeithafen legen wir längsseits an.

Jordan und Nina nehmen die beiden Mountainbikes vom Hausboot und machen sich auf zur Burgruine.
Gaby und ich genießen die Sonne und nehmen zwischendurch zur Abkühlung eine Dusche, welche am Heck der Komoran angebracht ist.

Ein schöner, spannender und ereignisreicher erster Tag unseres Bootsurlaubes neigte sich bei einem gemeinsamen Essen an Deck dem Ende.

Montag Lutzelbourg nach Saverne

Kurz nach dem Ablegen fahren wir in die Schleuse 21, Lutzelbourg, ein. Die Schleusen haben keinen Schleusenwärter und Ihr müsst die Schleuse manuell betätigen. Einfach den blauen Hebel nach oben, fertig. Alles weitere geht automatisch.
Bis Saverne, knapp 10 km, durchfahren wir 10 Schleusen. Also nicht soviel Zeit zum entspannen.

Die letzte Schleuse (Ecluse 30-31) ist auch die Einfahrt in die Stadt Saverne. An der Schleuse stehen jede Menge Touristen und schauen den Booten in der Schleuse zu.

Gaby parkt unser Hausboot rückwärts und gekonnt im Hafen von Saverne ein. Wir haben einen tollen Blick auf das Schloss Rohan. Morgen ist der 14. Juli und Nationalfeiertag in Frankreich. Also heißt es für Jordan und mich, rauf auf die Fahrräder und noch fix im Supermarkt ein paar Getränke und Baguettes holen.

Bei leckerem französischem Weißwein und Eistee (für Jordan und Nina) bewundern wir das Feuerwerk, welches zum Anlass des Nationalfeiertages über dem Schloss Rohan zu sehen ist.

Morgen geht es für uns zurück nach Niderviller, aber nur zum Übernachten. Wir fahren dann in die andere Richtung.

Dienstag Saverne nach Niderviller
Unser heutiges Tagesziel ist die Marina von Kuhnle-Tours in Niderviller.

In Zahlen:
14 Schleusen
ein Schiffshebewerk
2 Tunnel
18 km Strecke

Vor dem Tunnel von Arzviller müssen wir noch etwas warten, bevor wir die Tunnel durchfahren können. Gaby steuert die Cezanne ruhig durch die engen Tunnel ohne anzuecken.

Das Übernachten in den Basen von Kuhnle Tours ist für Kuhnle Boote kostenlos. So auch in Niderviller.

Mittwoch
Da das Wetter heute, am 5. Tag unserer Hausboottour, sehr regnerisch ist, gehen wir den Tag ruhig an und fahren erst gegen 14 Uhr Richtung Nancy.

Nach knapp 3 Stunden Fahrzeit, endlich ohne Schleusen, haben wir uns für das Anlegen in freier Natur entschieden. Das ist in Frankreich am Rhine Marne Kanal überall möglich.

In Gondrexange am Anfang des Etang de Gondrexange haben wir angelegt. Dank der, in unserer Cezanne befindlichen, Erdnägel und einem Hammer reicht ein Betonpoller am Ufer für das festmachen aus.

Am Etang de Gondrexange befindet sich ein Campingplatz und Badeplatz. Dieser liegt nur wenige Gehminuten von unserm Liegeplatz entfernt und könnte, bei besserem Wetter, ein schönes Ziel sein. Im Etang darf man baden. Im Kanal nicht.

Ein weiterer Tag unseres Hausbooturlaubs geht zu Ende und wir besprechen bei Kerzenschein an Deck der Cezanne, wie es morgen weitergeht.

Donnerstag
Vielen Dank an den Bootführer, der uns durch seine Vollgasfahrt und den entstandenen Wellengang gegen 8 Uhr geweckt hat.

Nach dem Frühstück geht es trotz Nieselregen in Richtung Schleuse Rechicourt. Die größte Schleuse Frankreichs.

Endlich zeigt die Schleusenampel der Schleuse Rechicourt grün und wir können in diese beeindruckende Schleuse einfahren. Wir müssen bis fast an das Schleusentor fahren, da hinter uns noch zwei weitere Boote einfahren sollen.

In der Schleuse müssen alle Schwimmwesten tragen. Diese gehören natürlich zur Standardausstattung auf den Hausbooten von Kuhnle Tours.  Es geht abwärts. Mit einer rasenden Geschwindigkeit strömt das Wasser aus der Schleuse und es wird dunkler.

Der Poller am Heck senkt sich mit dem Schleusenwasser ab und am Bug gleitet das Seil an dem dortigen Poller abwärts. Das Schleusentor und der Schlagbaum öffnen sich und wir verlassen die Schleuse.

Wir fahren noch eine Weile in Richtung Nancy und passieren zwei kleine Schleusen an denen wir die Fernbedienung nutzen. Die Fernbedienung bekommt man vom Schleusenwärter in Rechicourt.

In der Nähe von Moussey legen wir an und machen eine ausgiebige Pause.  Gaby wendet das Hausboot und es geht zurück durch die Schleuse Rechicourt, in Richtung Houillon

Rückwärts parke ich unser Hausboot, mit Unterstützung der Crew, im Hafen von Houllion ein. Das wars für heute. Nach dem Essen sitzen wir noch lange zusammen und spielen Karten. Denn einen Fernseher an Bord sucht man vergebens und wird auch nicht vermisst.

Freitag
Heute ist der vorletzte Tag unserer Hausboottour, den es geht zurück nach Niderviller

Endlich wieder an Deck frühstücken, denn es regnet nicht.
Wir verlassen Houillon und den Canal de la Sarre.
In der Nähe von Niderviller legen wir an und genießen ein paar Stunden in freier Natur die tolle Landschaft.

Die letzten Kilometer bis Niderviller sind auch die letzten Kilometer auf unserem Hausboot. Morgen heißt es Abschied nehmen von der Cezanne.

Samstag und Abreisetag
Abgabe für das Hausboot ist um 8:30 Uhr. Wir haben aber die späte Abreise bis 11 Uhr dazugebucht. Auch die Endreinigung dazubuchen verringert den Stressfaktor bei der Abreise.
Gepäck ins Auto. Alex von Kuhnle Tours nimmt das Boot entgegen und kontrolliert, ob alles OK ist und nichts Wesentliches fehlt.

Fazit unseres Hausbooturlaubes in Frankreich
Mit so einer guten Einweisung, wie von Kuhnle Tours, lässt sich ein Hausboot (Boot) auch ohne Bootsführerschein sicher beherrschen.
Auf dem Hausboot gibt es genügend Platz und dass jede Kajüte ein eigenes Bad hat ist echt klasse.
Idealerweise hat man ein Hausboot mit 4 Personen im Griff, aber auch zu zweit ist die Fahrt auf den Kanälen in Frankreich zu schaffen.
Uns hat es sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal einen Hausbooturlaub in Frankreich machen.

Einen ausführlichen Beitrag unseres Hausbooturlaubes findet Ihr auf unserem Kreuzfahrt blog unter www.kreuzfahrt4punkt0.de

Gaby, Nina, Jordan und Ralf

Dortmund 30.07.2020

Auf der Aquino steppt der Bär

Auf der Aquino steppt der Bär

Die Musik genießen, sich das Essen schmecken lassen und mit Freunden in den Sonnenuntergang fahren. All das und vieles mehr lässt sich mit der Aquino erleben.

Auch unsere Azubis konnten mal wieder einen schönen Nachmittag auf einem unserer Boote erleben. Um 17 Uhr, nach der Arbeit, traf sich eine kleine Gruppe Azubis am Steg für eine Bootsfahr mit der Göteborg. Einige von ihnen hatten Essen vorbeireitet andere haben sich um die Musik und ein Beiboot gekümmert. Kurz, nachdem alle eingetroffen waren, ging es auch schon los. Jeder suchte sich einen Platz und als dann alle Leinen los waren, begann die bunte Fahrt. Mit Musik und munterem Erzählen fuhr die Gruppe auf die Müritz, um die Zeit und vor allem den bevorstehenden Sonnenuntergang zu genießen. 

Allerdings gab es für unsere Azubis auch eine Aufgabe. Die schöne Atmosphäre einzufangen, mithilfe von Fotos und Videos, welche für unser Social Media bei Facebook und Instagram genutzt werden sollen. Und natürlich kommt erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Also wurden zu aller erst die Foto-, und Videoaufträge, wie ein Sprung ins Wasser oder die berührende Titanicszene in der Jack seine Arme um Rose schlingt, aufgenommen. Auch von außen wurden Bilder gemacht, da unseren Azubis genau für diese Fotos ein Beiboot zur Verfügung gestellt wurde. 

Nachdem alle Aufträge erledigt wurden, kam es dann zum gemütlichen Teil. Alle unterhielten sich fleißig, es wurde gegessen, Nudelsalat und Brötchen mit Aufstrich, und auch einfach das Zusammensein machte allen ersichtlich Spaß. Auch andere junge Mitarbeiter schlossen sich uns nach einiger Zeit an und es entstand eine bunte Runde. Und dann war es Zeit für den Sonnenuntergang. Um ca. 19.25 Uhr ging die Sonne endlich unter. Die Müritz wirkte wie ein riesiges blaues Fenster, in welchem sich die untergehende, feuerrote Sonne spiegelte und alles mit einem gelbgoldenen Schimmer überzog.  Eine Zeit lang war es dann ganz ruhig und alle beobachteten, wie die Sonne im Wald untertauchte. Als die Sonne fast weg war,  machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg aber es war keines Falls eine gedrückte Atmosphäre. Es wurde gelacht, gesungen und sogar der Macarena wurde an Bord der Aquino perfekt abgeliefert. Ins Hafendorf fuhren sie dann mit guter Laune und Helene Fischer im Ohr zurück.

Erstmal wieder angelegt ging es dann weiter in die Beachbar, welche genau am Hafen zu finden ist und einen perfekten Blick auf die anliegenden Boote bietet. Auch in der Strandbar ließ die Stimmung nicht nach und auch das Gequassel untereinander nicht. Nachdem alle eine Kleinigkeit getrunken hatten, ging es dann aber nach Hause, da die meisten am nächsten Tag wieder arbeiten mussten. Jeder verabschiedete sich, einige gingen zusammen zum Auto und andere fuhren mit dem Rad. Und so ging ein schöner Abend zuende mit der Vorfreude auf weitere solcher Ausflüge.  

Die Bier-Ingenieure

Die Bier-Ingenieure

Jedes Unternehmen braucht eine leistungsstarke IT-Abteilung. Auch die Unternehmen der Kuhnle-Group sind ohne Netzwerk, Computer und Software aufgeschmissen. Seit über 20 Jahren kümmern sich die Geisler-Brüder Dag und Björn bei uns ums Digitale. Doch ihren bisher größten Erfolg feierten die beiden am letzten Wochenende auf einem ganz anderen Gebiet …

Dag und Björn sind nämlich zusammen mit Tom Seeger und Clemens Eichler Herz und Hirn von Koerschbrew, einer Hobbybrauerei, die in einer Leichtbauhalle im Süden von Stuttgart untergebracht ist. Diese Halle ist ein Männerparadies: Es gibt jede Menge Kühlschränke, Meter um Meter Regale, in denen man alles Zeug aufbewahren kann, das man Zuhause bei der Ehefrau nicht anschleppen darf, außerdem eine Küche mit Industriespülmaschinen, einen großen Grill und draußen in Mutters Kräutergarten eine gemauertes Backhäusle. Die Halle ist groß genug, dass man auch mal an einem alten Mercedes-Cabriolet oder an einem Porsche 914 schrauben kann und hat schon diverse fröhliche Feste beherbergt.

In dieser Halle saßen die vier eines Tages und lasen die Ausschreibung der 4. Deutschen Meisterschaft der Hobbybrauer (es gibt Meisterschaften, von denen Frauen nur selten erfahren, dass es sie gibt …). Die Aufgabe war nicht ohne: Ein Irish Red Ale sei zu brauen, obergärig, in leuchtend roter Farbe, mit trockenem Röstaroma, zurückhaltend bitter und „hoher Drinkability“ (was auch immer das heißen mag). Außerdem gab es einen Kreativ-Wettbewerb, bei dem das Publikum abstimmt. Hier war alles erlaubt: „Ob Biere klassischen Stils, Kräuterbiere nach historischem Vorbild oder allerhand Abgefahrenes“ hieß es in der Ausschreibung.

„Kräuterbiere … hmmm“, sagte Björn und stand auf. „Lasst uns mal einen Blick in Monis Garten werden.“ Da stand allerhand herum. Lavendel? „Riecht gut aber man schmeckts nicht“ – Rosmarin? – „Irgendwie nicht abgefahren genug.“ – „Was isch des hier? Davon hats schon mal reichlich“, Clemens wies auf einen hohen Busch mit leichten Blättern. Er pflückte ein Blatt, schnupperte und probierte. „Estragon! Perfekt, das Bier zum Steak!“

Über den eigentlichen Wettbewerbsbeitrag, das Irish Red Ale, machte sich Björn dann in einer stürmischen Nacht Gedanken, während er einem Batzen Software-Updates beim Hochladen zusah. Und entwickelte eine Rezeptur, die flugs ausprobiert wurde. „Lecker“, war die einhellige Meinung der Braugenossen. Der Koerschbrew-Trupp braute die für den Wettbewerb einzureichenden 3,5 Liter und machte sich auf den Weg nach Stralsund. Mit im Gepäck: artgerechte Mund-Nasen-Masken, die Toms Tochter Julia für alle im Bierdesign genäht hatte.

Die Bier-Ingenieure von links nach rechts: Harald Kuhnle, Dag Geisler, Tom Seeger, Björn Geisler und Clemens Eichler

An der Strecke gabelten sie an der Müritz noch schnell Harald Kuhnle auf, der sich zwar nicht aufs Bier brauen versteht (das Hobby-Brau-Set, Weihnachtsgeschenk der Kinder, steht immer noch im Flur herum), aber über ein seit Studententagen sorgsam gepflegten großen Erfahrungsschatz im Biertrinken verfügt. Sozusagen als moralische Unterstützung. Außerdem kennt er die besten Kneipen in Stralsund.

Der Rest ist schnell erzählt, denn der Wettbewerb fand mit coronabedingt kleinem Publikum statt. Die Jury aus sieben Biersommeliers hatte über rund 130 Biere zum Hauptwettbewerb zu entscheiden. Zum Schutz der sieben Jurymitglieder mussten die Flaschen einen Monat zuvor anonymisiert eingereicht werden, so dass angemessen Zeit zum Verkosten war. Die Biere wurden gruppenweise im K-O-Verfahren verkostet, bis am Ende nur noch eine Spitzengruppe übrig war. Mit dabei: Koerschbrew!

Die Entscheidung war denkbar knapp: Vier von drei Jurymitgliedern gaben dem Ale von Martin Tietz aus München den ersten Platz, drei waren für Koerschbrew! So konnten sich Dag, Björn, Tom und Clemens über den zweiten Platz freuen. Im Vorjahr waren sie noch knapp in der oberen Hälfte der Rangliste gelandet, insofern durchaus ein kometenhafter Aufstieg für die schwäbischen Bier-Ingenieure. Als Preis hab es einen formschönen Holzpokal, der im Inneren geheimnisvoll rumpelt (und deshalb zur Feststellung der Rumpelquelle demnächst in MRT oder Flughafenscanner geschoben werden muss) sowie ein 100-Liter-Fass, das aus einem ehemaligen Rumfass recycelt wurde. Schon am nächsten Morgen machte das Team Pläne, welche Art von Bier wohl am besten in einem Rumfass reifen würde.

2. Platz! Aber was ist in dem Pokal?

Wie das Estragon-Bier abgeschnitten hat, ist noch nicht komplett ausgezählt, aber das Bier bekam viele Abstimmungschips des Publikums und wurde sogar lobend bei der Siegerehrung erwähnt.

Publikumsverkostung: Das Estragon-Bier konnte hier punkten. Ergebnis steht noch aus.

Wir dürfen gespannt sein.

Übrigens auch in der Frage, wie es mit dem Bierbrauen weitergeht. Es gibt ja noch ein paar alte Hallen bei uns im Hafendorf Müritz. Über diese Hallen und deren Umgebung hat sich eine junge Architektin in letzter Zeit Gedanken gemacht. Denn das Captains Inn platzt inzwischen trotz Erweiterung aus allen Nähten. Auf der Zeichnung von Architektin Camila Ulloa Montenegro sind mittendrin zwischen Hotel, Bar und Sitzbereich sechs große Tanks und ein Braukessel eingezeichnet. Freuen wir uns alle zusammen auf unsere zukünftigen Projekte!

Achja, ein paar Tage vor der Brauereimeisterschaft wehrten Dag und Co noch einen üblen Hackerangriff auf unsere IT ab. Danke, Dag, dass du die Firma gerettet hast. Demnächst seid Ihr dann nicht mehr nur für das Wohlbefinden unseres Netzwerkes zuständig, sondern auch als Durstlöscher im Einsatz!

Björn und Dag Geisler mit dem Fass für den 2. Platz
Die neuen Azubis bei KUHNLE-TOURS

Die neuen Azubis bei KUHNLE-TOURS

Am 01.09.2020 begann die Ausbildung für unsere neuen Azubis. Mit einem lockeren und familiären Einführungstag wurden sie gut in unser Unternehmen aufgenommen. Zuerst unternahmen unsere Neulinge eine kleine Bootsfahrt auf der Müritz, welche allen viel Freude bereitete und das Warmwerden miteinander erleichterte. Anschließend lernten die Azubis, Harald Kuhnle, den Eigentümer und Chef ihres Ausbildungsbetriebs , bei einem kleinen Mittagessen näher kennen. Schnell lockerte sich die Stimmung und es wurde munter erzählt. Zu guter Letzt, wurde dann mit den Auszubildenen das Gelände erkundet. Die Anlage der Ferienwohnungen und natürlich auch der Hafen und alles was sonst noch dazu gehört. Zudem wurden ihnen ihre neuen Arbeitskollegen und Büros, welche sie nun für die nächsten drei Jahre beziehen werden, vorgestellt. Dann ging es für alle aber auch schon nach Hause, um die letzte Nervosität zu verdauen und am nächsten Tag top fit zu starten und für ihre neuen Aufgaben bereit zu sein. Der nächste Tag begann dann für alle um acht Uhr und sofort ging es richtig los. Auch kleine Hindernisse und anfängliche Unsicherheiten, konnten die Motivation nicht stoppen. Nun sind schon ein paar Arbeitstage für die neuen Lehrlinge vergangen und bereits Einiges wurde erlernt, sowie angewandt. Und das natürlich auch mal alleine! Verständlicherweise sind nicht immer alle Aufgaben super spannend, aber auch die etwas unspektakulären Aufgaben wurden gewissenhaft  und so gut, wie möglich, erledigt. Nun aber genauer zu unseren neuen Azubis. Die kleine Gruppe besteht aus fünf jungen Erwachsenen, welche unterschiedliche kaufmännische Ausbildungsberufe gewählt haben. Diese Beruf sind: 

– die Kauffrau für Büromanagement, in welchem sich unter anderem, um das Koordinieren von Terminen, sowie das Bearbeiten des Schriftverkehrs gekümmert wird

– die Kauffrau für Tourismus und Freizeit, welche als Ansprechpartner unserer Einrichtung, den Gästen bei Fragen zur Verfügung steht und sich um Reservierungen und Buchungen kümmert

– die Kauffrau im E-Commerce, die für die Verwaltung unserer Onlinedienste und -plattformen zuständig ist.

Auch das Feedback unserer neuen Schützlinge ist nach ihrer ersten Woche bei uns positiver Natur. Nach Erkundigung, haben alle Freude und Lust an Ihrer neuen Arbeit gefunden. Der Umgang miteinander, ist sowohl freundlich, als auch respektvoll. Aber auch die kleine Gruppe der Azubis, hat sich bereits angefreundet und verbringt oft die Pausen gemeinsam. Alles in Allem hatten die frischgebackenen Azubis einen guten Start in unser Unternehmen. Wir alle freuen uns, auf die weitere Arbeit miteinander. Und am Ende der Ausbildung, auf gut ausgebildete, fleißige Arbeitskräfte.

Warum bei der KUHNLE-GROUP eine Ausbildung anfangen?

Warum bei der KUHNLE-GROUP eine Ausbildung anfangen?

Dadurch, dass die KUHNLE-GROUP aus der KUHNLE-TOURS und der KUHNLE-Werft besteht, bietet sich eine Vielfalt an spannenden Ausbildungsberufen. Wir, genauer gesagt Tabea und Felix, stellen euch kurz jeden Ausbildungsberuf vor und geben euch gleichzeitig eine Meinung des jeweiligen Azubis preis.

Kaufmann/frau für Büromanagement

Als Kaufmann/frau für Büromanagement bist du das Organisations- und Ordnungstalent in der Firma. Du behältst immer den Überblick, wenn beispielsweise Mitarbeiter oder Kunden nach bestimmten Materialien nachfragen. Bei KUHNLE-TOURS wirst du in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. Im Shop kümmerst du dich um die Ein- und Ausgänge der Waren/Artikel, im BackOffice kümmerst du dich unter anderem um den Postein- und ausgang.

Unsere Azubine Sophie aus dem 1. Lehrjahr meint: „Ich wollte schon immer nach Mecklenburg ziehen (gebürtig aus Brandenburg), um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Du hast hier die unmittelbare Nähe zum Wasser und die Chance auf einen Bootsführerschein – Was will man mehr!“

Kaufmann im E-Commerce

Als Kaufmann/frau im E-Commerce bist du der kommende Online-Experte im Unternehmen. Du bist unter anderem im Marketing aktiv und gestaltest die Website nach Wünschen und Belieben. Des Weiteren spielt Social Media eine große Rolle, denn die Online-Vermarktung ist ein stets wachsender Bestandteil im Unternehmen. Plattformen wie Instagram und Co. sollten also kein Fremdwort für dich sein.

Unser Azubi Felix aus dem 1. Lehrjahr meint: „Als Kaufmann/frau im E-Commerce bist du am Nabel der Zeit und lernst ebenso einen Beruf mit Zukunft. Außerdem hast du die Möglichkeit, dich kreativ auszuleben!“

Industriekaufmann

Als Industriekaufmann/-frau bist du der Allrounder im Unternehmen. Du durchläufst alle kaufmännisch relevanten Abteilungen in der Firma und wirst somit vielseitig und flexibel ausgebildet. Dein Wissen wird breit gefächert, somit wirst du zu einer wichtigen Stütze im Unternehmen, denn zu fast allen Bereichen kannst du Auskunft geben.

Unsere Azubine Jessica aus dem 3. Lehrjahr meint: „Durch das Durchlaufen verschiedenster Abteilungen im Unternehmen lernst du deine Stärken und Schwächen gut kennen, außerdem bist du durch die vielseitige Ausbildung beliebt bei potenziellen Arbeitgebern!“

Kaufmann/Frau für Tourismus und Freizeit

Als Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit bist du der Kommunikations-Profi im Unternehmen. Während du in der Reservierungsabteilung stets telefonisch Kundenkontakt pflegst und beispielsweise Angebote für einen Hausbooturlaub nach beliebigen Wünschen vorbereitest, packst du am Hafen direkt mit an. Du bringst Inventar auf die Boote und bist Ansprechpartner für Kunden vor Ort.

Unsere Azubis Lars (1. Lehrjahr) und Daler (3. Lehrjahr) meinen: „Wenn du ein kontaktfreudiger Mensch bist, wird dir der Ausbildungsberuf sicher gefallen. An jedem Tag warten neue Herausforderungen, genau das macht die Ausbildung so spannend.“

Mechatroniker

Als Mechatroniker bist du beim Bootsbau nicht wegzudenken. In unserer hauseigenen KUHNLE-Werft wirst du zum Profi in Sachen Mechanik und Elektronik ausgebildet. Du sorgst unter anderem durch die Reparatur an den Hausbooten dafür, dass Familien einen stressfreien Urlaub haben und diesen auch genießen können.

Unser Azubi Armin aus dem 1. Lehrjahr meint: „Wenn du handwerkliches Geschick aufweist, machst du mit der Ausbildung zum Mechatroniker nichts verkehrt. Außerdem hast du tolle Berufschancen, denn egal ob Boot, Auto oder Waschmaschine, alles muss mechanisch repariert werden!“

Industriemechaniker

Als Industriemechaniker ist Sorgfalt und Präzision genau dein Ding. In der Ausbildung lernst du alle Grundlagen des Themengebiets Metallbau, weiterhin bist du die erste Adresse, wenn es um die Bedienung, Wartung und Instandhaltung der Boote geht. Warum Präzision so wichtig ist? Unter Umständen kommt es auf jeden Millimeter an, beispielsweise beim Schweißen.

Unser Azubi Johannes aus dem 1. Lehrjahr meint: „Das Besondere an der Ausbildung zum Industriemechaniker bei der KUHNLE-Werft ist, dass du durch die verschiedenen Baugruppen der Boote diesbezüglich gut aufgestellt bist. Außerdem kann man theoretisch auch im Ausland arbeiten, denn durch die Bootstypen aus unterschiedlichen Ländern lernt man auch diese Technik kennen!“

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik

Als Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik bist du für den Glanz der Boote verantwortlich. Als kommender Experte in Sachen Beschichtungstechnik lernst du unterschiedliche Verfahren kennen, beispielsweise wie Farben, Lacke oder Kunststoffe auf Objekte aufgetragen werden können. Natürlich lernst du als Mechatroniker auch die Grundlagen der Reparatur in Sachen Boote.

Unser Azubi Kevin aus dem 3. Lehrjahr meint: „Als Verfahrensmechaniker hast du, wie beim Mechatroniker, gute Berufschancen, denn deine Lackier-Fähigkeiten sind universell einsetzbar. Außerdem lernst du hier dein Handwerk direkt am Wasser, perfekt!“

Törnbericht von A.Grüb

Törnbericht von A.Grüb

Wir haben zum Ersten mal die bellus gechartert.

Die Übergabe und Einweisungsfahrt war angenehm. Diesmal haben wir ein SUP als Ergänzung dabei. Eine Charterbescheinigung war bei 15PS Motorleistung nicht erforderlich.

Die erste Nacht lagen wir im Hafen vom Hafendorf Müritz mit Blick auf den Claassee. Dort waren eine Gruppe Reiher schön zu beobachten.

Am nächsten Tag sind wir früh bei herrlichem Wetter gestartet.  An der Schleuse Mirow war noch wenig los. Beim ersten Schleusen ist man meistens etwas aufgeregt.  Die Schleusung hat aber gut geklappt.  Im Zotzensee lagen wir zu Mittag vor Anker. Danach sind wir zur Diemitzer Schleuse gefahren. Da Nachts Böen gemeldet waren sind wir bis zur Wolfsbrucher Schleuse gefahren und haben abends an den Pollern festgemacht.

Dadurch konnten wir gleich morgens durch die Wolfsbrucher Schleuse fahren. Im Tietzowsee haben wir eine schöne Bucht zum Ankern gesucht. Mit dem SUP sind wir am Schilfgürtel entlang gepaddelt.

Nachmittags sind wir nach Rheinsberg weitergefahren. Am Stadthafen haben wir kurzzeitig angelegt. Nach einem Spaziergang durch die Stadt haben wir das Schloss Rheinsberg von außen besichtigt. Der Schlossgarten lädt zum Verweilen ein. Auf dem Rückweg zum Boot haben wir noch eine Eisdiele besucht. Nach dem Ablegen sind wir mit dem Boot auf dem Schlosssee/Grienericksee gekreiselt  und sind anschliesend zum Gasthaus „ zum Achter“ gefahren. Dort kann man direkt am Gasthof anlegen und nach wenigen Schritten erreicht man den lauschigen Biergarten.  Zu meinem Geburtstag habe ich mir ein leckeres Zanderfilet gegönnt.

In der Nacht lagen wir im Tietzowsee vor Anker und haben den Tag an Bord mit einer Flasche Wein genossen.

Am nächsten Morgen sind wir mit dem SUP um die kleine Insel gepaddelt. Dort haben verschiedene Vogelarten gebrütet. Am Nachmittag sind  wir in den Labussee gefahren und lagen an verschiedenen Stellen vor Anker. Dort waren wir Baden. Es ist einfach herrlich vom Boot ins Wasser zu springen.

Auf der Weiterfahrt am nächsten Tag konnten wir Kraniche und Ringelnattern beobachten. Nach der Durchfahrt der Müritz-Havel-Wasser-Str. haben wir die kleine Müritz angesteuert.  An der Insel haben wir den Anker geworfen. Abends haben wir den schönen Sonnenuntergang beobachtet.

Morgens  nach dem ersten Bad in der kleinen Müritz bin ich mit dem SUP nach Rechlin gepaddelt.

Tagsüber konnte man die Seeadler und Fischadler beobachten.

Abends gings dann zurück in den Claassee. Nach erfolgreichem Anlegemanöver haben wir auch dort den Sonnenuntergang im Hafendorf erlebt.

Dann ging es ans Packen für die Bootsübergabe.

Es war insgesamt eine sehr schöne Bootsreise. Die bellus läßt sich sehr einfach steuern und macht viel Spaß. Die Abläufe waren in der CORONA Krise gut gemanagt.

Wir planen bereits unsere nächste Bootsreise mit Kuhnle-TOURS.

Unser Budgetboot: Galle

Unser Budgetboot: Galle

Die Galle ist eines unserer Budget-Boote, heißt also, dass es eines der erschwinglicheren Boote unserer Flotte ist. Trotz der typischen Kuhnle-Farben (Blau & Beige), hebt sich die Galle durch ihren englischen Narrowboat-Stil von dem Rest der Flotte ab.

Machen wir einen kleinen Rundgang auf der Galle:

Beim Eingang am Heck des Bootes kann man sofort eine der beiden Steuerungen entdecken. Sie ist mit einer gemütlichen Sitzbank ausgestattet. Es ist ein komfortables Plätzchen zur entspannten Fahrt in der Sonne, ob gemeinsam oder auch für ein paar ruhige Augenblicke allein. Sobald man durch die Tür am Heck das Innere des Bootes betritt, findet man die Kabine mit vier Kojen vor. Eine Doppelkoje zur Linken und zwei übereinanderliegende Kojen („Doppelstockbett“) zur Rechten.

Wenn man die nächste Tür durchquert, kommt man in einen kleinen Flur. Auf der linken Seite befindet sich eine separate Nasszelle mit einer Dusche, einem Waschbecken und einer Toilette. Gegenüber der Nasszelle befindet sich noch ein zusätzliches Waschbecken, direkt an den Flur angeschlossen.

Geht man weiter geradeaus durch die nächste Tür, kommt man geradewegs in den Salon. Dort gibt es auf der rechten Seite eine Küchenzeile mit Theken, Schranken, Herd und Kühlschrank. Selbstverständlich befinden sich in den Schränken die von uns gestellte Küchenausstattung, wie Töpfe und Pfannen. Auf der anderen Seite ist die Pantry, welche man ganz leicht zu einer weiteren Doppelkoje umfunktionieren kann, sodass bis zu 6 Personen Platz auf der Galle haben, um gemeinsam einen tollen Urlaub zu erleben.

Der Salon ist eben, er besitzt also keinerlei Stufen im Gegensatz zu manch anderem Boot. Die Galle hat direkt hinter der Sitzecke einen weiteren Fahrstand mit einem Sitz für eine Person, damit man auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt, gemütlich auf den Gewässern herumschippern kann.

Die Galle ist also ein sehr komfortables Hausboot, inklusive einer umfassenden Bootsausstattung. Mit diesem Boot auf der Mecklenburgischen Seenplatte bieten wir Ihnen für Ihren Urlaub zahlreiche Orte und Ausflugsziele unter denen Sie wählen können. Wählen Sie zwischen einem erholsamen, einem abenteuerlichen Bootsurlaub oder kombinieren Sie einfach beides. Mit der Galle steht Ihnen jede Möglichkeit zur Verfügung.

Große Pläne, große Krise, großes Aufatmen

Große Pläne, große Krise, großes Aufatmen

Im Winter haben wir unsere strategische Partnerschaft mit Yachtcharter Römer bekannt gegeben. Alles kam anders. Manfred Römer hat jetzt etwas Zeit zum Nachdenken gefunden. Hier ist seine Zwischenbilanz. 

Liebe Bootsfreunde,

zurück zu den Wurzeln und mehr genießen, das war mein Ziel, der Hektik entfliehen, mehr Zeit haben, mehr Lebensqualität erfahren, vieles wieder mit mehr Liebe zum Detail machen. Dabei war mir der Spaß nicht abhanden gekommen, aber die Freude, ihn weiterzugeben. Genau das wollte ich mit fast 70 Jahren ändern. Deshalb stand mein Entschluss fest, gemeinsam mit Harald Kuhnle diese Kooperation einzugehen. Ich wollte meine Ideen, gebündelt mit der Erfahrung von Harald Kuhnle und seinem Team optimieren, einen Mehrwert für den Kunden erreichen. Mich persönlich dabei aber auch zurück nehmen. 

Gemeinsam haben wir dann den Plan in die Tat umgesetzt, mit viel Mühe und Geduld entwickelten wir eine Strategie, machten Pläne –  doch dann kam Corona in unser aller Leben und nichts war mehr wie es war. Wir alle waren geschockt, die Welt stand Kopf! Wie soll es weiter gehen? Jetzt war guter Rat teuer, keiner hatte Erfahrung mit Pandemieplänen, Seuchenschutz, Kurzarbeit.

Aus vielen Jahren Erfahrung mit dem Spaßfaktor Bootsurlaub wurden plötzlich Sorgen um die Zukunft. Neue Strategien mussten her. Dabei stand alles im Fokus was uns bisher wichtig war, die Firmen, die Mitarbeiter unsere Kunden und vieles mehr. Die Firmen hatten wir im Griff, die kannten wir und wussten wo wir stehen.

Die Mitarbeiter haben souverän mitgezogen. Die Kunden wurden informiert oder informierten sich bei uns. Sie hatten Angst um ihre Anzahlungen, es brach langsam Hektik aus. Mit viel Geduld, dem Fleiß der Mitarbeiter, aber auch der Geduld einiger Kunden haben wir es dann geschafft, das Schiff Kuhnle Tours / Yachtcharter Römer in ruhigere See zubekommen.

Nach den ersten Lockerungen der Pandemie, dem Drang der Menschen nach Freiraum, Gesundheit, Ruhe und Natur genießen, waren wir sofort zur Stelle. Die fast 40-jährige Erfahrung des Kapitäns, das gute Personal und viele treue Kunden haben dazu beigetragen, dass der Kuhnle-Dampfer sofort wieder Fahrt aufgenommen hat, der Kurs stimmt, die Mannschaft ist vollzählig und bereit, die Kunden können kommen.

Auch wenn keine(r) der fleißigen Mitarbeiter(innen) in den letzten Tagen ans komplett überlastete Telefon ging – die Leitungen glühten förmlich – auf E-Mail nicht mehr sofort antworten konnten, so haben doch alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Reservierungszentrale bis ans Limit versucht, allen Fragen und Sorgen der Gäste gerecht zu werden. Dem gebührt ein großes Dankeschön!

Bei den säuerlichen Gästen kann ich nur um Verständnis bitten. „Wir schaffen das“ – auch wenn ich diesen berühmten Satz unserer Kanzlerin noch im Ohr habe, kann ich sagen, ja die schaffen auch die jetzt noch anfallende Arbeit gemeinsam mit den Kunden und zukünftigen Gästen zu bewältigen. 

Jetzt trete ich ein Schritt zurück und Danke dem Kapitän Harald Kuhnle und seinem Team, meinem Team, den ungenannten Geistern die diese besondere Urlaubsform – Urlaub auf dem Boot – immer wieder ermöglichen. Und vor allem unseren vielen Gästen. Den treuen, den geduldigen, den verständnisvollen, den begeisterten und denen, die es noch werden möchten. 

Willkommen an Bord, volle Kraft voraus.

Ihr Manfred Römer

PS Ich gehe jetzt erst mal Boot fahren.

Klamotten für auf dem Boot? Kaufen wir in Bayern!

Klamotten für auf dem Boot? Kaufen wir in Bayern!

Jeder, der schon mal eine Outdoorjacke gekauft hat, kennt das Problem: Woher weiß ich, was gut ist? Woher weiß ich, was robust ist, woher weiß ich, welche Kleidung ihr Geld wert ist? Wenn man ein ganzes Charterteam ausstatten muss, wird eine Fehlentscheidung richtig teuer. Deshalb haben wir das mal endgültig für Sie geklärt.

Kauft man Berufskleidung ist eine Sache immer sicher: Das Gemecker, der Kollegen, die sie anziehen.

Zitate aus 39 Jahren Firmengeschichte:

„Komm mir nicht wieder mit som gelben Hemd an, ich bin doch kein Rapsfliegensammler.“

„Feines Jäckchen, gibt es das auch für Erwachsene?“ (Der Kollege meint: in Größe 62.)

„Unter dem Plastehemd kannste dich selber totschwitzen, das würd nicht mal ne Öllache aus der Bilge aufnehmen.“

„Tut mir leid, dass das Polo jetzt hellblau ist, aber 60 Grad hätte es aushalten müssen.“

„Tut mir leid, dass das Polo jetzt grün ist, aber …“

„Tut mir leid, dass das Polo jetzt rosa getupft ist, aber mit Bremsenreiniger kriegt man sonst ja auch alles sauber.“

Zu klein zu groß, zu warm zu kalt, zu luftig zu schwitzig, farbecht oder nicht, waschbar, bügelleicht oder knitterig – wir haben einiges durch mit unseren Crew-Klamotten. Bis wir bei einem angenehmen Abend während der Düsseldorfer Messe mit einem Herrn aus Bayern zusammensaßen, der vorgab, etwas von Segelkleidung zu verstehen. Ein Bayer! Ha! War uns doch egal, dass er erzählte, welche Segelweltmeister und Proficrews er schon eingekleidet hatte. Charteralltag ist die Maximalbelastung, das wussten wir bestimmt. Ein Poloshirt, das nach einer Stunde im Getriebewechsel heißen Motorraum eines Hausbootes nicht komplett durchweicht auf der Haut klebt? Eine Fleecejacke, die nicht nach der ersten Wäsche von Wollmäusen erobert wird? Eine Regenjacke, die im Sommergewitter keine Dampfkabine wird? Ein Hemd, das nach der Wäsche nur kurz angeguckt werden muss, um wieder glatt zu sein für den nächsten Messetag? Man kann in drei Wochen über den Atlantik segeln, aber einen ganzen Sommer an der Müritz bei jedem Wetter arbeiten?

Robert Stark, so hieß der Bayer, lächelte und sprach: „I pack Euch haltamoal a was zsammen, schauts halt, obs passt.“

Das nächste, was der überaus gelassene und von der Qualität seiner Produkte durchaus überzeugte Robert Stark von dem bayerischen Segelausstatter Marinepool von der Müritz dann hörte, waren keine Begeisterungsrufe, sondern eine Bestellung. 100 hiervon, 100 davon, 50 davon, 50 davon – bitte alles mit Logo beflocken, besticken oder bedrucken. Macht nichts wenn’s schnell geht. In Mecklenburg machen wir keine großen Worte, wenn so weit alles klar ist.

Was wir hier gerne tragen:

Das Marinepool-Polo: Aus so einem speziellen Funktionsstoff: Man schwitzt nicht im Sommer, es ist dunkelblau und kleidet damit auch runde Bäuche und breite Hüften und die Damenversionen sind auch obenrum geräumig. Bei 40 Grad gewaschen und glatt aufgehängt ist es wieder klar zum Anziehen ohne nach dem Bügeleisen zu rufen.

Das bügelfreie Marinepool-Polo: Vorgeführt von Daniel Wahl, dem Teamleiter Charter.

Das Marinepool-Fleece: Eine Jacke für alle Lebenslagen. Kann einen Regenschauer ab und ist der Stoff ist so dicht, dass kein Wind durchpfeift. Dazu mit einem Stehkragen, damit es nicht in Dekolletee zieht oder das Brusttoupet Zug bekommt. Zwei kuschelige Außentaschen mit Reißverschluss, damit einem beim Hantieren an Bord nicht unbeabsichtigt das Handy baden geht. Notfalls passt auch ein Taschenbuch für die Pause rein. Wenn es mal wirklich kalt ist, zieht man die Fleecejacke einfach unter die Regenjacke an dann friert nix mehr. Außerdem ist die Fleecejacke extrem schwer entflammbar (für Sie ausprobiert!).

Die Marinepool-Regenjacke: Wie die beiden vorgenannten Kleidungsstücke im elegantem Dunkelblau mit Mesh-Innenfutter und Ausrollkapuze im Kragen. Die Jacke ist nicht dick, aber atmungsaktiv. (Wenn es kalt wird, zieht man halt die Fleesejack drunter.) Die Ärmelbündchen kann man mit Klettverschlüssen so verengen, dass kein Wasser den Ellbogen hoch läuft, wenn man mal über Kopf eine neue Positionslampe anbringen muss, die Kapuze hat ebenfalls Verstellmöglichkeiten, so dass man auch fest eingepackt immer noch Schiffsbug und Fahrwasser sehen kann.

Für alle Wetter: Harald Kuhnle ist ein Fan der leichten Regenjacke, die ihn auf viele Reisen begleitet.

Unsere Marinepool-Messehemden: Es war schon eine kleine Revolution, dass wir nach über 30 Jahren boot Düsseldorf im dunklen Anzug beziehungsweise Kostüm, vor zwei Jahren erstmals nur im Hemd aufgekreuzt sind. Wer mag, kann gerne noch einen Blaser und Krawatte dazu anziehen, aber auch Kombinationen mit geringeltem Unterziehshirt, Poloshirt, Hemd als Jacke, Hemd plus Jeans und Bootsschuhe sind inzwischen erlaubt. Möglich wurde das durch einen etwa einen Kubikmeter großen Karton voller Hemden, tailliert für Damen, gerade geschnitten für Herren, der pünktlich am Freitag vor Messebeginn in Düsseldorf ankam. Jeder suchte sich raus, was wohl passt, dann begann das lustige Tauschen am Früstückstisch. Aber bei einer Sache waren sich gleich alle einig: Tragen tun die sich gut, und es hat sich in zwei Jahren noch nicht ein Knopf verabschiedet oder eine Naht geschwächelt. Das ist Qualität, genau wie der Rest der Crew-Kleidung von Marinepool.

Das Messeteam 2019 auf der boot in Düsseldorf mit den hellblauen Hemden und Blusen.

Inzwischen haben wir für den privaten Gebrauch eine ansehnliche Anzahl von Roll-Segeltuchtaschen, Rücksäcken, Sportbüdeln, Neoprentaschen für Tablets, weiterer Jacken aus Fleece, Softshell oder Wolle, kurze Hosen, Schirmmützen und was nicht sonst noch alles gekauft. Sogar einen Weinflaschenkühler von Marinepool gibt es in Kuhnle-Bootskiste. Leider kaufen wir jetzt nicht mehr soviel bei Robert Stark und Marinepool ein. Die Sachen gehen halt nicht kaputt!

Fazit: Wenn Sie auf der Suche nach Klamotten für an Bord sind: Hier geht es zum Online-Shop von Marinepool. https://www.marinepool.de/